Eder | PROJEKT HORTEN HIX | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 231 Seiten

Eder PROJEKT HORTEN HIX

Fliegender Windkanal
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7427-0494-8
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Fliegender Windkanal

E-Book, Deutsch, 231 Seiten

ISBN: 978-3-7427-0494-8
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Max Dressler (1912 - 1974) arbeitete im zweiten Weltkrieg in der Versuchsanstalt Penemünde als Mathematiker. Seine Erzählungen weckten mein Interesse an verschiedenen Entwicklungen, die neben dem Raketenprojekt dort gemacht wurden. Mangels erreichbarer Dokumente wird in einem Roman gezeigt wie aus dem Motorsegler Horten H7 durch diverse Umbauten und Anpassungen der Prototyp des geheimnisvollen Flugzeuges Horten H9 gemacht wurde.

Robert Eder wurde 1949 in Sachsenburg (Kärnten) geboren. Nach dem Biologie Studium in Wien arbeitete er dreißig Jahre im Außendienst eines österreichischen pharmazeutischen Unternehmens. In den berufsbedingten Wartezeiten schrieb er auch verschiedene Geschichten, die er aber nie korrigierte und veröffentlichte Nach seiner Pensionierung begann er Fiktionen zu schreiben.
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Kapitel 25


Sonntags war das Wetter trübe aber die Temperatur lag deutlich über dem Gefrierpunkt. Dies nutze Melitta um mit Alix einen Spaziergang zur Flussmündung zu machen. Die Beiden wollten sehen ob die Ostsee noch gefroren war. Herr Franz saß mit Gottlieb bei einem Kaffee. Sie waren gerade dabei zu planen wie sie den Tag verbringen wollten. Dies nutzte Hanna für ein Gespräch. Sie setzte sich zu den Beiden, bestellte bei Kalle ein Bier, dann begann sie „Der Werner wird jetzt aber schon sehr bürokratisch. Jetzt gegen Ende der Erprobungen spielt er den Großen Flugplatz Meister.“ Herr Franz „Ja der ist imstande uns die Erprobung mit dem Ballast im Flugzeug zu verbieten wenn ihr einige Meter zu spät in die Luft kommt.“ „Da habe ich eine Idee. Ich glaube auch, dass zweihundertfünfzig Kilo Ballast kein Problem darstellen. Auch bei Eis ist das kein Problem. Wir haben an den Flügeln die Luftbremsen, außerdem werden die letzten zweihundert Meter der Bahn gesalzen sein. Das reicht zum Bremsen allemal.“ „Ja aber was sollen wir tun.“ „Ganz einfach. Wir starten mit hundertfünfzig Kilo Beladung und wenn Werner mosert, dass wir einige Meter hinter seiner Linie abheben, dann können wir ihm ja sagen dass wir danach mit einem leichteren Flugzeug starten. Dagegen wir ihm wohl nichts einfallen.“ Herr Franz brummte zustimmend doch Gottlieb warf ein. „Der Werner ist morgen sicher dabei, der lässt uns nie mit dem größten Gewicht anfangen.“ „Nein wir packen die Sandsäcke noch heute in das Flugzeug. Werner fährt heute weg, er hat ein Auto bestellt. Eigentlich sollte er schon weg sein aber nach dem Mittagessen ist er sicher nicht da.“ Gottlieb war noch nicht ganz sicher. „Aber er sieht doch in der Halle wenn Feuerlöschsand fehlt.“ Hanna „Das Zeug will ich eh nicht im Flugzeug haben. Dieser Sand staubt furchtbar außerdem ist er so fein, dass der durch den Stoff der Säcke rieselt. Nein danke. Hinter der Toilette in der Halle steht eine Kiste mit gewaschenem Kies für die Blumenbeete im Sommer. Den nehmen wir, das fällt nicht auf.“ Gottlieb „Erich und auch Karl sollten wir nicht informieren. Nach dem Problem mit dem Triebwerk sind die sicher sehr nervös. Ich kann morgen die Batterie wechseln und dabei den Ballast hinein geben. Wir sollten nur fünfundzwanzig Kilo in einen Sack packen, dann kann ich wenn die Pilotin mithilft, den Ballast ganz unauffällig wieder herausnehmen.