Edwards | In den Armen des Lairds | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 473 Seiten

Reihe: Bellemare-MacTavish-Reihe

Edwards In den Armen des Lairds

Roman | Bellemare-MacTavish-Reihe: Band 1 - Enemies to Lovers in den Highlands
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-95885-658-5
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman | Bellemare-MacTavish-Reihe: Band 1 - Enemies to Lovers in den Highlands

E-Book, Deutsch, Band 1, 473 Seiten

Reihe: Bellemare-MacTavish-Reihe

ISBN: 978-3-95885-658-5
Verlag: venusbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Kann sie das Herz des Highlanders erobern? Der historische Liebesroman »In den Armen des Lairds« von Marian Edwards jetzt als eBook bei venusbooks. Schottland im 11. Jahrhundert: Um den Frieden zu wahren, will der König die verfeindeten Clans der MacTavishs und Campbells durch eine Hochzeit versöhnen. Doch die kämpferische Brittany MacTavish ist fest entschlossen, sich dem Barbar, den sie zum Ehemann nehmen muss, niemals zu ergeben. Ein Jahr und einen Tag müssen sie ihre Pflicht erfüllen, danach sind sie frei, die Ehe wieder zu lösen. Aber Brittany hat nicht damit gerecht, dass Alec Campbell mit seinen rauen Kriegerhänden eine ungezügelte Leidenschaft in ihr entfacht. Inmitten von Intrigen und bitterem Verrat muss Brittany sich entscheiden, wem ihr Herz wirklich gehört - ihrer Familie oder dem wilden Highlander? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das Historical-Romance-Highlight »In den Armen des Lairds« von Marian Edwards über eine gefährliche Liebe inmitten der Clan-Fehden der schottischen Highlands. Lesen ist sexy: venusbooks - der erotische eBook-Verlag.

Marian Edwards ist eine amerikanische Autorin, die bereits zahlreiche historische Liebesromane veröffentlichte. Bei venusbooks erscheinen in der Bellemare-MacTavish-Reihe: »In den Armen des Lairds« »In den Fängen des Ritters« »Die Geliebte des Ritters«
Edwards In den Armen des Lairds jetzt bestellen!

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Prolog


SCHOTTLAND, 1078

Die Fackeln flackerten, als die Wachen die massiven Eichentore weit öffneten, um die heimkehrenden Soldaten einzulassen. Unter eisigen Windstößen strömten die Krieger in den Saal, die Kleider schmutzig und zerrissen, Hoffnungslosigkeit in den Mienen. Wie verlorene Seelen, unsicher und voller Unbehagen, schlichen sie in dem Raum umher. Die Schatten des geschlagenen Heeres taumelten an den Wänden und lauerten wie aufgescheuchte und erzürnte Ahnengeister.

Hinter sich hörte Alec Campbell seine Stiefmutter und seine kleine Schwester weinen, doch er wandte sich nicht zu ihnen um. Statt dessen betrachtete er die feierliche Prozession, in der die verstümmelte, blutige Leiche seines Erzeugers, Laird Ian Campbell, hereingetragen wurde.

Alec trat hastig vor und sprang im Geiste den Kriegern bei, als der leblose Körper des einstmals so stolzen Führers zur Seite rutschte. Behutsam, ehrfürchtig wurde der Tote vor ihm auf den großen Tisch gebettet. Der stellvertretende Kommandeur des Lairds, Andrew, trat vor und legte dem gefallenen Führer feierlich das Schwert der Campbells auf die Brust. Die Schneide blutig, dunkelrot gefärbt wie der Rubin im Heft des Schwertes. Obwohl noch nicht einmal acht Jahre alt, ergriff Alec die Waffe seines Vaters.

Der frostige Winterhauch durchwehte den Saal, kroch unter warme Schals und drang durch wollene Decken. Alle spürten die Kälte, nur einer nicht. Schweiß trat Alec auf die Stirn, als er das schwere Schwert seines Vaters von der kalten, starren Leiche zog und die Waffe aufrecht vor sich stellte. Er lehnte den Kopf an den kalten Stahl und schloß die Augen. Das Stimmengesumm des trauernden Clans verstummte, als Visionen durch das Bewußtsein des Jungen zogen. Ungebeten kamen Bilder aus der Vergangenheit: das wohlwollende Lächeln des Vaters angesichts einer guten Leistung, der Klang seines Lachens – ein volltönendes Dröhnen der Freude und des Überschwangs; die tröstenden Arme seines Erzeugers, wenn kindlicher Schmerz oder Ängste drohten – Erinnerungen, so peinvoll süß, daß ihm die Brust eng wurde.

