Darlton | Perry Rhodan 202: Die Retter der CREST | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 202, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Darlton Perry Rhodan 202: Die Retter der CREST

Perry Rhodan-Zyklus "Die Meister der Insel"
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8453-0201-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Meister der Insel"

E-Book, Deutsch, Band 202, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-0201-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Roboter wagen den Sprung durch den Sonnentransmitter - drei Menschen und ein Mausbiber begleiten sie... Nach kosmischen Maßstäben sind die Menschen Terras noch Neulinge auf der galaktischen Bühne. Trotzdem haben es Perry Rhodan und seine Getreuen fertiggebracht, das Solare Imperium der Menschheit bis zum Jahre 2400 zum größten politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machtfaktor der Milchstraße zu machen. 1112 Planeten in 1017 Sonnensystemen sind von Menschen besiedelt. 1220 Welten sowie viele Monde und Raumstationen in vielen Teilen der Galaxis dienen dem solaren Handel oder der solaren Flotte als Stützpunkte. Durch die Eingliederung des offenen Sternhaufens Praesepe im Sternbild des Krebses und durch die Erschließung der Plejaden im Sternbild des Stiers ist ein abgerundetes Imperium entstanden, das von der mächtigen solaren Flotte leicht beschützt und schnell durchflogen werden kann. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, wenn Perry Rhodan in der CREST II, dem neuen solaren Flaggschiff, im August des Jahres 2400 einem alten Problem zu Leibe geht: der Suche nach dem Planeten Kahalo, dessen Position in der Zentrumsballung der Milchstraße nie genau hatte bestimmt werden können. Bei dieser Suche trifft die CREST auf das Sonnensechseck, gerät in den Wirkungsbereich eines gigantischen Transmitters - und wird in den Abgrund zwischen den Milchstraßen geschleudert, in ein künstliches Sonnensystem, 900 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Männer der CREST geraten in höchste Bedrängnis - ihre Rückkehr zur Erde ist ein Ding der Unmöglichkeit... Doch in der Galaxis bleibt man nicht untätig. DIE RETTER DER CREST machen sich bereit zum Sprung durch den Sonnentransmitter!

CLARK DARLTON Geboren in Koblenz im Jahr 1920, konnte er im Jahr 1955 seinen ersten Roman veröffentlichen: 'Ufo am Nachthimmel'. Allerdings gelang ihm das nur mit Hilfe eines Tricks: Da sein Verleger deutsche Autoren strikt ablehnte, reichte Walter Ernsting seinen Roman unter dem Pseudonym Clark Darlton ein. Angeblich sollte der Roman die Übersetzung eines Werkes sein; natürlich war es aber das Original von Walter Ernsting. Der Trick gelang, auch deswegen, weil Clark Darlton zu dieser Zeit wirklich als Dolmetscher tätig war. Zwei Jahre später erhielt der Roman den HUGO. Anfang der 60er Jahre planten und veröffentlichten er und sein Freund K.H. Scheer die Science Fiction-Serie Perry Rhodan. Außerdem ist er der Erfinder des Namens Perry Rhodan. Neben dem Zeichner Johnny Bruck gehörte niemand so lange wie er dem Perry Rhodan-Team an. Zeitweilig schrieb er auch an der ATLAN-Serie mit. Er gilt als 'großer alter Mann' des deutschen SF-Fandoms. Außerdem hat er auch an der ersten deutschen Fantasy-Reihe 'Dragon' mitgewirkt. Seit 1981 schrieb er nur noch wenige Romane, auch deshalb, weil er zu dieser Zeit nach Irland umgezogen war und die Manuskripte per Post verschicken mußte. Diese waren hauptsächlich Romane, in denen der Mausbiber Gucky im Mittelpunkt stand. Dieser ist gleichzeitig eine der beliebtesten Figuren der Serie und eine Erfindung von Clark Darlton. Aber auch anderen schillernden Figuren wie Ernst Ellert, Barkon, Harno oder Balton Wyt verlieh er Aussehen und Charakter. In der LKS von Heft 1700 erklärte er schließlich offiziell seinen Rückzug aus der Serie. Dennoch gehört er auch weiterhin zum Perry Rhodan-Team, obwohl er sich inzwischen ganz aus der Schriftstellerei zurückgezogen hat. Besonders den Fans ist er aber auch weiterhin verbunden. Walter Ernsting starb am 15. Januar 2005 in Salzburg.
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2.


