Corvus | Stardust 4: Die Ruinenstadt | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Stardust

Corvus Stardust 4: Die Ruinenstadt

Perry Rhodan Miniserie
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-3233-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan Miniserie

E-Book, Deutsch, Band 4, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Stardust

ISBN: 978-3-8453-3233-8
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Admiralin im Fronteinsatz - Rhodan strandet auf einer Primitivwelt Das Jahr 1513 Neuer Galaktischer Zeitrechnung: In Anthuresta, einer fernen Sterneninsel, haben Menschen ein neues Sternenreich aufgebaut. Sie siedelten vor einigen Jahrzehnten in das Stardust-System aus, mittlerweile haben sie die Grenzen ihres eigenen Sonnensystems verlassen. Ihre Raumschiffe erforschen die nähere Umgebung, ihre Abgesandten treten in Kontakt zu außerirdischen Völkern. In schier unglaublicher Ferne entwickelt sich eine neue Menschheit mit eigenen Visionen und Träumen. Als Perry Rhodan die Stardust-Terraner im Rahmen einer diplomatischen Mission besucht, gehen alle davon aus, dass es eine harmlose Dienstreise wird. Doch dann verläuft alles anders als geplant: Auf einmal taucht Anthur auf, der sich als Bote der Superintelligenz TALIN bezeichnet - und es kommt zu ersten Angriffen der sogenannten Amöbenschiffe. Wer steckt dahinter? Während Eritrea Kush, die Admiralin der Stardust-Menschheit, in einen gefährlichen Einsatz geht, sind Perry Rhodan und Anthur auf der Flucht. Sie erreichen DIE RUINENSTADT ...

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1.


Sepurasystem

17. Mai 1513 NGZ

Die grauen Schlieren des Linearraums wichen dem vertrauten, tiefen Schwarz, in dem Far Aways Sterne so dicht standen, dass man auf eine künstliche Beleuchtung verzichten konnte. Durch die Transplastkuppel drang genug Licht in die kleine Zentrale der URIDIUM.

Eritrea Kush kippte den Diskusraumer herum, damit die Bedrohung in Sicht kam. Durch sie betrug das Gefahrenpotenzial dieses Flugs ein Vielfaches dessen, das immer bestand, wenn man sich in einer dünnen Hülle dem Vakuum auslieferte. Wir fliegen einen Kampfeinsatz!

Die Kuppel verdunkelte, um die Helligkeit des Gestirns auf ein unschädliches Maß zu reduzieren. Damit schützte sie die zehn Augen der vier Besatzungsmitglieder.

Neben der Koordination des Angriffs umfasste Eritreas Aufgabe das Absetzen des Raumlanders, den die Techniker des Flaggschiffs erst vor wenigen Stunden fertiggestellt hatten und der jetzt unter der URIDIUM hing.

Das dreiköpfige »Kommando Virenkiller«, das gerade die letzten Checks an den Camouflageanzügen vornahm, würde ihn besetzen.

Solosted Whiskith hatte sich durch einige atemberaubende Raumflugmanöver hervorgetan und würde die energetisch unauffällige Raumlinse auf die Planetenoberfläche steuern.

Er war ebenso wie Doktor Gwen Soprina ein Mensch, wenngleich sich die beiden äußerlich stark unterschieden. Whiskith ähnelte durch seine hoch aufgeschossene, durchtrainierte Gestalt Eritrea, während Gwen mit 1,60 Meter einen Kopf kleiner war. Dennoch wog sie ein Vielfaches, und von vorn betrachtet waren ihre Abmessungen beinahe quadratisch. Die Muskelpakete zeugten von der Anpassung ihrer Ahnen an die Umweltbedingungen des Planeten Epsal.

Die Xenocomputerspezialistin Güramy Triktuk, zugleich Expertin für Hyperstrahlung, komplettierte das Team. In seiner Tellerform ähnelte ihr Kopf der Space Jet. Sie war eine Jülziish, gehörte also zu einem Volk, das von den Menschen auch als »Blues« bezeichnet wurde. Als solche verfügte sie über ein vorderes und ein hinteres Augenpaar. Gerade öffnete sich das rückwärts gerichtete, um die Veränderungen in dem taktischen Holo zu beobachten, das vor Eritreas Pilotensitz schwebte.

Eigentlich sollte ich mich nicht damit befassen. Eritrea strich die eigenwillige blonde Strähne aus ihrem Gesicht. Das Einsatzteam besteht aus Experten, die selbst wissen, was zu tun ist.

