Dark | John Sinclair 1732 | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1732, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 1732

Zombie-Theater
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-1049-5
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Zombie-Theater

E-Book, Deutsch, Band 1732, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-1049-5
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Carlotta, das Vogelmädchen, las deutlich die Angst in den Augen ihres Gegenübers. Kim, der Zwitter, wirkte wie ein Gehetzter, der zwar momentan einen Unterschlupf gefunden hatte, sich aber dessen nicht sicher war und dabei noch überlegte, wie es für ihn weitergehen sollte. Kim saß in einem der beiden kleinen Sessel, schüttelte immer wieder den Kopf und tat so, als wüsste er nicht, was er sagen sollte...

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"(S. 13-14)

Carlotta saß auf ihrem Platz, ohne etwas zu sagen. Dafür kreisten ihre Gedanken, und sie fragte sich, ob das, was sie sah, auch tatsächlich vorhanden war. Erklären konnte sie sich das Bild jedenfalls nicht. Sie zwinkerte. Sie schnaufte leise, und die beiden Flügelschatten blieben. Damit hatte sich das Vogelmädchen abgefunden, und so konzentrierte es sich darauf, die Schatten genauer zu betrachten. Dass sie die Form von Flügeln hatten, stand fest, nur hatten sie nichts mit den Schwingen gemein, die auf Carlottas Rücken wuchsen und sie in die Lüfte trugen.

Die Schattenflügel waren größer, so wie man sie oft bei erwachsenen Engeln sah, wenn die ihre Schwingen ausgebreitet hatten. Carlotta sagte noch immer nichts. Sie schluckte und ihre Lippen zuckten hin und wieder, was Kim natürlich nicht verborgen blieb. Er fragte: »Was hast du?« »Spürst du es nicht?« »Was?« »Ähm – hinter dir. An der Wand.« »Und was?« »Zwei Flügel.« »Bitte?« Carlotta nickte. »Ja, ich habe da zwei Flügel an der Wand gesehen. Zwei Schatten. Spürst du sie nicht?« »Nein, wieso?« »Ich weiß es auch nicht«, gab Carlotta zu. »Ich habe keine Ahnung, aber du müsstest mehr wissen …«

»Ich habe nie Flügel gehabt«, erklärte Kim und drehte sich weiterhin nicht um. »Aber jetzt zeigen sie sich. Und das muss etwas zu bedeuten haben, glaube es mir.« Kim sagte nichts. Es war ihm anzusehen, dass er nachdachte. Dieses Nachdenken endete mit einem Nicken, bevor er eine Antwort gab. »Man hat den Geist meines Vaters aus mir hinausgetrieben, oder?« »Sicher.« Kim hob einen Finger. »Und jetzt steckt nur noch der Geist meiner Mutter in mir. Du weißt selbst, dass sie ein Engel ist. Und Engel haben Flügel.« »Klar.« »Wenn du jetzt Flügel siehst, dann können es die meiner Mutter sein. Sie will mich beschützen.

Es kann ihr Geist sein, es kann sie selbst sein.« Kim strahlte plötzlich. »Jedenfalls fühle ich mich nicht mehr allein.« »Das ist gut.« Carlotta war fast zufrieden. Dann sagte sie: »Wie wäre es, wenn du dir die Flügel mal anschaust?« »Muss ich das?« »Würde ich meinen.« Kim sah Carlotta an. »Ich vertraue dir. Wenn du sagst, dass ich Flügel habe, dann muss das stimmen und …« »Nein, nein, ich habe nicht gesagt, dass du sie hast. Sie malen sich hinter dir an der Wand ab.«"



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