E-Book, Deutsch, 0 Seiten
Cooper Star Trek: Schwarzes Feuer
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11614-9
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Roman
E-Book, Deutsch, 0 Seiten
ISBN: 978-3-641-11614-9
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Enterprise wird von einer Explosion zerrissen, Kirk und Spock schwer verwundet. Spock glaubt, Beweise dafür zu haben, dass ein Saboteur am Werk ist. Doch die Sternenflotte schlägt seine Warnungen in den Wind. Also muss Spock auf eigene Faust - Kirk liegt noch verletzt auf der Krankenstation - seinem Verdacht nachgehen, obwohl ein Splitter im Rücken ihm fast unerträgliche Schmerzen bereitet. Zusammen mit Chefingenieur Scott entführt er ein Schiff und folgt den vagen Spuren ans andere Ende der Galaxis. Auf einem kleinen Wüstenplaneten müssen sie allerdings feststellen, dass sie nicht die einzigen waren, die diesen Spuren gefolgt sind. Auch die Klingonen und die Romulaner haben Raumschiffe geschickt. Sind alle in dieselbe Falle gegangen?
Weitere Infos & Material
Kapitel 2
Die Suche
1
U.S.S. RAVEN: KREUZER DER KLASSE AA. WARP POTENTIAL: 5 MAX. CAPTAIN ROSS FONTAINE. BESATZUNG: 17 TERRANER – 8 ANDORIANER – 1 VULKANIER. DERZEITIGER CREW STATUS: URLAUB AUF STARBASE 12. STATUS DES SCHIFFES: ÜBERNAHME VON VERSORGUNGSGÜTERN ABGESCHLOSSEN. ÜBERPRÜFUNG DES STARTSYSTEMS IN DURCHFÜHRUNG – INGENIEUR FESTUS PARKER AN BORD ZUGELASSEN. STANDORT: STARBASE 12, DOCK 6. NORMALER SICHERHEITSSTATUS.
Spock las den Computertext mit Befriedigung. Die Raven, die zwei Tage zuvor eingedockt hatte, war genau richtig für ihre Zwecke. Scott blickte über Spocks Schulter und nickte zustimmend. Sie hatten ihr Schiff gefunden. Doch der Schotte war beunruhigt.
»Sind Sie sicher, dass dies die einzige Möglichkeit ist, Mr. Spock? Starfleet sieht es nicht gerne, wenn man ihre Schiffe ohne Erlaubnis ausborgt, wissen Sie.«
»Falls Sie Bedenken haben sollten, Mr. Scott, so möchte ich Ihnen sagen, dass für Sie keinerlei Verpflichtung besteht, mich zu begleiten«, antwortete Spock ruhig. »Ich bin entschlossen, nachzuweisen, dass mein Verdacht hinsichtlich der Explosion richtig ist. Ihre Begleitung wäre jedoch sehr nützlich und willkommen.«
»Es wird etwas schwierig sein, ein Schiff dieser Größenordnung zu steuern, wenn wir nur zu zweit sind, aber ich denke, es ist zu schaffen«, antwortete Scott. »Wann leihen wir es uns aus?«
»Heute Nacht. Wir brauchen nur persönliche Dinge mitnehmen; das Schiff ist voll verproviantiert.«
Der einsame Posten vor der Eindockbucht blickte alle paar Minuten auf seinen Chronometer. Wachdienst auf der Starbase war mehr eine Angelegenheit der Form als eine Notwendigkeit, und guter Nachtschlaf wurde für eine völlig sinnlose Tätigkeit geopfert.
Gähnend lehnte er sich an die Wand, blickt an ihr entlang und wünschte, dass seine Wache zu Ende wäre. Er merkte nichts von Spocks Anwesenheit, bis der Vulkanier direkt hinter ihm stand. Er wandte sich um, erkannte Spock und lächelte. Das war das letzte, woran er sich erinnerte. Der präzise Griff und der Druck auf seine Schulter ließen ihn sekundenschnell bewusstlos werden. Spock legte ihn sanft zu Boden und winkte Scott. Lautlos stiegen sie in das Schiff.
Spock trat sofort zu dem Computer und legte ein Magnetband in die Konsole. Das Kommunikationsgerät erwachte zum Leben und rief die Flugkontrolle der Starbase an. Spock aktivierte den Audiomechanismus des Magnetbandes und sprach zum Personal der Flugkontrolle.
»Hier U.S.S. Raven: Normaler Starttest. Erbitten Erlaubnis für einen Flug von kurzer Reichweite.«
»Nennen Sie Ihre Autorisation«, kam die Antwort.
»Commander Festus Parker, Chefingenieur. Kontrolle der Sicherheitssysteme. Autorisation: nach üblichem Verfahren.«
»Erlaubnis erteilt – Testflug von kurzer Dauer. Bitte informieren Sie die Base nach Rückkehr vom Zustand des Schiffes.«
»Befehl erhalten und verstanden. Parker Ende.«
Spock nickte, und Scott tastete die Startsequenz ein. Sofort nach Erteilung der Starterlaubnis veränderte Spock den Zugang zur Datenbank des Navigationscomputers, so dass sie nicht durch Sensoren erkannt und verfolgt werden konnten. Sie befanden sich bereits tief im Raum, bevor irgend jemand auf der Starbase merkte, dass etwas nicht in Ordnung war.
