E-Book, Deutsch, 472 Seiten
Eigmüller / Mau Gesellschaftstheorie und Europapolitik
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-531-92008-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Sozialwissenschaftliche Ansätze zur Europaforschung
E-Book, Deutsch, 472 Seiten
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-531-92008-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Im Zuge der fortschreitenden europäischen Integration rückt die Frage nach den Folgen dieses Prozesses für die Konstitution der Gesellschaft zunehmend in den Vordergrund des Interesses. Dies erfordert einen Perspektivenwechsel in der Theoriebildung. Hier knüpft der vorliegende Band an, indem aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Fundus sozialwissenschaftlicher Gesellschaftstheorie geöffnet und die Möglichkeiten (und auch Grenzen) der Übertragung dieser Theorieangebote auf den Gegenstand der europäischen Integration diskuiert werden.
Mit Beiträgen von Maurizio Bach, Peter A. Berger, Sebastian Büttner, Jan Delhey, Günter Dux, Klaus Eder, Monika Eigmüller, Heiner Ganßmann, Jürgen Gerhards, Marco Härpfer, Martin Heidenreich, Stephan Lessenich, Martina Löw, Steffen Mau, Hans-Peter Müller, Richard Münch, Peter Spahn, Olaf Struck, Georg Vobruba
Dr. Monika Eigmüller, Schumpeter Fellow, leitet die Nachwuchsgruppe 'Sozialraum Europa' am Institut für Soziologie der Universität Leipzig.
Dr. Steffen Mau ist Professor für Politische Soziologie und vergleichende Analyse von Gegenwartsgesellschaften an der Universität Bremen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Gesellschaftstheorie und Europapolitik. Eine Einleitung;9
2.1;1 Europa als sozialwissenschaftlicher Gegenstand;9
2.2;2 Europäische Gesellschaftsbildung in komparativer Perspektive?;12
2.3;3 Europa als Gebilde „sui generis“?;15
2.4;4 Perspektiven der Europasoziologie;17
2.5;5 Aufbau des Bandes;20
3;I Gesellschaftstheorie: Anschlussmöglichkeiten der Europaforschung;30
3.1;Die Rationalität des Regierens im europäischen Mehrebenensystem;31
3.1.1;1 Europa im weltgeschichtlichen Kontext;32
3.1.2;2 Demokratie und Ökonomie: die Herausforderung der Europäischen Union;33
3.1.3;3 Der Kommunikationsraum europäischer Erzählungen;35
3.1.4;4 Regieren im europäischen Mehrebenensystem;38
3.1.5;5 Schlussbemerkungen;44
3.1.6;Literatur;45
3.2;Demokratietheorie und Europäische Integration. Zur Dekonstruktion des Demos;47
3.2.1;1 Worum es geht;47
3.2.2;2 Die Defizitthese;47
3.2.3;3 Der klassische Demokratiebegriff als Problem;50
3.2.3.1;3.1 Die substanzlogische Struktur der klassischen Demokratietheorie;50
3.2.3.2;3.2 Substanzlogische Transformationen moderner Demokratietheorien;51
3.2.4;4 Die epistemische Defizienz der klassischen Demokratietheorie;57
3.2.5;5 Die Irrealität der klassischen Demokratietheorie;59
3.2.6;6 Eine prozessuale Theorie der Demokratie;62
3.2.6.1;6.1 Zur Genese der Demokratie;62
3.2.6.2;6.2 Was Selbstbestimmung meint;64
3.2.6.3;6.3 Demokratie im Widerstreit mit der Ökonomie;65
3.2.7;7 Demokratie und Europäische Integration;68
3.2.7.1;7.1 Strukturwandel der Marktgesellschaft;68
3.2.7.2;7.2 Das Verständnis von Demokratie und Politik in der Epoche der Globalisierung und Transnationalisierung;69
3.2.7.3;7.3 Die Machtverfassung des politischen Systems;71
3.2.7.4;7.4 Die prozedurale Gestaltung der europäischen Politik;72
3.2.7.5;7.5 Die materiale Zielvorgabe der europäischen Politik;74
3.2.8;Literatur;75
3.3;Die EU als entstehender Kommunikationsraum. Zum Theoriedefizit der soziologischen Europaforschung und ein Vorschlag, dieses zu v;78
3.3.1;1 Der defizitäre soziologische Blick auf Europa;78
3.3.2;2 Kommunikationsräume;81
3.3.2.1;2.1 Der normative Blick auf Europa;82
3.3.2.2;2.2 Vom komparativ-deskriptiven Blick zum transnationalen Blick auf Europa;83
3.3.2.3;2.3 Ein Vorschlag: Europa als ein narratives Netzwerk;85
3.3.3;3 Europäische Identität als Kontrollprojekt der Grenzen einer europäischen Gesellschaft;86