So wie Whiskith mit allem, was ein Triebwerk besaß, Kapriolen fliegen konnte, war kein noch so fremdartiger Algorithmus vor Güramys analytischem Verstand gefeit. Gwens Wissen über Mikrobiologie ließ auch die arrogantesten Professoren des Stardust-Systems bescheiden ihren Vorträgen lauschen.

Zudem hatten Güramy und Gwen bereits mehrfach erfolgreiche Forschungsmissionen absolviert. Sie waren TALIN-Jägerinnen gewesen, bevor sie sich der Flotte angeschlossen hatten.

Auf seinem Fachgebiet kann ich keinem von ihnen etwas beibringen.

Eritrea schmunzelte, als sie das Zufallsmuster austauschte, das die Flugrichtung der Space Jet variierte, um es Feindgeschützen schwerer zu machen. Solosted kann vielleicht doch von mir lernen. Der Bursche wird noch ein paar Jährchen brauchen, um mich vom Thron der besten Pilotin der Stardust-Flotte zu stoßen.

Etwa fünfzig Punkte füllten die Taktikanzeige. War ihre Position lediglich aus der Einsatzplanung abgeleitet, stellte die Positronik sie blasser dar, als wenn sie durch die lichtschnellen Ortungssysteme bestätigt war. Die Angriffsflotte aus fünfunddreißig Meter durchmessenden HYDRAS und mit acht Metern noch kleineren NEREIDES rückte in mehreren Wellen mit einer Geschwindigkeit vor, die ein Mensch zwar berechnen, sich aber nicht vorstellen konnte, weil sie weit jenseits der Alltagserfahrung seines Körpers lag.

»Positronik!«, befahl Eritrea mit ruhiger Stimme. »Planet Sepura 2 markieren.«

Ein grüner Halo erschien auf der Innenseite der Transplastkuppel. Er umschloss einen rötlichen Punkt.

Eritrea erinnerte sich daran, wie sie sich vor zwei Wochen über die wuchernde Vegetation auf dieser Welt gewundert hatte, die eigentlich eine tote Glutwüste hätte sein sollen. Später hatten Perry Rhodan und sie andere Sorgen gehabt.

Die Station einer unbekannten Zivilisation. Weiße, schleimige Kreaturen, die sie verfolgt hatten. Die Flucht vor dem Amöbenschiff, das die TALIN-Jäger ermordet hatte.

Auch dabei war sie an Bord einer Space Jet gewesen, gemeinsam mit Perry und Anthur, der sich als Bote TALINS ausgab und dabei doch dem Sohn ähnelte, den Eritrea vor Jahrzehnten aus den Augen verloren hatte. Oder bilde ich mir das nur ein?

»Die erste Welle passiert Aufmarschlinie Alpha«, meldete die Gefechtspositronik.

Eritrea sah zu dem Einsatzteam hinüber. Whiskith fluchte. Güramy war bis auf den Tellerkopf nahezu unsichtbar. Sie hatte die Nanochromatik ihres Anzugs aktiviert, wodurch dieser die Farben des Hintergrunds so exakt imitierte, dass der dürre Körper der Jülziish nur noch als Unschärfe zu erkennen war. Das konnte kaum der Grund für Whiskiths Unmut sein.

Eritrea schob den Gedanken beiseite. Sie kommen allein klar.

Ihre Aufgabe war die Koordination des Verbands, sonst nichts. Sie durfte sich nicht in Einzelheiten verlieren.

Aufmarschlinie Alpha war noch zwei Lichtminuten von ihrer eigenen Position entfernt, sodass sie sie in knapp vier Minuten ebenfalls passieren würde. Von dort aus war es noch eine Minute zu dem Planeten, um den inzwischen wenigstens fünf Amöbenschiffe kreisten.

Diese Information haben wir teuer bezahlt. Eritrea dachte an das Wrack der RIDE THE LIGHTNING. Kapitän Guarron mochte auf einen Orden gehofft haben, vielleicht hatte er auch Angehörige unter den getöteten TALIN-Jägern gehabt. Aber Schwächen, die bei einem Menschen verzeihlich waren, wurden bei einem Soldaten gefährlich und bei einem Offizier inakzeptabel.

