Drake | Escape the Reaper | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 416 Seiten

Reihe: Devil´s Reach

Drake Escape the Reaper


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-95762-269-3
Verlag: Lago
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 416 Seiten

Reihe: Devil´s Reach

ISBN: 978-3-95762-269-3
Verlag: Lago
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Trigger Tess steht unter der Aufsicht des Teufels, während ich hinter Gittern mit meinen Dämonen eingesperrt bin. Das Ass in meiner Tasche bringt Macht und die Versuchung, es zu nutzen, bringt mich fast um den Verstand. Der Geruch von Blut ist eine Droge. Er treibt mich an. Verschlingt mich. Ich bin verloren. Tess Der Teufel hat mich geraubt, doch ich weigere mich, zu jemand anderem zu gehören. Ich bin eine Kämpferin und ich werde tun, was nötig ist, um zu meiner Familie zurückzukehren. Verrat umgibt uns. Der einzige Ausweg besteht darin, den größten Verlust zum größten Sieg zu machen.

Die internationale Bestsellerautorin J. L. Drake lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kalifornien. Wenn sie nicht schreibt, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit ihrer Familie oder reist. J. L. Drake liebt die vier Jahreszeiten, was man auch in all ihren Büchern merkt.
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Kapitel 5
Trigger


»Rail.« Ich deutete mit dem Kopf zur Tür. »Ist er hier?«

Er ließ die Füße vom Container baumeln und kippte den Stuhl zurück, um nachzusehen. »Nein. Ist Bricks heiße Freundin.«

Die Kamera draußen ließ ein Warnsignal auf meinem Handy auftauchen.

»Er ist hier«, warnte ich Rail.

Er schlug die Hände zusammen. »Dann kümmern wir uns mal um das Wiesel.«

Der Scheißkerl vor mir lag in einer Pfütze seines eigenen Drecks, so entsetzt war er.

»Sag die Worte«, zischte ich, nur Zentimeter von seinem Gesicht entfernt.

»Ich habe ab-abgeschöpft.«

Ich fuhr mir mit der Zunge über die Innenseite meiner Unterlippe, während ich tief Luft durch die Nase holte. Ich wollte mich schon zurücklehnen, entschied mich jedoch rasch um und knallte stattdessen die Seite seines Gesichts in mein Knie. Der Schmerz schoss meine Hüfte hoch, als ich mich aufrichtete und spürte, wie der Rausch in meinen Adern prickelte.

»Warum?« Ich packte ihn an der Schulter und zwang ihn, mich anzusehen.

Er unterdrückte einen Schrei und bemühte sich, hart zu erscheinen.

»Weil ich es konnte.«

Rail öffnete die Tür, ich hieb ihm die Faust in den Magen, und er kippte rücklings in den Club.

»Warte.« Rail hinderte mich daran, hinauszugehen. »Wir könnten sehen, wohin er geht.«

»Finde raus, wie viel er genommen hat, und hol es zurück.«

»Werde i…«, war alles, was ich hörte, bevor ich mich auf diesen beschissenen kleinen Bastard einstimmte, der jemandem etwas zurief.

»Kleines Arschgesicht. Du möchtest wissen, wie es sich anfühlt, eine Faust in …«

Meine Hand knallte auf sein Gesicht herab, und ich zischte: »Verschwinde von hier, verdammt!«

Ich musste jemanden töten.

Ich umklammerte mit den Fingern das Leder seiner Kutte, hob ihn dann in die Höhe und schleuderte ihn heftig zu Boden.

Die Dämonen jaulten auf vor Hunger, und ich kämpfte wie der Teufel, um sie zurückzudrängen. Rail hatte recht, wir sollten herausfinden, wohin er ging. Meine Adern waren gezwungen, sich zu weiten, damit das Adrenalin mich noch mehr aufpumpen konnte.

Irgendwie war irgendetwas gleich neben mir imstande, meine mörderischen Gedanken zu unterbrechen. Ich sah hinüber und entdeckte eine kleine blonde Frau, die verteufelt kampflustig aussah und die großen Augen auf meine tätowierten Hände gerichtet hatte. Ihr Blick wanderte meinen Körper hinauf, und alles wurde still, bis ich sie aufkeuchen hörte, als sie meinem Blick begegnete. Mein Schwanz zuckte angesichts ihrer Reaktion.

