Dark | John Sinclair - Folge 1026 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1026, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 1026

Blutige Vergangenheit
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8387-3759-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Blutige Vergangenheit

E-Book, Deutsch, Band 1026, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-3759-1
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1990 - 1999!

Blutige Vergangenheit (2. Teil).

Er hatte geschworen 'Ich töte jeden Sinclair'. Zwei Sinclairs hatte er bereits auf grausame Weise ermordet. Und er hatte das Grab meiner Eltern geschändet. Sein Motiv konnte nur Rache sein. Und Hass. Auch mich wollte er töten - weil ich ein Sinclair war. Und mit mir sollten alle Sinclairs sterben, die er nach Sinclair Castle zu einem 'Familientreffen' gelockt hatte. Dort stand ich der mordenden Bestie gegenüber und erfuhr, was ihn zu den schrecklichen Taten trieb.

Es war die blutige Vergangenheit.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Dark John Sinclair - Folge 1026 jetzt bestellen!

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Blutige Vergangenheit (2. Teil)


Ich war so überrascht, dass ich in den ersten Sekunden nicht reagieren konnte.

Urplötzlich war die Scheibe des Küchenfensters zersplittert, dann war dieses verdammte dunkle Ding in den Raum geflogen, auf den Boden geprallt und einen Moment später explodiert.

Eine Wand aus Feuer brauste in die Höhe!

So schnell, dass ich zunächst an einen Traum dachte und auch die Augen schloss. Aber das Feuer strahlte Hitze aus, und sie machte mir klar, in welcher Lage ich mich befand.

Die Flammen waren keine Einbildung. Ich riss die Augen weit auf und starrte auf die mich blendende und wabernde Wand, die aus zahlreichen gierigen Zungen bestand und dabei immer mehr Nahrung von einer dunklen Flüssigkeit bekam, die sich auf dem Boden ausbreitete. Ein Cocktail aus brennbaren Stoffen, die bestimmt nicht mit Wasser gelöscht werden konnten.

Hinter der Feuerwand stand die Küchentür offen. Dass auch Suko und Karen Sinclair etwas von den Ereignissen mitbekommen hatten, hörte ich an ihren Stimmen.

»John …! Was ist geschehen?« Suko brüllte in den Gang hinein, erschien aber noch nicht selbst. Die Antwort konnte ich mir sparen, er würde es gleich sehen.

Ich musste raus, bevor diese verdammte Hölle zuschnappte. Weg aus dieser Lage, und es gab für mich die Chance, durch das zerstörte Fenster zu springen.

Noch hatten mich die Flammen nicht erreicht. Aber sie breiteten sich aus. Es würde nur Sekunden dauern, dann überfielen sie mich und würden mich ebenfalls in ein loderndes Bündel verwandeln.

Zum Fenster!

Geduckt lief ich hin. Die Hitze des Feuers verfolgte mich wie der heiße Atem eines Raubtiers. Er hätte mich zu einer schnellen Flucht veranlassen müssen. Da gab es noch mein Gefühl, meine innere Stimme, die mich warnte.

Ich würde vor dem Fenster eine wunderbare Zielscheibe abgeben, und das wollte ich nicht riskieren. Deshalb bewegte ich mich wie eine Ente, in diesem Watschelgang und blieb auch geduckt. Erst als ich die Fensterbank erreicht hatte, richtete ich mich etwas auf.

Ich peilte nach draußen.

Nichts war zu sehen.

Die Dunkelheit war dicht geworden. Aber im Rücken wurde es heißer. Die Flammen waren nicht mehr zu löschen. Sie würden alles vernichten. Die Möbel, die Tapeten an den Wänden, die Decke und letztendlich auch die Menschen.

Dass es sich dabei um die Küche im Haus meiner verstorbenen Eltern handelte, daran wollte ich erst gar nicht denken. Irgendjemand war dabei, mir die letzte bleibende Erinnerung zu nehmen, denn der in der Küche gelegte Brand würde sich rasch weiter ausbreiten. Daran gab es nichts zu rütteln.

