de Monte | Schnell wie der Wind | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 336 Seiten

Reihe: Aurelia

de Monte Schnell wie der Wind


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7568-8024-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 336 Seiten

Reihe: Aurelia

ISBN: 978-3-7568-8024-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Das Leben auf dem Dornerhof geht weiter. Doch Reit- und Kutschpferde lassen sich nicht mehr so einfach verkaufen. Neue Ideen müssen her. Tarek schleust sich bei einem Reitstall in Baden Baden ein um mehr über die beginnende Rennsaison zu lernen. Er lernt dort den Jockey Joaquin kennen und kann ihn dafür gewinnen auf dem heimischen Gestüt die Araberpferde zu trainieren. Dort wächst inzwischen ein Jahrhundert Rennpferd heran. Die spannenden Abenteuer von Sturmwind, Aurelia und ihrer Crew. Band 2 der Aurelia -Reihe.

Rita de Monte wurde 1961 in Ravensburg / Oberschwaben geboren. Nachdem sie krankheitsbedingt aus dem Berufsleben ausschied, fing sie an zu schreiben. Außerdem arbeitet sie - sehr erfolgreich - als Lebensberaterin und Coach.

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Sturmwind
Aurelia saß auf dem kleinen grünen Bänkchen vor dem Gutshaus und schaut hinauf zum Himmel. Nur vereinzelt zogen langsam weiße Wolkenfetzen über den strahlend blauen Horizont. Es wehte kein Lüftchen und so hatten die Sonnenstrahlen, die ihr ins Gesicht fielen, bereits einiges an Kraft entwickelt, obwohl es erst Ende März war. Sie war jetzt schon fast ein halbes Jahr wieder zu Hause auf Gut Dorner Hof und inzwischen war viel passiert. Ihre Ehe mit Raoul de Toussant war offiziell annulliert worden. Sie hatte ihre große Liebe, den Tunesier Tarek geheiratet und ein Kind war unterwegs. Ihre Schwangerschaft war schon deutlich sichtbar, denn sie erwarteten das Kind bereits im Juni. Anfangs war es ihr fast zu schnell gegangen und sie hatte etwas Angst gehabt. Doch Tarek war sehr liebevoll zu ihr. Oft strich er ihr über den Bauch und lächelte sie zärtlich an. Er freute sich sehr über seinen Nachwuchs. Was es wohl werden würde? Sie waren Beide schon so aufgeregt wie das Kleine wohl sein würde. Sie seufzte glücklich. Ihr Großvater Georg kam gerade den Kiesweg von den Stallungen herauf gestiefelt. Auch ihm ging es wieder sehr viel besser, seit seine Enkelin von ihrer aufregenden Reise wieder zurück war. Er hatte Aurelia erst kennengelernt als sie bereits sechzehn Jahre alt gewesen war. Sie war die Tochter von Laura, seiner damals achtzehnjährigen Tochter. Seine wunderschöne Laura war bei der Geburt ihres Kindes gestorben. Damals war sie von zu Hause weggelaufen und hatte Aurelia in einem nahen gelegenen Kloster zur Welt gebracht. Dort wuchs seine Enkelin auf, bis sie sechzehn Jahre alt war und ihr die Mutter Oberin endlich die ganze Wahrheit erzählte. Georg war damals in ein tiefes Loch gefallen, denn die beiden Frauen, die ihm in seinem Leben am meisten bedeutet hatten, waren tot und er sah kaum mehr einen Sinn in seinem Leben. Doch als dann die Nachricht kam, dass er eine Enkelin hatte, wollte er sie unbedingt kennenlernen und als er diese wunderschöne junge Frau vor sich sah heilte sein Herz. Er konnte nach und nach wieder Lachen und Liebe empfinden und war deshalb untröstlich, als Aurelia ihn, nach ihrer Hochzeit mit dem schönen Raoul de Toussant, bald darauf wieder verlassen