Denton | Ich werde dein Herz erobern | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Denton Ich werde dein Herz erobern


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5527-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-5527-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Von heut auf morgen bricht Janes Welt völlig zusammen: Die traurige Mitteilung, dass sie keine Kinder bekommen kann, nimmt ihr Mann zum Anlass, sich zu trennen. Am nächsten Tag verliert sie ihren Modeljob, da der Kosmetikkonzern sie für zu alt hält. Mitten in dieser schweren Zeit machen Janes Kolleginnen sie auf eine ungewöhnliche Anzeige aufmerksam: Rancher sucht Ehefrau und Mutter für seine Zwillingsbabys. Spontan antwortet Jane und steht kurz darauf vor Greg Merrifield. Nur ein Blick in seine strahlend blauen Augen, und Jane weiß, dass dieser Mann ihr Schicksal ist. Hat sie ein neues Zuhause gefunden?

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2. KAPITEL

Jane riss sich das geblümte Kleid vom Leib und schleuderte es aufs Bett. Zu hektisch! Sie warf einen Blick auf das rote Chanel-Kostüm. Zu aufgedonnert! Sie bereute, sich kein neues Kleid gekauft zu haben, denn die Sachen in ihrem Kleiderschrank erschienen ihr alle ungeeignet. Ratlos blickte Jane in den überquellenden Kleiderschrank. Was zog man an, wenn man sich um eine „Stellung“ als Ehefrau und Mutter bewarb und den Mann nicht kannte, den man beeindrucken wollte?

Schließlich entschied Jane sich für ein königsblaues Kostüm. Die Farbe betonte das Blau ihrer Augen und würde auch den Kindern gefallen. Wem willst du eigentlich etwas vormachen? fragte sie sich. Dieses Outfit ist eindeutig dazu gedacht, Greg zu beeindrucken – ein kurzer Rock, ein tailliertes Oberteil …

Jane verdrängte den Gedanken und sah auf die Uhr. Sie musste sich beeilen, denn es war bereits kurz vor sechs. Warum habe ich nur einen Flug um sieben Uhr morgens gebucht? fragte sie sich.

Nachdem Jane am späten Vormittag auf dem Flughafen von Amarillo angekommen war, fuhr sie in einem Mietwagen weiter. Je näher Jane ihrem Ziel kam, desto nervöser wurde sie. Nach Gregs Wegbeschreibung musste die Ausfahrt nach Martinsville jede Minute auftauchen.

Jane versuchte immer wieder, sich den Rancher vorzustellen. Dabei konnte sie sich nur an seiner Telefonstimme orientieren: rau, mit einem ironischen Unterton und sehr sexy. Andere Frauen mochten sich vielleicht für die Augen oder den durchtrainierten Körper eines Mannes begeistern. Jane dagegen kam es eher auf die unsichtbaren Eigenschaften an: Intelligenz, Sinn für Humor … und die Stimme. Sie musste sich eingestehen, dass sie Greg Merrifield sehr gern zuhörte.

Jane studierte wieder die Wegbeschreibung. Etwas stimmte nicht. Sie war bereits vor einer halben Stunde durch Pampa gefahren und hätte schon längst auf die Ausfahrt nach Martinsville stoßen sollen. Sie hielt an einer Tankstelle, um sich zu erkundigen, und stellte fest, dass sie sich verfahren hatte.

Jane fuhr zurück und entdeckte endlich die Ausfahrt, an der das Hinweisschild umgefallen war. Sie passierte die kleine Stadt Martinsville und befand sich schließlich auf dem Weg nach Circle G. Jane umklammerte das Lenkrad mit feuchten Händen und drehte die Klimaanlage auf. Sie kam zu spät.

„Das war’s dann wohl“, sagte Greg zu Elton und deutete auf die antike Uhr auf dem Kaminsims. „Jane Jarrett hätte vor einer Stunde hier sein sollen. Offenbar kommt sie nicht mehr. Sie hat sicher Martinsville auf der Landkarte gesucht und festgestellt, dass es ihr hier draußen zu einsam ist.“

Greg setzte seine Tochter zu ihrem Bruder in den Laufstall. „Ich gehe jetzt an die Arbeit“, verkündete er und bemühte sich, gelassen zu klingen. In Wirklichkeit fühlte er sich erleichtert und im Stich gelassen zugleich. „Ich habe schon zu viel Zeit mit dieser Frau vergeudet.“

„Und wenn sie doch noch auftaucht?“, fragte Elton.

