Dark | John Sinclair - Folge 0425 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 425, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 0425

Der Kampf mit dem Höllendrachen (2. Teil)
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8387-3185-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Der Kampf mit dem Höllendrachen (2. Teil)

E-Book, Deutsch, Band 425, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-3185-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Der Kampf mit dem Höllendrachen.

John ist total down. Die vermeintlich hilflosen, zum Tode verurteilten Gefangenen entpuppen sich als Mitglieder einer teuflischen Sekte. Sie huldigen Baphometh, dem Dämon der abtrünnigen Templer! Einen Retter brauchen sie nicht. Dafür John. Nach kurzem Gerangel sitzt er selbst hinter Gittern. Aber es soll noch schlimmer kommen, denn der Kampf mit dem Höllendrachen steht ihm noch bevor ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

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Der Kampf mit dem Höllendrachen (2. Teil)


Es waren zwei Männer und zwei Frauen. Alle trugen sie Hemden. Und diese Hemden schmückte ein B!

Es stand für Baphometh!

Die vier Gefangenen, die in dieser Nacht dem Henker zugeführt werden sollten, gehörten einer teuflischen Sekte an. Sie huldigten Baphometh, dem Dämon der abtrünnigen Templer!

Selbst im Schein der Fackel wirkten die Gesichter noch bleich und blass. Verzerrt waren ihre Züge, in den Augen las ich nicht die Angst vor dem nahen Tod, dafür Hass. Hass auf uns, ihre Retter …

Sie hatten aber nicht »gerettet« werden wollen, aus Gründen, die mir unbekannt waren, doch sie mussten mit dem zusammenhängen, was man mit dem Begriff Baphometh umschrieb.

Neben mir stand der junge Student namens Georg von Sprange. Er hielt die Fackel fest, und auch er wusste, was das große B zu bedeuten hatte.

»Baphometh«, ächzte er.

»Genau.«

»Ihr wisst es?«, hauchte Georg.

»Ja, ich kenne das Grauen, das durch Baphometh verbreitet wird. Ich habe mich ein wenig mit der Magie der Templer beschäftigt und weiß, dass sie Baphometh manchmal sehr zugetan waren.

»Eine Gruppe von ihnen wenigstens.« Der Student trat etwas zurück.

Der Mann mit dem hageren Gesicht, der zuerst an das Gitter herangetreten war, kam wieder vor und umklammerte einen der rostigen Stäbe. »Wir gehören Baphometh, wir dienen ihm, das wissen viele, aber die meisten wollen es nicht glauben.« Bei seiner Erklärung hatten sich seine Augen geweitet, als wollte er uns durch seine Blicke hypnotisieren. »Die Stadt gehört uns und dem Henker. Er ist nicht der Henker, den ihr meint, nein, wir holen ihn hervor.« Er begann wieder zu lachen. Es hörte sich an wie ein Zischen. »Baphometh hat uns geholfen. Geht ihr wieder weg, verschwindet, wartet, bis man uns holt und dem Gericht überstellen wird. Erst dann könnt ihr unsere wahre Macht erleben.«

»Was wird geschehen?« Ich hatte mich mittlerweile an seine Sprache gewöhnt und verstand ihn besser.

»Baphometh schickt ihn aus der Unterwelt. Aus der Hölle bringt er ihn an das Licht. Wenn die Glocke Mitternacht schlägt, verlässt er den Fluss und tötet …« Mehr wollte der Gefangene nicht sagen. Er zog sich wieder zurück und verschwand aus dem Lichtkreis als sich allmählich auflösender Schatten. Bei den anderen blieb er stehen. Sie sprachen nicht mehr, auch Georg und ich hielten uns zurück. Wir beide mussten zunächst einmal die Dinge verarbeiten, die wir erfahren hatten.

Unsere Gedanken wurden unterbrochen. Ein fernes Grollen klang an unsere Ohren. Unheimlich hörte es sich an, war aber noch zu weit entfernt, als dass es uns gefährlich werden konnte.