“ „Gut so machen wir es. Ich informiere die anderen Pilotinnen.“ So machten sie es auch nach dem Mittagessen. Montag kam Werner zum Frühstück, lehnte den ihm angebotenen Kaffee ab. „Beeilt euch, für Mittag ist die nächste Schlechtwetterfront angekündigt. Ihr müsst die Erprobungen Vormittag fertigbringen.“ Als Herr Franz vor die Gastwirtschaft trat, schaute er zum Himmel den er bedeckt vorfand. „Wir lassen das Flugzeug nur bis eintausend Meter steigen, höher können wir es sicher nicht beobachten.“ Werner fand das gut und ging mit Herrn Franz und Karl zur Luftaufsichtsbaracke. Während das Flugzeug startbereit gemacht wurde sah Herr Karl durch das Scherenfernrohr. Er sah entlang der Startbahn vier Kübelwägen mit großen Behältern. Auf seine Frage erwiderte Werner: „Das sind die Löschwehren für alle Fälle.“ Herr Franz war ebenso wie Karl mit Kopfhörern über Funk mit dem Flugzeug verbunden. Deutlich hörte er Melitta bei der Sprechprobe. Dann setzte sich das Flugzeug mit donnernden Triebwerken in Bewegung. Knapp nach dem ersten Drittel der Startbahn hob die Maschine ohne Probleme ab. Schon über dem Ende der Startbahn kam über Funk die Meldung „Fünfzig Meter.“ Karl trug die Zeit in das Kästchen der Tabelle bei Fünfzig ein. Karl notierte die Wegstrecke die er mit dem Scherenfernrohr ermittelt hatte. Schon bald kam die nächste Meldung „Hundert.“ Laufend wurden Höhenangaben und später als die Sicht mit dem Scherenfernrohr nicht mehr so gut war auf Wunsch von Herrn Franz auch die aktuelle Geschwindigkeit durchgegeben. Erst als das Flugzeug nachdem es die tausend Meter erreicht hatte im Sinkflug war konnte Werner endlich das was er schon lange sagen wollte loswerden. „Beim Start wurde die Markierung des ersten Drittels nicht in der Luft erreich. Was soll den das. Wir haben Das doch klargestellt.“ Herr Franz „Entschuldigung Ich habe die Pilotinnen wegen dem Schnee gebeten sicherheitshalber erst mit höherer Geschwindigkeit abzuheben.“ „Blödsinn die Piste ist völlig schneefrei. Also hebt das nächste Mal vor dem ersten Drittel ab oder brecht den Start ab.“ „Jawohl werde ich veranlassen.“ Nach der Landung zeigte Herr Franz auf seine Tabellen „Werner kann ich noch den genauen Luftdruck sowie die genaue Temperatur haben, die ist wichtig für die Berechnungen.“ Währen Werner in der Luftleitbaracke das Barometer ablas wurde die Maschine wieder flugbereit gemacht. Gottlieb hatte die auszutauschenden Batterien in einer Kiste am Anfang der Startbahn bereitstellen lassen. Nun konnte er mit Hilfe der Pilotin die Säcke mit dem Kies wieder unauffällig verschwinden lassen. Nach Melitta startete Alix und hob auf die gefunkte Bitte auch vor dem ersten Drittel der Startbahn ab. Wieder wurden die Werte notiert. Auch diesmal gelang es Herrn Franz Werner mit dem Ablesen des Barometers zu beschäftigen. Nach dem zweiten Flug kontrollierte Erich scheinbar ganz genau das Triebwerk. Dies gab Werner die Gelegenheit noch den neuesten Wetterbericht einzuholen. „Beeilt euch die Schlechtwetterfront nähert sich schneller als erwartet.“ Schon war Katja in der Luft nachdem sie ziemlich weit vor dem ersten Drittel abgehoben hatte. Nach ihrer Landung meinte Werner „Ich sehe das gar keine Unterschiede in der Steigleistung.“ „Ja ich wollte ja zweihundertfünfzig Kilo ausprobieren, da hätte es schon einen Unterschied gegeben.“ „Schauen wir uns den nächsten Flug an.“ Hanna hob das Flugzeug knapp vor dem ersten Drittel der Piste an, dann ließ sie es steil nach oben steigen. Dann nahm sie die Nase des Flugzeuges etwas herunter was die Geschwindigkeit deutlich erhöhte. Die Steigleistung blieb für den Betrachter etwa gleich. Als Hanna die tausend Meter erreicht hatte zeigte sich südlich der Startbahn eine erste dichte Regenwolke. Werner „Die Front ist da, lass schnell landen.