E-Book, Deutsch, Band 1790, 160 Seiten
Reihe: Julia
Darcy Skandal um die Millionenerbin
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-807-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 1790, 160 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-86295-807-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das ist die Frau meines Lebens! Auf den ersten Blick weiß der Milliardär Damien Wynter, dass die schöne Millionenerbin Charlotte Ramsey die Richtige für ihn ist. Es gibt nur ein winziges Problem: Sie ist verlobt und will in zwei Wochen den berechnenden Mark heiraten! Doch Damien ist nicht umsonst ein wagemutiger Spieler. Alles will er riskieren, um diese Herzenspartie zu gewinnen. Und die Lust in Charlottes braunen Augen, als er sie nach einem Tanz auf der weißen Luxusjacht leidenschaftlich küsst, verrät ihm: Er pokert hoch - aber nicht zu hoch ...
Emma Darcy ist das Pseudonym des Autoren-Ehepaars Frank und Wendy Brennan. Gemeinsam haben die beiden über 100 Romane geschrieben, die insgesamt mehr als 60 Millionen Mal verkauft wurden. Frank und Wendy lernten sich in ihrer Heimat Australien kennen. Wendy studierte dort Englisch und Französisch, kurzzeitig interessierte sie sich sogar für Informatik, doch als sie ihren Mann Frank kennen lernte, war es um sie geschehen: Sie gab das Studium auf, um mit Frank die Welt zu bereisen. Nach der Geburt ihrer Söhne ließen sich die beiden in New South Wales nieder. Frank machte sich als Geschäftsmann selbständig, und Wendy beschloss, ein Buch zu schreiben. Sie entschied sich, dass ihr erstes Werk ein Liebesroman sein sollte. 'Ich dachte mir, das kann doch nicht so schwer sein', erinnert sich Wendy. 'Aber bald schon musste ich bemerken: Irrtum, nichts ist schwieriger, als einen guten Liebesroman zu schreiben.' Also begann Wendy damit, Nacht für Nacht Romances zu lesen. Frank lag neben ihr im Bett und hörte sich geduldig Wendys Gedanken zu Handlung und Figuren an. Bis er eines Nachts selbst zu einem Roman griff. Von da ab arbeiteten Frank und Wendy als Team. Und dies sehr erfolgreich. Bereits ihr erster gemeinsamer Roman wurde von einem Verlag angenommen. Und seit jenem Tag vergrößert sich die Fan-Gemeinde von Emma Darcy mit jeder neuen Liebesgeschichte.
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1. KAPITEL
In zwei Wochen würde sie heiraten.
Schon in zwei Wochen.
Charlotte Ramsey wusste, dass sie eigentlich glücklich sein sollte.
Aber sie war es nicht.
Die letzte Zeit hatte sie damit verbracht, sich in Optimismus zu üben, doch vergebens. Es hatte nicht funktioniert. Obwohl sie sich immer wieder gesagt hatte, dass sie sich unter gar keinen Umständen von ihrem Vater in ihren Gefühlen beirren lassen durfte, war er doch längst dabei, genau dies zu tun. Deshalb musste sie das Problem lösen.
Und zwar schnellstens.
Noch vor heute Abend.
Sie war so nervös, dass sie Magenschmerzen hatte, ihre Gedanken drehten sich im Kreis, während sie die einstündige Fahrt von der Innenstadt Sydneys zum Familiensitz in Palm Beach hinter sich brachte.
Es war ihr schlicht unmöglich, sich auf ihre Hochzeit zu freuen, solange sich ihr Vater gegenüber dem Mann, den sie heiraten wollte, so unmöglich benahm. Unerträglich, wie er Mark an Weihnachten behandelt hatte, und wenn sich das heute Abend wiederholte … bei dem Gedanken wurde ihr das Herz schwer. Es tat weh, richtig weh. Sie musste mit ihm reden, musste ihn überzeugen, dass er unmöglich so weitermachen konnte.
Okay, er war nicht einverstanden mit Mark. Sinnlos darauf zu bauen, dass er seine Meinung irgendwann ändern würde. Mark war einfach kein Schwiegersohn nach seinem Geschmack. Trotzdem war er für sie genau der Richtige – einen besseren Mann würde sie nicht finden – und bestimmt konnte sie ihren Vater überzeugen, dass es ein Gebot der Fairness war, ihre Wahl zu respektieren.
Der Hochzeitstermin rückte unaufhaltsam näher.
Diesmal musste ihr Vater sie einfach anhören.
