Docks | Hurting Love: Heile mein Herz | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 300 Seiten

Docks Hurting Love: Heile mein Herz


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-86495-591-4
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 300 Seiten

ISBN: 978-3-86495-591-4
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Adriana Vance ist eine erfolgreiche und selbstbewusste Geschäftsfrau. Ihre Werbeagentur genießt hohes Ansehen in der Branche. Doch die Scheidung ihrer Eltern sowie eine traumatische Beziehung haben sie so stark geprägt, dass sie keine tiefergehenden Gefühle – geschweige denn Liebe – an sich heranlassen kann.

Die Einladung zu einem High School-Treffen führt sie in ihren Heimatort, zurück aufs Land. Adriana hat längst mit ihrem früheren Leben abgeschlossen und nimmt die Einladung nur widerwillig an. Dort trifft sie auf ihren damaligen Klassenkammeraden Ryan Dawson und sofort entflammt die Leidenschaft.
Eine gemeinsame Nacht weckt bei beiden die Lust auf mehr, doch Adriana hat viel zu viel Angst vor einer festen Beziehung. Deshalb beginnen sie eine unverbindliche, lockere Affäre.

Was Adriana jedoch nicht weiß, ist, dass Ryan bereits seit der Highschool in sie verliebt ist. Aber auch ihr Ex ist nach wie vor in ihrem Leben und bereitet ihr große Probleme.

Adriana gelangt schließlich an den Punkt, an dem sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss, damit ihre Zukunft eine Chance hat.

