Correy | Star Trek: Hort des Lebens | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 0 Seiten

Correy Star Trek: Hort des Lebens

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11611-8
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

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ISBN: 978-3-641-11611-8
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Um die Enterprise zu retten, verfolgt Spock eine riskante Idee

Schwerkraftturbulenzen werfen die Enterprise aus ihrer Bahn, die Triebwerke werden beschädigt. Captain Kirk und seine Crew entdecken den Planeten Mercan, der um eine instabile Sonne kreist. Die Zivilisation der Mercanier ist hoch entwickelt, doch da das Licht die Atmosphäre des Planeten nicht durchdringen kann, glauben sie, sie seien alleine im Universum. Das Auftauchen der Enterprise sorgt für Unruhen, insbesondere die herrschende Kaste der Hüter sieht ihre Vormachstellung bedroht. Die Enterprise braucht die Hilfe der Mercanier, um die Triebwerke zu reparieren. Als Mercans Sonne in ihre instabile Phase tritt und gewaltige radioaktive Strahlung frei wird, ist das Leben der Crew in Gefahr. Da hat Spock eine geniale, aber riskante Idee.

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Kapitel 1


»Darf ich Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache richten, Captain, dass unser derzeitiger Kurs uns gefährlich nahe an die von Schiffen der Föderation gemeldete Schwerkraftturbulenz in diesem Arm des Orion bringt?« Wie immer war Spock bei der Einschätzung der Situation genau und logisch korrekt.

Captain James T. Kirk wandte sich in seinem Drehsessel um und blickte seinen Ersten Offizier an, der an seiner Navigationskonsole auf der Brücke der U.S.S. Enterprise saß. Kirk lächelte. »Ich bin mir dessen bewusst, Mr. Spock. Darf ich Ihre Aufmerksamkeit auf die Tatsache richten, dass Starfleet Command die Enterprise dazu ausgeschickt hat, um eben diese Turbulenz zu erforschen?« Er blickte nachdenklich vor sich hin und setzte dann hinzu: »Man hat mir gesagt, dass es sich um eine einfache und leichte wissenschaftliche Forschungsaufgabe handele, zum Ausgleich dafür, dass wir in letzter Zeit mehr Zusammenstöße mit den Klingonen gehabt haben, als uns zusteht …«

»Ich war bei der Einsatzbesprechung dabei«, erinnerte ihn Spock.

»Wozu dann die Warnung?«, wollte Kirk wissen.

»Wahrscheinlich«, sagte Doktor Leonard McCoy, von Kirk meist ›Pille‹ genannt, als er aus dem Turbo-Lift auf die Brücke trat, »weil unser Wissenschaftsoffizier eine Spur spekulativer Gefahr in eine Mission injizieren muss, die sich als ein langweiliger Trip durch größtenteils unerforschten Raum entwickelt hat. Als Erholungsreise nach langem Kampfeinsatz treibt diese Forschungskreuzfahrt die Crew zum Wahnsinn, Jim.«

»Ganz meine Meinung«, bestätigte Sulu von der Navigationskonsole. »Wir liegen jetzt seit sieben Wochen auf demselben Kurs …«

Kirk lächelte. Seine Leute hatten die Ruhe und Erholung, die sie als Langeweile bezeichneten, dringend nötig. Sie hatten eine verdammt harte Tour am Rand der Organianischen Vertragszone hinter sich. Nicht einmal ein einmonatiger Urlaub auf Starbase 4 hatte seine eigene Erschöpfung beheben können. Und er war sicher, dass es den anderen nicht besser ging als ihm.

Kirk hatte sich auf diese Mission gefreut: eine ruhige Reise entlang dem Innenrand des Orion-Arms, um Daten zu registrieren. Sie waren weit entfernt von Klingonen und Romulanern. Seine Crew brauchte die Ruhepause, die ein rein wissenschaftlicher Vermessungs- und Kartographierauftrag ihnen gab.

