Cosette | Unartig | E-Book | sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

Cosette Unartig


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-86608-587-9
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 160 Seiten

ISBN: 978-3-86608-587-9
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



"BDSM around the world" lautet das Motto des dritten Sammelbandes von Cosette. Die neuen Geschichten der SM-Kultautorin sind allesamt zeitgenössisch und spielen in verschiedenen Ländern. Da wird beispielsweise in Frankreich lustvoll Rache geübt,auf Sardinien werden eigenwillige Therapiemethoden angewandt und in Russland elitäre SM-Partys gefeiert.Cosettes mittlerweile sechstes Buch beweist aufs Neue: Sie ist die unumstrittene Herrin über die moderne SM-Literatur.

Cosette Unartig jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


SKLAVENSTOLZ (BERLIN) Als Hannah sich vor das Andreaskreuz stellte, kamen ihr erste Bedenken. Sie hatte noch nie mit einem Dominus gespielt, den sie gerade erst kennengelernt hatte. Abenteuerlustig war sie in dieser Nacht durch Berlin gestreift und im SM-Club Gargoyle gestrandet. Nun stand sie hier, erregt und zweifelnd. Dieser fremde Dom wusste ja nicht, was ihr gefiel und was sie auf den Tod nicht ausstehen konnte. Deshalb beschloss sie, ihn aufzuklären: «Mein Busen ist tabu, ich meine für Schläge.» «So, so, deine Tittchen darf ich nicht schlagen, nur zärtlich streicheln, vermute ich.» Der Marquis d’Agonie, wie er sich nannte, ließ die Handfessel aus Stahl zuschnappen und fixierte somit Hannahs rechtes Handgelenk. «Das Korsett möchte ich anbehalten», klärte Hannah ihn auf. «Die halben Schalen heben meine Brüste an. Sie sehen dadurch hübsch aus, wie auf einem Präsentierteller.» Er fesselte auch die linke Hand an das Kreuz. «Und du möchtest hübsch aussehen, nicht wahr? Während der ganzen Session wie aus dem Ei gepellt.» Lag Sarkasmus in seiner Stimme? Hannah hob blasiert ihre Augenbrauen. «Natürlich! Welche Frau möchte schon hässlich sein?» «Für einen Dom ist eine Sub am schönsten, wenn sie leidet», sagte er gelassen, «wenn sich ihr Gesicht vor Schmerz verzerrt, wenn sie vor Geilheit schwitzt und trieft und Speichel aus ihrem Mundwinkel tropft.» Er ging vor ihr in die Hocke und spreizte ihre Beine. Furcht breitete sich in Hannah aus, aber es war eine Art Angst, die ihre Säfte fließen ließ. Eilig fügte sie hinzu: «Klammern an meinen Schamlippen mag ich auch nicht, besonders nicht die mit den Zähnchen.» «Das ist gut zu wissen.» Er schmunzelte, während er die Stahlfesseln an beiden Seiten um Hannahs Fußgelenke schloss, aber er lächelte sie nicht an, sondern in sich hinein, was Hannahs mulmiges Gefühl verstärkte. «Ich sage das alles nur, weil ein Dom und eine Sklavin vor einer Session abklären müssen, wie weit sie gehen.» «Und du bist eine Sklavin?» Er runzelte die Stirn. Hannah fand, dass das die dämlichste Frage war, die sie jemals gehört hatte, und zischte: «Sieht man doch.» «Und du sagst mir, wie weit ich bei dir gehen darf?» Schwungvoll erhob er sich. «Du musst doch wissen, was ich will und was nicht.» Der Marquis d’Agonie trat einen Schritt zurück, verschränkte die Arme vor dem Oberkörper und betrachtete sein Werk eingehend. «Meinst du nicht, es ist ziemlich hochmütig von dir, deinen Herrn zu duzen? Wäre ein Sie nicht angebrachter?» «Das Spiel hat doch noch gar nicht begonnen.» Sie hatte Mühe sich zusammenzureißen. Dieser