Dunlop | Was für ein Mann! | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1777, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Dunlop Was für ein Mann!


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-562-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1777, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-95446-562-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Stephanie ist außer sich. Der Finanzexperte ihrer Familie behauptet allen Ernstes, dass ihre geliebten Pferde sie in den Ruin treiben! Trotzdem galoppiert ihr Puls davon, sobald der unwiderstehlich männliche Alec Creighton auch nur in ihre Nähe kommt. Was für ein Mann, denkt sie, denn schon bald schenkt er ihr Stunden voll ungekannter Leidenschaft - bis sich ihre Wege trennen. Ihn zieht es beruflich zurück in die Stadt, Stephanies großes Ziel jedoch ist Olympia. Bis zu jenem Morgen, an dem sie begreift, dass ihre Hormone nicht allein wegen Alec verrücktspielen ...



Barbara Dunlop hat sich mit ihren humorvollen Romances einen großen Namen gemacht. Schon als kleines Mädchen dachte sie sich liebend gern Geschichten aus, doch wegen mangelnder Nachfrage blieb es stets bei einer Auflage von einem Exemplar. Das änderte sich, als sie ihr erstes Manuskript verkaufte: Mittlerweile haben die Romane von Barbara Dunlop weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden.

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1. KAPITEL

Ein kühler Lufthauch strich über Stephanie Ryders Brust. Als sie an sich hinunterblickte, sah sie, dass ein Knopf ihrer Bluse aufgesprungen war. Die weiße Spitze an ihrem BH und die Rundungen ihrer Brüste waren deutlich zu erkennen.

Schützend verschränkte sie die Arme vor der Brust und musterte mit hochgezogenen Brauen den Mann, dessen Umrisse sich im Türrahmen der Sattelkammer abzeichneten. „Alec Creighton, Sie sind wirklich kein Gentleman.“

Er trug ein Anzughemd, eine dunkelgraue Hose und schwarze Slipper, die nicht recht zu dem rustikalen Ambiente des Pferdestalls passten. Langsam ließ er den Blick von Stephanies Armen zurück zu ihrem Gesicht wandern. „Haben Sie einen ganzen Tag gebraucht, um das herauszufinden?“

„Nein, so lange hat es nicht gedauert“, gab sie spöttisch zurück. „Übrigens bestätigen Sie diesen Eindruck gerade.“

Er trat einen Schritt auf sie zu. „Sind Sie immer noch sauer?“

Eilig schloss sie den Knopf wieder und strich ihre Bluse glatt. „Ich war gar nicht sauer.“

Enttäuscht, ja. Immerhin war Wesley Harrison gestern Abend kurz davor gewesen, sie zu küssen, als Alec hereingeplatzt war.

Wesley war ein toller Typ. Er sah gut aus, war clever und witzig und nur ein Jahr jünger als Stephanie. Seit Juni trainierte er am Ryder Equestrian Center, und er flirtete mit ihr, seitdem sie sich zum ersten Mal begegnet waren.

„Er ist zu jung für Sie“, sagte Alec.

„Wir sind gleichaltrig.“ Jedenfalls beinahe.

Alecs gerunzelte Stirn verriet seine Skepsis, doch er schwieg.

Mit seinem Auftrag, die Finanzen ihres Reitstalls genau unter die Lupe zu nehmen, hätte seine Anwesenheit sie eigentlich einschüchtern müssen. Auch seine äußere Erscheinung wirkte irgendwie Respekt einflößend: der kurze Haarschnitt, das kantige Kinn, der Ausdruck in den schiefergrauen Augen. Aber Stephanie hatte sich ihr Leben lang mit zwei älteren Brüdern und zahllosen eigenwilligen Springpferden herumgeschlagen. Von einem Auftragsschnüffler würde sie sich ganz sicher nicht aus der Ruhe bringen lassen.

„Sollten Sie nicht Ihre Arbeit machen?“, fragte sie.

„Ich brauche Ihre Hilfe.“

Nun war sie es, die ungläubig die Stirn runzelte. Schließlich war Finanzmanagement eindeutig nicht ihre Stärke. „Wobei denn?“

„Bei einem Rundgang.“

Sie griff nach dem schnurlosen Telefon, das neben dem Zaumzeug ihrer Hannoveraner-Stute Rosie-Jo auf dem Arbeitstisch lag. „Kein Problem“, sagte sie und drückte auf eine Kurzwahltaste.

