Coulter | Regency Brides - Eine skandalöse Hochzeit | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 415 Seiten

Reihe: Regency Brides

Coulter Regency Brides - Eine skandalöse Hochzeit

Roman, Band 1: Eine schöne Braut, ein geheimnisvoller Gentleman, und eine unerwartete Liebe
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98690-798-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman, Band 1: Eine schöne Braut, ein geheimnisvoller Gentleman, und eine unerwartete Liebe

E-Book, Deutsch, Band 1, 415 Seiten

Reihe: Regency Brides

ISBN: 978-3-98690-798-3
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



So manch eine Rose blüht im Verborgenen: Der historische Liebesroman »Regency Brides - Eine skandalöse Hochzeit« von Catherine Coulter jetzt als eBook bei dotbooks. Die schüchterne Alexandra kann ihr Glück kaum fassen, als sie erfährt, dass sie die Frau des gutaussehenden Douglas Sherbrooke werden soll - jenes Mannes, den sie schon seit langer Zeit heimlich liebt! Doch was erst wie ein Traum wirkt, wird bald zur bitteren Enttäuschung - denn der stolze Earl wollte nie Alexandra heiraten, sondern ihre schöne Schwester Melissandre, die ihn zurückwies! Statt Liebe und Zuneigung scheint der stolze Earl nur Verachtung für Alexandra übrig zu haben. Gedemütigt und verletzt versucht sie, aus ihrer kalten Ehe auszubrechen - doch ist sie Douglas wirklich so gleichgültig, wie er behauptet? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Regency-Roman »Eine skandalöse Hochzeit« von New-York-Times-Bestsellerautorin Catherine Coulter ist der romantische Auftakt der Regency-Brides-Serie und wird alle Fans der Erfolgsserie »Bridgerton« und Julia Quinn begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Catherine Coulter wurde 1942 in Texas geboren. Schon früh begeisterte sie sich für die Regency-Bestseller von Georgette Heyer, die sie schließlich dazu inspirierten, selbst historische Liebesromane zu schreiben. Inzwischen ist Catherine Coulter erfolgreiche Autorin zahlreicher historischer und zeitgenössischer Liebesromane, sowie vieler Thriller, mit denen sie immer wieder auf der New-York-Times-Bestsellerliste stand. Die Website der Autorin: catherinecoulter.com/ Die Autorin bei Facebook: facebook.com/CatherineCoulterBooks/ Die Autorin auf Instagram: instagram.com/catherinecoulterauthor/ Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin die historischen Liebesromane: »Regency Brides - Eine skandalöse Hochzeit, Band 1« »Regency Brides - Eine unerwartete Liebe, Band 2« »Regency Brides - Eine Lady auf Abwegen, Band 3« »Regency Brides - Eine geheimnisvolle Lady, Band 4« »Regency Games - Wie verzaubert man einen Earl? Band 1« »Regency Games -Wie küsst man einen Viscount? Band 2« »Regency Rebel - Wie verführt man einen Baron?«
Coulter Regency Brides - Eine skandalöse Hochzeit jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 2


St.-Cyre-Stadthaus

London

2. April

»Mylord.«

»Sei leise, Quincy«, sagte Gray, ohne die Augen zu öffnen. »Eleanor schläft.«

Quincy warf einen Blick auf die schlanke Eleanor und senkte seine Stimme zu einem Flüstern, das allerdings wohl nicht leise genug war, da Eleanor die Augen öffnete und ihn finster anblickte. »Ihr müsst unbedingt in den Salon kommen, Mylord. Ihr habt Besuch.«

Der Baron strich leicht über Eleanors Rücken, tätschelte ihren Kopf und fuhr mit seinen Fingern über ihr Kinn, wobei sie sich ihm entgegenstreckte, dann erhob er sich. Eleanor hob den Kopf, blinzelte ihn an und legte sich dann wieder hin.

»Sie schläft noch«, sagte Gray. »Das macht sie manchmal, ist dir das auch schon aufgefallen? Sie sieht dir genau in die Augen, und dann schläft sie wieder ein. Ich glaube nicht, dass sie überhaupt aufwacht. Nun, es ist sehr früh für Besucher. Wer ist es denn?«

»Eure beiden Großtanten, Mylord.« Quincy betrachtete die schlafende Eleanor. Er hätte schwören können, dass sie hellwach gewesen war, als sie ihn hörte.

»Welche Großtanten?«

»Nach dem, was Miss Maude sagt, sind sie die Tanten Eurer Mutter.«

Gray war aufrichtig überrascht. Er erinnerte sich zwar an sie, aber es war lange her, viel zu lange ... Als sie zum letzten Mal zu Besuch gekommen waren, war er ein kleiner Junge gewesen, vielleicht sieben Jahre alt.