Dominus war wirklich seltsam! Verklärt lächelnd nahm der Marquis eine Gerte von der Halterung an der Wand und schlug auf die Innenseite von Hannahs rechtem Oberschenkel, so nah an den äußeren Schamlippen, dass sie den Windhauch an ihrer Möse spürte. «Die Session hat angefangen, als wir dieses Separee betreten haben, Sklavin!» Hannah war auf einmal unsicher, ob sie die richtige Wahl getroffen hatte. Oliver, der normalerweise ihren Herrn spielte, hatte in dieser Nacht keine Lust gehabt auszugehen. Da sich Hannah aber den Spaß durch einen bockigen Dom nicht verderben lassen wollte, war sie eben alleine aufgebrochen. Zuerst hatte sie den Ku’damm unsicher gemacht, doch ihre Geilheit war zu groß gewesen, um sie zu ignorieren, und so war sie schließlich ins Gargoyle gefahren. Mit ihrem langen, rot gefärbten Haar hatte sie große Aufmerksamkeit auf sich gezogen und war von vielen Meistern angebaggert worden. Sie hatte sich für den Marquis entschieden, weil er so beherrscht auftrat und sie aufgrund seiner stahlblauen Augen, die so herrlich kalt und dominant wirkten, erschauerte. Nun wandelte sich diese Faszination in Grauen. Der Marquis d’Agonie lief vor ihr auf und ab und schwang die Gerte wie ein Lehrer den Rohrstock. «Ein Dominus sollte mit seiner Sklavin vor der Session über Tabus sprechen, über Extreme wie Kaviar, Nadeln oder Cutting. Du, Sklavin, hast kein Recht deinem Herrn vorzuschreiben, wo er welche Klammer anzulegen hat. Hast du mich verstanden?» «Ja, aber –» Er holte aus und schlug ihr mit dem flachen Ende der Gerte auf den rasierten Venushügel. «Das Wörtchen ‚aber‘ kommt im Wortschatz einer Sub nicht vor.» Wütend biss Hannah die Zähne zusammen. Sie hätte sich ohrfeigen können, weil sie bei dem Schlag zusammengezuckt war. «Ja», brachte sie gepresst hervor. «Ja, was?» Erneut traf er ihren Schamhügel, diesmal jedoch tief als zuvor. Blut schoss in ihr Fötzchen. Oliver hatte sie bisher nur auf den Hintern und die Rückseite ihrer Oberschenkel geschlagen, weil sie ihr Okay zu mehr nicht gegeben hatte. Schnippisch sagte sie: «Ja, verehrter Marquis d’Agonie.» «Dein aufmüpfiger Unterton gefällt mir ganz und gar nicht.» Es folgten drei schnelle Schläge auf ihre Klitoris, nicht so fest, dass Hannah in Tränen ausgebrochen wäre, aber der Schreck raubte ihr dennoch für Sekunden den Atem. Danach stieg Hitze in ihrem Kitzler auf. Instinktiv riss sie an ihren Fußfesseln, die ihre Beine gespreizt hielten, doch das war aussichtslos. Sie war den Hieben hilflos ausgeliefert. Der Marquis sah ihr ins Gesicht und weidete sich an ihrer Verzweiflung. «Das war nicht nötig gewesen», jammerte Hannah. «Das war zu krass.» «Drastisches Fehlverhalten erfordert drastische Erziehungsmaßnahmen.» Er kam so nah heran, dass ihre Nasen sich fast berührten. Seine Hände stützte er rechts und links neben ihrem Körper am Andreaskreuz ab. Mit seiner Nähe raubte er ihr die Luft zum Atmen. Er war so viel dominanter, als sie es von Oliver gewohnt war, und sie wusste nicht damit umzugehen. Der Marquis war zu streng, so viel stand fest. Aber verhielt er sich nicht genau so, wie eine Sklavin es sich wünschte? Sie errötete, denn sie spürte, wie das Feuer in ihrer Klitoris auf ihre Muschi übersprang und Mösensaft ihre Schenkel hinunterfloss. Dass sie derart auslief, hatte Hannah noch nicht erlebt. «Als wir das Separee betreten haben, habe ich dir ein Safeword ins Ohr geflüstert: fièrement.» «Das kann ich nicht aussprechen.» Trocken erwiderte er: «Das ist dein Problem.» Hannah traute ihren Ohren nicht. