Buch, Deutsch, 148 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 212 g
Sechs Geschichten über die Schönheit des Bösen
Buch, Deutsch, 148 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 212 g
ISBN: 978-3-565-30614-5
Verlag: epubli
In „Die giftige Blume" präsentiert Maximilian Dorner sechs meisterhaft komponierte Geschichten, die den Leser in die verführerischen Abgründe der menschlichen Natur entführen. Jede Erzählung erforscht auf eindringliche Weise, wie das Böse in scheinbar schönen Gewändern daherkommt – elegant, faszinierend und unwiderstehlich anziehend.
Die Sammlung beginnt mit „Das Porträt des Mörders", einer atmosphärisch dichten Geschichte über den Galeristen Emmerich Brandt, der den zurückgezogenen Maler Aldric Voss aufsucht. In dessen düsterem Atelier entdeckt er ein Porträt von verstörender Perfektion – eine Frau mit leeren Augen, die mehr verbirgt als preisgibt. Während Emmerich tiefer in die Recherche über den mysteriösen Künstler eintaucht, verdichten sich die Hinweise auf ein dunkles Geheimnis. Dorner gelingt es meisterhaft, eine bedrohliche Spannung aufzubauen und die Grenzen zwischen Kunst und Verbrechen verschwimmen zu lassen.
Der Autor beweist in allen sechs Erzählungen ein außergewöhnliches Gespür für psychologische Tiefe und subtile Spannungsbögen. Seine Sprache ist präzise und bildgewaltig, schafft Atmosphären von beklemmender Intensität und führt die Leser an Orte, wo Schönheit und Grauen untrennbar miteinander verschmelzen. Die Geschichten sind eigenständig lesbar, doch ein roter Faden zieht sich durch alle Erzählungen: die Frage, warum uns das Böse in seiner ästhetischen Vollendung so unwiderstehlich anzieht.
Für Liebhaber anspruchsvoller Spannungsliteratur und psychologischer Abgründe ist dieser Band ein absolutes Muss. Dorner erweist sich als Meister der subtilen Beunruhigung, der seine Leser noch lange nach der Lektüre nicht loslässt.