hatte. Sie zog mit Raoul nach Südfrankreich. Doch nun war sie endlich wieder da und hatte ihre große Liebe, den Tunesier Tarek, mitgebracht und geheiratet. Bald würde wieder Leben im Gestüt einziehen, durch das gemeinsame Kind, sein Urenkelkind. Obwohl ihm plötzlich bewusst wurde, dass er schon siebzig Jahre alt war, pfiff er fröhlich vor sich hin. Er schreckte aus seinen Gedanken auf, als er Aurelia dort auf der Bank sitzen sah, das wunderschöne Gesicht mit der kecken Nase der Sonne zugewendet. „Aurelia, guten Morgen. Genießt Du die ersten Sonnenstrahlen? Es ist heute schon richtig warm.“ Die junge Frau blinzelte ihn an. „Du siehst müde aus Großvater. Hat unsere kleine Wüstenblume es geschafft?“ Georg grinste: „Das war eigentlich die frohe Botschaft, die ich Dir gerade überbringen wollte. Ja, sie hat es mit Bravour gemeistert. Ihre erste Geburt. Es war nicht ganz einfach, aber sie hat es geschafft und wir haben ein wunderschönes Hengstfohlen bekommen. Er ist schon dabei aufzustehen.“ Aurelia sprang auf wie von der Tarantel gestochen. „Dann schau ich mir den kleinen Mann doch gleich mal an.“ Sie rannte den Kiesweg hinunter zu den Stallungen. Im Stallgebäude, welches auf der rechten Seite des Weges lag, waren die Mütter mit ihren Fohlen untergebracht. Wüstenblume hieß eigentlich Zaihnab, das war ihr arabischer Name. Doch übersetzt bedeutete er eben Wüstenblume und sie war Tareks Stute. Eine kleine wunderschöne Fuchsstute, die von Djamal ihrem edlen weißen Araberhengst gedeckt worden war. Heute Nacht, während Aurelia tief und fest geschlafen hatte, war ihr Hengstfohlen zur Welt gekommen. Ihr Mann Tarek stand bereits vor der Pferdebox und wartete auf sie. Er zeigte auf das kleine schwarze Fohlen, welches neben seiner Mutter stand und deren Zitzen suchte. „Schau doch mal mein Schatz, welch wunderschöner kleiner Kerl da auf die Welt gekommen ist. Siehst Du diese langen Beine. Der scheint Potential für ein Rennpferd zu haben.“ Aurelia schüttelte grinsend den Kopf. „Was Du Dir schon wieder alles ausmalst Tarek. Großvater züchtet doch bisher noch keine Rennpferde. Er liefert nur an renommierte Häuser und Araberpferde Liebhaber. Aber eigentlich hast Du gar nicht so unrecht. Es wäre vielleicht eine vollkommen neue Idee Rennpferde zu züchten und damit hätten wir ein Zusatzeinkommen. Wir müssten eine Rennlinie aufbauen und die Pferde dahingehend trainieren. Weißt Du was mich immer wieder fasziniert?“ Aurelia schaute verträumt. „Was denn?“ fragte Tarek seine schöne junge Frau. „Dass Schimmel doch tatsächlich schwarz auf die Welt kommen und dann immer heller werden, bis sie reinweiß sind. Das kann man sich gleich nach der Geburt gar nicht wirklich vorstellen, wenn man das kleine schwarze Teufelchen so sieht. Schau mal, wie der schon rum hüpft. Der ist doch gerade erst aufgestanden. Es ist schon ein Wunder so ein kleines neues Wesen. Ich bin auf unser Kind gespannt. Ob es wohl Deine dunklen Haare hat oder meine blonden? Oder vielleicht hellbraun?“ Tarek schmunzelte. „Das werden wir ja bald wissen mein Schatz. So bleibt die Spannung noch etwas erhalten. Wir sollten später vielleicht mit Georg über unsere neue Idee reden in den Rennsport einzusteigen.