Der leichte Kreuzer RUHR hatte die größte Strecke zu bewältigen – die nahezu dreihunderttausend Lichtjahre bis zur Hundertsonnenwelt.

Das Schiff war ein Kugelraumer und hatte einen Durchmesser von einhundert Metern. Die Konstrukteure hatten bei diesem Typ weniger Wert auf die Stärke der Bewaffnung als auf die Geschwindigkeit und Ausdauer der Antriebsaggregate gelegt. Eine Lebensdauer von sechshunderttausend Lichtjahren galt als unbedingt sicher. Somit war die RUHR ein ideales Kurierschiff.

Kommandant Blacky Ehlers kannte seinen Auftrag. Er musste die Hundertsonnenwelt bzw. die in ihrer Nähe stationierte Raumstation EINSTEIN erreichen und alarmieren.

Die RUHR war seit vier Tagen unterwegs.

Längst war die gesamte Galaxis mit einem Blick zu übersehen, und mit jeder Stunde Linearflug schrumpfte sie weiter zusammen. Der Weltraum war leer geworden. Keine Sterne behinderten den Flug der RUHR, die immer nur fünftausend Lichtjahre in einem »Sprung« zurücklegte und dann für eine Stunde in den normalen Raum zurückkehrte, wo sie mit einfacher Lichtgeschwindigkeit dahinschlich, um den Antriebsaggregaten eine Erholungspause zu gönnen. Die Erfahrung hatte ergeben, dass diese Methode die beste war, die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern.

Der erste Offizier betrat die Kommandozentrale. Captain Ernst Schiller wirkte ein wenig schüchtern, aber jeder, der ihn genau kannte, wusste, dass er in Wirklichkeit ein tatkräftiger und entschlossener Offizier war. Man konnte sich auf ihn verlassen. Er war zusammen mit Ehlers auf derselben Schule gewesen, und sie kannten sich von Kind an.

Neben den Kontrollen des Piloten saß Rudolf Zahn am Navigationstisch. Der junge Leutnant drehte sich um, als er Captain Schiller eintreten hörte.

»Aha, der Boss wird abgelöst. Und was ist mit mir?«

Major Ehlers war aufgestanden und hatte Captain Schiller Platz gemacht. Er ging zu Zahn und klopfte ihm auf die Schultern.

»Nun sag' bloß, du bist den Anblick der Milchstraße leid, Rudi.«

Er duzte seinen Untergebenen. Er konnte sich das erlauben, denn so unglaublich es klingen mochte – auch Leutnant Zahn war mit Ehlers schon von Kind an befreundet. Ein Zufall hatte sie auf diesem kleinen Schiff zusammengeführt, obwohl Schiller immer wieder durchblicken ließ, es sei eigentlich gar kein Zufall gewesen, sondern eine ganz bestimmte Absicht.

»Daran kann ich mich nicht satt sehen«, sagte Leutnant Zahn und sah auf die Bildschirme. »Es ist ein Anblick, den ich mir schon als Kind gewünscht habe.«

Ehlers ging zu Schiller zurück und brachte ihm die Logeintragungen Zahns mit. »Hier, Ernst. Richte dich danach. Eine Stunde Normalflug, dann Linearraum. Die Orter zeigen kein Hindernis für die nächsten zwanzigtausend Lichtjahre an. Ein merkwürdiges Gefühl, einmal wirklich in der Leere zu sein.«

Schiller gab keine Antwort. Er betrachtete den Bugschirm, auf dem der Andromedanebel bereits deutlich zu erkennen war. Zwei kleinere Lichtflecke standen dicht daneben – in Wirklichkeit gewaltige Sonnenanballungen, die Tausende oder Zehntausende von Lichtjahren entfernt von Andromeda waren. Dazwischen war nichts, nur leerer Raum und eine unendliche Weite, der große Abgrund. Noch niemals hatte ihn jemand bezwingen können.