»Dem mag sein, wie es wolle, Mr. Sulu« sagte Kirk in freundlichem Tonfall zu dem Navigationsoffizier, »bleiben Sie weiter auf diesem Kurs. Und schlafen Sie nicht ein dabei, sonst könnte ich ungemütlich werden und eine Phaser-Übung ansetzen, um Sie wach zu halten.«

»Der Crew wäre das nur recht«, sagte McCoy. »Jim, ich weiß, dass wir in letzter Zeit eine Reihe ziemlich harter Missionen hatten, doch die Crew zehrt von solchen Einsätzen. Wenn man ihnen ein langwieriges und ereignisloses Unternehmen wie dieses anbietet, werden die Leute schlapp.«

»Das bezweifle ich«, sagte der Captain der Enterprise. »Lieutenant Uhura, Sie wirken nicht gelangweilt.«

Uhura zog den Hörstöpsel des Empfängers aus ihrem Ohr und lächelte ihren Kommandanten an, eine seltene Ausnahme bei ihrer normalerweise effizienten und sachlichen Haltung während des Brückendienstes. »Um ehrlich zu sein, Captain, war diese Zeit, in der wir nur Routinekommunikation zu erledigen hatten, wirklich eine willkommene Abwechslung. Meine Sektion muss sich jetzt wieder an normalen Betrieb gewöhnen, um ihren Leistungsstandard zu erreichen. Wissen Sie eigentlich, dass ich nicht ein einziges Mal eine Ruffrequenz öffnen musste, seit wir Starbase Vier verlassen haben?«

Kirk lachte leise, weil er sich daran erinnerte, wie sein Kommunikationsoffizier einmal unter Arbeitsstress fast zusammengebrochen war und sich über das ständige Öffnen von Ruffrequenzen beschwert hatte.

»Es ist mir ernst, Captain«, blieb Spock bei seinem Thema. »Wir dringen in völlig unerforschten Raum ein, dessen durch Schwerkraftanomalien hervorgerufene Form uns nicht bekannt ist. Die Daten, die vom Scout-Schiff Phoenix zurückgebracht wurden, sind recht unvollständig, weil es nicht so weit zum Rand des Arms vorgestoßen ist, wie wir es schon jetzt getan haben.«

Kirk spürte, dass Spock von irgend etwas bedrückt wurde. »Was ist der Grund für Ihre Beunruhigung, Spock? Während der Einsatzbesprechung auf Starbase Vier habe ich nichts davon bemerkt. Erklären Sie es mir.«

»Während der Besprechung, die recht kurz ausfiel, wie Sie wissen, hatte ich nicht genügend Zeit, alle Einzelheiten gründlich zu durchdenken, also war es mir nicht möglich, die möglichen Gefahren zu erkennen, mit denen wir konfrontiert werden könnten«, erklärte Spock. Er wandte sich der Konsole des Bibliothekscomputers zu und rief eine Darstellung des galaktischen Sektors ab, in dem sich die Enterprise jetzt befand. Kirk erhob sich von seinem Sessel und trat neben Spock, um den Erklärungen seines Wissenschaftsoffiziers besser folgen zu können. McCoy trat ebenfalls zu Spocks Konsole.

Die Projektion des kleinen Bildschirms zeigte die bekannte galaktische Region von Mark 10D bis Mark 25D. Der Lichtpunkt, der die Enterprise darstellte, stand hart am Rand des Orion-Arms, etwa 10 Kiloparsec von Starbase 4 entfernt. Spock machte sich nicht die Mühe, den elektronischen Zeigestock zu verwenden, um auf die Dinge hinzudeuten, die er erklärte, sondern gebrauchte dazu einen seiner langen vulkanischen Finger. »Wie wir bereits von unserer reichhaltigen Erfahrung beim Durchqueren des leeren Raums zwischen dem Orion-Arm und dem äußeren Perseus-Arm der Galaxis wissen, besteht an den Rändern galaktischer Spiralarme gewöhnlich eine erhebliche Schwerkraftturbulenz. Diese Turbulenz ist analog zu der, die entsteht, wenn man ein granuläres Material durch kreisförmige Bewegungen mit einer Flüssigkeit vermischt.«

»Analog, aber nicht gleich, weil Analogien niemals in echter Relation zum wirklichen Universum stehen«, sagte Kirk.