Sie hatte keine Angst. Sie war verflucht angetörnt. Ich sah, wie sich ihre Brüste hoben. Sie rieb sich den Arm, und ich bemerkte die leuchtend rote Stelle. Ich sah, was das Arschloch getan hatte. Es entging mir nicht, dass meine Dämonen still wurden.

»Er ist weggetreten«, brüllte ich, ohne sie aus den Augen zu lassen. »Kümmere dich darum.«

»Werd ich.« Brick nahm meinen Befehl zur Kenntnis. Er strich ihr mit den Fingern sanft über die Schulter. »Ist alles in Ordnung mit dir, Tess?«

»Ja.« Sie nickte.

»Trigger, das ist Tessa.« Brick räusperte sich. »Sie ist die, von der ich dir erzählt habe.«

Ich sah, dass sie zwei und zwei zusammenzählte und wusste, wer ich war, und ihre Augen wurden noch größer.

»Tess«, verbesserte sie ihn.

Ich sagte kein Wort, sondern hielt ihrem Blick stand, bis sie an mir herabsah und wieder hoch zu mir. Ich zupfte an meinem Bart, weil mein Drang, sie zu vernaschen, so heftig war. Die Haut oberhalb ihrer Brust verfärbte sich rosig, eine Brust, die ich gern in meinem Gesicht gehabt hätte, während ich mich tief in sie versenkte.

Plötzlich sah sie weg, fast verärgert darüber, dass ich Eindruck auf sie machte. Die Wirklichkeit war wieder da, ebenso die Dämonen. Sie mochte etwas Kampfgeist in sich haben, aber mein Club war gnadenlos. Sie gehörte nicht hierher.

Ich beugte mich vor, griff hinter die Theke, und wieder trafen sich unsere Blicke. Ich holte die Whiskeyflasche hervor und warf den Verschluss neben sie. Sie zuckte zusammen, und ich erkannte ihre Schwäche – starke Männer. Sie war eine von denen, die immer obenauf waren, und ich hasste

solche Frauen. Ich leerte etwa ein Viertel vom Whiskey, brach schließlich den Blickkontakt ab und konzentrierte mich auf Brick.

»Sie werden sie bei lebendigem Leib fressen.«

Tess richtete sich etwas gerader auf, und ich konnte fast hören, wie sie mich innerlich verfluchte.

»Ich finde diese Unterstützung von euch Jungs ja echt klasse.« Zu meiner Überraschung kicherte sie. Brick zog scharf die Luft ein und wartete darauf, dass ich explodierte. Stattdessen wandte ich mich ab und grinste. Sie war unterhaltsam und heiß, und das würde reichen, bis sie kündigte.

»Ich bin dein Meister«, murmelte Rail laut im Schlaf, was meine Gedanken zurück zu meiner Pritsche und meiner zugigen Betonzelle holte. »Und du gehörst mir.«

Ich wälzte mich herum, wobei meine Matratze quietschte. Der verdammte Rail wiederholte ständig Zeilen aus jeder beschissenen Fernsehserie, die er sich angesehen hatte.

»Mmm, ja, genau da …«

Ich ballte die Hand zur Faust und knallte sie gegen die Stäbe, um Rail aufzuwecken.

»Was ist?«, brüllte er Brick an und nicht mich.

»Halt’s Maul, verdammt.«

Sein Schnauben wurde durch seine Hände gedämpft. »Du musst dir mal Outlander ansehen, Trig.«

Ich drückte die Augen fest zusammen und hieß das Chaos willkommen, das die Stille mir brachte.

*

Die Sonne brannte auf meinen Schultern. Ich stand an meinem Platz weit draußen an der Mauer – die einzige Stelle, an der sich mir niemand von hinten nähern konnte. Ich zählte die Tage im Knast nicht. Meine Zeit hier war noch nicht festgesetzt. Ungeachtet der Strafe bedeutete es einen Scheißdreck für meinen Club. Es gab immer einen Weg nach draußen. Man musste ihn nur finden.

Brick saß neben mir und warf seufzend den Kopf zurück. Ich wusste, dass er sich Sorgen um alle machte. Zu viel Zeit konnte tödlich für die Gedanken sein.

