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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 436 Seiten

Reihe: Remember

Dark Remember my Name

Emilia d´Amico
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7693-9593-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Emilia d´Amico

E-Book, Deutsch, Band 1, 436 Seiten

Reihe: Remember

ISBN: 978-3-7693-9593-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Emilias Welt zerbricht an ihrem 21. Geburtstag. Was als fröhliche Feier begann, endet in einer Enthüllung, die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Ihre Familie ist Teil der mächtigsten Mafia-Dynastie Catanias. Seit dem rätselhaften Tod ihrer Eltern, hat sie bei ihren Paten gelebt - doch deren Schutz entpuppt sich als Teil eines tödlichen Spiels auf Verrat und Lügen. Gefangen zwischen Pflicht und Rebellion, erkennt Emilia, dass ihre wahren Feinde keine Fremden sind, sondern jene, die ihr am nächsten stehen. Doch eine d'Amico ergibt sich nicht. Stück für Stück fordert sie ein, was ihr gehört - und setzt dabei alles auf Spiel. Auch ihr Herz. Dunkel. Gefährlich. Verführerisch. Ein Spiel um Macht, Rache und den Mut, die Regeln zu brechen.

Vanessa Dark wurde 1989 in Dortmund geboren. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für Bücher und erschafft seit 2024 ihre eigenen Geschichten. Ein Jahr später, fast auf den Tag genau veröffentlicht sie ihren Debütroman. Auf ihrem TikTok-Kanal gibt sie regelmäßig Einblicke in ihre Werke und den Schreibprozess, um ihre Leser hautnah mitzunehmen. Wenn sie mal nicht schreibt, findet man sie gemeinsam mit ihrem Sohn in der Sporthalle, der seine Leidenschaft auf dem Basketball Court entdeckt hat.