Der aktuelle Einsatz schien wie erhofft abzulaufen. Obwohl sich die erste Welle mit ziemlicher Sicherheit in Ortungsreichweite der Amöbenschiffe befand, blieb sie unbehelligt. Vier der fünf NEREIDES dieses Geschwaders waren unbemannt, nur in einer saß ein Veteran, dessen Kreativität notfalls den Funken Unvorhersehbarkeit einbringen sollte, zu dem Positroniken niemals imstande waren.

Solange alles gemäß des Einsatzplans verlief, galt Funkstille. Für vorhersehbare Abweichungen hatte Eritrea kurze Kommandokodes ausgegeben, um Peilungsfenster zu minimieren. Ein echtes Funkgespräch käme nur zustande, falls die Planung versagte.

»Alles in Ordnung«, flüsterte Eritrea. Trotzdem fühlte sich ihre Zunge an wie ausgetrocknetes Holz, als sie über ihre Lippen leckte. »In allerbester Ordnung.«

Sepura 2 erschien nun auch in der Taktikanzeige, die Feindschiffe jedoch nicht. Die lichtschnellen Sensoren waren zu grob, um sie auf diese Entfernung gegen Sonnenstrahlung und Planetenmasse auszumachen. Aber das müsste sich jeden Moment ändern.

»Na kommt schon!«, murmelte Eritrea. Unwillkürlich wanderte ihr rechter Daumen über die Sensorfläche, die das Schiffsgeschütz steuerte. Dabei wusste sie, dass die Reichweite von Thermostrahlern und Desintegratoren gerade einmal zwei Sekunden vor dem physischen Feindkontakt erreicht wäre. »Wo seid ihr? Zeigt euch ...«

Whiskith baute sich vor ihr auf. Bei desaktivierter Camouflagefunktion schillerten bunte Flecken auf seinem Tarnanzug. Schweiß stand auf seiner Stirn. »Ich möchte etwas zu Protokoll geben, Admiralin!«

»Jetzt? Der Einsatz hat begonnen!«

»Trotzdem! Laut Flottendienstordnung habe ich jederzeit das Recht, eine Eingabe zu machen, um mich vor den disziplinarischen Folgen unsinniger Befehle zu schützen.«

Eritrea runzelte die Stirn. »Positronik: Eingabe des Leutnants Solosted Whiskith aufzeichnen und mit offiziellem Siegel versehen.«

»Ich weise in aller Form darauf hin, dass die Bewaffnung des Kommandos Virenkiller unzulänglich ist. Wir können nicht gegen ein Amöbenschiff bestehen.«

»Was soll das, Solosted? Ihr sollt das Schiff nicht abschießen, sondern ausspähen!«

»Die Risiken sind unkalkulierbar. Es ist völlig klar, dass man uns an der Ausführung unserer Mission hindern wird. Mit weit überlegenen Feindkräften ist zu rechnen!«

»Wenn ihr auf massiven Widerstand stoßen solltet, werdet ihr euch zurückziehen. Das ist der Sinn dieses verdeckten Manövers! Hast du in der Einsatzbesprechung geschlafen?«

Seine Kiefer mahlten. »In unserem Operationsgebiet wird ein Rückzug nur bedingt möglich sein. Wir wissen zu wenig über die Gegebenheiten.«

»Reiß dich zusammen! Dies ist eine Kommandomission, und wir brauchen die Daten! Ihr werdet improvisieren müssen.«

»Abkoppeln der Kameras beginnt«, meldete die Gefechtspositronik.

Güramys Hand hatte wegen der drei Daumen und vier Finger einen festen Griff. Sie zog Whiskith aus der Holoanzeige, in der nun die ersten Bilder erschienen.

Abgesehen von der URIDIUM führte jede Space Jet Bündel von Hunderten autonomer Kameras mit. Diese waren kleiner als ein Augapfel und enthielten außer der Aufnahmeelektronik nur einen minimalen Antrieb, durch den sie sich rasch um Sepura 2 verteilten, und einen Funksender, der die Bilder ungerichtet abstrahlte. Die Auswahl der Aufnahmen blieb den Bordpositroniken der Space Jets überlassen, die man zuvor mit Suchmustern zu den bekannten Daten der Feindschiffe versorgt hatte.

Der Algorithmus wurde sofort fündig. Zufrieden beugte sich Eritrea vor.

Die eingeblendeten Messdaten verrieten, dass der ellipsoide Raumer eine Länge von 497 Metern hatte. An der breitesten Stelle...



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