Dann verblaßten die Bilder – und die plötzliche Leere war verheerender als die Erinnerung selbst. Der Vater war tot! Alles, was übrig war von dem Mann; dem er nacheiferte und den er anbetete, war dieser tote, verstümmelte Körper.

Alec hob den Blick zum Himmel und sprach ein stilles Gebet für seinen Vater. Langsam, obwohl sein Arm vor Anstrengung zitterte, hob er die Waffe hoch.

»Beim Schwert meines Vaters, bei seinem Blut schwöre ich, Alec Campbell, den Mord zu rächen.«

Stille legte sich über den Saal, und alle Augen, ob jung oder alt, leuchteten voller Respekt. Der Ehrenbezeigung nicht gewärtig, senkte Alec das Schwert und drückte die Lippen auf den blutroten Rubin im Heft. Der Kuß war eine Bitte um den ewigen Frieden für die Seele des Vaters und die Besiegelung seines Racheschwurs. Die Soldaten, einer nach dem anderen, knieten mit ernsten Gesichtern vor dem Jungen nieder.

Alec Campbell war noch kein Mann, aber auch kein Kind mehr. Er war der neue Laird.

Der Rittersaal des Schlosses der Mactavish hallte wider von Triumphgeschrei. Von einem erfolgreichen Vorstoß gegen den Rivalen zurückgekehrt, jubelten die Krieger siegestrunken. Das Bier floß in Strömen zur Feier des Tages. Der Laird der Campbells war nicht nur besiegt, sondern tot. Das ausgelassene Gelage würde bis in die frühen Morgenstunden andauern, bis niemand mehr in der Lage war, von dem Mut, der Tapferkeit, der Geschicklichkeit und dem Sieg zu berichten. Eine ältere Frau mit grauen Locken, die ein von mehr als nur dem Alter faltiges und gefurchtes Gesicht umgaben, stieg die innere Treppe hinunter. Sie redete leise vor. sich hin, während sie sich durch die Masse der ausgelassenen Männer drängte. Verschüttetes Bier befleckte die grobe Wolle ihres Gewandes. Sie hatte für den Schuldigen lediglich einen verächtlichen Blick übrig, bevor sie weiterging.

»Es ist Sünde zu feiern, während Tod und Sterben so nahe sind.« Sie äußerte ihre Gedanken laut, während sie auf den Führer zustrebte.

»My Laird, Eure Dame fragt nach Euch«, sagte sie ein wenig atemlos nach der Anstrengung.

Die Hebamme stand vor Angus Mactavish, dem Clanführer. Sein Haar war noch wild und zerzaust vom Schlachtengetümmel. Sein weißes Hemd war zerrissen und blutbefleckt, wo eine Waffe seine Brust geritzt hatte.

»Wie geht es ihr?« Er senkte seinen Pokal, und die siegestrunkenen Stimmen verebbten. Aller Augen waren auf die Frau gerichtet; der Clan wartete auf die Nachricht, daß ein Erbe geboren sei.

»Sie stirbt. Ich bezweifle, daß sie noch die Kraft aufbringt, das Kind zu gebären.« Völlig emotionslos äußerte die Hebamme diese Worte.

Unfähig, ihrem Laird in die Augen zu sehen, wandten die Männer den Blick ab, als er den Saal verließ. Die festliche Stimmung war verflogen, die Soldaten rutschten unruhig auf ihren Stühlen umher, tranken ihr Bier und hingen düsteren Gedanken nach. Ihr Mitleid galt nicht der sterbenden Frau, sondern dem ungeborenen Kind. Es war allgemein bekannt, daß die vierte Ehe des Lairds keine Wunschheirat war. Vielmehr hatten zwei mächtige Könige sie befohlen und erzwungen.

Die, bittere Ironie war dem Clan ein Dorn im Auge. Die englische Frau hatte empfangen, drei schottische Mädchen nicht. Wäre diese Gattin unfruchtbar geblieben, hätte sie das gleiche Schicksal ereilt wie ihre Vorgängerinnen – sie wäre geschieden und mit Schande beladen heimgeschickt worden. Weder König noch Kirche noch Gericht konnten intervenieren oder sich für eine Ehefrau einsetzen, wenn der Gatte sich auf das Jahr-und-Tag-Gesetz berief – ein liberales Statut, das einem Schotten die Macht gab, seine Ehe legal aufzulösen, wenn er es wünschte.

