Buch, Deutsch, Band 3, 364 Seiten, Format (B × H): 139 mm x 216 mm, Gewicht: 415 g
Reihe: Spook
Spook. Band 3: Das Geheimnis des Geisterjägers. Neuauflage der erfolgreichen Spook-Jugendbuchreihe. Dark Fantasy ab 12.
Buch, Deutsch, Band 3, 364 Seiten, Format (B × H): 139 mm x 216 mm, Gewicht: 415 g
Reihe: Spook
ISBN: 978-3-910522-03-9
Verlag: foliant Verlag
Nach den nervenzerreißenden Ereignissen in Priestown kehrt Tom Ward an die Seite seines Meisters, des Geisterjägers John Gregory, zurück. Doch diesmal wartet die größte Bedrohung nicht im Schatten lauernder Bestien, sondern in der Vergangenheit selbst. Band 3 der "Spook's"-Reihe lüftet das wohl dunkelste Geheimnis des Geisterjägers: eine verhängnisvolle Verbindung zu einer Hexe, die er einst liebte und deren Erbe nun droht, das County in den Abgrund zu reißen.
Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, als Tom und Alice sich mitten in einen Konflikt zwischen alten Allianzen und tödlichen Verraten wiederfinden. Mit jedem Schritt in John Gregorys Vergangenheit wächst die Gefahr, und Tom muss sich nicht nur mit Hexen und Dämonen messen, sondern auch mit der Erkenntnis, dass selbst die größten Helden dunkle Seiten haben. Joseph Delaney liefert hier eine packende Fortsetzung, die die psychologische Tiefe und den Grusel der Serie auf ein neues Level hebt.
- Das dunkelste Geheimnis des Geisterjägers wird enthüllt: Eine explosive Enthüllung mit tödlichen Folgen.
- Moralische Grauzonen: Gut und Böse verschwimmen, Vertrauen wird auf die Probe gestellt.
- Kompromisslose Dark Fantasy: Ein intensiveres, psychologisch düsteres Abenteuer für unerschrockene Leser ab 12 Jahren.
- Jeder Band ein abgeschlossenes, nervenzerreißendes Abenteuer in einer epischen Saga.
- Atemberaubende Atmosphäre mit den schaurig-schönen Illustrationen von Patrick Arrasmith.
Die "Spook's"-Reihe: Eine fesselnde Dark Fantasy-Saga für alle, die sich den komplexesten Schrecken stellen wollen. Bist du bereit für die Wahrheit?
Zielgruppe
Dieser Band ist ideal für Leserinnen und Leser:
Ab 12 Jahren (und darüber hinaus: auch für Erwachsene).
Die sich für dunkle Geheimnisse und die Vergangenheit von Charakteren interessieren.
Die es mögen, wenn die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und es moralische Grauzonen gibt.
Die psychologisch tiefere und komplexere Geschichten schätzen, die über reine Monsterkämpfe hinausgehen.
Die die Entwicklung der Beziehungen zwischen Tom, Alice und dem Geisterjäger mit Spannung verfolgen.
Die bereits von Band 1 und 2 gefesselt waren und bereit sind für eine weitere Intensivierung des Grusels und der Konflikte.
Weitere Infos & Material
The Spook's 3. Das Geheimnis des Geisterjägers
1. Ein unerwarteter Besuch
2. Abschied von Chipenden
3. Daheim
4. Das Winterhaus
5. Im Verborgenen
6. Ein echter Mistkerl
7. Der Steinewerfer
8. Die Rückkehr des Steinewerfers
9. Todesahnungen
10. Schlechte Nachrichten
11. Mamas Zimmer
12. Nekromantie
13. Lüge und Verrat
14. Im Schnee
15. Unten im Keller
16. Auf dem Dachboden
17. Wahrheiten
18. Die Kapelle der Toten
19. Der Runde Laib
20. Golgoth
21. Die Falle
22. Nur zum Besten
23. Rückkehr nach Chipenden
Tagebuch von Thomas J. Ward
In einer kalten, dunklen Novembernacht saßen Alice und ich mit meinem Meister, dem Spook, in der Küche am Feuer. Das Wetter wurde immer schlechter, und ich wusste, dass der Spook sich bald dazu entschließen würde, in sein »Winterhaus« am trostlosen Moor von Anglezarke umzuziehen.
