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E-Book

E-Book, Deutsch, 80 Seiten

Reihe: LearnAttack

Dudenredaktion LEARN ATTACK Deutsch – Topthemen Oberstufe

Der sichere Weg zum Abitur

E-Book, Deutsch, 80 Seiten

Reihe: LearnAttack

ISBN: 978-3-411-91011-3
Verlag: Bibliographisches Institut
Format: EPUB
Kopierschutz: PC/MAC/eReader/Tablet/DL/kein Kopierschutz



Wie schreibe ich eine Gedichtinterpretation? Wie analysiere ich einen Sachtext? Für diese und andere abiturrelevanten Themen bietet die LearnAttack-Abiturhilfe von Duden die optimale Lösung: Der prüfungsrelevante Schulstoff wird leicht verständlich vermittelt und kann anschließend mit Übungsaufgaben wiederholt werden. Schritt für Schritt wird Ihnen ein Lösungsweg aufgezeigt, mit dem Sie alle Klausuren in der Oberstufe und Abiturprüfungen erfolgreich bewältigen.
Dieses E-Book behandelt die folgenden Top-Themen des Faches Deutsch: Interpretation epischer und dramatischer Texte sowie Gedichtinterpretation, literarische Erörterung, Textvergleich und Sachtextanalyse.
Geeignet für den Einsatz in allen Bundesländern.
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Autoren/Hrsg.


