Eigner | Die neue Küche | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Eigner Die neue Küche

Küchen planen, auswählen und kaufen
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7471-0181-0
Verlag: Stiftung Warentest
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Küchen planen, auswählen und kaufen

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

ISBN: 978-3-7471-0181-0
Verlag: Stiftung Warentest
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Planungs- und Handbuch durch die verwirrende Technik- und Ausstattungsvielfalt moderner Küchengeräte: Was bringt die Pyrolyse-Funktion beim Backofen? Was ist ein Dialoggarer? Was kann ein Dampfgarer? Die Küche mit High-Tech-Ausstattung ist zum Statussymbol geworden, aber was ist wirklich sinnvoll? Dieser Ratgeber stellt die aktuellen Trends wie Kücheninseln, Downdraft-Systeme und Smart Kitchen vor und gibt Empfehlungen zur optimalen Raumnutzung sowie der perfekten Arbeitsergonomie. Ein extra Kapitel berät zu den Verbraucherrechten beim Kauf. Mit den Bewertungen der Stiftung Warentest und den vielen Tipps und Ideen steht Ihrer Wunschküche nichts mehr im Weg!

Christian Eigner hat viele Jahre als Ratgeber-Redakteur gearbeitet. Mittlerweile ist er als freier Journalist und Buchautor tätig, vor allem für die Stiftung Warentest. Er schreibt regelmäßig für das Haushalts-Ressort der Zeitschrift 'test'. Ganz nebenbei schmeißt er den Haushalt seiner Familie.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Planen, vergleichen, entscheiden

- Wie Traumküchen Gestalt annehmen
Grundlagen

- Ergonomie
- Arbeitsbereiche
- Küchenvarianten
- Stauraum

Möbel und Flächen

- Küchenschränke

- Materialien und Fronten

- Abmessungen

- Auszüge, Scharniere & Co.

- Küchenspüle

- Einbauarten

- Abtropffläche
- Zubehör

- Armaturen

- Arbeitsplatten

- Küchentheken

Planung und Kauf

- Finanzierung klären

- Räumliche Situation

- Küchenplaner nutzen

- Clever kaufen

Backen, grillen, dämpfen
Türen auf – hier kommt die neue Vielfalt
- Backofen und Herd
- Dampfgarer

- Mikrowelle

- Kombigeräte
Kochen wie die Profis
Perfekter Geschmack ohne lästigen Dunst
- Kochfelder

- Dunstabzug

Einfrieren, kühlen, temperieren Lebensmittel perfekt lagern
- Kühlschränke
- Gefriergeräte
- Kühl-Gefrier-Kombis
- Weinschränke

Reinigen, spülen, trocknen
Vorzugsbehandlung für Geschirr und Besteck
- Geschirrspüler

Service

Ihr Recht als Kunde

- Widerruf

- Gewährleistung

- Umtausch
- Garantie

Informationsquellen

Stichwortverzeichnis


Möbel und Flächen


Regale und Auszüge, Türen und Klappen, Scharniere und Führungen – wer seine Küchenmöbel planen will, taucht ein in eine Welt aus Materialien, Farben und Dekors. Jetzt mit Spüle, Armatur und Arbeitsplatte noch ein paar trendige Statements setzen – und fertig ist die Küche.

Die Tiefe von Unter- und Hochschränken sowie Arbeitsflächen beträgt standardmäßig 60 Zentimeter. Was Breite und Höhe betrifft, lassen sich die Küche und ihre Elemente nahezu beliebig an räumliche Gegebenheiten und persönliche Vorlieben der Nutzer anpassen. Geschieht das im Rahmen herkömmlicher Raster-maße, halten sich auch die Kosten im Rahmen. Wer dagegen Sondermaße beauftragt, muss mit höheren Ausgaben rechnen.

Küchenschränke


Um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen, stehen verschiedene Typen von Küchenschränken zur Verfügung.