3.3.3.1;3.1 Von der Identifikation mit Europa zu europäischen Identitätskonstruktionen;86
3.3.3.2;3.2 Orte europäischer Identitätskonstruktionen;90
3.3.3.3;3.3 Das Referenzobjekt einer europäischen kollektiven Identität;91
3.3.4;4 Europäische Identität als ein Fall der Verknüpfung multipler Stories;95
3.3.4.1;4.1 Der Mechanismus narrativer Verknüpfung;95
3.3.4.2;4.2 Die kollektive Identität Europas als ein Kontrollprojekt von sich überschneidenden Netzwerken sozialer Beziehungen;96
3.3.5;5 Schlussfolgerung;101
3.3.6;Literatur;102
3.4;Die europäische Gesellschaft als Ausdruck einer Fortentwicklung der Moderne?;107
3.4.1;1 Europa als Problem und ewiges Werden;107
3.4.2;2 Die europäische Gesellschaft und ihre analytische Konzeptualisierung;110
3.4.2.1;2.1 Europa und sein Begriffsproblem;110
3.4.2.2;2.2 Die europäische Gesellschaft als Wertegemeinschaft;112
3.4.2.3;2.3 Das Prinzip der strukturierten Diversität;114
3.4.2.4;2.4 Die europäische Gesellschaft als Erfahrungsraum und Erwartungshorizont;117
3.4.3;3 Die europäische Gesellschaft und die zeitgenössische Moderne;119
3.4.4;Literatur;124
4;II Die territoriale Zuschreibung von Gesellschaft;128
4.1;Räume und Grenzen in Europa. Der Mehrwert soziologischer Grenzund Raumforschung für die Europasoziologie;129
4.1.1;Literatur;136
4.2;Raumdimensionen der Europaforschung. Skalierungen zwischen Welt, Staat und Stadt;138
4.2.1;1 Scale;140
4.2.2;2 Lokale Dimensionen;141
4.2.3;3 Die Strukturierungskraft von Räumen und Orten;144
4.2.4;4 Ausblick;146
4.2.5;Literatur;146
4.3;Die Konstitution von Räumen und Grenzbildung in Europa. Von verhandlungsresistenten zu verhandlungsabhängigen Grenzen;149
4.3.1;1 Einleitung;149
4.3.2;2 Analytischer Bezugsrahmen;152
4.3.3;3 Die Grenzen-Kongruenz des Nationalstaats;155
4.3.4;4 Funktionsund Bedeutungswandel der Grenzen in der EU;160
4.3.4.1;a) Friedfertigkeit;162
4.3.4.2;b) Europäische Supercodierung der Grenzen durch den Binnenmarkt;163
4.3.4.3;c) Europäische Supercodierung durch Konstitution der EU-Außengrenzen;164
4.3.4.4;d) Migrationspolitisches Grenzmanagement;167
4.3.5;5 Schlussbemerkung;171
4.3.6;Literatur;172
5;III EU-Integration als Sozialintegration;175
5.1;Soziale Integration (in) der Europäischen Union;176
5.1.1;Literatur;186
5.2;Die osterweiterte Europäische Union – ein optimaler Integrationsraum?;189
5.2.1;1 Fragestellung;189
5.2.2;2 Der Integrationsraum EU: Systemintegration;190
5.2.3;3 Das Optimalitätskriterium allgemein formuliert: Sozialintegration;192
5.2.4;4 Empirisches Beispiel: Vertrauen und Vertrautheit;195
5.2.5;5 Schlussbemerkung;202
5.2.6;Literatur;205
5.3;Transnationales linguistisches Kapital der Bürger und der Prozess der Europäischen Integration1;208
5.3.1;1 Die Sprachkonstellation Europas und die Sprachpolitik der Europäischen Union;210
5.3.1.1;1.1 Die Sprachkonstellation Europas;210
5.3.1.2;1.2 Die Sprachpolitik der Europäischen Union;213
5.3.2;2 Transnationales linguistisches Kapital der Bürger der EU;219
5.3.3;3 Erklärung der Unterschiede in der Verfügung über transnationales linguistisches Kapital;224
5.3.3.1;3.1 Klassenlage und institutionalisiertes kulturelles Kapital;225
5.3.3.1.1;a) Klassenlagen/Klassenfraktionen und Berufsposition;225
5.3.3.1.2;b) Institutionalisiertes kulturelles Kapital;227
5.3.3.2;3.2 Länderspezifische Kontextfaktoren;227
5.3.3.2.1;a) Modernisierung der Gesellschaft;228
5.3.3.2.2;b) Größe eines Landes;229
5.3.3.2.3;c) Die Dominanz der Muttersprache;230
5.3.3.3;3.3 Überprüfung der Hypothesen;230
5.3.4;4 Bilanz der Befunde;233
5.3.5;Literatur;235
5.3.6;Internetquellen;237
5.3.7;Anhang;239
5.4;Einkommensungleichheiten in der Europäischen Union. Ihre innerund zwischenstaatliche Dynamik und ihre subjektive Bewertung;240
5.4.1;1 Einleitung;240
5.4.2;2 Der europäische Raum zwischen Öffnung und Schließung;244
5.4.3;3 Die Entwicklung der innerund zwischenstaatlichen Einkommensungleichheiten in Europa;248