„Dann wimmle sie ab. Sag ihr, dass wir jemand anders gefunden haben. Eine Frau, die pünktlich ist.“

„Aber das haben wir nicht!“, protestierte Elton aufgeregt.

„Na und? Das weiß sie doch nicht. Es bleibt unser kleines Geheimnis. Gib es zu, Elton, diese Anzeige war eine idiotische Idee. Es ist das Beste, die ganze Angelegenheit zu vergessen.“

Je näher das Treffen mit Jane gerückt war, desto größere Bedenken waren Greg gekommen. Er würde irgendwann eine Frau finden. Aber erst, wenn er dazu bereit war.

„Und dann?“

Greg blickte seinen Verwalter fragend an.

„Spiel nicht den Ahnungslosen, Greg. Du weißt schon, was ich meine. Du hast bisher alle Frauen zurückgewiesen, die je ein Auge auf dich geworfen haben. Und du hast dich auch nie selbst auf die Suche gemacht. Ich hätte nicht geglaubt, den Tag zu erleben, an dem Greg Merrifield sein Versprechen bricht.“

„Findest du nicht, dass dieser Schlag unter die Gürtellinie ging?“

„Wie würdest du es denn bezeichnen? Seit über einem Jahr ist keine Frau in Sicht. Als Charlotte dich darum bat, deinen Kindern eine Mutter zu geben, hat sie bestimmt nicht an ein Kindermädchen gedacht. Du hast ihr versprochen, dafür zu sorgen.“

Greg atmete tief durch. „Ich wusste nicht, dass solche Versprechen zeitlich begrenzt sind. Wäre es so schlimm, wenn es etwas länger dauert? Im Augenblick kann ich mich einfach nicht damit befassen. Ich brauche mehr Zeit!“

„Aber du hast keine Zeit mehr, mein Freund. Deine Kinder werden schon längst aufs College gehen, bevor du etwas unternimmst.“

„Ja, ich weiß. Mir wird schon etwas einfallen“, sagte Greg.

„Das kann jeder sagen.“

„Vielleicht kommt ja eine gute Fee und bringt mir eine Ehefrau.“

„Diese Jane Jarrett könnte die Richtige sein, wenn du ihr nur eine Chance geben würdest. Es ist nicht fair, sie von vornherein abzulehnen!“

„Aber sie ist nicht gekommen.“

„Und wenn sie nun doch noch kommt?“ Elton runzelte die Stirn, als er die Frage von vorhin wiederholte.

„Dann sprich du mit ihr. Wenn sie dir gefällt, unterhalte ich mich mit ihr, wenn ich zurückkomme. Jetzt muss ich erst mal in die Stadt fahren und Windeln kaufen. Wir haben nur noch ein Paket …“

„Moment mal!“, unterbrach ihn Elton. „Was meinst du mit ‚wenn sie dir gefällt‘?“

„Sieh sie dir an. Lern sie kennen. Du kannst das mindestens so gut wie ich. Wahrscheinlich sogar besser.“

„Verdammt noch mal!“, fluchte Elton. „Ich werde dafür bezahlt, mich um dein Vieh zu kümmern und nicht um deine zukünftige Ehefrau.“

„Du warst klug genug, dir Nita auszusuchen, also wirst du es schon richtig machen. Betrachte es als lästige Aufgabe wie das Stallausmisten oder den Umgang mit dem störrischen Bullen, den wir von den Reisners gekauft haben. Dabei fällt mir ein, dass ich auf dem Weg in die Stadt noch bei den Reisners vorbeifahren muss. Ken will mir noch einige Tiere verkaufen.“

„Verdammt noch mal“, wiederholte Elton ohne Nachdruck. Er legte Greg die Hand auf die Schulter und sah ihn ärgerlich an. „Du hast gewusst, dass Jane Jarrett heute kommt. Musst du all diese Dinge ausgerechnet jetzt erledigen?“

„Wie ich schon sagte, Miss Jarrett ist nicht hier. Und ich habe bestimmt nicht vor, hier herumzusitzen und darauf zu warten, dass sie kommt, wenn es ihr passt.“

„Wenn sie kommt und ich sie mir ansehe, kann ich mich darauf verlassen, dass du dann zugänglicher wirst?“, fragte Elton eindringlich.