“ Aurelia nickte und gemeinsam, Hand in Hand, machten sie sich auf den Weg zum Gutshaus hinauf. Nachdem Aurelia das gemütliche Bänkchen vorher freigegeben hatte, beschloss Georg sich darauf niederzulassen, um ebenfalls einige Sonnenstrahlen zu tanken. Wie er so da saß, war er so richtig müde geworden und wohl eingenickt. Aurelia beschloss ihn nicht zu wecken. Sie konnten auch beim Essen mit ihm über Tareks Idee sprechen. Also ging sie zusammen mit ihrem Mann hinauf in ihre Räumlichkeiten. Sie bewohnten zusammen die Räume ihrer verstorbenen Mutter. Das genügte ihnen vollauf, denn das Haus sah von außen zwar nicht sonderlich groß aus, aber es reichte sogar noch für einige Dienstboten. Wobei sie momentan nur ihre Haushälterin und Köchin Maria und eine neue Zofe namens Monika hatten. Ihre frühere Zofe Sara war damals mit ihr, Raoul und dessen Burschen Jean mit nach Frankreich gegangen und hatte dort ebenfalls vor gehabt ihren Jean zu heiraten. Aurelia hatte jedoch nie mehr etwas von ihr gehört und deshalb beschloss sie, ihr einen Brief zu schreiben. Sie würde noch Zeit haben bis zum Mittagessen. Deshalb setzte sie sich an den kleinen Schreibtisch, nahm Papier, Feder und Tinte zur Hand und begann: Liebste Sara, ich habe gerade an Dich gedacht und deshalb beschlossen mich gleich hinzusetzen und Dir zu schreiben. Wie geht’s es Dir denn? Ich habe nie mehr Neuigkeiten von Dir erfahren. Hast Du Deinen Jean denn inzwischen geheiratet? Du hast sicher davon gehört, dass meine Ehe mit Raoul inzwischen offiziell annulliert worden ist. Ich hoffe, seine Eltern sind mir nicht all zu böse. Aber wie Du sicher inzwischen weißt, hatte er Natalie damals geschwängert und wollte sie einfach sitzen lassen, weil er sich von einer Verbindung mit mir viele Vorteile versprach. Er hat mich damals nicht aus Liebe geheiratet. Ich war wohl viel zu blauäugig. Wobei meine Augen ja grün sind. Jetzt allerdings habe ich meine wahre Liebe gefunden und erwarte bereits mein erstes Kind. Ich bin sehr glücklich. Ich hoffe, Du bist mit Jean genauso glücklich. Falls nicht, dann steht Dir Gut Dorner Hof jederzeit offen für eine Rückkehr. In freundschaftlicher Verbundenheit Deine Aurelia Während die werdende Mutter ihren Brief an Sara versiegelte, lag Tarek auf ihrem gemeinsamen Bett und versuche die Tageszeitung zu lesen. Sein deutsch war im letzten halben Jahr schon recht gut geworden, doch lesen fiel ihm noch sehr schwer. Deshalb nutzte er die Zeit, um diese schwierige Sprache zu lernen. „Sag mal meine Schöne, weißt Du wo wir Näheres über Rennbahnen und Rennpferde erfahren könnten? Wir müssen ja von der Pike auf Lernen und auch unsere zukünftige Konkurrenz im Auge behalten können.“ Aurelia überlegte. „Ich denke da gibt es genauso Fachzeitungen, die vielleicht ausschließlich über den Pferdesport berichten. Du kannst ja das nächste Mal danach Ausschau halten, wenn Du die Tageszeitung kaufen gehst. Das müssen wir Georg nachher fragen. Vielleicht weiß der etwas darüber.“ In diesem Moment klopfte es auch schon an die Tür. „Das Essen ist fertig. Bitte zu Tisch,“ rief Monika vor der Tür. Tareks Magen knurrte schon bedenklich als sie gemeinsam die Treppe zum Esszimmer hinunter gingen. Georg saß bereits an seinem Platz und schaute die Beiden erwartungsvoll an. Das kleine Schläfchen schien ihm gut getan zu haben, denn seine Augen funkelten unternehmungslustig und voller Vorfreude auf das gute Essen, das ihnen Maria auftischte. Heute gab es eine Bärlauchsuppe, Rinderbraten mit Spätzle und Karottengemüse und...



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