Dark | John Sinclair - Folge 0353 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 353, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair - Folge 0353

Flucht vor dem Grauen (4. Teil)
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8387-3114-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Flucht vor dem Grauen (4. Teil)

E-Book, Deutsch, Band 353, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-3114-8
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Flucht vor dem Grauen.

Für Kara, die Schöne aus dem Totenreich, und den Eisernen Engel gab es nur noch eine Hoffnung! Das magische Pendel sollte ihnen die Flucht vor dem Grauen ermöglichen.

Viele Jahrhunderte hatte der Eiserne Engel das magische Pendel gesucht, um es einsetzen zu können in der gewaltigen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Nie war es so wertvoll gewesen wie in diesen schrecklichen Augenblicken, als der Eiserne seine Flügel ausbreitete und das anflog, was er als Grenze ansah.

Die gläserne Grenze war die Grenze zwischen zwei Dimensionen. Eine Grenze, die immer mehr schrumpfte ...

John Sinclair - der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit!

Dark John Sinclair - Folge 0353 jetzt bestellen!

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Flucht vor dem Grauen (4. Teil)


Gorgos hatte sie ebenso geschaffen wie das gläserne Grauen, und er hatte dafür gesorgt, dass seine Feinde in die übrigen Teile der Leichenstadt schauen konnten, wo sie erkannten, in welch schlimmer Lage sich ihre Freunde befanden.

Kara und der Eiserne zitterten um alle, das stand fest. Dennoch hing gerade Karas Herz an einer bestimmten Person. Es war der kleine Magier Myxin. Er befand sich in Krols Welt, der Welt eines mächtigen Krakengötzen, und er hatte eine so schwere Niederlage erlitten, dass Kara schon damit rechnete, ihn als Toten zu finden, falls es dem Eisernen nicht gelang, die Dimensionsgrenze zu durchbrechen.

Und so flog er auf sie zu, doch Entfernungen täuschten in dieser Welt.

Kara hatte sich flach auf den Rücken des Eisernen gelegt, um so wenig Widerstand wie möglich zu bieten. Sie glitten sehr schnell dahin, die langen, schwarzen Haare der Frau wurden vom Luftzug in die Höhe geweht und flatterten schleierartig hinter ihr her.

Ihr Gesicht zeigte Angst und Sorge. Beide Gefühle hatten Furchen in die Haut gegraben. Sie konnte selbst nichts tun, nur hoffen, dass es ihnen gelang, dem gläsernen Grauen zu entfliehen.

Bisher hatten sie allen Widerständen trotzen können, nun war es Gorgos gelungen, seine ureigene Dimension so zu verändern, dass sie für seine Feinde zu einer tödlichen Falle wurde.

Auch der Eiserne Engel wollte raus. Er hatte die Arme vorgestreckt und hielt zwischen seinen Händen den für ihn und ihr Entkommen so wichtigen Gegenstand.

Das magische Pendel, das aussah wie ein gefrorener Tropfen Blut, strahlte auf wie eine Glühbirne. Sein Schein fiel auch zurück in das Gesicht des Eisernen und zeichnete die Konturen durch einen rötlichen Hauch nach.

Der Engel konnte sich auf nichts anderes mehr verlassen. Und er war voll in die Offensive gegangen. Er suchte die Konfrontation mit dem Großen Alten.

Rückte die Grenze näher?

Ja, es musste so sein. Er bemerkte dies an einem gefährlichen negativen Einfluss, der ihm entgegenströmte. Auch Gorgos besaß seine Magie, und die setzte er ein.

Der Flug des Eisernen wurde langsamer. Auch Kara, die auf seinem Rücken lag, stellte dies fest.