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein? Dachte er, er wäre so unwiderstehlich, dass er alles mit ihr tun konnte? Oh ja, das dachte er auf jeden Fall, und seine Überheblichkeit machte Hannah auch noch an. «Sobald du es aussprichst, werde ich dich losbinden und wir gehen getrennte Wege.» Er schaute ihr tief und mit kühlem Blick in die Augen. «Aber solange diese Session stattfindet, unterwirfst du dich meinen Regeln. Ich werde deine Grenzen ausloten und sie erweitern. Ich werde alles mit dir tun, wozu ich Lust habe. Deine Meinung zählt nicht, denn du bist eine Sklavin.» Sie schluckte den Kloß in ihrer Kehle hinunter und sagte widerspenstig: «Bei BDSM geht es um den Lustgewinn, sowohl vom Subbie als auch vom Top.» Der Marquis runzelte zornig seine Stirn und legte die Gerte quer unter Hannahs Kinn. Grob drückte er es hoch, sodass sie seine Macht spürte. «Erst einmal bekommst du fünf Schläge, weil du die Sub zuerst genannt hast. Wohin ich schlagen werde, hast du mir schon verraten, natürlich auf deinen Busen.» «Aber das mag ich nicht.» «Genau deshalb.» Seine Stimme troff vor Genugtuung. «Zweitens wirst du während der Schläge eine Krokodilklammer an deiner Schamlippe tragen, weil du so dreist bist und Lust von deinem Herrn erwartest, dabei hast du rein gar nichts zu erwarten. Du bist meinem Wohlwollen ausgeliefert und wirst um Orgasmen flehen, manchmal erfolgreich – manchmal vergeblich.» Sie schüttelte zaghaft den Kopf, denn sie begriff langsam, dass mit diesem Herrn nicht gut Kirschen essen war. «Bitte, nicht die Zahnklammer. Ich sagte doch, dass ich die nicht will. Sie tut so schrecklich weh.» «Genau deshalb werde ich sie dir anlegen. Und drittens –» «Was habe ich noch falsch gemacht?» «Du hast das Wörtchen ‚aber‘ schon wieder benutzt, obwohl ich es dir verboten habe.» Er schnalzte. «Wir werden viel Spaß miteinander haben, denn du bettelst mit jedem Satz um eine Strafe.» «Warum?», fragte Hannah und konnte sich selbst kaum verstehen, da sie so leise sprach. «Warum sind Sie so hart zu mir?» Lächelnd streichelte er ihre Wange und nahm die Gerte weg. «Nicht hart, sondern konsequent. Du bist keine Sklavin, sondern musst erst noch zu einer erzogen werden. Du bist so sehr mit Fehlern behaftet, dass sich kein Dominus herablassen sollte, sich mit dir zu beschäftigen, weil du es nicht wert bist. Also danke mir, dass ich die Last deiner Erziehung auf mich nehme.» Seine Worte trafen sie ins Herz. Sie war kein fehlerhaftes, wertloses Nichts. Warum machte diese Erniedrigung sie nur so geil? «Dein größter Fehler ist dein Stolz – ton fièrement! Du gibst vor, eine Sklavin zu sein, bist aber zu stolz, dich zu unterwerfen, und denkst, du könntest den Top manipulieren, doch als Bottom liegt dein Schicksal in seiner Hand. Daher rate ich dir, leide für mich, schöne Hannah, gib dich dem Schmerz genauso wie der Geilheit hin, damit ich zufrieden mit dir bin. Ansonsten beginne ich von vorne und treibe meine Späße noch ärger mit dir.» Hannah war wie paralysiert. Sie wagte kaum zu atmen, weil seine...


Cosette schreibt über Sex, direkt und unverblümt. Sie bringt es auf den Punkt, mag es auch gerne ein wenig obszön und regt das Kopfkino ihrer Leser gewaltig an. Mit einer Ausnahme, nämlich "Lust", schreibt sie über BDSM.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.