Ehlers | Der arendt'sche Mob | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 43 Seiten

Ehlers Der arendt'sche Mob

Die bürgerliche Unterwelt und ihr Drang zur absoluten Herrschaft
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-640-76397-9
Verlag: GRIN Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die bürgerliche Unterwelt und ihr Drang zur absoluten Herrschaft

E-Book, Deutsch, 43 Seiten

ISBN: 978-3-640-76397-9
Verlag: GRIN Verlag
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Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Historisches, Note: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Politische Wissenschaften), Veranstaltung: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit kristallisiert Hannah Arendts Begrifflichkeit des "Mob", die aus der Klassengesellschaft desintegrierte bürgerliche Unterwelt, aus dem Werk "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" heraus. In Deutschland war der Mob insbesondere Frontorganisation (SA), aber auch leitender Kopf auf mittlerem Niveau der nationalsozialistischen Bewegung (z.B. Ernst Röhm), katapultiert aus der Erwerbsgemeinschaft durch kapitalistische Krisen. Als Paria war der Mob ein entscheidendes Charakteristikum zur Bedingung der totalen NS-Herrschaft, der in Arendts Gesamtwerk oft übersehen wird.

Wie sich der Mob auf rassisch-völkischer Grundlage über den überseeischen zum kontinentalen Imperialismus entwickeln konnte und dass es ihn auch in England oder Frankreich gegeben hat, ist ein Schwerpunkt der Arbeit. Am Beispiel der Dreyfus-Affäre in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts kann jedoch aufgezeigt werden, wo die Unterschiede zwischen der Herrschaft des Mob auf den französischen Strassen liegt und der Verweigerung des Bildungsbürgertums, sich diesem zu unterstellen. In der Weimarer Republik ging die politisch-ökonomische Elite einen Pakt mit dem Mob ein, was zum Ende der ersten deutschen Republik und zur Festigung des nationalsozialistischen Systems führte.

Auch für die heutige Zeit ist der Mob ein "Demokratieindikator", eine Möglichkeit aus der Geschichte zu erkennen, wie legitim ein pluralistisches Gemeinschaftswesen durch seine Träger, die Bürger, noch ist. Gemäß Hannah Arendts Ausspruch: "Was in Zeiten des Friedens als Verbrechen gilt, ist in Zeiten der Krise höchstens ein moralisches Vergehen".

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