“ Herr Franz gab diesen Wunsch per Funk durch. Hanna bestätigte sofort „Schnell landen, verstanden.“ Das Flugzeug zog mit gedrosselten Motoren mit etwa fünfundvierzig Grad Bahnneigung in die Regenwolke. Dann verstummten die Triebwerke. „Triebwerksausfall beidseits.“ Dann „Mist die gehen nicht mehr an. Ich komme im Segelflug herein. Ende.“ Das Flugzeug kam unter der Regenwolke in Sicht und segelte lautlos auf die Landebahn zu. Nachdem die Maschine ausgerollt war wurde Diese von den Löschwehren umringt. Werner eilte hinter die Luftaufsichtsbaracke um dann mit einem offenen Kübelwagen zu dem Flugzeug zu fahren. Herr Franz ging in die Luftaufsichtsbarack wo er noch den Luftdruck notierte. Beim Verlassen der Baracke las er nochmals das Thermometer ab. Nun ging auch Herr Franz mit Karl zum Flugzeug. Dort fanden sie eine erboste Hanna die mit Werner diskutierte. „Ich war schon am Abstieg. Die Meldung schnell landen war absolut unnötig.“ „Das war wegen der Regenwolke.“ „Ich hab doch Augen. Die habe ich doch schon lange vor Euch gesehen. Ich musste annehmen es handle sich um Luftalarm. Deshalb bin ich durch die Wolke.“ Zu Erich „Das Mist Ding ist einfach bei etwas Regen ausgegangen und ging nicht mehr an.“ „Gedrosselt ist das Triebwerk sehr empfindlich, bei Volllast wäre das nicht passiert.“ „Danke dass du mir eine Landung mit Vollgas empfiehlst.“ Verärgert kletterte Hanna in ein Löschwehr Fahrzeug. „Bringt mich in die Wirtschaft. Ich steige in das Mist Ding nicht mehr ein!“ Werner bedeutete mit einem Handzeichen den Löschwehren das Flugzeug abzuschleppen. Herr Franz „Werner ich muss dringend Horten anrufen.“ „Komm mit in die Luftaufsichtsbaracke. Ich muss dann auch telefonieren. Wir besprechen das Alles am Abend.“ Während Werner mit Herrn Franz zur Baracke gingen begleitete Erich die Maschine in den Hangar um die Triebwerke zu prüfen. Am Abend kam Werner nach dem Abendessen zur versammelten Runde in die Wirtschaft. Herr Franz berichtete gleich: „Wir müssen morgen abreisen, kann uns wer zum Bahnhof bringen?“ „Selbstverständlich, aber vorher versaufen wir die Federn von diesem unglücklichen Vogel. Außerdem sollten wir uns abstimmen, damit mein Bericht mit Eurem in Etwa übereinstimmt.“ Werner setzte sich neben Hanna dann bestellte er bei Ivanka Wein. Nachdem er sein Glas erhoben hatte sagte er „Auf den Vogel. Wenigstens war diesmal die Landung den Vorschriften entsprechend.“ Hanna „Ich bin noch immer sauer Vorschrift hin oder her.“ „Nun wollen wir nicht Alles so schwarz sehen. Gegenüber den beiden Maschinen mit Propeller war das Flugzeug eine Offenbarung in Geschwindigkeit sowie Wendigkeit. Wir wollen das Projekt positiv sehen, denn daraus kann etwas Hervorragendes werden.“ Als Hanna ein finsteres Gesicht aufsetzte führ Werner fort. „Wir müssen bei den Problemen schon auch Lösungen vorschlagen, sonst wird Das nichts.“ Alle nickten zustimmend. „Bei den Schwingungen der Flügel sollten wir vielleicht eine stärkere Pfeillung der Tragflächen sowie eine Verstärkung vorschlagen.“ Herr Franz „Das habe ich mit Herrn Horten auch schon besprochen. Das sollte bald machbar sein, aber das Problem mit dem Strom gibt uns mehr zu denken.“ Nun schaltete sich Erich ein: „Da hätte ich einen guten Vorschlag. Das erste Triebwerk von Schmidt hatte einen Generator im Triebwerk.“ Hanna „Verdammt warum haben wir nicht das bekommen? Trotzdem mag ich bei etwas Regen absaufende Triebwerke nicht.“ „ Ganz einfach, wir versuchten das Triebwerk aus dem anderen Projekt zu verwenden. Ja...



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