Drake | Dein Kuss heilt meinen Schmerz | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Drake Dein Kuss heilt meinen Schmerz


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7515-0454-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-0454-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie darf Daniel nicht lieben - schließlich war sie die Krankenschwester seiner verstorbenen Frau! Was sollen die Leute denken? Zoey kämpft gegen ihre Gefühle für den Witwer und seine kleine Tochter. Werden Daniels Küsse sie alle Regeln vergessen und an die Liebe glauben lassen?



Diane, eine relative neue Erscheinung im Liebesromanbetrieb, ist am meisten für ihre Sachliteratur unter dem Namen JJ Despain bekannt. Sie hat mehr als sieben Sachbücher geschrieben, und ihre Magazin Artikel erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Zusätzlich zu ihrer Schreibtätigkeit, unterrichtet Dianne jedes Jahr in dutzenden von Schreibkursen. Dianne`s offizieller Bildungshintergrund besteht aus klassischer Musik und Krankenpflege. Beides mit einem Collegeabschluss. Ihre erste Karrierestation war Bassistin in einem Symphonieorchester. Ihre zweite Station war Krankenpflegerin und Anästhesistin. Eine Verletzung machte sie leider dauerhaft Arbeitsunfähig auf diesem Gebiet. Ihr Hobby und ihre Leidenschaft sind Antiquitäten. Sie sammelt antike europäische Öllampen, altmodische amerikanische Küchenutensilien und Broschen aus aller Welt aus dem Zeitraum 1600 - 1900. Neben ihrer Leidenschaft für Antquitäten hat Dianne ein großes Herz für Tiere. All ihre sechs Tiere hat sie aus einem Tierheim zu sich nach Hause geholt. Dianne ist mit Joel verheiratet, und ihre Tochter Jennifer ist College Studentin. Im Jahr 2000 war Dianne die Empfängerin des Daphne du Maurier Award für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet Mystery & Spannung.
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1. KAPITEL

Kaffee. Schwarz, heiß, viel – das Vergnügen gönnte er sich jeden Morgen. Es war eine der wenigen Sicherheiten im Leben, auf die er sich verlassen konnte. Etwas, auf das er sich freuen konnte.

Daniel Caldwell nahm einen Schluck, stellte den Pappbecher wieder auf dem Cafétisch ab und breitete die neueste Ausgabe der Lokalzeitung von Seattle vor sich aus. Ein Artikel über schwankende Ölpreise weckte seine Aufmerksamkeit. Mehr als ein bis zwei Seiten schaffte er selten, da er sich auf dem Weg zur Arbeit nicht mehr als eine halbe Stunde Zeit für sich selbst zugestand. Der Rest des Tages war mit seiner Tätigkeit im Krankenhaus und seinen Pflichten als alleinerziehender Vater einer sehr aktiven Dreijährigen ausgefüllt.

Er hatte immer viel zu tun, und es ging manchmal hektisch zu, aber diese tägliche halbe Stunde im Café half ihm, sich wie ein Mensch zu fühlen. Ihm gefiel es, sich für eine kurze Weile unter Fremde zu mischen, obwohl er an diesem Punkt seines Lebens eigentlich nicht die Zeit hatte, Kontakte zu knüpfen. Es war schön, unter Leuten zu sein, die keine Erwartungen an ihn stellten. Das war in seinem Alltag eine Seltenheit.

Daniel nahm noch einen Schluck Kaffee und las, dass die Experten auf absehbare Zeit mit weiterhin schwankenden Ölpreisen rechneten. Wobei das für ihn keine große Bedeutung hatte. Zur Arbeit fuhr er jeden Tag mit einem sparsamen kleinen Auto, und abgesehen davon benutzte er den Wagen nicht viel. Zumindest nicht unter der Woche. An seinen freien Tagen fuhr er mit Maddie zum Park oder hinunter zum Pier. Sie fütterte gern die Möwen mit Brot und beobachtete die Angler an den Docks.

Daniel sah auf seine Uhr und stellte mit Bedauern fest, dass schon fünfzehn Minuten seiner halben Stunde vergangen waren. Er nahm noch einen großen Schluck Kaffee und blickte zur Eingangstür des Cafés, als das darüber angebrachte Glöckchen fröhlich klingelte und eine Frau hereinkam.

Sie war attraktiv. Mehr als attraktiv. Sie war eine Schönheit. Auf dezente Weise elegant in dunkelblauer Klinikkleidung. Hatte er sie schon einmal bei der Arbeit gesehen?