Ihre Wangen begannen zu brennen, als sie sich an das heftige Wortgefecht erinnerte, das sie sich wegen ihrer Verlobung mit ihm geliefert hatte. Aber wie hätte sie ihm nicht widersprechen sollen? Sollte sie sich vielleicht von ihrem Vater vorschreiben lassen, wen sie zu heiraten hatte?
„Ich heirate ihn aber, Dad, und wenn du dich auf den Kopf stellst!“
Eine Ankündigung, die bei ihm einen Wutanfall ausgelöst hatte.
„Du bist wirklich sturer, als dir guttut, Charlotte. Mark Freedman heiraten … was um Himmels willen siehst du bloß in dem Mann? Er ist ein Playboy, kein …“
„Kein Bulle an der Börse, ganz recht“, fiel sie ihm heftig ins Wort. „Und genau das ist es, was ich an ihm liebe. Dass er für mich da ist und nicht ständig im Ausland herumtingelt.“ So wie es ihr milliardenschwerer Vater sein ganzes Leben lang getan hatte. „Er genießt es, mit mir zusammen zu sein. Wir haben jede Menge Spaß.“
„Spaß!“, hatte ihr Vater verächtlich geschnaubt. „Durch deine Adern fließt mein Blut, Mädchen. Freedmans Art Spaß wird dir bald zum Hals heraushängen. Im Moment ist das alles noch neu für dich, aber das hält nicht an. Meinetwegen kannst du dich ruhig eine Weile mit ihm amüsieren, aber deshalb heiratet man doch nicht gleich! Die Ehe ist ein ernstes Geschäft.“
„In meinen Augen ist die Ehe überhaupt kein Geschäft, das ist es ja eben“, hatte sie ihm entgegengeschleudert, erbost darüber, wie verächtlich er von ihrer Beziehung zu Mark sprach. „Es geht darum, geliebt zu werden. Und ich bin mir ganz sicher, dass ich geliebt werde.“
„Das wird nicht anhalten“, hatte ihr Vater geknurrt.
Doch Charlotte wusste, dass er sich irrte. Sie war dreißig Jahre alt. Sie wünschte sich Kinder. Genau wie Mark. Sie waren glücklich miteinander und freuten sich auf ihre gemeinsame Zukunft. Und natürlich war er kein Playboy. Das war nur so ein Gerede von ihrem Vater, mit dem er Mark niedermachen wollte. Mark war ein höchst erfolgreicher Eventmanager, und sie freute sich schon jetzt darauf, nach der Hochzeit mit ihm zusammenzuarbeiten.
Aber sie wollte sich ihrem Vater nicht völlig entfremden.
Während der letzten Monate hatte es fast so ausgesehen, als ob er Mark – wenn auch murrend – in den Familienkreis aufgenommen hätte, aber an Weihnachten … es war grauenhaft gewesen, entsetzlich. So etwas durfte sich nie wiederholen, das musste sie unter allen Umständen noch vor der Hochzeit sicherstellen. Oder genauer gesagt vor der Silvesterparty heute Abend auf der Jacht. Wenn da ihr Vater Mark wieder so von oben herab behandelte … dann konnte sie für nichts mehr garantieren.
Charlotte atmete tief durch, ihre Brust fühlte sich plötzlich so eng an. Beim Blick auf die Uhr am Armaturenbrett sah sie, dass die Mittagszeit vorüber war. Es war fast zwei. Mit etwas Glück würde sie es vielleicht schaffen, ihrem Vater ein kurzes Gespräch unter vier Augen abzutrotzen. Sie musste es schaffen.
Mark hatte sie etwas von einer langen Sitzung im Schönheitssalon erzählt, wegen der Silvesterparty am Abend. Besser, wenn er von dem Gespräch mit ihrem Vater nichts erfuhr. Sie würde es möglichst kurz machen, sodass sie bis zum späten Nachmittag wieder in ihrer gemeinsamen Wohnung in Double Bay war, wo Mark dann bestimmt schon auf sie wartete.
Während sie am Nordstrand von Sydney entlangfuhr, überlegte sich Charlotte zum hundertsten Mal, was sie sagen wollte. Und wenn es ihr dann – hoffentlich – gelungen sein würde, ihren Vater von ihrem Standpunkt zu überzeugen, blieb ihr nur noch zu hoffen, dass er sich an die vereinbarten Spielregeln in Zukunft auch hielt.
Nachdem sie ihr Ziel erreicht hatte und aus ihrem Mercedes ausgestiegen war, war sie wild entschlossen zu gewinnen, einfach weil sie gewinnen musste. Doch das erste Hindernis kündigte sich bereits an, als sie in das Foyer stürmte und sah, dass der Butler einen Servierwagen mit mehreren Kaffeegedecken zum großen Salon schob.