Mactavish hatte nur aus einem Grunde geheiratet: um einen Erben zu zeugen. Mit ihrer Schwangerschaft hatte die Engländerin siegreich das schottische Gesetz außer Kraft gesetzt. Durch ihren Tod würde sie den endgültigen Sieg davontragen, indem sie dem Clan den Erben vorenthielt.

An seinem Ziel angelangt, ergriff Angus die Hand seiner Frau. »Ich bin bei dir, Elizabeth.« Ihre Haut war kalt und feucht, ihr Fleisch schlaff und blutleer. Er schloß seine Finger um ihre. »Beth ...«

Elizabeths Lider flatterten, öffneten sich jedoch nicht. Ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme war nur ein Flüstern in dem stillen Raum. Der Laird beugte sich vor, näherte sein Gesicht dem ihren, um die mit jedem qualvollen Atemzug ausgestoßenen Worte verstehen zu können.

»Versprich es mir. Wenn das Baby lebt ... schickst du es heim nach England. Denn ...«

Eine Wehe schnitt ihr die Worte ab. Aber Angus wußte, was sie hatte sagen wollen: »Denn wir sind eins.« Sie hatten tatsächlich Liebe gefunden, wo keine vorgesehen war, nicht zwischen einem schottischen Laird und einer englischen Dame – seiner schönen englischen Braut, der er seine Zuneigung nicht zeigen konnte. Erst wenn sein Kind geboren war, wäre ihr Platz im Clan gesichert.

Angus drückte Elizabeths Hand, hätte ihr gern einen Teil der Schmerzen abgenommen. Er blickte in ihr schweißüberströmtes, vor Anstrengung verzerrtes Gesicht.

»Tu etwas für sie!« bellte er über ihren Schrei hinweg und strich ihr das wirre blonde Haar aus dem Gesicht. Zornig, als seinem Befehl nicht Folge geleistet wurde, durchbohrte der Blick seiner blauen Augen die Hebamme.

»My Laird, es gibt nichts mehr zu tun.« Die Hebamme schlug die Augen nieder. »Jetzt liegt es in Gottes Hand.«

Beths Schreie zerrissen die Stille. Ihr Todeskampf hallte von den Wänden des Zimmers wider, während ihr Körper sich unter Muskelkrämpfen wand. Tränen quollen unter ihren geschlossenen Lidern hervor und rannen in ihr Haar. Hilflos sank Angus auf die Knie und bettete seinen Kopf an ihre Schulter. Der Geburtshelferin nicht sichtbar, vermischten sich seine Tränen mit denen seiner Gattin. Seine Unfähigkeit, ihr die Schmerzen zu lindern, peinigte ihn mehr als jede auf dem Schlachtfeld empfangene Wunde.

Angus wußte, daß sie sterben würde. Die Wehen kamen ohne Unterlaß – hatte eine aufgehört, begann schon die nächste. Ihre Kräfte verließen sie. Er neigte sich ihr näher zu und flüsterte: »Aye, Elizabeth, ich werde deine Bitte ehren.«

Auf seine Worte hin hob Elizabeth für einen Augenblick die zitternden Lider und schloß sie wieder. Unter einer gewaltigen Wehe versteifte sich ihr Körper, verkrampften sich die Muskeln, bis die Wehe in unerträglichem Schmerz gipfelte. Ein völlig anders gearteter Schrei durchdrang das Gemach, dann folgte ein klägliches Wimmern.

»Laird, es ist ein entzückendes Mädchen.« Die Hebamme hielt das Kind hoch.

Elizabeth schlug die Augen auf, ein schwaches Lächeln trat auf ihre Lippen. »Vergiß es nicht ... Angus. Schicke unsere Brittany nach England.« Ihre Augen schlossen sich; sie holte tief Luft und ergab sich der letzten Wehe. Ein zweites zartes Wimmern ertönte.

»Laird, da ist noch ein Kind!« Die Hebamme hob das zweite Kind hoch.

Der Laird blickte auf; seine Augen weiteten sich beim Anblick des Zwillings. Doch er konnte für das Zweitgeborene nicht mehr als einen kurzen Blick erübrigen, denn er wußte, daß Beth ihren letzten Atemzug getan hatte, um dem Kind den ersten zu ermöglichen. Mit einem traurigen Lächeln wandte er sich seiner Frau zu und deckte die Hand über das stille Gesicht der Geliebten. »Ruhe in Frieden, Elizabeth. Heute nacht hast du uns geschenkt, was wir uns wünschten.«

Das plötzliche Weinen der Säuglinge schien seltsam unheimlich, als hätten auch sie den Verlust der Mutter gespürt und trauerten mit dem Vater. In seine betrübten Gedanken hinein vernahm Angus seine Kinder und blickte sie an....



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