Dade | Shattered Trust | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 432 Seiten

Reihe: East Side Elite

Dade Shattered Trust

Roman | Packender Abschluss der College-Liebesromane der SPIEGEL-Bestseller-Autorin
24001. Auflage 2024
ISBN: 978-3-492-60583-0
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Packender Abschluss der College-Liebesromane der SPIEGEL-Bestseller-Autorin

E-Book, Deutsch, Band 3, 432 Seiten

Reihe: East Side Elite

ISBN: 978-3-492-60583-0
Verlag: Piper Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Madison ist ruhig, intelligent und auf Oliver angewiesen. Er ist selbstverliebt, egoistisch und lebt ein gefährliches Leben. Zu gefährlich für Madison. Aber als sie plötzlich seine Freundin spielen soll, bleibt ihr keine andere Wahl ... Bestsellerautorin Ayla Dade schreibt eine warmherzige Friends-to-Lovers Romance Mit dem Jurastudium geht für Madison ein Traum in Erfüllung. Doch sie hat ein Problem: Um an der NYU mitzukommen, braucht sie Ritalin. Und der einzige, der es ihr beschaffen kann, ist Oliver. Aus Angst, dass diese Tatsache an die Öffentlichkeit gelangt und sie ihren Studienplatz verlieren könnte, meidet sie ihn an der Uni so gut es geht. Doch Oliver hat ganz andere Probleme. Seine Mutter ist kurz davor, ihn wegen seiner kriminellen Geheimnisse aus dem Plaza Hotel zu schmeißen, das er für seine Geschäfte braucht. Also erpresst er Madison, damit sie seine vernünftige Fake-Freundin spielt. Womit er nicht gerechnet hat, sind seine Gefühle ... »Shattered Trust« ist der dritte Teil der »East Side Elite«-Trilogie von Ayla Dade. Die Bände sind lose verknüpft und unabhängig voneinander lesbar.

Ayla Dade ist 1994 in Bremerhaven, und damit im hohen Norden, zur Welt gekommen. Schon früh entwickelte sie ihre Leidenschaft für das Lesen und Schreiben, bastelte als kleines Mädchen eigene Bücher aus Papier, die sie mit Kleister zusammenklebte und schließlich mit ihren eigenen Geschichten füllte. Das Erfinden neuer Welten, eigenen Charakteren und tiefgründigen Geschichten bedeutet ihr in etwa so viel, wie kleinen Kindern das Auspacken eines vom Weihnachtsmann gebrachten Päckchens. Nämlich alles.
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1


Madison

Eine Katze schlägt mit ihrer Pfote nach einem herabhängenden Stück Stoff. Es stammt von einem Ledersofa, das seine besten Jahre vermutlich in den Siebzigern hatte. Die Katze ist getigert und mager, was mich nicht wundert. Jeder in Hunts Point ist mager. Hier hat niemand genug zu essen.

Ich greife nach meiner Tasche auf dem Rücksitz meines VW Lupo und nehme mein Fischbrötchen aus der Tüte, das ich auf dem Weg in die Bronx gekauft habe. Ich kurble das Fenster herunter und werfe es auf das schwarze Sofa. Erst erschrickt die Katze, macht einen Buckel und faucht, doch als sie keine Bedrohung feststellen kann, widmet sie sich dem Brötchen. Zweimal stupst sie es mit der Pfote an, fast als wollte sie sichergehen, dass es nicht doch eine getarnte Bedrohung ist, dann schnappt sie sich den Backfisch heraus, hüpft vom Sofa und rennt davon.

Ich lächle. Eine Weile bleibe ich noch in meinem Lupo, die Beine angezogen, während ich der Musik im Radio lausche und überlege, ob ich endlich aussteigen oder einfach umkehren soll. Aber verdammt! Die Konzertkarten im Internet waren ein Glücksgriff. Da kann es mir doch egal sein, ob der Verkäufer die Dinger höchstwahrscheinlich irgendjemandem abgezockt hat. Oder?