Ich stemmte mich noch höher, um auf die Fensterbank zu klettern, um mich von dort aus nach draußen zu katapultieren.

Da fiel der Schuss.

Er hörte sich nicht einmal laut an, weil das Fauchen des Feuers hinter meinem Rücken ebenfalls Geräusche abgab.

Die Wirkung bekam ich mit.

Etwas erwischte mich am Kopf. Ein mörderischer Schlag, ein Treffer wie mit dem Hammer. Ich hatte mich noch nicht zu weit nach vorn gedrückt, um in die Dunkelheit zu fallen, deshalb schleuderte mich der Treffer wieder nach hinten.

Ich fiel zurück in die Flammenhölle.

Das aber merkte ich nicht mehr!

*

Suko und Karen Sinclair hatten sich noch im Arbeitszimmer aufgehalten. John befand sich in der Küche, und Suko kam sein Fortbleiben etwas lang vor.

»Ist alles in Ordnung?« rief er vom Arbeitszimmer aus. Dabei stand er schon nahe der Tür.

Mit der Antwort hätte er nie und nimmer gerechnet. Plötzlich splitterte Glas. Suko wusste sofort, dass es nur eine Scheibe sein konnte, und in den nächsten Augenblicken hörte er ein Fauchen, das ihm nur allzu gut bekannt war.

Feuer hinterließ dieses Geräusch.

Suko sprang in den Gang hinein. Er sah das Feuer nicht direkt. Allerdings hatte sich sein Widerschein schon ausgebreitet, dass er durch die offene Küchentür in den Gang hineingeflossen war. Und dieses Spiel aus Licht und Schatten tanzte jetzt über den Boden.

Mehr brauchte Suko nicht zu sehen, um Bescheid zu wissen. Das Splittern der Scheibe, die kurze Explosion, das heftige Aufflackern des Feuers, das alles kam zusammen, und er konnte sich vorstellen, in welch gefährlicher Lage sich John befand.

Er musste in einer Hölle stecken, aus der es nur schwer ein Entkommen gab.

Hinter ihm stand plötzlich Karen. Sie hatte etwas fragen wollen, aber Suko war schon unterwegs. Er hetzte der Küchentür entgegen, er sah dann die Flammen und hatte Mühe, sein Erschrecken nicht zu zeigen.

Die Küche war zu einem einzigen Flammenmeer geworden. In der gesamten Breite loderte das Feuer hoch, die Spitzen der Flammen tanzten an der Decke entlang, schwärzten sie und fraßen sie dort an. Auch am Holz der alten Schränke glitten sie bereits entlang und würden es in kurzer Zeit in Brand gesetzt haben.

Suko sah noch mehr.

Sein Freund John versuchte das Entkommen durch das scheibenlose Fenster. Es war die beste Möglichkeit für ihn, denn durch die Feuerwand zu hetzen, wäre zu gefährlich gewesen.

John schaffte es nur halb.

Da glaubte auch Suko, einen Knall gehört zu haben, der durchaus von einem Schuss stammen konnte. Die Folgen sah er auf der Stelle. John Sinclair zuckte zusammen, als ihn das Geschoss traf. Es war ihm nicht mehr möglich, sich auf der Stelle zu halten. Der heftige Schlag katapultierte ihn zurück und in die Küche hinein, wo gieriges Feuer auf ein menschliches Opfer wartete.

Suko war Zeuge gewesen, aber auch Karen Sinclair hatte zugeschaut. Sie war nicht mehr im Arbeitszimmer geblieben. Suko hörte ihren Schrei dicht an seinem Ohr.

»Lauf aus dem Haus!« rief er ihr zu.

»Und du?«

Sie bekam keine Antwort mehr, denn Suko war bereits auf dem Weg. Sein Ziel war die Küche und damit die Feuerhölle …

*

Er dachte nicht darüber nach, was alles passieren konnte, wenn das Feuer ihn erwischte. Er musste durch, und er würde durchrennen. John war jetzt wichtiger.

Suko warf sich in die tanzende Flammenwand hinein. Er schützte seinen Kopf mit den Händen, eine Decke hatte er sich leider nicht mehr schnappen können.