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Erschließen eines literarischen Textes Interpretation einer Dramenszene Aufgabenstellung erfassen ¦ Analyseschwerpunkte ¦ Operatoren Analyse vorbereiten ¦ Erstes Textverständnis ¦ Die Szene einordnen Formale Gestaltung untersuchen ¦ Haupttext und Nebentext ¦ Bauform und dramatische Gattung Figurenrede analysieren ¦ Gesprächsformen ¦ Informationen der Figurenrede Handlung und Spannungsaufbau untersuchen ¦ Handlung und Konflikt ¦ Spannungsphasen Figuren und Figurenkonstellation analysieren ¦ Merkmale der Figuren ¦ Direkte und indirekte Charakterisierung ¦ Verhältnis der Figuren zueinander Raum und Zeit untersuchen ¦ Raumgestaltung ¦ Zeitumstände Gliederung und Verfassen deines Aufsatzes ¦ Einleitung ¦ Hauptteil ¦ Schluss MATERIAL Friedrich Schiller [1759–1805] Don Carlos (Ausschnitt) Der Ausschnitt entstammt der zehnten Szene des dritten Akts. MARQUIS. Ich höre, Sire, wie klein, Wie niedrig Sie von Menschenwürde denken, Selbst in des freien Mannes Sprache nur Den Kunstgriff eines Schmeichlers sehen, und Mir deucht, ich weiß, wer Sie dazu berechtigt. Die Menschen zwangen Sie dazu; die haben Freiwillig ihres Adels sich begeben, Freiwillig sich auf diese niedre Stufe Herabgestellt. Erschrocken fliehen sie Vor dem Gespenste ihrer innern Größe, Gefallen sich in ihrer Armut, schmücken Mit feiger Weisheit ihre Ketten aus, Und Tugend nennt man, sie mit Anstand tragen. So überkamen Sie die Welt. So ward Sie Ihrem großen Vater überliefert. Wie könnten Sie in dieser traurigen Verstümmlung – Menschen ehren? KÖNIG. Etwas Wahres Find ich in diesen Worten. MARQUIS. Aber schade! Da Sie den Menschen aus des Schöpfers Hand In Ihrer Hände Werk verwandelten Und dieser neugegossnen Kreatur Zum Gott sich gaben – da versahen Sie’s In etwas nur: Sie blieben selbst noch Mensch – Mensch aus des Schöpfers Hand. Sie fuhren fort, Als Sterblicher zu leiden, zu begehren; Sie brauchen Mitgefühl – und einem Gott Kann man nur opfern – zittern – zu ihm beten! Bereuenswerter Tausch! Unselige Verdrehung der Natur! – Da Sie den Menschen Zu Ihrem Saitenspiel herunterstürzten, Wer teilt mit Ihnen Harmonie? KÖNIG. (Bei Gott, Er greift in meine Seele!) MARQUIS. Aber Ihnen Bedeutet dieses Opfer nichts. Dafür Sind Sie auch einzig – Ihre eigne Gattung – Um diesen Preis sind Sie ein Gott. – Und schrecklich, Wenn das nicht wäre – wenn für diesen Preis, Für das zertretne Glück von Millionen, Sie nichts gewonnen hätten! wenn die Freiheit, Die Sie vernichteten, das einz’ge wäre, Das Ihre Wünsche reifen kann? – Ich bitte, Mich zu entlassen, Sire. Mein Gegenstand Reißt mich dahin. Mein Herz ist voll – der Reiz Zu mächtig, vor dem einzigen zu stehen, Dem ich es öffnen möchte. Der Graf von Lerma tritt herein und spricht einige Worte leise mit dem König. Dieser gibt ihm einen Wink, sich zu entfernen, und bleibt in seiner vorigen Stellung sitzen. KÖNIG zum Marquis, nachdem Lerma weggegangen. Redet aus! MARQUIS nach einigem Stillschweigen. Ich fühle, Sire, – den ganzen Wert – KÖNIG. Vollendet! Ihr hattet mir noch mehr zu sagen. MARQUIS. Sire! Jüngst kam ich an von Flandern und Brabant – So viele reiche, blühende Provinzen! Ein kräftiges, ein großes Volk – und auch Ein gutes Volk – und Vater dieses Volkes! Das, dacht ich, das muss göttlich sein! – Da stieß Ich auf verbrannte menschliche Gebeine – Hier schweigt er still; seine Augen ruhen auf dem König, der es versucht, diesen Blick zu erwidern, aber betroffen und verwirrt zur Erde sieht. Sie haben recht. Sie müssen. Dass Sie können, Was Sie zu müssen eingesehn, hat mich Mit schauernder Bewunderung durchdrungen. O schade, dass, in seinem Blut gewälzt, Das Opfer wenig dazu taugt, dem Geist Des Opferers ein Loblied anzustimmen! Dass Menschen nur – nicht Wesen höhrer Art – Die Weltgeschichte schreiben! – Sanftere Jahrhunderte verdrängen Philipps Zeiten; Die bringen mildre Weisheit; Bürgerglück Wird dann versöhnt mit Fürstengröße wandeln, Der karge Staat mit seinen Kindern geizen, Und die Notwendigkeit wird menschlich sein. KÖNIG Wann, denkt Ihr, würden diese menschlichen Jahrhunderte erscheinen, hätt ich vor Dem Fluch des jetzigen gezittert? Sehet In meinem Spanien Euch um. Hier blüht Des Bürgers Glück in nie bewölktem Frieden; Und diese Ruhe gönn ich den Flamändern. MARQUIS schnell. Die Ruhe eines Kirchhofs! Und Sie hoffen Zu endigen, was Sie begannen? Hoffen, Der Christenheit gezeitigte Verwandlung, Den allgemeinen Frühling aufzuhalten, Der die Gestalt der Welt verjüngt? Sie wollen Allein in ganz Europa – sich dem Rade Des Weltverhängnisses, das unaufhaltsam In vollem Laufe rollt, entgegenwerfen? Mit Menschenarm in seine Speichen fallen? Sie werden nicht! Schon flohen Tausende Aus Ihren Ländern froh und arm. Der Bürger, Den Sie verloren für den Glauben, war Ihr edelster. Mit offnen Mutterarmen Empfängt die Fliehenden Elisabeth, Und fruchtbar blüht durch Künste unsres Landes Britannien. Verlassen von dem Fleiß Der neuen Christen, liegt Grenada öde, Und jauchzend sieht Europa seinen Feind An selbstgeschlagnen Wunden sich verbluten. Der König ist bewegt; der Marquis bemerkt es und tritt einige Schritte näher. Sie wollen pflanzen für die Ewigkeit, Und säen Tod? Ein so erzwungnes Werk Wird seines Schöpfers Geist nicht überdauern. Dem Undank haben Sie gebaut – umsonst Den harten Kampf mit der Natur gerungen, Umsonst ein großes königliches Leben Zerstörenden Entwürfen hingeopfert. Der Mensch ist mehr, als Sie von ihm gehalten. Des langen Schlummers Bande wird er brechen Und wiederfordern sein geheiligt Recht. Zu einem Nero und Busiris wirft Er Ihren Namen, und – das schmerzt mich; denn Sie waren gut. KÖNIG. Wer hat Euch dessen so Gewiß gemacht? MARQUIS mit Feuer. Ja, beim Allmächtigen! Ja – Ja – Ich wiederhol es. Geben Sie, Was Sie uns nahmen, wieder. Lassen Sie, Großmütig wie der Starke, Menschenglück Aus Ihrem Füllhorn strömen – Geister reifen In Ihrem Weltgebäude. Geben Sie, Was Sie uns nahmen, wieder. Werden Sie Von Millionen Königen ein König. Er nähert sich ihm kühn, indem er feste und feurige Blicke auf ihn richtet. O könnte die Beredsamkeit von allen Den Tausenden, die dieser großen Stunde Teilhaftig sind, auf meinen Lippen schweben, Den Strahl, den ich in diesen Augen merke, Zur Flamme zu erheben! – Geben Sie Die unnatürliche Vergöttrung auf, Die uns vernichtet. Werden Sie uns Muster Des Ewigen und Wahren. Niemals – niemals Besaß ein Sterblicher so viel, so göttlich Es zu gebrauchen. Alle Könige Europens huldigen dem span’schen Namen. Gehn Sie Europens Königen voran. Ein Federzug von dieser Hand, und neu Erschaffen wird die Erde. Geben Sie Gedankenfreiheit – Sich ihm zu Füßen werfend. […] Aufgabenstellung erfassen Analyseschwerpunkte Die Interpretation dramatischer Texte bezieht sich meist auf einen vorgegebenen Dramenausschnitt. ¦ Verlangt wird in der Regel zunächst eine inhaltliche Zusammenfassung anhand einer Leitfrage. Leitfragen geben häufig die Aspekte vor, die du bei der Untersuchung besonders berücksichtigen sollst, z. B. den Kern der Handlung erfassen, die Charakteristika oder Standpunkte der Figuren oder besondere Merkmale der Handlungsführung herausarbeiten. ¦ In der Folge sollst du dann, ausgehend von einer konkreten Fragestellung, den vorliegenden Dramenausschnitt in einen weiteren Zusammenhang stellen, z. B. soll das...


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