„Was machen Sie da?“

„Ich rufe den Stallmeister an.“

Alex kam näher. „Warum?“

„Damit er Sie herumführt.“

Er nahm ihr das Telefon aus der Hand und schaltete es aus. „Sie könnten mir alles zeigen.“

„Dafür habe ich keine Zeit.“

„Aha. Sie sind also immer noch wütend auf mich.“

„Nein.“ Zwar war sie nicht gerade begeistert von seiner Anwesenheit, aber für die nächsten Tage würde er ihr Gast sein. Er hatte von ihren Brüdern den Auftrag erhalten, das Familienunternehmen Ryder International zu rationalisieren. Zugegeben, sie war ein wenig … nein, sehr besorgt, dass er an ihrer Art, das Ryder Equestrian Center zu führen, etwas auszusetzen haben könnte.

Stephanie war nicht bereit, auf Qualität zu verzichten, also sparte sie an nichts. Sie trainierte Weltklasse-Springpferde. Und wenn sie auf diesem Niveau konkurrieren wollte, brauchte sie von allem das Beste: Pferde, Futter, Equipment, Trainer und Tierärzte. Es reichte, dass sie ihre Entscheidungen gegen ihre Brüder verteidigen musste. Sie war nicht scharf darauf, sich auch noch vor einem Fremden zu rechtfertigen.

„Sind Sie stolz auf das, was Sie hier geschaffen haben?“, fragte er jetzt.

„Allerdings“, antwortete sie prompt.

„Dann spricht ja nichts dagegen, dass Sie mich herumführen.“ Seine Stimme klang herausfordernd.

Sie zögerte, suchte nach einer glaubwürdigen Ausrede.

Ein kaum merkliches Lächeln spielte um seine Mundwinkel.

Stephanie straffte die Schultern, richtete sich zu ihrer vollen Größe von einem Meter fünfundsechzig auf und blickte ihm offen in die Augen. „Alec Creighton, Sie sind wirklich kein Gentleman.“

Sein Lächeln wurde breiter. Eilig trat er zur Seite und deutete auf die Stalltür. „Nach Ihnen.“

Hoch erhobenen Hauptes stolzierte Stephanie an ihm vorbei.

Es kam nicht oft vor, dass ein Mann schlagfertiger war als sie. Zwar gefiel es ihr nicht, aber sie würde die Sache einfach hinter sich bringen. Sollte er seine Führung kriegen. Sie würde seine Fragen beantworten und sich dann wieder ihrer täglichen Routine widmen.

Heute Vormittag würde sie Anfänger unterrichten und nachmittags ihr eigenes Training absolvieren. Danach musste der Tierarzt Rosie-Jo untersuchen. Sie hatte am Vortag vor einem Hindernis gescheut, und Stephanie musste sich vergewissern, dass die Stute sich nicht verletzt hatte.

Über den Feldweg gingen sie auf den großen Stall zu. Der Gedanke, Alec in seinen teuren Slippern durch den Schlamm auf der Reitbahn waten zu lassen, war verlockend. Es wäre ihm ganz recht geschehen.

„Also, was genau tun Sie eigentlich hier?“, erkundigte sie sich.

„Ich suche nach Fehlern und schaffe sie aus der Welt.“

„Und was heißt das?“

„Das heißt, dass die Leute mich rufen, wenn sie Probleme haben.“ Er deutete mit einer Kopfbewegung auf das flache weiße Gebäude, das ganz für sich am Rand einer Wiese stand. „Was ist das da?“

„Eine Tierklinik. Welche Art Probleme meinen Sie?“

„Solche, wie Sie sie haben. Leisten Sie sich einen eigenen Tierarzt?“

„Ja. Also Probleme wie Zahlungsschwierigkeiten und zu schnelle Expansion?“ Das waren die Schwierigkeiten von Ryder International in Kurzfassung.

„Manchmal.“

„Und was noch?“

Er schwieg.

