Crews | Küsse niemals deinen Chef! | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2030, 144 Seiten

Reihe: Julia

Crews Küsse niemals deinen Chef!


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-247-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2030, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-86494-247-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Sind Sie etwa immun gegen meinen Charme?' Grace ist sprachlos, als Lucas Wolfe sich vor ihrem Schreibtisch aufbaut. Sie hat Wichtigeres zu tun, als sich mit diesem unverschämten, wenn auch zugegebenermaßen sehr attraktiven Womanizer abzugeben! Doch gegen ihren Willen lässt seine dunkle, samtige Stimme sie sinnlich erschauern. Sengende Hitze breitet sich an jeder Stelle ihres Körpers aus, den Lucas mit hungrigen Blicken verschlingt. Am liebsten würde sie weglaufen! Aber da eröffnet er ihr: 'Ich bin Ihr neuer Boss! Wir werden eng zusammenarbeiten, sehr eng ...'



Caitlin Crews wuchs in der Nähe von New York auf. Seit sie mit 12 Jahren ihren ersten Liebesroman las, ist sie dem Genre mit Haut und Haaren verfallen und von den Helden absolut hingerissen. Ihren Lieblingsfilm 'Stolz und Vorurteil' mit Keira Knightly hat sie sich mindestens achtmal im Kino angeschaut. Genau wie die Liebesromane an den unterschiedlichsten Orten in der Welt spielen, hat auch Caitlin Crews die exotischsten Schauplätze bereist. Sie unternahm eine Rucksacktour durch Zimbabwe, war auf Safari in Botswana und besuchte weit abgelegene Dörfer in Nambibia. Gerne würde sie einmal in Prag, Dublin, Paris, Rom, Griechenland oder auf Hawaii leben. In dem Schreiben über all diese fremden Städte und Länder erfüllt sich für sie der Traum einer Auswanderung. Momentan lebt Caitlin zusammen mit ihrem Ehemann, der als Comic-Zeichner arbeitet, und einem ganzen Zoo von Tieren in Kalifornien.

Crews Küsse niemals deinen Chef! jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Mit deutlichem Missfallen blickte Grace Carter von ihrem PC auf und dem Besucher entgegen, der in ihr Büro stürmte, ohne anzuklopfen oder sich sonst bemerkbar zu machen. Doch bereits in der nächsten Sekunde vergaß sie alles andere um sich herum.

Er war es, daran gab es keinen Zweifel.

„Guten Morgen.“ Sein amüsierter, selbstsicherer Tonfall löste eine seltsame Reaktion in ihr aus. Grace straffte sich und setzte eine undurchdringliche Miene auf.

„Warum treten Sie nicht ungeniert noch näher?“, fragte sie mit unverhohlenem Sarkasmus in der kühlen Stimme.

Der italienische Designeranzug brachte seinen muskulösen Körper perfekt zur Geltung, wirkte allerdings etwas overdressed in der eher konservativen Umgebung des Hartington, einem der ältesten und ehrwürdigsten Kaufhäuser Londons. In diesen heiligen Hallen war ‚konservativ‘ das Schlüsselwort, und das betraf sowohl die Geschäftsführung als auch die Garderobe der Angestellten.

„Danke“, sagte der Eindringling mit funkelnden Augen und breitem Lächeln, als hätte Grace es tatsächlich ernst gemeint. „Gilt die Einladung nur für Ihr Büro, oder kann ich auf etwas Aufregenderes hoffen?“

Das zerzauste schwarzbraune Haar fiel ihm tief in die Stirn. Es reichte bis zu den ausdrucksvollen grünen Augen, von denen eines rundum blauviolette Blessuren aufwies. Außerdem hatte er einen blutigen Riss an der Oberlippe, was dem schockierend sinnlichen Gesamtbild allerdings keinen Abbruch tat. Eher verlieh das lässige Aussehen – zusammen mit den Kampfspuren – dem Eindringling den gefährlichen Charme eines Freibeuters.

Und dessen war er sich sehr bewusst!

Was hat er hier verloren? fragte sich Grace nervös. Dass er es wirklich war, daran bestand kein Zweifel. Außerdem war es nicht das erste Mal, dass sie ihn in natura sah.