Ich reibe mir die Stirn und entscheide, dass ich nicht wissen kann, woher diese Karten stammen. Es lässt sich nichts Verwerfliches daran finden, wenn ein unschuldiges Mädchen zwei Konzertkarten für ihren Freund in Hunts Point kauft. Bevor ich es mir anders überlegen kann, ziehe ich den Schlüssel aus dem Zündschloss und steige aus dem Wagen.

Die Luft ist frisch und kündigt den kommenden Abend an. Der Wind streift meine frei liegenden Knöchel unter der Dreivierteljeans und lässt mich frösteln, während ich mich darauf konzentriere, an dem stinkenden Müllberg vorbeizugehen und die dunkelbraune Plörre nicht weiter zu beachten, die in einem Plastikeimer neben dem Sofa steht. In Hunts Point häufen sich an jeder Straßenecke die Müllberge, darauf wartend, dass sie von den Wagen der Deponien entsorgt werden.

Vor dem ersten Wohnblock neben sehr hohen schwarzen Zäunen, die allesamt mit weißen Planen versehen sind, bleibe ich stehen. Ich möchte den Namen, den mir der Verkäufer bei eBay gegeben hat, auf der Klingel drücken, doch fast jedes der Schilder baumelt an heraushängenden Drähten und befindet sich nicht mehr in der Mauer. Ich überlege, ob ich dem Verkäufer eine Nachricht senden soll, dass ich vor der Tür stehe, als mir auffällt, dass die Haustür nicht ganz geschlossen ist. Ein Stück des Schlosses ist herausgebrochen, sodass sie nicht mehr einrasten kann.

Da ist es. Grell und blinkend. Das Warnsignal, dass ich die Karten vergessen und sofort verschwinden sollte. Aber Luke würde sich so unfassbar freuen. Abgesehen davon hatten wir schon lange keinen ausgelassenen Abend mehr für uns, weil das Studium seine Klauen ausgestreckt und mich erdrückend für sich eingenommen hat.

Ich betaste das Pfefferspray in der Tasche meiner Steppjacke und überlege. Was soll’s … Mit der Schulter drücke ich die morsche Holztür auf und trete in das muffige Treppenhaus. Es riecht streng und feucht, und die Beleuchtung funktioniert nicht richtig. Der Verkäufer wohnt – Gott sei Dank! – direkt im Erdgeschoss, ich finde seinen Namen an einer weiteren raushängenden Klingel links von mir.

Ich klopfe. Ein Hund fängt an zu bellen.

»Halt die Schnauze!«, höre ich eine Stimme hinter der Tür. Dann Schritte, die sich nähern. Ich überlege, ob ich doch noch abhauen soll, ehe sich der Hund auf mich stürzt, da wird die Tür bereits geöffnet. Ein bulliger Mann mit vielen Tattoos und wenig Nacken blickt auf mich herab. Der Hund bellt immer noch.

»Wer ist das?«, brüllt eine Frau von weiter hinten. Der Typ antwortet ihr nicht. In seiner Hand hält er ein Billigbier. Das von Walmart für zwölf Cent. Ich weiß das, weil das Bier der Renner auf Studentenpartys ist.

»Ja?«, fragt er. Sein Ton ist alles andere als freundlich.

»Ich bin wegen der Konzertkarten hier.« Eine Hand vergrabe ich in die Tasche meiner Steppjacke und umschließe das Pfefferspray. Nur für den Fall.

»Ach ja«, entgegnet der Typ. »Voll vergessen. Warte.« Er dreht seinen bulligen Kopf Richtung Flur. »Jennet! Wo sind die Scheißkarten? Die Alte ist hier und will sie abholen!«

Wow. Die Alte. Wäre der Kerl nicht mindestens eins neunzig groß und seine Arme doppelt so dick wie meine Oberschenkel, hätte ich mich über diesen Ausdruck beschwert. Jetzt will ich bloß noch die Karten und aus diesem stinkenden Treppenhaus verschwinden.

Besagte Jennet kommt aus einem der hinteren Zimmer. Sie ist mager. Wie die Katze. Ihre Beine machen den Eindruck, bei jedem Schritt wegzuknicken. Sie wühlt in einer Kommode, über der ziemlich schief ein Spiegel ohne Rahmen hängt, und holt die Konzertkarten heraus.