Als sie ihn fragte, klang Panik in ihrer Stimme mit. »Was ist los? Weshalb fliegst du nicht?«

»Ich kann nicht!«

Kara erschrak noch mehr. »Aber wir haben doch keine Hindernisse hier. Ich sehe nichts  …«

»Doch, es sind welche vorhanden. Magische Ströme. Sie stehen auf der anderen Seite und wollen mich hindern. Ich spüre sie, noch kann das Pendel sie ablenken.«

»Wie lange?«

»Ich hoffe, dass es durchhält.«

In der Tat war es so. Der rote Klumpen zwischen den Fingern des Eisernen begann noch stärker zu glühen. Wenn ein ins All geschossener Gegenstand wieder zurückkehrt und dabei in die Erdatmosphäre eintritt, entsteht der gleiche physikalische Effekt. Reibung erzeugt Wärme. Hier rieben zwei Magien gegeneinander, und es musste sich in den nächsten Sekunden entscheiden, wer von den beiden stärker war.

Der Eiserne Engel vertraute auf sein magisches Pendel. Es stammte ungefähr aus der Zeit, in der die Großen Alten sowie die stummen Götter geschaffen worden waren. Letztere konnte der Eiserne Engel als seine Väter bezeichnen, und diese hatten auch unmittelbar mit der Erschaffung des Pendels zu tun, das wusste er ebenfalls, ohne allerdings das letzte Geheimnis herausbekommen zu haben.

Würde der Stein über das Glas siegen?

Selbst der Eiserne spürte die Wärme, die von ihm ausströmte, und er hatte das Gefühl, sich die Hände zu verbrennen. In dem sonst so regungslosen Gesicht zeichnete sich die Anstrengung ab. Während er seine Flügel heftig bewegte, um die Geschwindigkeit trotz der Widrigkeiten beibehalten zu können, öffnete sich allmählich sein Mund, und über die bronzefarbenen Lippen drang ein leises Stöhnen.

Kara vernahm es nicht, sie merkte nur, dass mit ihrem Partner etwas nicht stimmte, denn auch durch den Körper des Eisernen lief ein Zucken. Der Frau kam es so vor, als wollte ihr Begleiter in dieser feindlichen Welt noch einmal Kraft holen, um die Grenze zu durchbrechen.

Dem war auch so. Der Eiserne hatte die letzten Energien mobilisiert, und das bedeutete bei ihm schon etwas, da er eine Person war, die sich selbst himmelhohen Felsen entgegenstemmte, wenn es sein musste.

Er kämpfte sich weiter.

Und er hatte Erfolg. Für einen Moment konnte er sein Tempo wieder steigern. Dass es ihn eine ungeheure Kraft kostete, spiegelte sich abermals auf seinem Gesicht wider.

Plötzlich wirkten die Züge verzerrt. Wie die einer Plastik aus Eisen, die einen innerlichen Druck bekommen hatte, um die Außenhaut sprengen zu können.

Während das Pendel zwischen den Fingern des Eisernen zu einem strahlenden roten Stern wurde, begann die Haut auf seinem Gesicht ebenfalls zu glühen, und sich zu verformen.

Unartikulierte Schreie drangen aus dem offenen Mund. Risse spalteten plötzlich die Stirn. Für einen Moment war das Blut des Eisernen zu sehen. Eine rotgrüne Flüssigkeit, die hervorquellen wollte, dann wieder zurückgedrückt wurde, als sich die Risse schlossen.

Es war furchtbar.

In dieser Zeit litt der Eiserne Engel wahre Höllenqualen, und er hatte seinen Blick nach vorn gerichtet. Starr auf die Grenze zu, wo er kurz vor dem Start für einen winzigen Moment ein wie in Glas gehauenes riesiges Gesicht gesehen hatte, das ihn an die Züge der in Felsen eingeschlossenen stummen Götter erinnerte.

Da wollte er hin.

Und noch einmal gab er sich die nötige Kraft. Das allerletzte Aufbäumen einer sagenumwobenen Gestalt.

Verging er, würde auch Kara sterben, so war ihrer beider Schicksal eng aneinander gekettet.

Und sie kamen der Grenze nahe.

So weit, dass der Eiserne das Glasgesicht erkennen konnte, in dem der Schrecken eingemeißelt stand.

Das magische Pendel in seiner Hand leuchtete jetzt wie eine rote, unheimliche Sonne. Es gab seine Strahlen ab, die voll hineintrafen in das Gesicht, hindurchdrangen und den Weg für den Eisernen freimachten.