Mich zog es nicht dorthin. Ich war erst seit dem Frühjahr der Lehrling des Spooks und kannte das Haus in Anglezarke noch nicht, aber ich war auch nicht besonders neugierig. In Chipenden war es so warm und gemütlich, dass ich hier gerne den ganzen Winter verbracht hätte.
Ich blickte von meinem Buch mit den lateinischen Verben auf, die ich lernen musste, und tauschte einen Blick mit Alice. Sie saß auf einem niedrigen Hocker am Feuer, das Gesicht vom warmen Schein der Flammen beleuchtet, und erwiderte mein Lächeln. Auch ihretwegen wollte ich Chipenden nur ungern verlassen. Sie war meine einzige Freundin und in den letzten Monaten hatte sie mir bereits mehrmals das Leben gerettet. Ich fand es schön, dass sie bei uns lebte. Sie machte mein einsames Dasein als Lehrling eines Spooks erträglicher. Aber mein Meister hatte mir im Vertrauen gesagt, dass sie uns bald verlassen würde. Er hatte ihr nie wirklich vertraut, da sie aus einer Hexenfamilie stammte, außerdem glaubte er, dass sie mich vom Lernen abhalten würde. Daher sollte sie nicht mit nach Anglezarke kommen. Das wusste die arme Alice noch nicht, und ich brachte es nicht übers Herz, es ihr zu sagen. Lieber genoss ich noch einen der letzten schönen Abende, die wir zusammen in Chipenden verbrachten.
Doch wie sich herausstellte, sollte es der letzte Abend in diesem Jahr sein: Während wir so lesend am Feuer saßen und der Zauberer in seinem Sessel einnickte, zerstörte jäh das Klingeln der Besucherglocke unseren Frieden. Bei diesem unwillkommenen Geräusch sank mir das Herz geradewegs in die Stiefel. Das konnte nur eines bedeuten: Es gab Arbeit für den Spook.
Zum Haus des Spooks wagte sich nie jemand hinauf. Etwaige Besucher wären von dem zahmen Boggart, der die umliegenden Gärten bewachte, in Stücke gerissen worden. Also war es trotz der einbrechenden Dunkelheit und des kalten Windes meine Aufgabe, zur Glocke im Weidenkreis zu laufen und nachzusehen, wer unsere Hilfe brauchte.
Nach dem frühen Abendessen war mir gerade so richtig schön wohlig warm. Der Spook bemerkte mein Zögern, schüttelte den Kopf, als ob ich ihn schwer enttäuscht hätte, und funkelte mich zornig an.
»Mach, dass du zur Glocke kommst, Junge!«, knurrte er. »Es ist eine scheußliche Nacht, und wer immer dort unten steht, möchte sicher nicht ewig warten.«
Als ich aufstand und meinen Mantel holte, lächelte Alice mir aufmunternd zu. Ich tat ihr leid, aber ich sah wohl, dass sie froh war, sitzen bleiben und sich die Hände wärmen zu können, während ich in die Eiseskälte hinausmusste.
Ich schloss die Tür fest hinter mir und stapfte mit einer Laterne in der Linken durch den Westgarten und den Hügel hinunter, während der Wind sein Bestes tat, mir den Mantel vom Rücken zu blasen. Endlich erreichte ich die Weidenbäume an der Wegkreuzung. Es war dunkel, und meine Laterne warf beunruhigende Schatten, in denen die Stämme und Zweige zu Gliedmaßen, Klauen und Grimassen wurden. Die nackten Äste über meinem Kopf tanzten und bebten und der Wind heulte und schrie wie ein Banshee, eine Fee, die den nahenden Tod ankündigte.
Doch all dies bereitete mir keine Sorgen. Hier war ich schon häufiger im Dunklen gewesen, und während meiner Reisen mit dem Spook war ich Dingen begegnet, die einem die Haare zu Berge stehen lassen könnten. Ein paar Schatten konnten mich daher nicht beeindrucken, und wahrscheinlich erwartete mich jemand, der wesentlich nervöser war als ich selber, vielleicht der Sohn eines Bauern, den sein verzweifelter, geistgeplagter Vater geschickt hatte, um Hilfe zu holen, ein Junge, der Angst hatte, sich dem Haus des Spooks auch nur auf eine halbe Meile zu nähern.
Doch unter den Weidenbäumen wartete kein Junge und so hielt ich verwundert inne.




