Bernhard Schlinks "NS-Romane" und ihre Verfilmungen
Buch, Deutsch, 313 Seiten, KART, Format (B × H): 145 mm x 205 mm, Gewicht: 461 g
ISBN: 978-3-89528-832-6
Verlag: Aisthesis
In Holocaust Lite stellt William Collin Donahue die These auf, daß Bernhard Schlinks viel gelesene und hoch gepriesene „Nazi-Romane“ sowie ihre Verfilmungen – Werke, die die Nazizeit und den Holocaust direkt ansprechen – letztlich dieser Thematik nicht gerecht werden können. Der Holocaust wird stattdessen gerade in diesen Werken – ihrer angeblichen „Direktheit“ zum Trotz – viel eher marginalisiert und dadurch für die weltweite Leserschaft (vielleicht vor allem für US-Amerikaner) erträglich bzw. „lite“ gemacht. Diese Studie untersucht das „Schlink-Phänomen“ nicht nur im deutschen kulturellen Kontext (z.B. in den Schullehrbüchern), sondern auch als „uramerikanisches“ Ereignis, das viel mehr die Holocaustmüdigkeit als den Holocaust selbst dokumentiert.
Zielgruppe
Literaturwissenschaftler
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort
Einleitung: „Mighty Aphrodite“ oder Wie man doppelt gewinnt
1. Widerständler im Nachhinein: Schlinks Selb-Trilogie und die Kultur politisch korrekter Holocaust-Literatur
2. Beschwichtigungsliteratur: Ambiguität als Abwehr
3. „Was hätten Sie denn gemacht?“: Schuld als Tugend
4. Väter & Söhne: Zwei Arten von Opfer in der zweiten Generation
5. Die Nachwirkungen des Holocaust in der deutschen Gegenwartsliteratur: ausgewählte Fallstudien (Bernhard, Brussig, Timm, Kempowski, Walser)
6. Der Vorleser als amerikanischer Roman
7. Der Hollywood-Vorleser
Bibliographie
Danksagung