Allerdings gab es wohl kaum jemanden, der sein Gesicht nicht auf Anhieb hätte identifizieren können. Immerhin prangte es ständig auf den Titelblättern internationaler Hochglanz- und Klatschmagazine. Und immer in Verbindung mit einem Benehmen, für das sein jetziger Auftritt als Paradebeispiel gelten konnte.

„Lucas Wolfe …“, stellte Grace sachlich fest.

Lucas Wolfe!

Zweiter Sohn des verstorbenen, extravaganten Lebemanns William Wolfe. Erklärter Liebling der Paparazzi und sorgloser Liebhaber ungezählter Frauen, die ausnahmslos ebenso attraktiv wie reich waren.

Was um alles in der Welt verschlug ihn an diesem tristen Dienstagmorgen eines nasskalten Februars ausgerechnet in ihr Büro?

„Madam …“

Ihre Miene wurde noch strenger. „Leider bin ich außerordentlich beschäftigt.“

„Nur zu beschäftigt oder immun gegen meinen Charme und mein gutes Aussehen?“, fragte er dreist. Sein Lächeln wurde noch breiter und wirkte zu Graces Entsetzen außerordentlich ansteckend. Nur mit Mühe konnte sie ein Lächeln zurückhalten. „Ich hoffe nicht!“, fuhr Lucas Wolfe fort, als von ihrer Seite keine Reaktion erfolgte.

Grace erhob sich von ihrem Schreibtischstuhl, um nicht ständig zu ihm aufsehen zu müssen. „Ich würde Sie ja bitten, es sich solange bequem zu machen, bis ich jemand gefunden habe, der Ihnen weiterhelfen kann …“

„Keine Bange, ich mache es mir immer bequem und fühle mich überall wohl.“

Der Drang, diesem arroganten Womanizer mitzuteilen, was sie von Männern wie ihm hielt, wurde fast übermächtig. Für sie waren solche Typen nur nutzlose Wichtigtuer und Parasiten, wie Grace ihnen als Kind in dem Wohnwagentrailer, den sie zusammen mit ihrer Mutter bewohnt hatte, begegnet war. Typen wie ihr Vater, den sie nie kennengelernt hatte, weil er allem Anschein nach nur ein weiterer charmanter Nichtsnutz in der langen Reihe der verantwortungslosen Verehrer ihrer naiven Mutter gewesen war. Typen wie die Idioten, derer sie sich selbst in den letzten Jahren hatte erwehren müssen.

Doch als Mitglied der Wolfe-Familie wurde Lucas im Hartington wie eine königliche Hoheit behandelt, zumal das Traditionskaufhaus früher seiner Familie gehört hatte. Auch wenn das längst nicht mehr der Fall war, spielte der derzeitige Geschäftsführer diese ehemalige Verbindung bei Bedarf gern als Trumpfkarte aus.

Und von Grace, die als Eventmanagerin für das in Kürze stattfindende hundertjährige Jubiläum zuständig war, wurde natürlich erwartet, dass sie im Interesse der Firma handelte. Unabhängig von eigenen Gefühlen oder eventuellen Animositäten.

Gerade deshalb hatte sie wahrlich Wichtigeres zu tun, als sich mit diesem extrem dreisten, wenn auch zugegebenermaßen sehr attraktiven Playboy abzugeben. Denn wenn Grace etwas hasste, dann kostbare Zeit zu verschwenden.

„Tut mir leid, gerade heute bin ich sehr …“

„Warum habe ich das Gefühl, Ihnen schon einmal begegnet zu sein?“, unterbrach der unhöfliche Kerl sie nicht zum ersten Mal.

Seine dunkle, träge Stimme jagte heiße Schauer über ihren Rücken. Sie konnte doch unmöglich auf den zynischen Charme dieses gewieften Frauenhelden reagieren? Nicht sie, die sich immer für stark und unerschütterlich gehalten hatte, was das andere Geschlecht betraf!

„Keine Ahnung“, log sie kühl. Das war normalerweise nicht ihre Art, aber sie würden sich ja glücklicherweise nie wiedersehen.

Warum war er überhaupt hier? Und was war nach ihrem zufälligen Zusammentreffen in der letzten Nacht geschehen? Die zynische Langeweile, die Lucas Wolfe noch vor wenigen Stunden in der schicken, überfüllten Hotelbar zur Schau gestellt hatte, war einem Verhalten gewichen, das ihr sehr viel faszinierender und gefährlicher erschien. Es war, als brodelte eine unterschwellige Wut in seinem Innern, die er hinter seiner gewohnt arrogant lasziven Fassade zu verbergen suchte. Möglicherweise bildete sie sich das alles aber auch nur ein.