Und doch war er einst bezwungen worden ...

»Wer mögen sie sein?«, fragte Schiller nachdenklich. »Wie sehen sie aus? Werden wir ihnen je begegnen?«

»Wem?«, wollte Zahn wissen.

»Den Fremden, die den Sonnentransmitter bauten.«

Ehlers machte eine ungeduldige Bewegung.

»Das sind doch alles nur Spekulationen, weiter nichts. Ich glaube nicht, dass die sechs Sonnen ein Materietransmitter sind. Und wenn er einer ist, kann er unmöglich die Strecke zum Andromedanebel bewältigen.«

»Das hat auch niemand behauptet!« Schiller ging aus seiner Reserve heraus, was eigentlich recht selten geschah. »Du weißt genau, Blacky, was in Hondro gesprochen wurde. Ich habe gut hingehört, das kannst du mir glauben. Reginald Bull vertrat die Auffassung, dass zwischen uns und Andromeda so genannte Zwischenstationen stehen. Und natürlich weitere Transmitter. Das ist eine Vermutung, gebe ich zu, aber sie klingt sehr wahrscheinlich.«

»Eine Brücke zur anderen Milchstraße ...« Major Ehlers nickte vor sich hin. »Hört sich phantastisch an. Erinnert mich irgendwie an jene Leute im zwanzigsten Jahrhundert, für die ein Flug zum Mond noch eine unwahrscheinliche Utopie gewesen sein muss. Hatte da einen Vorfahren, hieß genau wie ich. War übrigens gut mit Helmut Honourmountain bekannt, dem berühmten Forscher und Gelehrten. Ja, mein Urururururgroßvater also war das, was man damals einen Spinner nannte. Er träumte von der Eroberung des Weltraums mit Raketen und schrieb sogar Romane darüber. Einige behandelten den Flug nach dem Andromedanebel. Und nun kommt der Clou.«

»Wir hören«, knurrte Zahn, der sich nicht für die Vorfahren des Kommandanten zu interessieren schien.

»Der Clou ist: ich habe noch einige Kopien der alten Bücher, nicht die Originalausgaben, sondern Folienexemplare. Stellt euch vor, sie wurden vor mehr als fünfhundert Jahren geschrieben – und sie sind heute noch Utopie!«

»Heute noch?« Schiller machte ein ungläubiges Gesicht. »Das glaubst du wohl selbst nicht!«

»Es ist so! Haben wir Andromeda vielleicht erreicht?«

»Das nicht, aber dein Urahne konnte doch nicht ahnen, welche Entwicklung die Menschheit nehmen würde. Die Hypersprünge, dann der Linearantrieb, die tausend Planeten, die wir besiedelten ...«

»Alles schon einmal dagewesen – wenigstens in der Phantasie einiger Leute des zwanzigsten Jahrhunderts. Es gab schon damals Leute, in deren Bewusstsein die Zukunft so realistisch und plastisch vorhanden war, dass sie sie beschrieben. Sie wurden ausgelacht, aber heute würden sie sich wundern, weil sie viel zu bescheiden und vorsichtig in ihren Prognosen waren. Nur eben Andromeda ... das blieb eine Utopie. Bis heute.«

Die Tür öffnete sich. Ein dunkelhaariger Mann in grüner Kombination betrat die Zentrale. Er trug keinerlei Rangabzeichen und verzichtete auch darauf, die Offiziere militärisch zu grüßen. Er winkte ihnen lediglich freundschaftlich zu und setzte sich in einen freien Sessel.

»Hübsche Gegend, nicht wahr«, sagte er und zeigte auf die Bildschirme. »Wenn uns hier das Wasser ausgeht, verdursten wir glatt.«

»Du hast Nerven, Esse«, grinste Ehlers.