„Haben meine Eltern Gäste, Charles?“
„Guten Tag, Miss Charlotte“, erwiderte Charles mit einem tadelnden Unterton in der Stimme, der sie daran erinnern sollte, dass gute Umgangsformen im Hause Ramsey immer noch groß geschrieben wurden. Er war ein hochgewachsener Mann in den Fünfzigern, der in Haushaltsangelegenheiten die absolute Autorität innehatte, zudem war er ein gnadenloser Verfechter untadeligen Benehmens.
Sie verzog peinlich berührt das Gesicht. „Ihnen auch einen guten Tag, Charles. Bitte entschuldigen Sie, aber ich bin in Eile. Ich muss unbedingt kurz mit Dad sprechen.“
Er deutete auf die Flügeltür zum großen Salon. „Mr. Ramsey hat Gäste. Ihr Herr Bruder mit einem seiner Freunde aus London, Mr. Damien Wynter. Mrs. Ramsey ist außer Haus, sie nimmt einen Termin bei ihrem Friseur wahr.“
Charlotte runzelte die Stirn. Gut, dass ihre Mutter aus dem Weg war, aber dass sie jetzt erst Peters Freund kennenlernen und zumindest ein paar Takte mit ihm reden musste, war mehr als ärgerlich. Außerdem würde ihr Vater unter diesen Umständen wahrscheinlich wenig Neigung verspüren, sich mit ihr zurückzuziehen, weil ihm viel mehr daran gelegen sein würde, diesen neuen Kontakt mit dem Sohn und Erben eines anderen Multimillionärs auszubauen.
Aber jetzt war sie hier.
Sie musste es wenigstens versuchen.
„Möchten Sie den Gentlemen bei einer Tasse Kaffee Gesellschaft leisten, Miss Charlotte?“, fragte Charles, während sie immer noch das Für und Wider abwog.
„Nein, danke, ich bin auf dem Sprung.“ Sie deutete auf die Flügeltür zum Salon. „Ich will nur rasch Peter und seinem Freund guten Tag sagen.“
Charles ließ den Servierwagen stehen, um ihr die Tür zu öffnen. Während er sie mit einer kleinen Verbeugung hineinwinkte, kündigte er sie an: „Miss Charlotte.“ Sie ging mit schnellen Schritten an ihm vorbei in den Salon, wobei sie versuchte, ihre Nervosität hinter einer Maske kühler Höflichkeit zu verbergen.
Die drei Männer erhoben sich, um sie zu begrüßen – Peter und sein Freund, beide mit dem Rücken zu ihr, aus Sesseln, während ihr Vater von der Couch gegenüber aufstand. Als Charlottes Blick auf ihm landete, sah sie, dass er überrascht, aber erfreut lächelte.
„Charlotte …“ Er breitete die Arme aus.
„Meine Schwester“, hörte sie Peter leise zu seinem Freund sagen, aber sie schaute nicht in seine Richtung.
Sie ging auf ihren Vater zu, um ihn zu umarmen, froh darüber, dass die Abneigung, die er Mark entgegenbrachte, seiner Liebe zu ihr offenbar nichts anhaben konnte. Denn sie liebte ihn ja auch, trotz alledem. Immerhin war er ihr Vater. Und jetzt hoffte sie – mit jeder Faser ihres Herzens – auf sein Verständnis.
Miss Charlotte … Peters Schwester … Damien Wynter war sofort wie elektrisiert. Sie war eine aufregende Frau und vom Typ her ganz anders als Peter, der hochgewachsen, blond und blauäugig, mit heller, leicht sommersprossiger Haut zumindest äußerlich große Ähnlichkeit mit seinem Vater hatte.
Ihr schulterlanges glänzendes Haar war karamellfarben, mit hellen Strähnen. Die glatte Haut schimmerte wie heller Honig, und die braunen Augen hatte sie von ihrer Mutter, auch wenn ihre nicht ganz so dunkel waren, sondern eher an Bostoner Cream Sherry erinnerten. Sie wirkten wach und intelligent und leuchteten lebhaft in einem höchst apart wirkenden Gesicht, in dem sich Entschlossenheit mit Sinnlichkeit paarte, was besonders in der weichen Wangenpartie und dem ausdrucksvollen großen Mund zum Ausdruck kam.
Ihre Figur war herrlich weiblich, die fast üppigen Kurven wurden von dem kühnen Kleid, das sie trug, noch unterstrichen. Nicht dass es marktschreierisch sexy gewesen wäre. Genau genommen war es von der Machart her sogar recht schlicht – ein ärmelloses Oberteil mit einem rechteckigen Halsausschnitt, der...