»Fünfzig Mäuse«, sagt sie, als sie neben dem bulligen Kerl im Türrahmen erscheint. Ihre schwarzen Haare hängen stumpf an ihr herab. Ich hole den Fünfzigdollarschein aus meiner Hosentasche und warte, dass sie mir die Karten gibt, aber die Frau kneift die Augen zusammen.

»Du zuerst.«

Ich kann nicht fassen, dass sie denkt, ich würde sie abziehen wollen. Meine Güte! Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, kommt mir der Gedanke, dass sie es vielleicht vorhaben.

»Wir legen beides gleichzeitig auf den Boden«, schlage ich vor. »Okay?«

Himmel. Es geht hier um Konzertkarten, und ich fühle mich, als wäre ich Undercovercop. Nie wieder werde ich etwas in diesem Viertel kaufen.

Jennet scheint jedoch einverstanden. Sie reckt kurz ihr spitzes Kinn und lässt mich nicht aus den Augen, während wir uns bücken – und ich mir endlos bescheuert vorkomme –, der Typ uns dabei mit Röntgenblick seiner dunklen Knopfaugen beobachtet, im Hintergrund der Hund wie ein Irrer bellt und schließlich Währung und Karten zu Boden gehen. Jennet greift so schnell nach dem Geld, dass ich es kaum richtig mitbekomme, aber auch ich bewege mich hektisch. Meine Nägel kratzen über den Boden, als ich die Karten an mich nehme.

»Gut.« Ich richte mich auf. Mein Herz rast. Kurz habe ich geglaubt, Jennet schnappt sich Geld und Karten. »Danke schön.«

Ich bekomme keine Antwort. Stattdessen wird die Tür zugeknallt und der Hund angeschrien, er solle sein verfluchtes Maul halten.

Den Weg zum Auto renne ich. Und als ich endlich den vertrauten Geruch meines Vanilleduftbaums rieche, der vom Rückspiegel baumelt, verriegle ich die Tür und erlaube mir, kurz die Augen zu schließen und erleichtert durchzuatmen. Meine Hände zittern, als ich mir die Karten ansehe, und ich kann nicht verhindern, dass mir ein freudiges Lachen über die Lippen huscht.

The Jonas Brothers. Für das kommende Wochenende. Luke wird völlig ausrasten.

Meinen Wagen parke ich vor der Alumni Hall. Es ist die Wohnresidenz der höheren Semester. Luke und ich leben beide hier; er im dritten und ich im ersten Stockwerk. Oft lernen wir zusammen im Gemeinschaftssaal oder falten unsere Klamotten im Waschraum. Da haben wir uns auch kennengelernt. Er hat mich gefragt, ob ich ihm ein Waschpulver-Pad leihen kann, daraus entwickelten sich dann stundenlange Gespräche, während wir den Trocknern zusahen, und irgendwann wurde aus der platonischen Waschraum-Beziehung dann eine richtige, die jetzt schon fast ein Jahr lang hält.

Mit einem Lächeln im Gesicht klopfe ich an seine Tür.

»Herein.«

Ich zwänge mich in den schmalen Flur. Luke sitzt am kleinen Tisch in der Küche. Er teilt sich die Wohnung mit einem anderen Studenten. Als er aufsieht, lächelt er. »Madison! Was für eine Überraschung. Ich dachte, wir sehen uns erst morgen wieder?«

»Wäre doch keine Überraschung gewesen, wenn ich dich vorgewarnt hätte.« Ich lasse mich neben ihn auf den klapprigen Stuhl plumpsen. Ihm rutscht sein Algebrabuch vom Schoß, in dem er gerade noch gelesen hat. Luke studiert Mathe und Physik auf Lehramt.

Er beugt sich vor, um mir einen Kuss zu geben, dann kramt er sein Handy aus der Tasche. »Muss nur kurz eine Nachricht schreiben. Sekunde.«

Mit den Füßen tippe ich aufgeregt auf den Boden, weil ich es nicht erwarten kann, ihm die Karten zu geben.

»So.« Er legt...



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