Duarte | Kein Mann für immer? | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1611, 160 Seiten

Reihe: Bianca

Duarte Kein Mann für immer?


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-368-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1611, 160 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86349-368-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebe für immer und ewig? Daran glaubt Rico Garcia schon lange nicht mehr - zu oft hat er als Privatdetektiv Untreue und Verrat aufgedeckt. Doch dann bittet Molly Townsend ihn, ihr zu helfen. Warum übt diese hoffnungslos romantische Hochzeitsberaterin nur eine solche Anziehungskraft auf ihn aus? Rico hat schon viele Frauen gekonnt auf Abstand gehalten, aber nichts hat sein Junggesellendasein so gefährdet wie die leidenschaftlichen Momente mit Molly. Denn sie ist keine Frau für eine Affäre. Und er kein Mann für immer. Oder?



Judy liebte es schon immer Liebesromane zu lesen, dachte aber nie daran selbst welche zu verfassen. 'Englisch war das Fach in der Schule, was ich am wenigsten mochte, eine Geschichtenerzählerin war ich trotzdem immer gewesen,' gesteht sie. Als alleinerziehende Mutter mit vier Kindern, wagte Judy den Schritt zurück auf die Schulbank und machte einen Abschluss an der Universität von Kalifornien in Irvine in Sozialökonomie. Die neue Richtung in ihrem Leben, ließ ihre Zuversicht anwachsen. Diese würde noch größer werden, wenn 'der Richtige' in ihr Leben treten würde. Zielstrebig darauf bedacht ihrer Liebe dem Schreiben nachzugehen, wurde Judy teil der Romance Writers of America und lernte ihre beiden Mitstreiter kennen. Das Trio arbeitet seitdem eng zusammen und spornt sich immer wider aufs Neue gegenseitig an. Judy greift gerne gewöhnliche Figuren auf und konfrontiert sie mit überwältigenden emotionalen Situationen, um deren Charakter wachsen zu lassen. 'Es ist spannend, eigensinnige und verletzliche Charaktere mit der Zeit begreifen zu lassen, dass es immer einen Ausweg gibt,' Judy weiter, 'wenn sie dann ihre Möglichkeiten erkennen sind sie nicht mehr aufzuhalten.' Ihr erstes Buch Cowboy Courage, wurde an die Silhouette Special Edition line verkauft. Es scheint, dass sie ihre Nische dort gefunden hat. 'Ich verdanke den Großteil meines Erfolgs meinen ärgsten Kritikern und Unterstützern Crystal Green und Sheri WhiteFeather, die ebenfalls für Silhouette schreiben', sagt sie. An den Tagen, an denen ein dickköpfiger Held und eine eigensinnige Heldin ihre ungeteilte Aufmerksamkeit einfordern, sind sie und ihre Familie dankbar für Fast Food, Pizzaservice, und Videospiele. Ansonsten genießt sie es zu reisen, romantische Abende mit ihrem geliebten Helden zu verbringen und mit ihren Kindern Brettspiele zu spielen.

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2. KAPITEL

Rico musterte das kleine Haus. Vor drei Jahren, als die Wohnsiedlung in dem ruhigen Vorort erschlossen worden war, hatte er es seiner Mutter geschenkt.

Nicht nur das Innere des Hauses war nach ihrem Geschmack eingerichtet, auch den Garten hatte sie sehr romantisch angelegt. Die schmiedeiserne Bank auf dem Rasen wurde wohl erst nach seinem letzten Besuch aufgestellt, und auch die Statue aus Beton, die offensichtlich einen Engel darstellte, kannte er noch nicht. Oder war es vielleicht eine Amorette?

Colette besaß Talent dafür, selbst eine armselige Hütte in ein behagliches Zuhause zu verwandeln. Sobald sie eine neue Wohnung bezog, drückte sie ihr ihren Stempel auf, indem sie Duftsträußchen auf den Couchtisch, gerahmte Fotos auf den Kaminsims und Kerzen auf die Kommode stellte. Und wenn sie Rico erwartete, kochte oder backte sie immer etwas Köstliches für ihn.

Ihm gefiel ihre Fähigkeit, ihm einen Ort zu bieten, an dem er seinen Zynismus für eine Weile ablegen konnte. Diesmal allerdings musste er ihn sich bewahren, um den neuen Mann in ihrem Leben kritisch unter die Lupe zu nehmen und um sicherzugehen, dass seine Mom mit dem gebührenden Respekt behandelt wurde.

Da ihr Ford Taurus diagonal in der Auffahrt stand, hatte er am Straßenrand geparkt, direkt hinter einem blauen Toyota Corolla, der schon bessere Zeiten gesehen hatte.

