Dunlop | Süße Spionin | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Dunlop Süße Spionin


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-2224-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-2224-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Entrüstet beobachtet der attraktive Anwalt Dallas Williams, wie Shelby seinen Aktenkoffer aufbrechen will. Er vermutet, dass die neue Empfangsdame der Kanzlei für die gegnerische Seite spioniert, und besteht darauf, sie ein langes, heißes Wochenende in Gewahrsam zu nehmen ...



Barbara Dunlop hat sich mit ihren humorvollen Romances einen großen Namen gemacht. Schon als kleines Mädchen dachte sie sich liebend gern Geschichten aus, doch wegen mangelnder Nachfrage blieb es stets bei einer Auflage von einem Exemplar. Das änderte sich, als sie ihr erstes Manuskript verkaufte: Mittlerweile haben die Romane von Barbara Dunlop weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden.

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2. KAPITEL

Dallas schlug die Tür hinter ihr zu, während Shelby sich schwor, sich niemals wieder über Taxis zu beklagen. In einem Taxi war es so viel schöner, als in einem Polizeiwagen – weiche Sitze, Griffe im Wageninneren, offene Fenster und kein ekelhafter Geruch nach Erbrochenem, Schweiß und Urin.

Sie schaute auf die Uhr und wünschte sich, dass sie an ihre Tasche gedacht hätte.

Die gegenüberliegende Tür öffnete sich. Dallas setzte sich neben sie. Er war ein Meter fünfundachtzig groß, hatte graue Augen und kurzes, dunkles Haar. Seine angespannten Kiefer verrieten, dass er lieber alles andere gemacht hätte, als sie nach Hause zu begleiten. Hatte sie ihm gedankt? Sollte sie ihm danken? Seine Hilfe würde ja nicht gerade billig sein. Dabei hatte sie schon geplant, ihre mageren Ersparnisse anzugreifen, um am Monatsende die Hälfte von Allisons Miete zahlen zu können.

Sie seufzte. „Wie viel schulde ich Ihnen?“

„Vergessen Sie es“, erwiderte Dallas und schlug die Tür zu.

„Das war zehn Minuten Arbeit. Also, mindestens fünfzig Dollar.“

„Wo wohnen Sie?“, fragte er.

Shelby sah wieder auf die Uhr. Viertel nach fünf. Allison würde jetzt schon im Balley’s sein, und ihr Schlüssel befand sich in der Tasche. Schade, dass die Reinigung um fünf Uhr schloss. Oder schloss sie erst um halb sechs?

Sie beugte sich vor und sprach mit dem Fahrer. „Könnten Sie mich zur Kreuzung Black und Wheeler bringen?“

„Allison wohnt in der Rupert Street“, sagte Dallas.

„Da ist meine Reinigung“, erklärte sie dem Fahrer. „Ich muss etwas abholen.“

Dallas lehnte sich zurück. „Sie wollen etwas von der Reinigung abholen?“

„Ich hoffe, dass es noch klappt.“

Das Taxi fuhr los.

„Verstehe ich das richtig?“, meinte Dallas. „Sie sind beinahe verhaftet worden und knapp dem Gefängnis entkommen. Sie haben keine Tasche und kein Geld. Sie haben wahrscheinlich Ihren Job verloren – und das Erste, woran Sie denken, ist, dass Sie etwas von der Reinigung abholen müssen.“

Shelby blinzelte ihn an. „Ja.“ Sie hatte ihre Kreditkartennummer im Kopf. Das würde hoffentlich reichen, um das Kleid auszulösen. „Ich bin mit Allison im Balley’s verabredet. Ich kann dort so nicht hingehen.“

„Korrekt.“

„Macht es Ihnen etwas aus zu warten?“, fragte sie. „Ich könnte von der Reinigung zum Balley’s laufen, aber es sind beinahe anderthalb Kilometer.“

„Natürlich werde ich warten.“

Shelby lächelte. „Danke.“

„Sie sind die Mitbewohnerin von Gregs Verlobter?“

Sie grinste. „Ja, wir sind gute Freundinnen.“

„Wir sind da“, sagte der Fahrer.