„Sind Sie immer so ein Geheimniskrämer?“ Stephanie schenkte ihm einen Blick, der naiv und neugierig wirken sollte. Bei ihren Brüdern zog diese Masche immer.

„Also gut. Im Allgemeinen mache ich Marktlücken ausfindig. Und ich analysiere die wirtschaftlichen Bedingungen bestimmter Gebiete im Ausland.“

„Klingt anspruchsvoll“, gab sie zu und schaute wieder auf den Feldweg.

Die leichte Brise frischte auf, auf den Koppeln wieherten die Pferde.

„Erzählen Sie mir etwas über Ihren Job“, sagte Alec plötzlich.

„Ich bringe Pferden bei, über Hindernisse zu springen.“ Stephanie versuchte gar nicht erst, ihre Arbeit zu beschönigen.

Er wirkte belustigt, doch seine Stimme klang sanft. „Klingt anspruchsvoll.“

„Überhaupt nicht. Sie lassen sie einfach schnell galoppieren, lenken sie auf ein Hindernis zu, und meistens kapieren sie dann, was sie tun sollen.“

„Und wenn nicht?“

„Dann bleibt das Pferd stehen. Aber Sie fliegen weiter.“

„Mit dem Kopf zuerst?“

„Mit dem Kopf zuerst.“

„Autsch.“

Ohne es zu merken, rieb sie über den empfindlichen Punkt außen auf ihrem rechten Oberschenkel. Sie war gestern hart gelandet, als Rosie-Jo sie abgeworfen hatte. „‚Autsch‘ trifft es ziemlich gut.“

Der Feldweg verengte sich zu einem Trampelpfad, der an dem mannshohen Lattenzaun endete, der die Reitbahn umgab. Alec blieb stehen, um eine Gruppe junger Reitschüler mit ihrem Trainer auf der anderen Seite des Zauns zu beobachten.

Stephanie stellte sich neben ihn.

„Ich wollte nicht überheblich klingen“, sagte er.

„Ich weiß.“ Zweifellos hatte er ihr seinen Job zutreffend beschrieben. Wäre er kein erfahrener Profi, hätten ihre Brüder ihn nicht engagiert.

Alec legte die Hand auf den Zaun und drehte sich zu ihr um. „Also, verraten Sie mir jetzt, wie Ihr Arbeitsalltag aussieht?“

Sie setzte schon zu einer sarkastischen Antwort an, doch in seinen schiefergrauen Augen lag eine Offenheit, die sie schweigen ließ.

„Ich dressiere Pferde“, sagte sie nur. „Ich kaufe Pferde und verkaufe sie wieder. Ich reite sie zu, züchte und trainiere sie.“ Sie ließ den Blick zu der Gruppe auf der Bahn wandern. „Und ich bin Springreiterin.“

„Wie ich höre, sind Sie auf dem besten Weg, für die Olympischen Spiele nominiert zu werden.“ Er fixierte sie aufmerksam.

„Das ist reine Zukunftsmusik. Im Augenblick konzentriere ich mich auf das Turnier in Brighton.“

Während sie sprach, tauchte Wesley hinter der Tribüne auf und führte Rockfire auf die Reitbahn. Selbst aus dieser Entfernung genoss sie den Anblick seiner hochgewachsenen schlanken Statur und des von der Sonne gebleichten Haars.

Seine Lippen waren ihren so verlockend nahe gewesen …

Ob er es noch einmal versuchen würde?

„Und was ist mit dem Management?“

Geistesabwesend konzentrierte Stephanie sich wieder auf Alec. „Hmm?“

„Management. Ich nehme an, dass Sie auch die Finanzen des Reitstalls verwalten.“

Sie nickte und beobachtete verstohlen wieder Wesley, der gerade auf sein Pferd stieg. Es war sein erstes Jahr bei den Erwachsenen, und er brannte vor Ehrgeiz.

Als er mit Tina sprach, die die Nachwuchsreiter unterrichtete, grinste er vergnügt und fuhr sich mit der Hand durch das volle, zerzauste Haar.

„Ihr Freund?“ Alecs Stimme klang scharf.

Schuldbewusst drehte Stephanie sich...



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