Es war im allerletzten Moment geschehen. Widerstand spürte der Engel kaum. Ein kurzes Rucken nur, dann hatte er die Grenze durchbrochen und befand sich im Zentrum.

Was danach geschah, konnte er selbst nicht mehr beeinflussen, obwohl er nicht gerade zu den Schwächsten gehörte. Magische Gewalten entluden sich mit wahren Urkräften. Sie durchtosten den Raum, wo sich die beiden befanden, der Stein in den Händen des Eisernen schien in Tausende von Fetzen zu zerfliegen, und die Welt um sie herum nahm eine völlig andere Form ein. Kreiselartig wurden sie durcheinandergewirbelt. Der Eiserne sah Kara von seinem Rücken fallen, und er fühlte sich wie eine Spirale, die auch seine Begleiterin packte, um beide in die Tiefe zu zerren.

Zeit gab es für sie nicht. Irgendwann einmal hörte die Reise auf. Der Eiserne sah plötzlich die Schlucht der stummen Götter vor seinen Augen, und die lächelnden Gesichter.

Dann explodierte die Welt des Gläsernen.

Kara und ihr Partner kamen sich vor wie im Auge eines Wirbelsturms.

In ihrer unmittelbaren Nähe herrschte eine relative Ruhe, aber nicht weit entfernt tobten die Gewalten.

Die magische Kraft des Pendels brach die des gläsernen Götzen Gorgos auseinander.

Eine Welt, die Jahrtausende überdauert hatte, wurde radikal vernichtet und mit ihr der Beherrscher dieser Dimension. Für einen kurzen Augenblick erschien noch das Gesicht.

Zerrissen, eingeschlagen, furchterregend entstellt. Mit zahlreichen Wunden versehen, vor Grauen verzerrt und als Gesicht kaum mehr zu bezeichnen, so schlimm sah es aus.

Glasstücke wurden hervorgefetzt. Sie verschwanden irgendwo in einer nicht mehr auslotbaren Tiefe.

Die Welt verging.

Kara und der Eiserne aber hatten die Grenze durchbrochen und damit das Tor zu einer anderen Dimension aufgestoßen.

Zu der eines weiteren Großen Alten.

Es war Krol, der Krakengötze!

In seine Dimension fielen beide hinein, wo sie bereits von unzähligen Tentakelarmen erwartet wurden  …

*

Eigentlich war das eingetreten, womit Suko schon hätte lange rechnen müssen. Er war in die Gewalt des Höllenherrschers gelangt und befand sich in einer nahezu ausweglosen Lage.

Asmodis hatte seinen Triumph ausgekostet, war auf Sukos Worte nicht eingegangen und hatte dem Chinesen erklärt, dass er dessen Seele bekommen und wimmern hören wollte.

Eine Chance gab es nicht. Asmodis hatte Suko auf die Knie gezwungen, um ihn zu töten. Plötzlich griff jemand ein, dessen Existenz Suko im Reich der ewigen Verdammnis nie vermutet hätte.

Es war der Spuk!

Und er machte dem Teufel mit einem Satz klar, dass er Sukos Seele nicht bekommen sollte.

Asmodis, sich sehr sicher fühlend, wurde von diesem Ruf völlig überrascht und dachte in den folgenden Augenblicken nicht mehr an seinen Gefangenen, sodass Suko Zeit bekam, sich zu erholen, auch wenn er persönlich diese Zeit nur mehr als Galgenfrist einstufte.

Am Ende der Brücke zwischen den Welten stemmte sich Suko in die Höhe, er hatte es schwer, denn er musste die Todesfurcht verdrängen. Erst allmählich begriff der Inspektor, dass jemand erschienen war, um ihm zur Seite zu stehen.

Über die Brücke schaute er hinweg.

Es war die kalte Welt des Teufels, in der er sich befand. Ohne Licht, ohne Wärme, grausam und brutal. Eingehüllt in graues Licht, das ebenfalls keine Wärme ausströmte, aber Konturen und Umrisse ziemlich klar hervortreten ließ.

Und auch den Umriss der Wolke!

Da wusste...



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