»Das ist richtig. Doch die Föderation hat die Zonen maximaler Turbulenz in dem leeren Raum zwischen den Starbasen Eins, Zehn und Elf und den Außenposten an der Grenze der romulanischen Vertragszone festgestellt … und diese Zonen werden sowohl von Schiffen der Starfleet als auch vom zivilen Verkehr sorgfältig gemieden. Es gibt zur Zeit noch keine gesicherte Erklärung für diese Schwerkraftturbulenzen am Rand galaktischer Arme. Ich vermute jedoch, sie werden durch die Tatsache hervorgerufen, dass stellare Bewegungen am Rand galaktischer Arme, im Unterschied zu stellaren Bewegungen in diesen Armen selbst, beinahe willkürlich sind. Dies würde seinerseits wechselseitig wirksame Schwerkraftfelder hervorrufen, die notwendigerweise die Struktur des Raums selbst verwerfen müssen.« Spock wandte sich zu seinem Captain und setzte hinzu: »Natürlich ist diese verbale Beschreibung wegen der semantischen Unlogik unserer Sprache äußerst unpräzise. Ich hatte noch keine Gelegenheit, ein logisches mathematisches Modell aus dieser Hypothese zu entwickeln, werde Ihnen jedoch mit Vergnügen das mathematische Modell zeigen, das ich bis jetzt erstellen konnte, selbst wenn es noch reichlich unpräzise ist …«

Kirk hob die Hand. »Verschonen Sie mich, Spock. Wenn es sich um Feldspannungen und translationale dynamische Matrizen handelt, so habe ich mich auf der Akademie ehrlich damit abgequält, bis ich sie schließlich verstand. Aber wenn Sie Ihre Hypothese schon so weit entwickelt haben, dass Sie sie mit den unpräzisen Mitteln der Sprache erklären können, so bedeutet das, dass Sie sie bereits im Griff haben.«

»Wie bitte?«, fragte Spock und hob eine Braue.

»Ich glaube, der Captain versucht, Ihnen zu erklären, dass Worte manchmal eine richtigere Darstellung der realen Welt geben als mathematische Formeln«, sagte McCoy in dem zynischen Ton, den er immer benutzte, wenn er den logischen Vulkanier bei solchen Angelegenheiten attackierte. »Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, dass die Mathematik nur die logischen Zusammenhänge der ersten Annahme aufdeckt … und da Annahmen nur selten logisch zu sein pflegen, sind die mathematischen Ergebnisse, die solchen unlogischen Annahmen entstammen, nichts als Unsinn.«

Spock hob auch die andere Braue. »Doktor, ich sehe keinen Grund dafür, dass Sie beleidigend werden. Ich verstehe natürlich, dass Ihnen daran liegt, das Image Ihrer ärztlichen Kunst als eine geheimnisvolle Tätigkeit, die nicht wissenschaftlicher Logik unterworfen ist, zu schützen, doch es gibt einige Aspekte des Universums, die durch die Mathematik logisch voraussehbar sind … sonst wären wir schließlich nicht in der Lage, irgendwo im Raum zu operieren.«

»Gentlemen«, unterbrach Kirk den Wortwechsel, der sich offensichtlich wieder einmal zu einer grundlegenden philosophischen Konfrontation zwischen seinem Wissenschaftsoffizier und seinem Bordarzt zu entwickeln drohte, »wollen wir Diskussionen dieser Art nicht auf die Messe beschränken? Was haben Sie mir wirklich sagen wollen, Spock? Spekulieren Sie ruhig, wenn es sein muss. Aber drücken Sie sich klar aus.« Kirks Tonfall machte seine Worte zu einem Befehl.

Spock antwortete entsprechend. »Wenn wir auf unserem derzeitigen Kurs bleiben, besteht eine Möglichkeit von eins zu dreihundertvierundsechzig Komma siebenundsechzig, in einen Sektor starker Raumverwerfungen zu geraten, der durch Schwerkraftturbulenz geschaffen worden ist. Die daraus entstehenden Konsequenzen vermag ich nicht vorherzusagen.«

»Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen darüber spekulieren«, erwiderte Kirk scharf.

»Der Raum kann durch Schwerkraft-Turbulenz verworfen oder sogar verfaltet werden. Wahrscheinlich werden wir solche Verfaltungen...



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