E-Book, Deutsch, 239 Seiten
Das Schweigen der Könner
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8309-8178-7
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Gesammelte Schriften zum impliziten Wissen
E-Book, Deutsch, 239 Seiten
ISBN: 978-3-8309-8178-7
Verlag: Waxmann Verlag GmbH
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Die mittlerweile rege Diskussion um das Konzept des impliziten Wissens wurde im deutschen Sprachraum wesentlich durch das Buch Könnerschaft und implizites Wissen angestoßen. Den darin entfalteten tacit knowing view hat Georg Hans Neuweg in den zurückliegenden beiden Jahrzehnten in zahlreichen Beiträgen weiterentwickelt. Dreizehn dieser Beiträge sammelt der vorliegende Band, darunter auch eine Wiederveröffentlichung des Vortragsmanuskripts Das Schweigen der Könner.
Der Band gliedert sich in drei Teile. Die Beiträge des ersten Teiles beschreiben das Phänomen des impliziten Wissens und beleuchten das Theorie-Praxis-Problem. Im mittleren Teil wird die metatheoretische Perspektive des tacit knowing view entfaltet. Die Texte des dritten Teiles sind lehr-lerntheoretisch ausgerichtet; besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Bewegungslernen, den Implikationen für die Lehrerbildung und dem Wissensmanagement in Organisationen.
Georg Hans Neuweg, Jahrgang 1965, Dr. rer. soc. oec., außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Pädagogik und Psychologie der Universität Linz, leitet die dortige Abteilung für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, befaßt sich seit Jahren intensiv mit der Erkenntnis- und Wissenstheorie Polnayis und ist Mitglied in der Polanyi Society.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;4
2;Zur Einführung in den vorliegenden Band;6
3;Implizites Wissen: Annäherungen;15
3.1;Das Schweigen der Könner. Strukturen und Grenzen des Erfahrungswissens;16
3.1.1;Erstes Schlaglicht;16
3.1.2;Zweites Schlaglicht;17
3.1.3;Drittes Schlaglicht;18
3.1.4;Viertes Schlaglicht;18
3.1.5;Fünftes Schlaglicht;19
3.1.6;Sechstes Schlaglicht;19
3.1.7;Siebtes Schlaglicht;20
3.1.8;Ein bisschen Handlungstheorie;20
3.1.8.1;Handeln als Doppelakt von Denken und Tun;21
3.1.8.2;Intuitiv-improvisierendes Handeln;22
3.1.8.3;Das Problem der Ex-post-Rationalisierung;23
3.1.9;Das Explikationsproblem;25
3.1.9.1;Das Explikationsproblem der ersten Person: Nichtverbalisierbarkeit;25
3.1.9.2;Das Explikationsproblem der dritten Person: Nichtformalisierbarkeit;26
3.1.10;Das Instruktionsproblem;27
3.1.11;Das Modifikationsproblem;29
3.1.11.1;Interferenz;30
3.1.11.2;Verfügungsgesinnung;30
3.1.11.3;Handlungsaufschub und Zwanghaftigkeit;32
3.1.11.4;Dequalifizierung;33
3.1.12;Didaktische Implikationen;34
3.1.13;Und das Wissen und das Denken?;35
3.2;Praxis/Theorie;40
3.3;Können und Wissen. Eine alltagssprachphilosophische Verhältnisbestimmung;46
3.3.1;1. Wider die Plantheorie intelligenten Handelns;47
3.3.2;2. Wider die Anwendungstheorie intelligenten Handelns;52
3.3.3;3. Wissen als potentiell instruierende Außenrekonstruktion des Könnens;57
3.3.4;4. Synopsis;59
3.3.5;Literatur;61
3.4;Von mir auf die Welt und nicht umgekehrt. Notizen zur Metapher des Einverleibens bei Michael Polanyi;64