Daniel schaute schnell wieder weg. Er wollte nicht dabei erwischt werden, wie er sie anstarrte, als sie sich zwischen den winzigen Tischen für zwei durchschlängelte und direkt zum Tresen ging. Doch sobald sie ihm den Rücken zugekehrt hatte, schaute er sie wieder an.

Kannte er sie? Sie kam ihm bekannt vor. Die gleiche kurvige Figur, die gleiche selbstbewusste Haltung. Nein, das konnte nicht sein. Obwohl, vielleicht doch …

Aber ihre Haare waren heller – ein schönes Honigblond, das gut zu ihrem hellen Teint passte. Und ihr Haar war auch nicht zu einem engen Knoten im Nacken zusammengebunden, sondern floss ihr offen über die Schultern. Oh, und die Brille fehlte. Zoey trug immer eine riesige, schwarz gerahmte Brille, die fast die Hälfte ihres Gesichts einnahm. Sie schmeichelte ihr nicht besonders, sah aber auch nicht schlecht aus. Sie vermittelte einfach nur die Botschaft, dass sie ihr schönes Gesicht gern hinter Plastik versteckte.

Zoey. Eines war sicher: Er hätte nie damit gerechnet, ihr hier zu begegnen. Hätte es auch nicht gewollt. Sollte er sie ansprechen? Höflich sein und fragen, wie es ihr ging?

Daniel dachte einen Moment darüber nach, während er beobachtete, wie sie mit dem jungen Barista sprach und über etwas lachte, das er gesagt hatte. Sie war so ein fröhlicher Typ. Zoey war auch in den Wochen mit Elizabeth immer fröhlich gewesen, und das war etwas gewesen, das er an ihr bewundert hatte.

Das und ihre Fähigkeiten als Krankenschwester, die seiner Meinung nach vorbildlich waren. Zumal sie eine sehr schwierige Arbeit machte – eine, die er selbst nicht machen wollen würde. Er erinnerte sich daran, wie optimistisch sie immer gewesen war.

Daniel wusste, dass in Elizabeths letzten Tagen Zoeys positive Einstellung sehr wohltuend für sie gewesen war, und dafür würde er ihr ewig dankbar sein. Zoey hatte Elizabeth immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert und sie zum Lachen gebracht.

Diese Frau am Tresen hier hatte das gleiche melodische Lachen. Ein Lachen, das ihm in schweren Zeiten sehr wichtig geworden war. Er hörte es über das Gemurmel im Café hinweg, und es klang immer noch genauso ansteckend. Er musste lächeln.

Es traf Daniel unerwartet, als Zoey sich mit ihrem Kaffee in der Hand umdrehte. Sie wandte sich noch einmal kurz zum Tresen, um ein Trinkgeld in die Dose neben der Kasse zu werfen. Dann drehte sie sich wieder um – und blickte ihm direkt in die Augen. Daniel sah sofort wieder auf seine Zeitung hinunter. Er stellte fest, dass er in den letzten Minuten gerade einmal einen Satz gelesen hatte.

Er hielt seinen Blick fest auf die Zeitung geheftet, als sie in seine Richtung kam. Er wusste nicht, wie er sie begrüßen sollte oder ob er das wollte. Sie erinnerte ihn schmerzlich an sehr schlechte Zeiten. Zeiten, die er so gern vergessen wollte, die ihn aber ein Jahr später immer noch verfolgten. Trotzdem zwang er sich, aufzusehen und zu lächeln, als sie an seinem Tisch vorbeikam.

Ihr Lächeln funkelte in den atemberaubendsten blauen Augen, die er je gesehen hatte. Er wusste nicht, was er jetzt tun sollte.

„Daniel?“, fragte sie und lächelte freundlich.

„Zoey?“, erwiderte er. „Zoey Evans?“

Sie nickte. „Es ist lange her, oder?“

„Ein Jahr.“ Ein langes, einsames Jahr, seit Elizabeth gestorben war.

„Und, wie geht es dir?“, fragte sie.