Esse Bredney war der Cheftechniker der RUHR und ebenfalls mit dem Kommandanten und den leitenden Offizieren befreundet. Schon seit Jahren taten sie gemeinsamen Dienst auf dem Kurierschiff. Bredney galt als einer der fähigsten Antriebsspezialisten. In leichter Übertreibung wurde von ihm behauptet, er könne selbst aus leeren Konservendosen einen brauchbaren Hilfsantrieb konstruieren.

»Die habe ich allerdings, Blacky. Ohne Nerven wäre ich nicht auf deinem Kahn gelandet. Zwischen den Sonnen der Galaxis herumzugondeln, ist kein Problem. Wenn man da steckenbleibt, schickt man einen Hyperfunkspruch los, und schon kommt Rettung. Aber hier? Selbst Hyperfunkwellen erreichen nicht einmal mehr die nächste Sonne. Wie weit sind wir eigentlich vom Rand der Milchstraße entfernt?«

»Zweihunderttausend Lichtjahre, Esse.«

Bredney gab keine Antwort. Stumm starrte er auf die Schirme. Hinter seiner Stirn arbeitete es. Es war das erste Mal, dass er mit einem Schiff in den großen Abgrund vorstieß.

»Weckt mich, wenn ich dran bin«, sagte Ehlers schließlich und ging zur Tür. Dort drehte er sich um und fügte hinzu: »Oder wenn etwas los sein sollte.«

Als sich die Tür geschlossen hatte, meinte Schiller: »Was soll schon los sein ...?«

Fünf Stunden später hatten sie weitere zwanzigtausend Lichtjahre zurückgelegt. Die Milchstraße war nur unmerklich kleiner geworden, Andromeda etwas größer. Sonst hatte sich nichts verändert.

Leutnant Zahn, der ein paar Stunden geschlafen hatte, kehrte an seinen Platz zurück. Ehlers löste Schiller ab. Bredney schlief längst.

Zahn studierte die eingeschalteten Orterschirme. Immer wieder verstellte er die Intensität und Entfernungsmesser. Dann stand er plötzlich auf, ging zu Ehlers und zeigte auf den großen Frontschirm.

»Dort«, sagte er tonlos, »scheinbar direkt neben dem rechten Rand von Andromeda, aber nur dreitausend Lichtjahre von uns entfernt, ist etwas.«

Die RUHR flog mit einfacher Lichtgeschwindigkeit. In zehn Minuten sollte der Linearantrieb wieder eingeschaltet werden.

Major Ehlers starrte auf den Schirm.

»Ich sehe nichts.«

»Du kannst es so auch nicht sehen, aber die Ortergeräte haben es registriert. Feste Materie, nicht sehr viel. So genau kann ich das auf die Entfernung auch nicht feststellen. Bei normaler Dichte würde ich auf einen Gegenstand tippen, der höchstens einen Durchmesser von einem Kilometer hat.«

»Ein Asteroid?« Ehlers schüttelte verwundert den Kopf. »Wie sollte der hierherkommen?«

»Ich habe nicht gesagt, dass es ein Asteroid ist. Vielleicht ein Schiff.«

»Ein Schiff? Hier? Du musst verrückt geworden sein.«

Zahn kehrte an seinen Platz zurück.

»Willst du die Koordinaten, oder ignorieren wir den ... den Fremdkörper?«

Ehlers zögerte mit der Antwort. Seine Aufgabe war es, so schnell wie möglich die Station EINSTEIN zu erreichen. Er durfte sich nicht aufhalten, wollte er die Mission nicht gefährden. In zwei Tagen würde die BOX-8323 von Opposite starten. Bis dahin musste EINSTEIN unterrichtet sein. Die RUHR würde bei normalem Weiterflug die Station in zwanzig Stunden erreichen können.

Also Zeit genug.

»Gib mir die Koordinaten, Rudi. Wir sehen uns...



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