3.4.1;1 Von den Schwierigkeiten, die Ich-Grenze zu ziehen;64
3.4.2;2 Eine Anatomie des Einverleibens;66
3.4.3;3 Warnung vor Selbstbezüglichkeit;71
3.4.4;Literatur;75
3.5;Tacit knowing and implicit learning;77
3.5.1;1. Introduction;77
3.5.2;2. Work-process knowledge as a substance?;78
3.5.3;3. The concept of tacit knowledge;81
3.5.3.1;3.1 Meanings of the term ‘tacit’;82
3.5.3.2;3.2 Three different types of tacit knowledge;84
3.5.3.2.1;3.2.1 Tacit knowing-how;84
3.5.3.2.2;3.2.2 Tacit knowing-that;85
3.5.3.2.3;3.2.3 Tacit roots of explicit knowledge;85
3.5.4;4. Transmitting and acquiring tacit knowledge;86
3.5.5;5. Caveats and qualifications;88
3.5.6;References;91
4;Der Tacit Knowing View: Ein Forschungsprogramm;93
4.1;Implizites Wissen als Forschungsgegenstand;94
4.1.1;1. Das Moment des Intuitiven;96
4.1.2;2. Das Moment des Nichtverbalisierbaren;97
4.1.3;3. Das Moment des Nichtformalisierbaren;99
4.1.4;4. Das Moment der Erfahrungsgebundenheit;101
4.1.5;Literatur;103
4.2;Der Tacit Knowing View – Konturen eines Forschungsprogramms;108
4.2.1;1. Die Rekonzeptualisierung der Beziehung zwischen Wissen und Können;108
4.2.2;2. Nicht Wissensapplikation und nicht Routine: Intuitiv-improvisierendes Handeln;113
4.2.3;3. Das Explikationsproblem;115
4.2.4;4. Das Instruktionsproblem;118
4.2.5;5. Das Modifikationsproblem;121
4.2.6;Literatur;124
4.3;Der Tacit Knowing View – eine Diskussion zentraler Einwände;127
4.3.1;1. Der Tacit Knowing View – eine kurze Rekapitulation;127
4.3.2;2. Wissenschaftstheoretisch motivierte Einwände;130
4.3.3;3. Wissens- und handlungs(regulations)theoretisch motivierte Einwände;133
4.3.3.1;3.1 Implizites Wissen ist kein Wissen.;133
4.3.3.2;3.2 Handeln auf der Grundlage impliziten Wissens ist kein intelligentes Handeln.;134
4.3.3.3;3.3 Der TKV blendet die Bedeutung diskursiven Denkens und rationaler Handlungsplanung aus.;136
4.3.3.4;3.4 Die Rede vom impliziten Wissen verfehlt das spezifisch Menschliche.;137
4.3.4;4. Pädagogisch motivierte Einwände;138
4.3.4.1;4.1 Im TKV werden Lehrziele auf das Praktische verkürzt.;138
4.3.4.2;4.2 Die Didaktik des TKV ist instruktions- und wissenschaftsfeindlich.;141
4.3.4.3;4.3 Schlussbemerkung: Wo bleibt denn da die Bildung?;142
4.3.4.4;Literatur;143
5;Implizites Lernen;145
5.1;Mehr lernen, als man sagen kann: Konzepte und didaktische Perspektiven impliziten Lernens;146
5.1.1;1. Zum Begriff des impliziten Lernens;146
5.1.2;2. Implizites Lernen in der experimentellen Psychologie;148
5.1.2.1;2.1 Implizites Wissen;148
5.1.2.2;2.2 Implizites Lernen;150
5.1.2.3;2.3 Aufgabenkomplexität und implizites Lernen;151
5.1.2.4;2.4 Kritik;153
5.1.3;3. Implizites Lernen im Lichte der Theorie des impliziten Wissens bei Polanyi;154
5.1.3.1;3.1 Subsidiäres und fokales Bewusstsein;154
5.1.3.2;3.2 Implizites und explizites Lernen;156
5.1.4;4. Didaktische Implikationen;159
5.1.5;Literatur;163
5.2;Über die Explizierbarkeit flexibler Muster;167
5.2.1;1. Die Helden aus der Wärme Kaliforniens oder Die Handlungsformen jenseits des Anwendens;167
5.2.2;2. Flexible Muster: Wie man fragen und wie man besser nicht fragen sollte;170
5.2.3;3. Über das Explizieren flexibler Muster in theoretischer Absicht;172
5.2.4;4. Über das Explizieren flexibler Muster in didaktischer Absicht;173