Er blickte auf den weichen, hellbraunen Ledersessel, den seine Mutter so geliebt hatte. Er sah sie immer noch vor sich, wie sie mit der Handfläche leicht über den Sitz strich. Seltsam, dass er sich daran erinnerte, denn sie waren selten hier in London gewesen.

»Diese alten Damen ... ich habe seit Jahren nichts von ihnen gehört. Was mag da wohl los sein?« Seine Mutter war ein Einzelkind gewesen – jammerschade, hatte Gray oft gedacht. Wenn sie vielleicht einen Bruder gehabt hätte, dann hätte er sie beschützen können; ihr Vater war im Kolonialkrieg an einem Ort namens Trenton gefallen, und kein Mann hatte ihr zur Seite gestanden. Nur ihr Sohn, damals noch ein sehr kleiner Junge, der sie auch nicht hatte retten können, bis er zwölf war.

Er schüttelte den Kopf. Alte Erinnerungen, Erinnerungen, die besser begraben bleiben sollten, da es jetzt sowieso zu spät war, um noch etwas zu tun.

Vor zwei Stunden hatte Gray gefrühstückt und ein wenig in seiner Bibliothek gearbeitet, nur in Gesellschaft seiner stolzen Eleanor. Er reckte sich und ging in den vorderen Teil des Hauses. Das St.-Cyre-Stadthaus stand am Portman Square. Die Fenster des Salons gingen auf den Park auf der anderen Straßenseite.

Es war ein grauer, trüber Morgen, die Luft war kühl und feucht. Heute war der 2. April, und von der Sonne war nichts zu sehen – allerdings erwartete man das in London auch gar nicht.

Als er durch die Doppeltüren den Salon betrat, verkündete Quincy mit seiner näselnden Stimme: »Lord Cliffe.« Abrupt blieb er stehen.

Mitten im Zimmer standen zwei alte Damen, eingehüllt in Schals, Hauben, Umhänge und Handschuhe, und starrten ihn an, als sei er der Teufel in Person.

»Ihr seid meine Großtanten?«, fragte Gray, während er freundlich lächelnd auf sie zutrat. Der heutige Tag, der so langweilig angefangen hatte, versprach auf einmal besonders zu werden.

Eine der beiden alten Damen trat vor. Sie war größer als die meisten Frauen, die er kannte, dünn wie eine Bohnenstange, mit einem langen, schmalen Gesicht und einer vertrockneten, leicht gelblichen Haut wie altes Pergament. Sie sah uralt aus, aber ihr Gang war federnd und ihr Gesichtsausdruck entschlossen.

»Wir brauchen deine Hilfe«, sagte sie mit einer leisen, schönen Stimme. Sie hatte einen sehr langen Hals und einen hübschen Mund, in dem sich immer noch all ihre Zähne befanden, wie er sehen konnte. Er verbeugte sich und wartete, aber die alte Dame blickte ihn nur an und trat dann zurück, wie ein Soldat, der sich wieder in Reih und Glied einordnet.

Die andere alte Dame, klein und sehr zierlich, blickte ihre Schwester kurz an und trat dann drei Schritte auf ihn zu. »Ich bin Maude Coddington, Mylord. Mathilda wollte eigentlich sagen, dass wir deine Großtanten sind. Wir waren die jüngeren Schwestern deiner Großmutter. Leider starb deine liebe Großmutter Mary bei der Geburt deiner Mama, unserer kleinen Nichte. Unsere andere Schwester, Martha, starb vor drei Jahren an einer Lungenentzündung, und jetzt sind nur noch Mathilda und ich übrig.«

Maude wirkte irgendwie flauschig mit all den Bändern und Bordüren an ihrem Kleid. Ihre Haube war mit künstlichen Trauben und Äpfeln verziert. Sie reichte ihm gerade bis zum obersten Knopf seiner Weste, Mathilda dagegen bis zur Stirn. Das sollten Schwestern sein? Er fragte sich, wie seine Großtante Martha wohl ausgesehen hatte. Er hatte einmal ein Porträt seiner Großmutter gesehen, das gemalt worden war, als sie achtzehn war.

»Es war die Schuld des Pfarrers«, sagte Tante Mathilda.

»Wie bitte?«, fragte Gray. »Was war die Schuld des Pfarrers?«

»Martha«, erwiderte Mathilda.

»Was Mathilda meint, wenn sie dir von dem Zwischenfall erzählen wollte, ist, dass unsere Schwester mit dem Pfarrer spazieren gegangen ist, und es fing an zu regnen, und er brachte sie nach Hause, aber da war es schon zu spät. Sie wurde krank und starb.«

»Oh, das tut mir Leid.« Er lächelte sie an, weil er äußerst höflich war, und außerdem wurde er langsam wirklich neugierig. Sie brachten ihn einfach zum Lächeln. Er sagte: »Danke, dass du mir die Dinge ausführlicher erklärst. Und bitte, wollt ihr euch nicht setzen? Ja, da ist es gut. Ach, du bist hier, Quincy. Bring uns doch bitte Tee und ein paar von Mrs. Posts Zitronenkeksen.« Er wartete, bis sich die beiden alten Damen auf dem Sofa ihm gegenüber niedergelassen hatten, dann setzte er sich ebenfalls. »Tante Mathilda sagte, dass ihr meine Hilfe braucht. Was kann ich für euch tun?«

»Kein Geld«, sagte Mathilda.