Dafür spürten wir etwas anderes. Der junge Mann fasste nach meiner Schulter. »Da, der Boden«, hauchte er. »Ihr müsst es auch merken. Er zittert.«

Ich sah sein Gesicht, das einen ängstlichen und auch erstaunten Ausdruck angenommen hatte.

»Wißt ihr, was sich unter diesem Turmboden befindet?«, erkundigte ich mich leise.

»Nein.«

»Nicht der Fluss?«

»Das ist möglich. Denkt Ihr an diesen … diesen Henker, John?«

»In der Tat.«

Georg bekam einen Schauer. »Ich wüsste nicht, wer er sein könnte. Aus der Hölle soll er kommen, aber daran kann ich nicht glauben. Die Hölle hält fest, was sie besitzt …«

»Manchmal nicht. Ich kenne das.« Nähere Auskünfte gab ich nicht. Meinen Kopf bewegte ich in die Richtung, aus der wir gekommen waren. »Lass uns gehen, Georg. Wenn die Wächter erwachen, wird man uns jagen. Wir sind von Feinden umgeben.«

Er nickte. »Wenn Ihr meint.« Noch einmal streckte er seine Hand mit der Fackel in das Verlies hinein. Der Schein reichte jetzt bis an die gegenüberliegende Wand, wo sich die vier Verurteilten aufgebaut hatten und uns anstarrten. Auf ihren Lippen lag ein grausames Lächeln. Sie wussten sehr genau, dass sie aus einer anderen Welt Hilfe zu erwarten hatten und gaben sich deshalb gelassen.

Wir zogen uns zurück. Diesmal gingen wir schneller. Im Turm konnten wir nichts mehr tun. Wenn sich die Worte der Gefangenen tatsächlich bewahrheiten sollten, sah es nicht allein für uns schlecht aus, auch für die übrigen Menschen. Wir wussten nicht, wer da erscheinen würde, um den Dienern Baphomeths beizustehen, aber man musste auf das Schlimmste gefasst sein.

Diesmal gingen wir schneller, liefen auch die Lehmstufen hoch und sahen schon sehr bald die Gittertür und dahinter die vier zu Boden geschlagenen Wächter.

Sie lagen noch immer in tiefer Bewusstlosigkeit. Georg war vorgegangen. Er stieß die Tür im Gitter auf, schlüpfte hindurch, ich folgte ihm, und wir hätten eigentlich den Turm verlassen können.

Schon nahe der Tür erwischte es uns.

Von außen her rammte sie jemand hart auf. Georg wurde noch gestreift, fiel gegen mich, ich hörte ihn schreien, geriet aus dem Konzept, dann kamen sie wie die Ameisen.

Es waren Soldaten, Söldner, Stadtwachen, was immer man auch von ihnen halten konnte.

Vielleicht ein Dutzend bis an die Zähne bewaffneter Männer, gegen die wir nichts ausrichten konnten.

Georg von Sprange erwischte es als Ersten. Sie warfen sich auf ihn und schoben ihn bis gegen die Wand zurück. Dann entriss ihm jemand die Fackel, und er drosch damit gegen seinen Kopf und gegen die Schulter.

Ich hörte ihn noch schreien, dabei brach er zusammen. Tun konnte ich für ihn nichts, denn andere warfen sich gegen mich. Sie nahmen weder Schwerter noch Säbel, dafür setzten sie gefährliche Keulen ein, mit denen sie zuhämmerten.

Ich schützte meinen Kopf, teilte auch Tritte aus, doch die Übermacht war zu groß.

Sie knüppelten mich zu Boden. Ich wehrte mich nicht mehr, weil ich ihren Zorn nicht noch weiter herausfordern wollte. Sie hätten mich sonst totgeschlagen.

Ein Schlag erwischte mich im Nacken und löschte bei mir sämtliche Lichter aus …

*

Sie waren bis Frankfurt geflogen, hatten sich dort einen Leihwagen genommen und waren über die Autobahn nach Nürnberg gefahren.

Bill Conolly lenkte den Mercedes. Ausgerüstet war der Wagen mit Winterreifen, das war auch nötig, denn auf vielen Straßen lag noch Schnee.