5.2.5;5. Von Tausendfüßern und Trockenkünstlern;177
5.2.6;Literatur;179
5.3;Warum nicht jeder, der weiß, wie es geht, auch weiß, wie es geht. Bewusstseinsphänomenologische Überlegungen zur Instruierbarkeit des Könnens;181
5.3.1;1. Die „intellektualistische Legende“;182
5.3.2;2. Eine bewusstseinsphänomenologische Alternative: Polanyis Modell mentaler Akte;186
5.3.3;3. Didaktische Implikationen;190
5.3.3.1;3.1 Implizites und explizites Lernen;190
5.3.3.2;3.2 Grenzen und Probleme expliziter Lernbedingungen;191
5.3.3.3;3.3 Lernen am Modell durch Einfühlung;193
5.3.3.4;3.4 Distale Orientierung der Aufmerksamkeit;195
5.3.3.5;3.5 Lernen im Wechselspiel von Analyse und Integration;197
5.3.3.6;Literatur;198
5.4;Lehrerhandeln und Lehrerbildung im Lichte des Konzepts des impliziten Wissens;201
5.4.1;1. Jenseits des Modells der Wissensapplikation: Sieben Orientierungsmarken für eine Theorie intelligenten(Lehrer-)Handelns;202
5.4.1.1;1.1 Abschied vom Deliberationsmodell;202
5.4.1.2;1.2 Intuitiv-improvisierendes Handeln als Normalform des Könnens;203
5.4.1.3;1.3 Handlungsleitendes versus handlungsrechtfertigendes Wissen;204
5.4.1.4;1.4 Vom Konzept des „handlungsleitenden Wissens“ zu einem instrumentalistischen psychologischen Theorieverständnis;205
5.4.1.5;1.5 Die Reformulierung des Problems des Verhältnisses zwischen Wissen und Können;207
5.4.1.6;1.6 Können als Kunst und implizites Wissen als nichtformalisierbares Wissen;208
5.4.1.7;1.7 Implizites Wissen als erfahrungsgebundenes Wissen;210
5.4.2;2. Konsequenzen für die Lehrerbildung;210
5.4.2.1;2.1 Die akademische Erstausbildung;212
5.4.2.2;2.2 Schulpraktikum und Referendariat;214
5.4.2.3;2.3 Die Lehrerfortbildung;215
5.4.2.4;Literatur;217
5.5;In Search of the Golden Mean. The Ambivalence of Knowledge Explication;220
5.5.1;1. The Desire for Knowledge Explication;220
5.5.1.1;1.1 Explicating the Tacit as a Basic Strategy in Knowledge Management;220
5.5.1.2;1.2 Reasons to Advance Knowledge Explication;221
5.5.1.2.1;Shifting from Performance to Competence by Grasping the Rule;221
5.5.1.2.2;Transferability and Replicability;222
5.5.1.2.3;Reduction of Complexity;222
5.5.1.2.4;Reflection and Learning;222
5.5.1.2.5;Control and Power;223
5.5.2;2. Tracing some Misunderstandings;223
5.5.2.1;2.1 A Category Mistake at the Root of Mis-conceptualising Explication;224
5.5.2.2;2.2 Polanyi or Popper: Epistemologically, One Has to Decide;225
5.5.3;3. Limits, Problems, and Side Effects of Explication;226
5.5.3.1;3.1 Explication;226
5.5.3.2;3.2 Understanding and Resubjectivation;228
5.5.3.3;3.3 Modification;229
5.5.3.3.1;Eroding Communication Structures and Tacit Mechanisms of Coordination;230
5.5.3.3.2;Paralysis through Analysis;230
5.5.3.3.3;Handicapping Experts’ Personal Growth and Reduced Quality in Decision Making;231
5.5.3.3.4;Learning and Innovation Constraints;231
5.5.3.3.5;Deskilling Workforce;232
5.5.3.3.6;Increased Likelihood of Imitation;232
5.5.4;4. Optimising one’s Explication Policy;233
5.5.4.1;4.1 Underexplication, Overexplication, and the State Between;233
5.5.4.2;4.2 Contingency Theory as a Framework for Searching for the Golden Mean;234
5.5.5;5. Conclusion;235
5.5.6;References;236