»Genau«, sagte Maude. »Das wäre ja geschmacklos, wenn zwei alte Damen zu dir kämen und dich um Geld bäten. Nein, finanzielle Hilfe brauchen wir nicht von dir, Mylord. Wir leben in der Nähe von Folkstone und sind gut situiert. Unser Vater hat uns bestens versorgt.«

»Reiche Gatten«, sagte Mathilda.

»Ja, nun, unsere Gatten haben uns auch wohl versorgt zurückgelassen. Es waren gute Männer.« Tante Maude holte tief Luft und fügte mit dramatischer Stimme hinzu: »Nein, Mylord, wir bitten dich um deine Hilfe als Oberhaupt der Familie St. Cyre.«

»Sehr jung«, sagte Mathilda.

Gray erwiderte langsam: »Ich bin vermutlich wirklich sehr jung für ein Oberhaupt der Familie, allerdings gibt es auch nicht mehr allzu viel Familie. Ich bin gerade sechsundzwanzig geworden. Es gibt noch ein paar Cousins, die ich noch nie gesehen habe und denen es wahrscheinlich egal ist, ob ich am Leben oder tot bin, aber sonst gibt es niemanden. Es freut mich sehr, dass ihr meine Tanten seid, und natürlich werde ich euch in jeder Beziehung helfen. Ah, da ist Quincy mit Mrs. Posts Keksen und dem Tee.«

Gray sah zu, wie Quincy, der als junger Mann sehr dünn gewesen und jetzt so rundlich wie einer von Mrs. Posts Rinderschinken geworden war, den Tee einschenkte und den beiden alten Damen half, sich aus ihren zahlreichen Hüllen herauszuschälen. Mathilda war völlig in Schwarz gekleidet, von der altmodischen Haube bis zu den Schuhen an ihren langen, schmalen Füßen. Alles war schwarz. Sogar das Medaillon, das sie um den Hals trug, war schwarz. Er hatte noch nie in seinem Leben ein schwarzes Medaillon gesehen.

Maude war in Rot gekleidet. Nein, das stimmte nicht ganz. In das Rot mischte sich auch ein wenig Braun und Rosa, was für die Augen leichter zu ertragen war. Es gab doch ein Wort für diese Farbe. O ja, es war fleischfarben, ein hässliches Wort, hatte er immer gefunden – es klang nach der Farbe tagelang aufbewahrter Reste. Ihre Haube war fleischfarben und die Schuhe an ihren sehr kleinen Füßen auch. Fleischfarben, dachte er, sah an Maude recht hübsch aus.

Als die beiden Damen sich wieder hingesetzt hatten und die Teetassen anmutig in ihren blau geäderten Händen hielten, sagte Gray: »Bitte, erzählt mir, was ich tun kann.«

Mathilda trank einen Schluck von ihrem sehr heißen Tee und sagte, als teile sie ihm damit alles umfassend mit: »Flut.«

Maude biss ein Stück von ihrem Zitronenkeks ab und seufzte, wobei sie ebenso schöne Zähne wie ihre Schwester zeigte. Dann schluckte sie den Bissen hinunter und erzählte: »Wir hatten kürzlich einen Brand in unserem hübschen Haus im Norden von Folkstone. Es heißt Feathergate Close und ist dreihundert Jahre alt. Das ist doch ein reizender, ziemlich romantischer Name, nicht wahr? Wenn Mathilda und ich sterben, wird Feathergate dir gehören.« Maude schwieg und strahlte ihn an, aber als ihre Schwester ihr einen Stoß versetzte, fuhr sie rasch fort.

»Ja, meine Liebe, ich komme ja schon auf den Punkt. Wir wollen uns doch nicht hetzen. Der Junge muss erst richtig vorbereitet werden.«

Sie schenkte ihm ein reizendes Lächeln. Wahrscheinlich hieß das, dass sie ihn jetzt für genügend vorbereitet hielt. »Nun, auf jeden Fall, nach diesem schrecklichen Brand mussten natürlich viele Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Wir würden gern für eine Weile bei dir bleiben, bis unser Haus wieder bewohnbar ist.«

»Was ist mit der Flut?«

»Oh«, entgegnete Maude und wischte sich zierlich die Finger an der weichen weißen Serviette ab, nachdem sie das letzte Stück Zitronenkeks in den Mund gesteckt hatte. »Die Flut kam nach dem Feuer. Die schönen Chippendale-Esszimmerstühle unserer lieben Mutter...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.