Beide waren angemeldet. Ein Kommissar Friedmann wartet auf sie, aber sie wollten zuerst mit Will Mallmann im Krankenhaus sprechen.

Die Schwester am Empfang schaute etwa pikiert, als sie die beiden Männer sah. »Zuviel Besuch ist nicht gut«, erklärte sie.

Bill lächelte sie an. »Seien Sie lieb, meine Teure. Wir sind extra von London gekommen.«

Da telefonierte sie bereits. Bill und Suko durften durch. Sie wurden von einem Dr. Heister empfangen, bei dem sie sich auswiesen.

»Ja, Herr Mallmann hat mir von Ihnen erzählt.«

»Wie geht es ihm denn?«, erkundigte sich Bill.

Die Antwort klang ausweichend. »Den Umständen entsprechend.«

Wie Sie meinen.«

»Wir Ärzte sind da ein wenig vorsichtig. Schließlich wollen wir nichts überstürzen.« Dr. Heister begleitete die beiden Besucher bis vor die Zimmertür des Kommissars.

Nach einem Klopfen traten sie ein.

Wills Gesicht hellte sich auf, als er die Besucher sah. »Da muss man schon krank im Bett liegen, um euch einmal hier in Deutschland zu sehen.«

Der Reporter nickte. »Du hast ja so recht, mein Lieber. Ich klopfe auch gegen meine Brust, aber was will man machen, wenn der …?«

»Keine Ausreden, ihr beiden.« Es war dem Kommissar anzusehen, wie sehr er sich freute. Er zeigte auf die Stühle. Nehmt Platz. Und jetzt will ich wissen, was geschehen ist.«

Suko schüttelte den Kopf. »Nicht bei uns, mein Lieber, nicht bei uns. Wir wollen von dir einiges erfahren.

»Ich liege hier.«

»Du kannst doch reden.«

»Wie stehst du dazu, Suko?«, fragte der Kommissar.

»Ich pflichte Bill bei.«

Mallmann grinste. »Eine Verschwörung, wie?«

»Nein, nur eine Hilfe.«

»Okay, Freund, ich sage euch, was ich weiß, und ich erzähle euch auch etwas von dem Anruf, der mich erreicht hat.« Mallmann legte beide Hände auf die Decke. Sie waren noch sehr bleich, ein Zeichen, dass der Kommissar einige Zeit brauchen würde, um sich wieder zu erholen. Zudem redete er mit schwacher Stimme.

Suko und Bill erfuhren die Geschichte von Beginn an. Mallmann redete über den Mord an Oberkommissar Robert Moor und dann über das Bild, das er gesehen hatte. Die beiden Killer vergaß er ebenfalls nicht. Sie hatten ihn angeschossen und liegengelassen. Ein weiterer Name tauchte auf.

Bilder-Franz!

»Was ist das für ein Typ?«, erkundigte sich Bill Conolly.

»Ein Händler. Er hat das lebende Gemälde verkauft, um das es im Endeffekt geht.«

»Gut, dies zu wissen«, fuhr Conolly fort. »Dann haben deine Kollegen ihn verhört?«

»Ja, sie haben ihn verhört. Aber es gibt Menschen, die den, wie ich immer sage, Pilatus-Effekt perfekt beherrschen. Sie waschen ihre Hände stets in Unschuld. So einer ist auch dieser Bilder-Franz.«

»Du verdächtigst ihn?«

»Sehr, Suko.«

»Aber nicht deine Kollegen?«

»Nein, und ich kann sie auch verstehen. Sie brauchen irgendwie Beweise, dürfen nicht den Gefühlen nachgehen. Diese Beweise aber haben sie nicht bekommen. Sie werden sie auch nie kriegen, dessen bin ich mir sicher. Diesen Typ muss man anders angehen.«

»Und wie?«

»Ihr könnt ihm einen Besuch abstatten. Sein Laden liegt in der Altstadt von Nürnberg.«

»Das werden wir auch«, sagte Suko. »Aber was genau wirfst du diesem Bilder-Franz vor?«

»Er verheimlicht zumindest etwas.«

...



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