Shelby schaute aus dem Fenster. Das Licht war schon aus. Aber jemand schloss gerade die Tür der Reinigung ab. Wenn sie sich beeilte …

Sie löste den Gurt und stieß die Tür auf, bevor der Fahrer angehalten hatte.

„Meine Güte!“, rief Dallas und wollte sie festhalten.

Aber sie war so schnell, dass er sie nicht mehr zu fassen bekam.

Shelby rannte zwischen zwei parkenden Autos auf die kleine grauhaarige Frau zu.

„Wir haben geschlossen“, verkündete die ältere Frau und rückte den Plastikregenhut auf ihrem Kopf gerade. Dann drehte sie sich um und ging los.

„Ich brauche mein Kleid“, flehte Shelby und folgte ihr.

Die Frau lief schneller. „Kommen Sie morgen wieder.“

„Aber …“

„Wir haben geschlossen.“

Shelby ergriff den Arm der Frau.

Die Frau wirbelte herum. „Muss ich erst die Polizei holen?“

Hinter Shelby erklang Dallas tiefe Stimme. „Sie würden mir damit einen persönlichen Gefallen erweisen.“

Die Frau blickte auf und wurde ruhig.

Dallas reichte der Frau einen zusammengefalteten Geldschein. „Wenn es Ihnen nichts ausmachen würde?“

Die Frau nahm das Geld. „Warum nicht?“

Der Schlüssel drehte sich im Schloss. Die Frau fragte Shelby nach dem Beleg.

„Ich habe meine Tasche verloren“, gestand Shelby.

Die Frau guckte sie entnervt an. „Sie bekommen nichts ohne den Beleg.“

„Es ist ein smaragdgrünes Kleid.“

„Kein Beleg, kein Kleid.“ Die Frau schloss die Tür wieder ab.

Dallas seufzte. Er gab der Frau noch einen Geldschein. „Smaragdgrün. Sie erkennt es, wenn sie es sieht.“

„Ich gebe Ihnen alles zurück“, flüsterte Shelby.

Die Frau ging hinein und ließ die Tür mit einem Knall ins Schloss fallen.

„Vergessen Sie es“, antwortete Dallas Shelby.

Shelby schaute zu ihm auf. Plötzlich änderte sich sein Gesichtsausdruck. Die Kälte wurde von einer unerwarteten Glut abgelöst. Sie vibrierte. Heilige Jungfrau! Offenbar konnten seriöse, zynische, arrogante Anwälte für mehr als eine Sache gut sein.

Die Tür öffnete sich, und die Frau reichte ihr ein in Plastik eingepacktes Kleid.

„Das ist es!“, rief Shelby erfreut. Endlich ging heute etwas gut.

Die Frau rümpfte die Nase, trat heraus und schloss die Tür hinter sich ab.

Dallas nahm Shelby das Kleid ab. „Gehen wir, bevor das Taxi weg ist.“

Dallas beobachtete Shelby dabei, wie sie über den hell erleuchteten Parkplatz vom Balley’s eilte. Vor der Tür war eine Schlange, und es gab keine Garantie, dass Allison schon drinnen war. Wenn sie nicht da war, würde Shelby auf dem Parkplatz warten müssen und nichts anderes bei sich haben als ihr Kleid.

Im Büro wartete ein Berg Arbeit auf ihn, und um acht Uhr hatte er einen Tisch im Sebastian’s reserviert. Das Restaurant war gerade absolut in, den Tisch hatte er bereits vor zwei Wochen reserviert. Er wollte es ausprobieren, bevor er einen seiner wichtigsten potenziellen Neukunden nächste Woche dorthin einlud.

Er hatte zu tun. Wenn Shelby Jakobs sich vor dem Balley’s anstellen wollte, dann war das ihre Sache. Sie war schließlich eine erwachsene Frau.