  • Unterschrank: Ein Unterschrank kann einen oder mehrere Auszüge oder Schubladen besitzen, als Kochstellen-, Spülen- oder Regalschrank fungieren sowie mit einer Glastür, Schiebetür oder Jalousie verschlossen werden. Art und Ausstattung bestimmen das Er- scheinungsbild der Küche maßgeblich mit. Für Komfort sorgen praktische Innenlösungen.
  • Eckunterschrank: Um tote Ecken zu vermeiden und Stauraum zu nutzen, gibt es Eckunterschränke in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel Rondell-, Magic-Corner- und Le-Mans-Eckunterschränke. Auch Lösungen für Spülen-, Herd- und Kochstellenschränke sind planbar, sodass sich Ecken sogar als Arbeitszentren nutzen lassen.
  • Hochschrank: Hochschränke werden unter anderem als Aus- zug-, Vorrats-, Apotheker-, Gerätehoch-, Eckhoch- und Regalhochschrank angeboten und ermöglichen ein rückenschonendes Arbeiten. Häufig beherbergen Hochschränke Elektrogeräte wie Backofen oder Dampfgarer.
  • Oberschrank: Ober- oder Hängeschränke schaffen Stauraum, ohne Bodenfläche zu belegen. Sie beherbergen Geschirr, Gläser oder Vorräte und setzen durch ihr Design, etwa als Vitrinenschrank, gestalterische Akzente. Sie werden unter anderem als Diagonal-, Eck- oder Regal-Oberschrank eingesetzt und mittels Jalousien, Schiebe- oder Klapptüren beziehungsweise schwenk- oder faltbaren Klappen verschlossen.
  • Aufsatzschrank: Ein Aufsatzschrank steht auf der Arbeitsplatte und nutzt die Höhe der Küchennische für zusätzlichen Stauraum. Er ist als Diagonal-, Eck- und Regalschrank erhältlich, verfügt über Türen oder Jalousien und kann als Vitrinenschrank ausgeführt sein.

Auf Umweltsiegel achten


Orientierung in Sachen nachhaltige Produktion von Möbeln und Herkunft der Rohstoffe bieten folgende Ökolabel.

  • Blauer Engel: Das Prüfzeichen für Umwelt- und Gesundheits-eigenschaften von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt würdigt den Einsatz von Ressourcen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und geringe Emissionen. Es ziert u. a. Tische, Sitzmöbel und Elektrogeräte.
  • EU-Ecolabel: Das EU-Umweltzeichen wird an Produkte und Dienstleistungen mit relativ geringen Umweltauswirkungen verliehen – darunter Elektrogeräte, Textilien und Möbel.
  • Das Goldene M: Deutschlands einziges offiziell anerkanntes Gütezeichen für Möbel, das deren Haltbarkeit, Materialgüte sowie Langlebigkeit und Um- weltfreundlichkeit bezeugt.
  • ÖkoControl: Das Zeichen des Verbands der Ökologischen Einrichtungshäuser erhalten mit natürlichen Produkten behandelte Biomöbel aus Massivholz oder Holzwerkstoffen.
  • Eco-Institut: Das Label „Tested Product“ tragen hochwertige, weitgehend umweltverträgliche und gesundheitlich unbedenkliche Möbel.
  • FSC: Das Label FSC („Forest Stewardship Council“) würdigt v. a. die ökologisch und sozial verträgliche Bewirtschaftung von Wäldern und Plantagen.
  • PEFC: Zertifikat für Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern – von der Wiederaufforstung über den Erhalt von Flora und Fauna bis hin zu Arbeitnehmerrechten.

Materialien und Fronten


Neben Massivholz und Spanplatten kommen als Grund- und Trägermaterial vor allem mitteldichte Faserplatten, kurz: MDF-Platten, zum Einsatz. Sie sind sehr stabil, biegefest und werden aufgrund ihrer glatten Oberfläche gern für lackierte Fronten verwendet, lassen sich aber auch mit Folie beziehen.

Extrem stabil und hart sind auch Laminatplatten, kurz: HPL-Platten, die aus mehreren Zelluloseschichten gepresst werden. Für das gewünschte Design sorgt eine gefärbte oder bedruckte Dekorschicht. Auch HPL-Platten gibt es in vielen Farben und Strukturen.

Um eine einheitliche Küchenfront herzustellen, werden auf das Trägermaterial Beschichtungen aufgebracht. Folgende Frontenarten sind möglich:

  • Kunststoff: Zur Wahl stehen Folien-, Melaminharz- und Schichtstofffronten. Folienfronten sind in zahllosen Farben und Mustern erhältlich und relativ günstig. Folien neigen jedoch dazu, sich im Lauf der Zeit vom Trägermaterial abzulösen und sind nicht besonders kratzfest und hitzebeständig. Dagegen sind mit Melaminharz beschichtete Fronten widerstandsfähig, pfle- geleicht und eignen sich für beanspruchte Küchen. Die Platten sind chemikalienresistent sowie abrieb- und lichtbeständig. Die widerstandsfähigsten Fronten besitzen eine Schichtstoffauflage aus Phenolharz, Dekorpapier und einer transparenten Deckschicht. Da Schichtstoffplatten dicker und här- ter sind als Folienfronten, halten sie großen Beanspruchungen stand.
  • Lack: Je nachdem, ob Käufer eine matte, glänzende oder Microlack-Oberfläche bevorzugen, wird diese mit Hilfe unterschiedlicher Verfahren lackiert, geschliffen und poliert. Lackfronten sind zwar teurer als Kunststofffronten, dafür ausdrucksstark, strapazierfähig und dicht versiegelt.
  • Glas: Seit einigen Jahren wird Glas nicht nur für Frontsegmente oder Schranktüren, sondern für komplette Fronten verwendet. Dazu wird Einscheibensicherheitsglas (ESG) auf der Rückseite lackiert oder sandgestrahlt und rahmenlos auf das Trägermaterial aufgebracht. Glasfronten sind pflegeleicht, relativ kratzfest und hitzebeständig – allerdings eher hochpreisig.
  • Holz: Holzfronten besitzen eine natürliche Oberfläche aus Massivholz oder Echtholzfurnier. Bei Massivholzküchen besteht der gesamte Möbelkorpus aus solidem Holz, bei Echtholzküchen nur die Front. Teilweise ist sogar nur der Rahmen massiv, wäh- rend die Füllung aus furnierten Span- oder MDF-Platten besteht. Holzfronten lassen sich auf Wunsch lasieren, beizen, kalken, bürsten, sandstrahlen, patinieren oder farbig lackieren.
  • Edelstahl: Eine Edelstahlfront besteht aus einer Trägerplatte samt aufgezogenem Blech. Edelstahl ist ästhetisch und pflegeleicht. Fingerabdrücke und Kratzer sind jedoch sichtbar. Knackpunkt ist zudem die Verarbeitung von Ecken und Kanten.
  • Acryl: Eine Alternative zu hochglanzlackierten Fronten sind Acrylfronten. Sie bestehen aus massiven Acryl- oder beschichteten MDF-Platten. Ihr Design reicht von der schlichten Unifarbe bis zum edlen Holzdekor. Acrylfronten sind glatt, pflegeleicht und – eine Versiegelung vorausgesetzt – auch kratzfest.

Abmessungen


Ausgehend vom Quasistandard 60 Zentimeter sind Küchenschränke in verschiedenen Breiten erhältlich. Die Schritte betragen jeweils 10 oder 15 Zentimeter nach oben oder unten. Solche Rastersysteme erleichtern die Küchenplanung und sorgen für ein harmonisches Gesamtbild.

  • Unterschränke können 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90, 100 oder 120 Zentimeter breit sein. Bei einer Tiefe von 60 Zentimetern sind sie meist 60 bis 80 Zentimeter hoch.
  • Oberschränke: Oberschränke sind in denselben Breiten wie Unterschränke erhältlich. Sie sind meist 30 bis 90 Zentimeter hoch, doch lediglich 35 Zentimeter tief.
  • Hochschränke: Wie Unter- und Oberschränke sind Hochschränke in einer Breite zwischen 30 und 120 Zentimetern erhältlich. Sie sind zwischen 140 und 220 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter tief.
  • Einbauschränke: Schränke zum Einbau von Elektrogeräten sind standardmäßig 60 Zentimeter breit. Für Geschirrspüler gibt es auch 45 Zentimeter breite Schränke, für Kochfelder stehen Modelle mit 45, 80 und 90 Zentimetern zur Auswahl.

Die Gesamthöhe von Unter- und Hochschränken ergibt sich aus den Höhen des Küchensockels und des Möbelkorpus. Beide können variieren. Der mindestens 10 Zentimeter hohe Sockel wird um 5 Zentimeter zurückgesetzt, damit Nutzer bequem stehen können. Oberschränke werden – je nach Raumhöhe und Größe der Nutzer – zwischen 50 und 65 Zentimeter über der Arbeitsfläche montiert. Die Gesamthöhe liegt damit bei 200 bis 245 Zentimetern. Auch ein bündiger Einbau bis zur Zimmerdecke ist möglich.

Stell- und Bewegungsfläche


In modernen Einbauküchen sind Möbel, Elektrogeräte und Zube- hör in ihren Abmessungen genau aufeinander abgestimmt und las- sen sich aus diesem Grund viel- fältig kombinieren. Während sich die Breite einer solchen Küchenzeile nach örtlichen Gegebenhei- ten und individuellen Wünschen richtet, liegt deren Tiefe aufgrund standardisierter Nischenmaße bei 60 Zentimetern, wobei sich auch Übertiefen planen lassen. Aus ihrer Länge und Tiefe lässt sich die Stellfläche einer Küchenzeile errechnen. Die verbleibende Grundfläche des Küchenraums wird als Bewegungsfläche bezeichnet. Um...


Christian Eigner hat viele Jahre als Ratgeber-Redakteur gearbeitet. Mittlerweile ist er als freier Journalist und Buchautor tätig, vor allem für die Stiftung Warentest. Er schreibt regelmäßig für das Haushalts-Ressort der Zeitschrift "test". Ganz nebenbei schmeißt er den Haushalt seiner Familie.



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