Greg seufzte resigniert. „Wie sollte ich mich gegen euch beide wehren?“

„Am besten gar nicht.“

Jane sah das einladende Tor zu Circle G und die idyllischen Weiden, an denen der Zufahrtsweg vorbeiführte, doch der Anblick beruhigte sie nicht im Mindesten. Mach jetzt nicht schlapp! befahl sie sich. Wenn sie einmal etwas angefangen hatte, brachte sie es auch zu Ende. Dies war vielleicht ihre einzige Chance, Mutter zu werden und eine eigene Familie zu haben.

Sie hielt vor dem großen zweistöckigen Haus mit der Veranda und dem gepflegten Rasen davor. Bei dem Gedanken, Greg Merrifield gleich persönlich gegenüberzustehen, zitterten Jane die Knie. Es beruhigte sie auch nicht gerade, zu sehen, wie ein Mann aus der Haustür auf sie zu schlenderte, die Hände in den Jeanstaschen. Er musterte sie.

Seine Züge drückten Enttäuschung aus, die er auch nicht zu verbergen versuchte, als Jane auf die Veranda zuging.

Sie blieb stehen und spielte mit dem Gedanken zu fliehen. Der Mann betrachtete sie eingehend und wirkte, als würde sie seinen Erwartungen auch nicht annähernd entsprechen. Dabei war er auch nicht gerade ein Hauptgewinn. Das Aussehen dieses rauen Cowboys passte überhaupt nicht zu seiner sexy Telefonstimme. Außerdem war er alt genug, um Janes Vater zu sein.

„Kommen Sie“, sagte er und deutete auf die schattige Veranda. „Entschuldigung, wo sind meine Manieren geblieben? Ich wollte Sie nicht anstarren, aber … Sie sind so …“ Er reichte Jane hastig die Hand. „Ich bin Elton Jones, der Verwalter von Circle G.“

Jane atmete erleichtert auf. „Jane Jarrett. Es freut mich, Sie kennen zu lernen, aber wo ist Mr. Merrifield?“

Elton räusperte sich und fuhr sich über das schüttere Haar. „Als Sie schon eine Stunde zu spät dran waren, dachte er, Sie hätten ihn versetzt, und ist weggefahren, um einige Dinge zu erledigen. Vielleicht ist es besser so. Lassen sie uns hineingehen, dann erkläre ich Ihnen alles.“

Jane folgte Elton verwirrt und ärgerlich ins Haus. Es schien etwa fünfzig oder fünfundsiebzig Jahre alt zu sein, war aber modernisiert worden. Jane sah weiß gestrichene Wände, Deckenventilatoren und indirekte Beleuchtung.

Elton führte Jane in das geräumige Wohnzimmer, wo zwei Babys in einem großen Laufstall spielten. „Es ist Zeit für den Mittagsschlaf“, sagte er.

„O wie süß!“, rief Jane beim Anblick der Kinder entzückt. „Darf ich eins auf den Arm nehmen?“

„Sicher. Aber sie zahnen gerade, also sabbern sie bestimmt. Passen Sie auf.“ Elton blickte skeptisch auf Janes Kleidung. „Es wäre schade um Ihr schönes Kostüm.“

„Kein Problem. Ein wenig Spucke hat noch niemandem geschadet.“

Jane hob eins der Babys hoch und setzte sich auf einen Stuhl. „Das ist Sean“, sagte Elton.

„Ich habe ein Geschenk für ihn in meiner Handtasche“, sagte Jane und lächelte, als Sean mit einem ihrer glänzenden Jackenknöpfe spielte. Sie holte einen grünen Stofffrosch aus der...



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