»Sam?«, fragte er.

»Sagte, wir sollten in einem Monat das endgültige Urteil hören. Bis dahin sitzen wir fest.«

»Haben wir ein Glück.« Er unterdrückte ein Fluchen, aber ich wusste, dass es nicht das war, was ihn beunruhigte.

»Wie lange hat mein alter Herr für dich gearbeitet?«

»Lange genug.«

»Wie lange habe ich für dich gearbeitet?«

»Lange genug.«

»Also, wo ist das Vertrauen?«

Ich rückte hin und her, da mir das Gespräch Unbehagen bereitete. Solche Gespräche führten wir eigentlich nicht. »Du hast es nie verloren.«

»Ich werd’s Rail nicht sagen. Die Chancen, dass er jemandes Bitch wird hier im Knast, sind hoch, aber warum sagst du mir nicht, wer der verdammte Maulwurf ist?«

Ich wollte, dass er den Mund hielt, aber Brick und ich hatten in letzter Zeit zu viel Scheiße um die Ohren gehabt, und ich musste ihn um mich haben, damit ich mich darauf konzentrieren konnte, uns aus diesem beschissenen Loch rauszuholen.

»Weil das Arschloch es wissen wird, und er muss die Angst spüren und die Größe dessen erkennen, was er getan hat.«

Brick ließ die Knöchel knacken, bevor er nickte. »Na gut, schön. Kapiere ich. Vergiss nur nicht, dass ich mir meinen Sitz hier verdient habe, weil ich dir und dem Club gegenüber loyal bin. Verheimliche keinen verdammten Scheiß vor mir, den ich wissen muss.«

Ich beäugte ihn warnend, aber ich hatte ihn gehört, und er wusste das.

Es war echt beschissen, für mich zu behalten, wer der Maulwurf war, und es war schlimm genug, dass Morgan es wusste, aber er hatte sich zumindest auf die Suche nach Tess und Gus begeben und würde sich nicht verplappern.

Brick zeichnete mit den Fingern ein Quadrat auf seine Hand. Tess hatte mir gesagt, was das bedeutete, also gab ich mir Mühe, mich in ihn hineinzuversetzen. Es war nicht einfach.

Ich teilte einen Grashalm mit meinem Daumennagel und trennte die Stücke, während ich tief in meinen Gedanken grub.

»An meinem fünfzehnten Geburtstag ist mein Vater mit einem Callgirl nach Hause gekommen.« Ich räusperte mich, um den Hass loszuwerden. Das hatte ich noch nie jemandem erzählt. »Geburtstage hatten in mir immer den Wunsch geweckt, mich in meinem Kopf zu verstecken. Es war ein Tag, an dem mein Vater mir eine Lektion in Sachen Männlichkeit erteilen wollte.«

Brick hörte ruhig zu, wie ich mich über meine Vergangenheit ausließ.

»Er riss meine Tür auf und warf mir eine Tussi hin.« Ich sah konsequent geradeaus. Ich musste seine Reaktion nicht sehen. »Sie blieb auf den Knien und lächelte mich mit einem Mund voller Silberzähne an.

Ihr Haar war noch völlig zerzaust von ihrem vorherigen Kunden. Ich war stinkwütend und funkelte meinen Vater an, weil ich unmöglich irgendetwas in dieses Loch voller vermischter Säfte stecken konnte.«

»Das ist absolut krank«, flüsterte Brick.

»Er zog mich vom Bett, warf mich zu ihr und wies mich an, sie zu ficken, ansonsten …«

Ich lachte halb in mich hinein. Vielleicht war die Tatsache, dass ich meinen Vater erneut umbringen müsste, doch von Vorteil.

»Was ist passiert?«

Ich wartete einen Moment, um die Erinnerung an ihren Platz zurückzuschieben. »Ich habe das Ansonsten genommen, habe so heftige Prügel bezogen, dass mein linkes...


Die internationale Bestsellerautorin J. L. Drake lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kalifornien. Wenn sie nicht schreibt, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit ihrer Familie oder reist. J. L. Drake liebt die vier Jahreszeiten, was man auch in all ihren Büchern merkt.



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