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Kapitel 5
Emilia
Langsam öffnete ich die Augen. Die ersten Sonnenstrahlen krochen durch die Vorhänge der Suite und tauchten den Raum in ein gedämpftes Licht. Es dauerte einige Sekunden, bis mir klar wurde, wo ich war. Das riesige Bett schien mich förmlich zu verschlingen, als wollte es mich vor der Realität schützen, die draußen wartete. Ich trug immer noch, das Kleid von gestern. Ich setzte mich auf und augenblicklich durchzuckte ein stechender Schmerz meinen Kopf. Die Nacht eskalierte – ein Albtraum, der sich so in meine Gedanken eingebrannt hatte, dass ich kaum wusste, wo es endete und meine persönliche Hölle begann. Jede Bewegung fühlte sich zäh und schwer an, als hätte die Erkenntnis, dass mein bisheriges Leben eine Lüge war, mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich zwang mich, aufzustehen, obwohl sich alles in mir dagegen sträubte. Mein Kopf schmerzte, als ob jemand mit einem Hammer darauf einschlagen würde, und die Erschöpfung ebenso in jedem Muskel meines Körpers. Ein Gedanke dominierte alles: Kaffee. Schwarzer hoch dosierter Kaffee. Am liebsten intravenös. Mühsam erhob ich mich vom Bett, da begann mein Handy, auf dem Nachttisch zu vibrieren. Ich hatte es gestern Nacht ignoriert, als ich nach der Enthüllung die Villa verlassen hatte. Widerwillig griff ich danach und entsperrte das Display. Unzählige Benachrichtigungen leuchteten auf. Dutzende Anrufe und Nachrichten von meiner Großmutter, von Lucia und sogar drei verpasste Anrufe von Santo. Doch das Schlimmste waren die endlosen Nachrichten von Flavio: Wo bist du? Warum meldest du dich nicht? Emilia, bitte antworte mir. Ich schnaubte verächtlich und schob das Handy zur Seite. Was dachte er sich? Dass er mit ein paar Nachrichten alles ungeschehen machen konnte? Er hatte mich mit all dem allein gelassen und jetzt tat er so, als ob Worte die Wunden heilen könnten. Ich war nicht mehr dieselbe, wie vor ein paar Stunden. Etwas in mir war zerbrochen, aber gleichzeitig hatte es etwas Neues in mir entfacht – eine Dunkelheit, die ich zuvor nicht gekannt hatte. Ein Feuer, das von Hass und Enttäuschung genährt wurde. Mit einem tiefen Seufzen schälte ich mich aus meinem zerknitterten Kleid und ließ es achtlos zu Boden fallen. Ich ging ins Bad und drehte das Wasser in der Dusche auf, so heiß, dass der Raum sich in Sekunden mit Dampf füllte. Der Wasserstrahl prasselte auf mich nieder, und für einen Moment schloss ich die Augen, stellte mir vor, wie der warme Strom all den Dreck, den Schmerz und die Lügen wegspülte. Aber als ich die Augen wieder öffnete, war die Realität dieselbe: Ich stand hier, verlassen und betrogen, mein Körper war schwer von den Ereignissen der Nacht,meine Gedanken waren ein chaotisches Wirrwarr aus Fragen und Vorwürfen. Als ich aus der Dusche stieg, wickelte ich mich in einen weichen, flauschigen Bademantel. Ich trat zurück ins Schlafzimmer und ließ mich auf das Bett fallen. Da klopfte es an der Tür. Ein Geräusch, das in der stillen Suite bedrohlich wirkte. Ich runzelte die Stirn. Wer könnte das sein? Misstrauisch erhob ich mich und ging zur Tür. »Zimmerservice!« Die Stimme war freundlich, doch ich hatte nichts bestellt. Vorsichtig öffnete ich die Tür einen Spalt breit. Eine junge Frau in Hotel Uniform stand vor mir, das strahlende Lächeln auf ihren Lippen passte nicht zu meiner düsteren Stimmung. »Guten Morgen, Signorina d’Amico«, sagte sie freundlich. »Ein Gruß des Hauses. Außerdem wurde dieses Paket von Signor Santoro für Sie hinterlegt.« Sie schob einen Servierwagen in die Suite, beladen mit einem luxuriösen Frühstück: Croissants, frischer Orangensaft, Eier Benedict und eine Flasche Champagner. Auf dem silbernen Tablett lag ein in feines Papier gewickeltes Paket. Mein Herz machte einen Sprung, als ich den Namen Santoro hörte. Dante. Warum schickte er mir Frühstück? Warum tat er das überhaupt? Nach gestern Nacht hätte ich erwartet, dass er sich wie alle anderen von mir abwendet. Doch ich irrte mich. »Richten Sie meinen Dank aus«, murmelte ich knapp und griff in meine Tasche, um ein paar Geldscheine herauszuholen. Die Dame bedankte sich höflich, nahm das Trinkgeld entgegen und verließ die Suite, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Ich setzte mich auf die Bettkante und betrachtete das Paket. Meine Finger zitterten leicht, als ich es aufriss. Ein schlichter Zettel kam zum Vorschein. Niemand sollte an seinem Geburtstag