Dallas betrachtete ihre langen Beine. Sie war überaus sexy. Verdammt, jeder Typ da drin würde seinen Augapfel für die Chance geben, sie nach Hause fahren zu dürfen. Er zog Geld aus der Tasche und drückte es dem Taxifahrer in die Hand. „Danke“, murmelte er und stieg aus.

Er rückte sich den Kragen zurecht. Es begann leicht zu regnen, als er auf die Schlange vor dem Nachtklub zuging. Dann blieb er neben Shelby stehen.

Sie sah ihn fragend an. „Was machen Sie denn hier?“

Dallas nahm ihr das Kleid aus der Hand. Dann begegnete sein Blick dem des Mannes vor ihnen. Der Mann zögerte und schaute weg. Pech gehabt, Kumpel!

Dallas beugte sich vor. „Ich wollte nur sichergehen, dass Sie Allison finden.“

Shelby grinste, und ihre Augen funkelten jetzt limonengrün. „Was? Glauben Sie, dass ich einen Babysitter brauche?“

Dallas spürte den interessierten Blick des Mannes vor ihnen. Der Regen wurde immer stärker, und es ging nicht voran. Dallas fragte sich, was er hier eigentlich zu suchen hatte.

Shelby war kein Kind, das sich im Wald verirrt hatte. Sie war vielleicht sogar kriminell. Obwohl er sich nicht gerade vorstellen konnte, dass sie Maschinengewehre verkaufte. Verdammt, er fraß ihr aus der Hand.

Aus den Augenwinkeln sah er den Rausschmeißer an der Schlange entlanggehen. Dallas zog erneut einen Geldschein hervor. Diesmal einen großen.

Er ließ ihn in die Hand des Mannes gleiten. „Können Sie uns reinbringen?“

Der stämmige Mann blickte in seine Hand. „Folgen Sie mir.“

Dallas zog Shelby mit sich, bevor sie Fragen stellen konnte.

„Gibt es irgendjemanden, den Sie nicht bestechen können?“, fragte Shelby.

„Bisher nicht“, erwiderte Dallas. Obwohl es an sich keine Angewohnheit von ihm war. Dies war das bisher teuerste Nicht-Date, das er jemals gehabt hatte.

Im überfüllten Foyer empfing sie ein Gemisch aus Parfums und lauter Musik.

„Können Sie Allison irgendwo entdecken?“, fragte Shelby und stellte sich auf die Zehenspitzen.

Dallas bahnte sich den Weg zur Tanzfläche. „Bleib dicht hinter mir!“, rief er.

„Klar!“, schrie sie und hielt sich mit den Fingerspitzen an seinem Jackett fest.

Die Geste löste eine Wirkung bei ihm aus. Sie versucht nur zu verhindern, dass sie von der Menge zerquetscht wird, sagte er sich. Wenn sie versucht hätte zu flirten, hätte er das bemerkt. Zu seiner Erleichterung bemerkte er Allison, die an einem Tisch nahe der Tanzfläche saß. Er ging direkt auf sie zu.

„Dallas?“ Allison machte große Augen. „Shelby?“

Shelby stöhnte und ließ sich auf einen Stuhl fallen. Sie griff nach Allisons Martini. „Ich habe gerade den schlimmsten Tag meines Lebens hinter mir.“

Allison sah Shelby interessiert an. „Bei deinem Leben muss das etwas heißen.“

Shelby nickte heftig. „Oh, ja. Da hast du recht. Aber eins nach dem anderen. Ich muss mich frisch machen. Könntest du mir deine Tasche leihen?“

„Sicher.“ Allison reichte ihr eine kleine schwarze Abendtasche.

Shelby nahm Dallas das smaragdgrüne Kleid ab. „Ich erzähle dir alles, sobald ich mich umgezogen habe.“

Dann verschwand sie in der Menge.

„Weißt du, wo Greg ist?“, fragte Allison Dallas.

„Ich habe ihn zuletzt im Büro gesehen.“

Allison streckte ihm die Hand entgegen. „Könnte ich dein Handy kurz ausleihen?“

„Natürlich.“ Dallas fischte es aus der...



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