Operettenkultur nach 1933
Buch, Deutsch, 251 Seiten, Format (B × H): 150 mm x 210 mm
ISBN: 978-3-95908-467-3
Verlag: Thelem/ w.e.b.
Literarische, musikalische und aufführungspraktische Konventionen verfielen, eine Wiederbelebung nach 1945 misslang. Was als „Operette“ in den 1950er Jahren proklamiert wurde, bezeichnet nicht in Ansätzen das Potential eines Genres, das Gesellschaftskritik und musikalischen Witz, Situationskomik und politische Anspielungen verband.
Diese Verluste wurden bei einer Tagung der Staatsoperette Dresden thematisiert: im Blick auf individuelle Schicksale von SängerInnen, MusikerInnen und Komponisten, deren Karriere durch die nationalsozialistische Diktatur unterbrochen wurde, aber auch auf die veränderten Produktionsbedingungen, mit denen alternative Genres – zumal der Film – das ehedem ungemein populäre Genre ersetzten.
Dieser Band, entstanden aus der langjährigen Zusammenarbeit der Staatsoperette Dresden mit dem Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik, will die kulturgeschichtliche Bedeutung eines traditionsreichen Genres rekonstruieren – nicht zuletzt auch, um Perspektiven für seine Zukunft zu eröffnen.