5.4.4;4 Die subjektive Wahrnehmung von Einkommensungleichheiten im Spannungsfeld von nationalstaatlichem und europäischem Bezugsrahmen;254
5.4.5;5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen;263
5.4.6;Literatur;265
5.5;Horizontale Europäisierung und Europäische Integration1;269
5.5.1;1 Einleitung;269
5.5.2;2 Die horizontale Verflechtung Europas und subjektive Europäisierung;272
5.5.3;3 Die Infrastruktur der sozialen Transnationalisierung: Grenzüberschreitende Transportund Kommunikationsnetze;279
5.5.4;4 Transnationale Migration in Europa;284
5.5.5;5 Tourismus in Europa;288
5.5.6;6 Transnationale Mobilität von Studenten und Jugendlichen;293
5.5.7;7 Städtepartnerschaften und grenzüberschreitende regionale Kooperation;302
5.5.8;8 Abschlussdiskussion: Horizontale Europäisierung und Europäische Integration;304
5.5.9;Literatur;307
6;IV Institutionelle Entwicklung der Europäischen Union & europäische Sozialpolitik;314
6.1;Der „Wohlfahrtsstaat Europa“ zwischen Wunsch und Wirklichkeit;315
6.2;Soziale Sicherheit durch die EU? Staatstheoretische und europasoziologische Perspektiven;323
6.2.1;1 Was heißt soziale Sicherheit?;324
6.2.2;2 Welche Rolle spielt der Staat bei der Gewährleistung sozialer Sicherheit?;327
6.2.3;3 Wie modifiziert die Europäisierung die Rolle der Nationalstaaten bei der Gewährung sozialer Sicherheit?;329
6.2.3.1;3.1 Kompetenzgewinne und -verluste;329
6.2.3.2;3.2 Divergenz oder Konvergenz?;334
6.2.4;4 Entsteht mit dem Mehrebenensystem/Vielstaatengebilde der EU eine neue Adresse für die Gewährleistung sozialer Sicherheit?;338
6.2.5;5 Schluss: Impliziert das Projekt EU Gewinne oder Verluste an sozialer Sicherheit?;344
6.2.6;Literatur;345
6.3;Vom Nationalstaat lernen? Möglichkeiten und Grenzen von Analogiebildungen zwischen nationaler und europäischer Sozialpolitikentw;347
6.3.1;1 Einleitung;347
6.3.2;2 Europäische Sozialpolitik in der Diskussion;348
6.3.3;3 Das Forschungsprogramm: Historische Soziologie;352
6.3.3.1;3.1 Die Herausbildung des nationalen Wohlfahrtsstaats: Die historische Verknüpfung von Nationalem und Sozialem;354
6.3.3.2;3.2 Entwicklungsperspektiven europäischer Sozialpolitik;359
6.3.3.2.1;a) Die Entwicklung europäischer Sozialpolitik seit 1957;360
6.3.3.2.2;b) Zur Akzeptanz europäischer sozialpolitischer Institutionen;363
6.3.4;4 Fazit – Was kann uns die historische Soziologie über Europa lehren?;365
6.3.5;Literatur;368
6.4;Europäische Flexicurity, eine Leitidee im Fokus einer Theorie gesellschaftlichen Wandels – Ein Essay;373
6.4.1;1 Einführung;373
6.4.2;2 Die Ziele des europäischen Flexicurity-Ansatzes;374
6.4.3;3 Flexicurity: Ein althergebrachtes Versprechen im modernen Kapitalismus;378
6.4.4;4 Ein heuristisches Modell zur Gesellschaftsanalyse;382
6.4.5;5 Flexicurity-Maßnahmen im Kontext aktueller Spannungslagen;389
6.4.5.1;5.1 Zum Abbau bestehender Krisenmomente durch Flexicurity-Maßnahmen;391
6.4.5.2;5.2 Auftreten neuer Krisenmomente;396
6.4.6;6 Krisenminimierende Flexicurity-Maßnahmen;398
6.4.7;7 Fazit;400
6.4.8;Literatur;402
6.5;Die Interessen an der gemeinsamen europäischen Währung;405
6.5.1;Literatur;421
7;V Gesellschaftstheorie und Europapolitik;423
7.1;Gesellschaftstheoretische Grundlagen der Europasoziologie. Die soziologische Beobachtung der Gesellschaft in der Europäischen In;424
7.1.1;1 Die zweite Süderweiterung der Europäischen Union;424
7.1.2;2 Einleitung;424
7.1.3;3 Wissenssoziologische Grundlagen;425
7.1.4;4 Gesellschaft in zwei Beobachtungsperspektiven;427
7.1.5;5 Zur Entwicklung des Gesellschaftsbegriffs;431
7.1.6;6 Gemeinschaft, Gesellschaft und Gesellschaftsbegriff;433
7.1.7;7 „Gesellschaft“ in der Europäischen Integration;436
7.1.8;8 Die impliziten Gesellschaftsbegriffe in der Europasoziologie;440
7.1.8.1;a) Der Institutionenansatz;440
7.1.8.2;b) Der Identitätsansatz;446
7.1.8.3;c) Die Europäische Union als Konfliktrahmen;450
7.1.9;9 Fragen der Europasoziologie;456
7.1.10;Literatur;459
8;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;464