Er konnte nur hoffen, dass dieses Gefährt nicht Dr. Osterhout gehörte.

Wenn sie schon wieder heiraten wollte, dann sollte ihr Ehemann sie wenigstens so versorgen können, wie sie es verdiente. Deshalb hätte Rico es vorgezogen, wenn ihr Dentist einen neuen Mercedes oder Lincoln fahren würde.

Seine vorläufige Recherche hatte ergeben, dass ihr Auserwählter recht gut situiert war. Trotzdem war Rico nicht davon überzeugt, dass er der Richtige für Colette war. Bisher hatte sie schließlich kein großes Geschick bei der Auswahl ihrer Männer bewiesen.

Erneut musterte er den Toyota.

Eine künstliche rote Rose war mit einer Schleife an die Antenne gebunden und ließ ihn vermuten, dass der Besitzer sich nicht immer erinnern konnte, wo er geparkt hatte. Die Heckstoßstange wies einige Dellen auf, und auch das New Yorker Nummernschild war verbeult. Vielleicht sollte er sein Auto lieber auf der anderen Straßenseite in Sicherheit bringen.

„Hallo, Honey.“ Colette kam in schwarzer Hose und grauem Pullover aus dem Haus und begrüßte ihn mit einer herzlichen Umarmung.

Sie strahlte ihn an. „Wie war die Fahrt?“

Rico sog ihren vertrauten Duft nach Gardenien ein.

„Ganz gut.“ Er deutete mit dem Kopf zu dem Toyota. „Wem gehört der?“

„Molly.“

Ach ja. Die Lady, die ihre Schwester sucht.

Als sie das blassgrün gestrichene Wohnzimmer betraten, sah Rico sich nach der Freundin seiner Mutter um. Er erwartete eine Frau mittleren Alters und war wie vom Donner gerührt beim Anblick der zierlichen jungen Blondine, die in der Nähe des Fensters stand.

Sie war kaum größer als ein Meter sechzig und trug ihre glatten schulterlangen Haare in einer klassischen Frisur. Ein schlichtes schwarzes Kleid umschmiegte äußerst feminine Kurven. Ihr Lächeln war atemberaubend.

Wäre er ihr in einem Lokal in der Stadt begegnet, hätte er sie spontan auf einen Drink eingeladen und vielleicht zum Tanzen aufgefordert. Und möglicherweise wären sie im Bett gelandet.

Aber was tat eine Frau wie sie im Haus seiner Mom?

„Rico, das ist meine Freundin Molly“, verkündete Colette.

Er rühmte sich, stets auf das Unverhoffte vorbereitet zu sein, doch beinahe hätte er Molly mit offenem Mund angestarrt. Schließlich hatte er eine ausgeprägte Schwäche für Blondinen. Er bemühte sich, seine Verblüffung zu verbergen, und streckte ihr die Hand entgegen. „Wie geht es Ihnen?“

„Danke, gut.“ Sie erwiderte seinen Händedruck. „Es freut mich, Sie kennenzulernen.“

Ihre Haut war zart und kühl. Die Finger waren schlank, die Nägel unlackiert und sehr gepflegt. Silberne Herzen baumelten an einem Armband.

Er begegnete ihrem Blick, sah winzige goldene Pünktchen in ihren leuchtend grünen Augen und lange Wimpern, die auch ohne Mascara dicht und dunkel waren.

Reiß dich zusammen, ermahnte er sich. Die Lady war schließlich eine Freundin seiner Mom und somit bestimmt auf Ehemann und Kinder aus.

Früher hatte Colette oft versucht, ihn mit Frauen wie Molly zu verkuppeln. Aber er hatte nie angebissen. Anscheinend hatte sie ihre erfolglose Mission inzwischen aufgegeben, denn seit längerer Zeit blieb er von derartigen Anstalten verschont.

Molly schenkte ihm erneut ein umwerfendes Lächeln, das ihm fast den Boden unter den Füßen wegriss. Sie entzog ihm sanft die Hand, die er anscheinend länger als üblich festgehalten hatte.

„Molly und ich haben uns in Betty’s Bridal Boutique kennengelernt“, erklärte Colette.

Ach ja, die Hochzeit.

Die war ihm in Mollys irritierender Gegenwart völlig entfallen. Brauchte sie auch ein Brautkleid? Das hätte ihn nicht überrascht. Bestimmt wollten viele Männer einen dauerhaften Anspruch auf eine attraktive Frau wie sie erheben.