„Ich weiß, dass ich Sie schon einmal gesehen habe“, beharrte Lucas und schien sie mit seinen funkelnden grünen Augen zu durchbohren. Betont langsam ließ er den Blick von ihrem Gesicht zu dem exklusiven Carolina-Herrera-Outfit und wieder zurück wandern. „Sie haben einen bemerkenswert anziehenden Mund. Aber wo sind wir uns begegnet?“

Hitze breitete sich an jeder Stelle ihres verräterischen Körpers aus, die seine Augen gerade prüfend gemustert hatten: in ihren Brüsten, dem flachen Bauch, den Hüften und …

Streng sagte Grace sich, dass Lucas Wolfe offenbar instinktiv jedem weiblichen Wesen Blicke gönnte, die zwar von heißen Liebesnächten sprachen, für ihn aber nicht mehr bedeuteten als für andere Männer ein höflicher Händedruck.

Trotzdem bewirkte sein unverschämtes Verhalten eine Reaktion in ihr, die sie alarmierte und an das naive, dumme Ding erinnerte, das sie vor langer Zeit gewesen war. Männer wie Lucas Wolfe zerstörten sorglos das Leben anderer, einfach nur, weil sie es konnten. Das wusste Grace besser als jeder andere.

„Er ist schon ein heißer Typ, oder?“, hatte ihr Mona, die Modeeinkäuferin von Hartington, letzte Nacht in der Bar zugeflüstert und Grace damit erst auf Lucas aufmerksam gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatte er deutlich betrunkener und noch derangierter gewirkt als momentan – und das anlässlich einer exklusiven Modenschau von Samantha Cartwright, einer von Londons angesagtesten Avantgardedesignerinnen.

Mona hatte geradezu lustvoll geseufzt, während sie quer über den trendigen Glastresen hinweg beobachtete, wie Lucas mit der Stardesignerin flirtete, ungeachtet der allgemeinen Aufmerksamkeit, die er dabei erregte.

„Sollte er auch nur per Zufall in unsere Richtung schauen, haben wir glücklicherweise die Order, ihn wie einen König zu behandeln“, murmelte Mona dann auch noch wie in Trance. „Befehl aus der Chefetage.“

Darauf hatte Grace nur abwesend genickt. Sie selbst sah absolut keine Gefahr, in den Gesichtskreis des notorischen Playboys zu geraten, der nicht nur für seinen verheerenden Charme berühmt war, sondern auch für die standhafte Weigerung, einer ernsthaften Tätigkeit nachzugehen. Das galt ganz besonders für das jahrelange Drängen der Geschäftsleitung von Hartington, Lucas Wolfe für einen Posten in der Chefetage zu gewinnen, wie sein verstorbener Vater ihn einst besetzt hatte.

Während sie Lucas Wolfe abwesend musterte, verspürte Grace Widerwillen, Ekel und zugleich eine seltsam übersteigerte Wahrnehmung seiner Person. Wie brachte es dieser Mann nur fertig, Sympathie auf sich zu ziehen, während er sich mit der sehr viel älteren und sehr verheirateten Samantha Cartwright hemmungslos in ein erotisches Geplänkel stürzte? Und das inmitten der Crème de la Crème der Londoner Society! Als wäre er im Recht und alle anderen nur Spießer und Spielverderber …

Trotzdem hatte sein Charme zumindest gestern nicht ausgereicht, um ihn vor Samanthas Ehemann zu schützen. Als dieser die Turteltauben zusammen erwischte, demonstrierte er seine Missbilligung, indem er spontan das markante Gesicht des dreisten Verführers verunzierte.

Der Umstand, dass auch Grace fast einen kleinen … Zusammenstoß mit diesem notorischen Don Juan hatte, fiel dagegen so gut wie gar nicht ins Gewicht. Er konnte sich ganz sicher nicht mehr daran erinnern. Und sie? Nun, wenn sie in der letzten Nacht kein Auge zubekommen hatte, wen interessierte das schon? Das konnte genauso gut an dem Espresso nach dem Dinner liegen.

„Ich glaube, wir sind uns gestern Abend kurz auf der Cartwright-Modenschau...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.