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Kapitel 1
  Die Straße schien nie enden zu wollen. Wohin man auch sah, erstreckten sich weite, flache Felder. Nur vereinzelte, schmale Wege schlängelten sich wie Äste von der Landstraße weg und verschwanden hinter dichten Weizen- und Maisfeldern. Ab und zu tauchte eine alte Eiche am Straßenrand auf, die einen langen Schatten auf den Asphalt warf, da die Sonne bereits den Horizont berührte und den Himmel in leuchtendes Orange tauchte, das in zarte rötliche Töne überlief. Ein Schatten huschte unerwartet über die Straße und ein scharfer Tritt auf das Bremspedal löste ein schrilles Quietschen bremsender Reifen aus, bevor das Tier blitzschnell im Kornfeld verschwand. Schmale, zarte Hände krallten sich fest ins Lenkrad. Adriana Vance starrte erschrocken vor sich hin und versuchte, ihren rasenden Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ruckartig fiel ihr Blick in den Rückspiegel. Bei einer derartigen Vollbremsung kracht mir bestimmt gleich jemand hinten rein, schoss es ihr sofort durch den Kopf, doch weder hinter noch vor ihr gab es ein anderes Fahrzeug. Sie war ganz allein auf einer Landstraße im abgelegenen Hinterland Connecticuts. Genervt rollte sie mit den Augen. „Blödes Vieh!“, schnaufte sie verärgert, sammelte sich und gab wieder Gas. Der Twin-Turbo-Motor des silbergrauen Aston Martin V12 Vantage röhrte auf, als er wieder über die verlassene Landstraße fuhr. Ihr Blick glitt angestrengt über die einsame Gegend, suchte vergeblich nach etwas und richtete sich dann auf das Display des Bordcomputers, auf dem die Route zu sehen war. „Das kann doch nicht richtig sein“, murmelte sie gereizt und trommelte nervös mit dem Daumen auf das Lenkrad. Hatte sie sich verfahren? Vielleicht eine Abzweigung verpasst, als vorhin das GPS-Signal verschwand und die Navigation unterbrochen wurde? Mit großer Willenskraft versuchte sie, die aufsteigende Missstimmung, die tief in ihrem Inneren brodelte, im Zaum zu halten. Schließlich betätigte sie einen Knopf auf dem Lenkrad und die Musik, die leise aus den Lautsprechern drang, wurde durch ein tutendes Freizeichen unterbrochen. Kurz darauf meldete sich eine fröhliche, weibliche Stimme. „Hey, Süße.“ „Sag mal, bist du sicher, dass du mir die richtige Adresse gegeben hast? Ich fahre schon seit einer knappen Stunde durch die Einöde, aber hier ist weit und breit kein einziges Gebäude zu sehen, nicht einmal irgendwelche Ortsschilder.“ „Ach, dann bist du schon fast da. Es müsste bald eine Rechtskurve kommen und dann bist du schon am Ziel. Kannst du gar nicht verfehlen. Bis gleich.“ Adriana rollte genervt mit den Augen und massierte mit Daumen und Zeigefinger ihre Nasenwurzel, weil das angeblich beruhigen sollte. Warum hatte sie sich nur zu diesem Schwachsinn überreden lassen? Warum veranstaltete man überhaupt Klassentreffen? Wen interessierte es denn, was aus den Leuten von damals, nach lächerlichen zehn Jahren, geworden war? Adriana war achtundzwanzig, lebte in New York City, war eine erfolgreiche Geschäftsfrau und stand mitten im Leben. Ursprünglich kam sie aus der Gegend, durch die sie gerade fuhr. Doch sie hatte längst mit ihrem früheren Leben abgeschlossen: ihrem Heimatort, ihrem Elternhaus und vor allem mit der Schulzeit, dem Zeitabschnitt ihres Lebens, den sie am liebsten vollständig aus ihrem Gedächtnis streichen würde. Denn nicht nur die ländliche Gegend, sondern auch die Highschool-Zeit erinnerten sie an ihren ersten, schmerzhaften Schicksalsschlag. Ihre Finger klammerten sich fester um das Lenkrad. Für den Bruchteil einer Sekunde schloss sie die Augen und ließ die Erinnerung daran zu. Als Kind war Adriana ein fröhliches, glückliches und aufgewecktes Mädchen gewesen. Sie lebte mit ihren Eltern in einem Einfamilienhaus mit großem Garten, einem kleinen Teich, umgeben von sattem Grün, fernab von Großstadtlärm und Hochhäusern. Doch schon bald veränderte sich ihr traumhaftes Leben drastisch. Als die Pubertät an der Türschwelle stand und man sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich zu verändern begann, als die Gefühls- und die Gedankenwelt bis an ihre Grenzen aufgewühlt waren und einen verwirrt und hilflos zurückließen, beschlossen ihre Eltern, sich scheiden zu lassen. Ihre heile Welt brach innerhalb von Sekunden zusammen. In dem einen kurzen Moment, als ihre Eltern ihr beim Abendessen am Esstisch gegenübersaßen, sie mit einem mitleidvollen, aber entschlossenen Blick ansahen und wie aus einem Mund ihre Trennung verkündeten, zersplitterte das strahlende Bild einer glücklichen Familie in tausend Teile und prasselte mit voller Wucht auf sie hinab. So sehr sie sich auch gegen die Entscheidung ihrer Eltern wehrte, sich dagegen verschloss, es nicht wahrhaben wollte, wachte sie doch jeden Morgen mit der Gewissheit auf, dass sie keine vollwertige Familie mehr waren. Die Scheidung ihrer Eltern entwickelte sich zu einem schmutzigen Rosenkrieg. Sie stritten sich um das Sorgerecht, um das Haus und um das Geld, ihr Vater unterstellte ihrer Mutter Untreue, wobei sie ihn wiederum für einen Alkoholiker hielt. In einer Kleinstadt wie Winsted, nordwestlich