„Und mit ihrer Hilfe habe ich das perfekte Kleid gefunden. Es ist altweiß, und das Mieder ist mit Perlen bestickt. Und es ist ein Sonderangebot.“

„Du hast es schon gekauft?“, hakte er verblüfft nach. „Was ist, wenn du es dir anders überlegst?“

„Sei nicht albern, Junge. Ich werde es mir nicht anders überlegen. Aber ich habe es nur zurücklegen lassen. Ich möchte, dass du es vorher siehst.“

Rico blickte zu Molly. Ein verträumtes Lächeln kündete von ihrer positiven Einstellung zu dieser Hochzeit. Kein Wunder, dass Colette sich so schnell mit ihr angefreundet hatte!

„Sie sollten sie wirklich in dem Kleid sehen“, warf Molly ein. „Es ist perfekt. Und mit den Calla, die sie für den Brautstrauß ausgesucht hat …“

Er wandte sich an Colette. „Ich dachte, es sollte nur eine kleine kirchliche Trauung werden.“

„Es gibt viele Formalitäten zu berücksichtigen, wenn man eine Hochzeit plant, auch wenn sie noch so klein ist. Zum Glück bietet Betty’s eine fachmännische Beratung.“ Geduldig erklärte Colette ihrem Sohn das weitere Vorgehen.

„Du willst die Hochzeit von jemandem planen lassen?“ Die entsetzte Verblüffung in seiner Stimme war nicht zu überhören, obwohl er von Natur aus dazu neigte, cool und beherrscht zu bleiben.

Doch er konnte beim besten Willen nicht verstehen, warum Frauen so ein Theater um eine Hochzeit machen mussten. So einen großen Aufwand hielt er für eine reine Verschwendung von Zeit, Geld und Gefühl.

Aber Frauen schienen ganz verrückt auf all den Pomp zu sein, und davon profitierten alle, die an der Ausrichtung der Feierlichkeiten beteiligt waren. Man brauchte nur das Wort Hochzeit zu erwähnen, und schon verdreifachten sich die Preise für Blumen, Bands, Festsäle und all das Zeug.

Er wusste es. Sein Kumpel Mac hatte ihm lang und breit sein Leid darüber geklagt.

„Daniel und ich bemühen uns, die Anzahl der Gäste unter hundert zu halten“, sagte Colette.

Sogar das klang für Rico noch nach einer Zirkusveranstaltung. „Ich dachte, du wolltest die Feier in einem schlichten, kleinen Rahmen halten.“

„Das tun wir ja auch, aber Daniel und ich wollen die Etikette wahren.“

Sie lächelte ihre junge Freundin an. „Molly ist wie ein Geschenk des Himmels, zumal ich noch nie eine richtige Hochzeit hatte.“

Rico blickte zu Molly und erkannte, dass sie mehr als nur ein hübsches Gesicht besaß. „Sagen Sie bloß nicht, dass Sie die Hochzeitsberaterin sind?“

„Doch.“

Verdammt. Vermutlich arbeitete sie auf Kommission und hatte sich Colette als leichtes und äußerst lukratives Opfer herausgepickt. Er verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie ist es dazu gekommen?“

„Vielleicht sollte ich die Geschichte von Anfang an erzählen“, meinte Colette.

„Gute Idee.“ Er wusste, dass ihre Erklärungen für gewöhnlich eine Weile dauerten. „Hast du was dagegen, wenn ich mich setze?“

„Natürlich nicht.“ Sie sank in den einzigen Sessel im Raum, sodass Rico und Molly sich das Sofa teilen mussten.

Einen Moment lang hatte er das Gefühl, manipuliert zu werden, und zwar nicht nur in Bezug auf die Hochzeit. Aber vielleicht beruhte dieser Eindruck nur auf der unliebsamen Anziehungskraft, die diese Hochzeitsplanerin auf ihn ausübte. In dem Fall war es sicherlich das Beste, sie als Gegnerin zu betrachten.

„Ich habe dir ja schon erzählt, wie ich Daniel kennengelernt und mich in ihn verliebt habe“, eröffnete Colette ihre Erzählung mit feuchten Augen.

Er schaute kurz zu Molly und sah auch ihre Augen verdächtig glänzen. Was war nur los mit diesen Frauen? Er konnte nichts Sentimentales an einer Hochzeit finden, schon gar nicht an einer fünften.

Molly saß auf der Polsterkante und zog den Saum ihres Kleides bis an die Knie hinunter. Sehr hübsche Knie, wie er registrierte, und auch ihre Beine waren hübsch, aber sie gehörten seiner Kontrahentin.

„Vor drei Wochen bin ich in Betty’s Bridal Boutique gegangen, um mir Brautkleider anzusehen“, erklärte Colette.

Sie fuhr fort: „Und da habe ich Molly...



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