„Ganz gut. Ich arbeite und kümmere mich um Maddie … Für viel mehr habe ich keine Zeit.“

„Alleinerziehend zu sein, ist bestimmt nicht einfach. Ich nehme an, du lebst noch allein?“

„Ja.“ Er stand auf und deutete auf den Stuhl gegenüber seinem. „Magst du dich ein paar Minuten zu mir setzen?“ Er schaute auf seine Uhr. „Sieben Minuten habe ich noch, bevor ich ins Krankenhaus muss.“

Sie überlegte kurz und nickte dann. „Mehr Zeit habe ich auch nicht. Ich muss nachher hier in der Nähe nach einer Patientin sehen, und ich will nicht zu spät zum Termin kommen.“

Er dachte zurück an all die Termine, die sie mit Elizabeth gehabt hatte – sie war nie zu spät gekommen. Nicht eine Minute. „Du warst immer pünktlich“, sagte er, als sie sich setzte.

„Und du warst immer spät dran.“

„Jetzt nicht mehr. Ich habe mich gebessert.“

Zoey lächelte und stellte ihren Espresso ab. „Elizabeth hat sich darüber geärgert. Sie hat gesagt, nach deiner Unpünktlichkeit könnte man die Uhr stellen.“

Er hatte schon so lange nicht mehr über Elizabeth geredet. Zumindest nicht laut. Sie war immer in seinen Gedanken, aber tatsächlich mit jemandem über sie zu sprechen … Die Wunde, die sie hinterlassen hatte, war noch tief, und er hatte immer Angst, sie könnte wieder aufreißen und zu bluten beginnen. Sie fehlte ihm so sehr, dass er es immer noch körperlich spürte. Kein Tag war vergangen, an dem er nicht Fotos von ihr angesehen, mit ihr geredet oder sich in Erinnerungen ergangen hatte.

Doch laut hatte er nie über sie gesprochen. Nicht einmal mit Abby, Elizabeths Mutter. Sie passte auf Maddie auf, während er arbeitete, und zwischen ihnen gab es die unausgesprochene Regel, dass Elizabeths Name nicht laut gesagt werden sollte.

„Ich wusste, dass sie es hasste, zu spät zu kommen. Wir haben uns nicht oft gestritten, aber darüber schon … Jetzt achte ich auf Pünktlichkeit, aber ich kann dir sagen, es ist schwierig, wenn dich keiner dazu antreibt.“

Zoey nahm einen Schluck von ihrem Espresso und blickte ihn über den Rand der Tasse an. „Sie war glücklich in eurer Ehe. Das hat sie oft gesagt.“

„Das war ich auch. Fünf Jahre waren nicht genug.“ Ihre Zukunftspläne waren von einer unaufhaltsamen Leukämie durchkreuzt worden. Das war etwas, das niemand einplante oder auch nur für möglich hielt. Doch nur drei Monate nach Elizabeths Diagnose …

„Aber es waren gute fünf Jahre, und du hast Maddie! Wie geht es ihr denn?“

„Sie kommt klar. Wenn ich arbeite, ist sie bei Elizabeths Mutter. Hält sie ordentlich auf Trab. Sie weiß genau, was sie will.“

„Wie alt ist sie jetzt, drei? Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, war sie fast noch ein Baby. Jetzt würde ich sie wahrscheinlich gar nicht wiedererkennen. Kinder werden so schnell groß, oder?“

Er kippte den Rest seines Kaffees hinunter. „Ja, und das macht mir Angst.“ Er faltete seine Zeitung zusammen. „Elisabeths Mutter verwöhnt sie ein bisschen zu sehr, und ich glaube, das tut ihr nicht gut. Sie bekommt Wutanfälle und droht, zu ihrer Großmutter zu ziehen, wenn ich nicht mache, was sie will.“

„Wutanfälle?“, fragte Zoey. „Warum?“

Daniel verzog das Gesicht. „Es ist schwierig für sie, immer zwischen mir und ihrer Großmutter hin- und herzuwechseln. Sie ist noch so klein, und ihr Leben ist so … unbeständig. Vielleicht weiß sie nicht, worauf sie sich verlassen kann.“ Er schnaubte frustriert. „Ich meine, sie kann sich nicht einmal sicher sein, mich jeden Abend zu sehen, weil ich nicht jeden Tag rechtzeitig nach Hause komme. Irgendwie ist so viel von unserem Leben in der Schwebe, und ich kann nichts daran ändern.“

„Dann hab Geduld mit ihr“, sagte Zoey. „Es klingt, als sei sie sehr durcheinander. Das ist schade, denn ich habe Maddie als sehr liebes Kind in Erinnerung.“

„Ich weiß, dass sie durcheinander ist. Ich hoffe einfach, sie übersteht die Trotzphase ohne bleibende Schäden.“

„Jeder teilt sich anders...



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