von Hartford, war das fatal. Jeder wusste sofort über alles Bescheid. Es wurde getuschelt und mit dem Finger auf einen gezeigt. Adriana hasste es deswegen, vor die Tür zu gehen. Doch zu Hause war die Stimmung auch nicht besser. Das angespannte Verhältnis zwischen ihren Eltern zerriss sie regelrecht. Ihren Vater liebte sie über alles und ertrug den Gedanken kaum, ihn womöglich bald nur noch an wenigen Tagen im Jahr sehen zu dürfen. Doch noch schlimmer für sie war, dass er nicht mehr so liebevoll mit ihr umging, wie sie es gewohnt war. Er war ständig gereizt und ließ seine schlechte Laune oft an ihr aus. Und ihre Mutter war aufgrund der permanenten Streitereien nur noch ein Nervenbündel, das bei jeder Kleinigkeit explodierte. Die Familiensituation erdrückte Adriana. Sie begann, sich zurückzuziehen, wurde zusehends still. In der Schule hielt sie sich immer mehr im Hintergrund, vermied es aufzufallen, um bloß nicht auf die Scheidung ihrer Eltern angesprochen zu werden. Ihre Freundinnen wandten sich irgendwann von ihr ab, weil sie nichts mehr mit ihnen unternehmen wollte, nicht einmal mehr reden. In der Kleinstadt kursierten fiese Gerüchte über ihre Eltern und einige Mitschüler begannen, sie deswegen zu hänseln und zu ärgern. Ein großer Kloß bildete sich bei dieser Erinnerung in ihrer Kehle. Doch zu Beginn des Abschlussjahres kam eine neue Mitschülerin in die Klasse: Kaylee Summers. Sie hatte lange blonde Haare, die mit einem glitzernden Haarband zusammengebunden waren, trug modische Jeans und ein bauchfreies, luftiges Top, als sie der Klasse vorgestellt wurde. Die Jungs waren von ihr begeistert. Einige nahmen sofort ihre Rucksäcke von den Stühlen, um zu demonstrieren, dass der Platz neben ihnen frei war. Umso entsetzter starrten alle Mitschüler sie an, als sie sich neben Adriana setzte. Ein verständnisloses Raunen ging durch die Tischreihen. Sofort wurde getuschelt und gekichert. Doch Kaylee nahm davon keine Notiz und lächelte ihre neue Sitznachbarin freundlich an. Mit ihrer fröhlichen und offenen Art schaffte sie es, Adriana aus ihrem Schneckenhaus zu locken und sich mit ihr anzufreunden. Kaylee bemerkte sofort, wie die Klassenkameraden mit Adriana umgingen, nahm sie in Schutz und innerhalb kurzer Zeit traute sich keiner mehr, Adriana auch nur schief anzugucken. Sogar zehn Jahre später waren sie immer noch eng befreundet, auch wenn sie mittlerweile weit weg voneinander wohnten. Vielleicht war es Dankbarkeit, die Adriana dazu brachte, Kaylees Drängen wegen des Klassentreffens nachzugeben und aufs Land zu fahren. Wie gut, dass Adriana in Hartford auch noch ein wichtiges Geschäftstreffen hatte. Sie kombinierte gerne Termine miteinander, um ihre knappe Zeit so effizient wie möglich zu nutzen. So konnte sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klatsche schlagen.   Die Landstraße machte eine scharfe Rechtskurve und gab den Blick auf ein kleines, hübsches Gasthaus zwischen großen, breiten Roteichen frei. Eine niedrige Steinmauer mit einigen emporragenden Säulen umgab das Gelände. Entlang der Mauer blühten zahlreiche bunte Feldblumen und verliehen dem Gasthaus einen märchenhaften Charme. Zwischen der Straße und der Einfahrt stand ein großer Stein mit einem rechteckigen Schild aus Messing, das die geschwungene, gut leserliche Aufschrift The Farmers Inn trug. Verschnörkelte Laternen erleuchteten sowohl die Einfahrt als auch den Innenhof. An der Seite führte ein blühender Rundbogen in einen Biergarten, der selbst nach der einbrechenden Dämmerung noch proppenvoll war. Adriana wunderte sich, dass es in dieser gottverlassenen Gegend überhaupt so viele Menschen gab. Skeptisch betrachtete sie das grün gestrichene Tor, als der Aston die Einfahrt passierte und sie sich nach einem geeigneten Parkplatz umsah. Der Innenhof war sehr groß und bot viel Platz zum Parken. Das schlichte Gebäude mit Holzverkleidung, welches als Location für das Klassentreffen ausgewählt wurde, war hell erleuchtet, die Doppeltür weit geöffnet. Aus dem Inneren drang Countrymusik. Oh, bitte nicht! Adriana seufzte kläglich. Ihrer Meinung nach war Country die allerschlimmste Art von Musik. Irgendwie konnte sie es nicht fassen, dass sie tatsächlich wieder in ihrer alten Heimat war, obwohl sie sich geschworen hatte, nie wieder zurückzukehren. Hier erinnerte sie einfach alles sehr schmerzhaft an den Zerfall ihrer Familie, besonders an den Tag, an dem ihr Vater sie schließlich verließ. Sie hatte Connecticut und ihrem Elternhaus...


Leah Docks ist das Pseudonym einer Autorin, die im Jahre 1983 geboren wurde und mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern im schönen Düsseldorf lebt. Sie hat ihr sicheres Angestelltendasein aufgegeben, um sich mit einem eigenen Unternehmen selbst zu verwirklichen. Der Erfolg, die neu gewonnene Freiheit und Motivation haben wohl eine Tür für ihre Kreativität und zurückgestellten Träume geöffnet. Denn irgendwann drängte sich eine Lovestory als Endlosschleife in ihren Kopf. Leah begann zu schreiben und schuf ihren Debütroman "Risky Love". Seitdem jagt eine weitere Romanidee die andere.



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