einen Walk of Shame hinlegen müssen, erst recht nicht, wenn es gar kein echter ist. P.S.: Falls du ein Taxi brauchst, lass es mich wissen. - Dante Darunter hatte er seine Nummer hinterlassen. Ich legte die Karte zur Seite und öffnete das Paket weiter. Ein Kleid kam zum Vorschein. Schwarz, elegant, schlicht, aber doch mit einem Hauch von Extravaganz, welches genau meinen Geschmack traf. Ich strich mit den Fingern über den feinen Stoff. Warum tat er das? Ich schrieb ihm eine Nachricht, bevor ich es mir anders überlegen konnte: Danke für das Kleid und das Frühstück. Ich drückte auf »Senden«und legte das Handy beiseite. Ich fühlte mich ein wenig besser, ein wenig entschlossener. Nachdem ich in Ruhe das großzügige Frühstück genossen hatte, zog ich das Kleid an. Es saß wie angegossen, als wäre es nur für mich gemacht. Ein letzter Blick in den Spiegel zeigte mir eine Frau, die nicht mehr dieselbe war wie gestern Nacht. Meine Augen funkelten dunkel und entschlossen, voller Zorn und einer neuen, unbekannten Energie. Ich zog meine Schuhe an, griff nach meiner Tasche und machte mich auf den Weg. Mein Kleid ließ ich zurück, denn jegliche Erinnerung an diesen Tag wollte ich hinter mir lassen. Die Villa meiner Familie war mein Ziel. Ich ließ mir an der Rezeption ein Taxi rufen, das nur wenige Minuten später am Eingang des Hotels vorfuhr. Ich stieg ein und gab dem Fahrer die Adresse der Villa. Die Fahrt würde nicht lange dauern, aber ich lehnte mich in dem Ledersitz zurück und genoss einen letzten Moment der Ruhe. Ich starrte aus dem Fenster, während die Welt an mir vorbeizog. Die Gedanken wirbelten durch meinen Kopf. Wie hatte ich so blind sein können? Was würde ich sagen, wenn ich meiner Nonna gegenüberstand? Was, wenn Flavio da sein würde? Der Gedanke an seine Berührungen, seine falschen Worte, ließ eine neue Welle des Hasses durch mich hindurchrollen. Als das Taxi vor der Villa hielt, ließ ich mir einen Moment Zeit, bevor ich ausstieg. Der Fahrer musterte mich kurz im Rückspiegel, ich musste genauso erschöpft aussehen, wie ich mich fühlte. Ich reichte ihm wortlos das Geld, dankte nicht einmal und stieg aus. Der Kies unter meinen Absätzen knirschte bei jedem Schritt, und ich konnte förmlich spüren, wie die Spannung in mir wuchs. Was würde mich hier erwarten? Ich wusste, dass sich alles verändert hatte. Jeder in dieser Familie würde versuchen, mich zu beruhigen, mir Erklärungen zu geben, aber was ich wollte, waren keine süßlichen Ausflüchte. Ich wollte die brutale, rohe Wahrheit. Langsam ging ich die Auffahrt hinauf, blieb einen Moment vor der Tür stehen und schloss die Augen. Ich atmete tief ein und öffnete dann die Tür. Die Stille im Haus war fast unnatürlich. Normalerweise hörte man hier immer Stimmen, Gelächter oder zumindest das leise Murmeln von Gesprächen. Doch heute war es anders. Ein kalter Luftzug wehte mir entgegen, und ich bemerkte, dass die Tür zum Garten offen stand. Ich ging vorsichtig zur Terrasse. Dort, am großen Marmortisch, saßen meine Nonna, Lucia und Raffaele. Ihre Gesichter zeigten Überraschung, aber auch eine Art stille Erwartung, als hätten sie schon geahnt, dass ich zurückkommen würde. Ich spürte den Zorn in mir brodeln. Meine Hände ballten sich zu Fäusten. »Hallo«, sagte ich knapp. Meine Stimme klang hart, kälter, als ich es beabsichtigt hatte. Lucia sprang sofort auf, ihre Augen füllten sich mit Sorge. »Emilia! Wo warst du? Wir haben uns solche Sorgen gemacht.« Meine Nonna stand ebenfalls auf, als wollte sie mich umarmen, doch ich hob sofort die Hand. »Nein. Nicht jetzt. Ich bin nicht hier, um mir irgendwelche Entschuldigungen anzuhören. Ich will Antworten.« Ihre Gesichter erstarrten, und für einen Moment herrschte Stille. Raffaele, der am ruhigsten von allen wirkte, deutete auf den freien Stuhl. »Setz dich doch. Lass uns reden.« »Nein! Ich werde stehen bleiben. Ihr beantwortet meine Fragen, ohne Lügen und Umschweife. Und Gott helfe euch, wenn ich das Gefühl habe, dass ihr mir etwas verheimlicht.« Meine Stimme war eine gefährliche Mischung aus Wut und Verzweiflung. Lucia nickte langsam, ihre Augen voller Reue. »Du hast recht. Wir haben dich zu lange im Dunkeln gelassen. Du verdienst die Wahrheit, und die wirst du bekommen. Aber, sag uns zuerst, wo du warst. Geht es dir gut?« Ich lachte bitter, ein kaltes, hartes Geräusch, das selbst mir fremd vorkam. »Ob es mir gut geht? Nach der Show gestern Abend?...



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