Hinein und durch!

Unzählige, heiße Finger griffen nach ihm, nach der Kleidung, brannten auf der Haut, wollten sie verkohlen, verbrennen und zusammenschrumpfen lassen, aber Suko war einfach zu schnell. Zudem war die Feuerwand mehr breit als lang.

John lag vor dem Fenster. Er bewegte sich nicht mehr. Blut war aus einer Stirnwunde über sein Gesicht hinweggelaufen. Das nahm Suko wie nebenbei wahr, als er geduckt auf den leblosen Körper zuhastete, ihn unterfasste und anhob.

Zum Glück war Suko stark genug. John lag wenig später auf seinen Armen wie ein kleines Kind, als er sich auf den Rückweg machte und dem Fenster dabei zwangsläufig den Rücken zudrehte. Das konnte ihm nicht gefallen. Da brauchte draußen nur jemand zu stehen, der durch das Fenster auf die Schattengestalt feuerte, und alles wäre vergebens gewesen. Trotz der Eile schaffte es Suko, nicht nur nach vorn zu laufen, sondern auch einen Zickzackweg einzuschlagen, um einen eventuellen Schützen zu verunsichern.

Das Feuer war gnadenlos. Es war auch überall. Suko brauchte beide Hände. Er konnte sich selbst nicht mehr schützen. Der Kopf und damit das Gesicht fühlten sich an wie ein Glutklumpen. Er hielt die Lippen zusammengepresst, denn auch über sie huschte dieser heiße Hauch hinweg, als wollte er den Mund aus dem Gesicht brennen.

Die Durchquerung der Flammenwand dauerte nur wenige Sekunden. Suko kamen sie vor wie die berühmte Ewigkeit, die dann vorbei war, als er die Flammenwand hinter sich gelassen hatte.

Er merkte es kaum. Er lief weiter, und er hatte das Gefühl, noch immer zu brennen.

Bis etwas Kaltes über ihn und auch John klatschte. Ein eisiger Guss, mit dem Suko nicht gerechnet hatte, der ihm in diesem Augenblick guttat. Das Wasser war ihm übers Gesicht gelaufen und auch in die Augen gedrungen.

Als er sie öffnete, sah er Karen Sinclair in seiner Nähe stehen. Sie hielt den leeren Eimer in der Hand und sah ansonsten aus wie jemand, der kaum wusste, was er getan hatte.

Sie starrte Suko nur an.

»Raus, Karen!«

Der Eimer fiel zu Boden. Karen Sinclair drehte sich und eilte auf den Eingang zu. Suko hielt noch immer seinen Freund auf den Armen. Er hoffte nur, dass der Heckenschütze nicht draußen lauerte und die Tür im Blickfeld behielt.

Der durch die Tür dringende Luftzug verteilte sich im Haus und fand auch seinen Weg in die Küche. Dort fachte er das verdammte Feuer noch stärker an, und dieses brausende Geräusch verfolgte Suko auf seinem Weg zur Tür.

Karen hatte das Haus schon verlassen. Sie stand etwas verloren neben dem kleinen BMW.

»Öffne die Tür. Er ist nicht abgeschlossen!« schrie Suko ihr zu. »Beeil dich!«

Sie handelte. Sie zerrte alle vier Türen auf.

Suko legte seinen Freund in den Fond. Er stopfte ihn förmlich hinein und fürchtete sich noch immer davor, von einer Kugel erwischt zu werden.

Der Kelch ging an ihm vorbei. Er schloss die Tür und warf sich hinter das Steuer. Karen saß bereits auf dem Beifahrersitz. Sie zitterte wieder und wäre kaum in der Lage gewesen, das Fahrzeug zu lenken.

Das tat Suko.

Der Motor sprang an, kaum dass er den Zündschlüssel gedreht hatte. Suko startete zu schnell. Die Räder drehten für einen Moment durch, dann kam er von der Stelle, schlug das Lenkrad nach rechts ein, um dem Stamm des mächtigen Baumes zu entgehen.

Wie nebenbei bekam er mit, dass die Flammen jetzt schon aus...



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