Scott hatte alle Hände voll zu tun, das Schiff während der langen Reise allein zu steuern, während Spock an dem kleinen Computer der Raven unermüdlich nach dem wahrscheinlichsten Sternsystem in dem Sektor suchte, der auf der grob gezeichneten Karte angegeben war, die er in der Kabine von Kadett Tomari gefunden hatte.
Als sie sich dem Sektor näherten, konzentrierte er sich auf solche Systeme, deren Planeten Leben hervorbringen konnten. Von den zehn Sternen in diesem Sektor wies nur einer einen Planeten auf, der überhaupt bewohnbar war, also nahmen sie Kurs auf den vierten Planeten einer kleinen, hellen Sonne.
Sie landeten auf einer Ebene hinter einer Bergkette, in einem Wüstengebiet des kleinen Planeten, dem sie den Namen ›Quest‹{3} gaben. Mit den unzureichenden Instrumenten an Bord der Raven konnte Spock nicht feststellen, ob es denkende Lebensformen auf dem Planeten gab. Er war gerade noch bewohnbar, mit einem Sauerstoffgehalt der Luft, den man als knapp ausreichend bezeichnen konnte. Die einzige Region, in der Leben unter normalen Umständen möglich war, schien der Nordpol zu sein, wo sie gelandet waren, da alle anderen Gebiete des kleinen Planeten extreme Hitze aufwiesen. Spock schloss aus der Tatsache, dass Kadett Isabel Tomari menschliches Aussehen gehabt hatte, dass die Lebensform, nach der sie suchten, von humanoider Erscheinung sein musste, oder zumindest die Fähigkeit besaß, sich das Aussehen von Menschen zu geben.
Nachdem sie die Sensoren und andere Scan-Instrumente an Bord dazu benutzt hatten, nach irgendeiner aufspürbaren Bedrohung zu suchen, stiegen sie vorsichtig aus.
Sie kletterten die Felswand eines kleinen Berges hinauf, was Spock, der Scott folgte, ziemliche Schwierigkeiten bereitete. Scott streckte ihm die Hand entgegen, um ihm über den Kamm zu helfen, was von Spock dankbar angenommen wurde. Der Ingenieur hatte beschlossen, kein Wort über Spocks körperlichen Zustand zu verlieren, war sich der Probleme seines Gefährten jedoch ständig bewusst und half ihm, wann immer sich eine Möglichkeit dazu bot, ohne dass es allzu offensichtlich war.
So weit sie es erkennen konnten, erstreckte die öde Landschaft sich bis zum Horizont, und es war kein Zeichen von Leben darauf zu sehen. Der Pflanzenwuchs war sehr dürftig und bestand zum größten Teil aus gelben, buschartigen Gewächsen, die auf den unteren Teilen der Berghänge verstreut standen. Nirgends gab es eine Deckung, falls eine gebraucht werden sollte, und die beiden Offiziere waren sich ihrer Verwundbarkeit, ohne Eskorte und Tricorder, drückend bewusst.
Entmutigt kehrten sie zum Schiff zurück. Der Planet schien völlig ohne intelligentes Leben zu sein. Hinter ihnen verdeckte eine zweite Kette niedriger Hügel den anderen Teil der Landschaft. Beide Männer gingen auf diese Hügel zu, in der Hoffnung, auf der anderen Seite ein interessantes Terrain zu finden, als ein Phaserstrahl dicht an Spock vorbeifuhr.
»Bleiben Sie ganz still stehen, die Hände in Sicht und weg von den Waffen!«, rief eine Frauenstimme hinter den Felsen hervor. »Drehen Sie sich nicht um! Bleiben Sie reglos stehen!«, fuhr die Stimme fort. Spock konnte die Schritte von drei deutlich unterscheidbaren Fußpaaren hören, die sich ihnen näherten; eine Hand griff von hinten nach seinem Phaser. Auch Scott wurde seiner Waffe entledigt.
»Drehen Sie sich jetzt um!«
Beide wandten sich um und blickten die Leute an, die sie gefangengenommen hatten. Verblüfft starrten sie auf drei romulanische Offiziere, die befriedigt zurückgrinsten.
Es war die Frau, welche Spocks Interesse wachrief. Sie war größer als die durchschnittlichen Romulaner und stand ihnen in stolzer, selbstsicherer Haltung gegenüber. Ihr schwarzes Haar war straff zurückgebunden, was ihre scharf modellierten Gesichtszüge zur Geltung brachte. Spock wurde von weiblicher Schönheit allgemein nicht beeindruckt, doch Commander Julinas strahlende Erscheinung gewann seine ästhetische Bewunderung.
»Ich hätte wissen sollen, dass die Föderation dahintersteckt«, sagte sie wütend.
Scott wollte protestieren, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen. »Zwei Gefangene der Föderation sind eine gute Beute, die wir bei unserer Rückkehr vorweisen können. Normalerweise machen Romulaner keine Gefangenen, aber bei Ihnen machen wir eine Ausnahme.« Commander Julina trat ein paar Schritte zurück, um mit den beiden anderen Offizieren zu sprechen.
Die beiden Gefangenen wurden zu dem romulanischen Aufklärungsschiff gebracht, das in einer Schlucht in der Nähe in Deckung stand, und in einen kleinen Stauraum eingeschlossen. Scott untersuchte jeden Zoll ihres engen, unbequemen Gefängnisses, konnte jedoch keine Fluchtmöglichkeit entdecken. »Sieht aus, als ob wir uns auf eine lange Reise in sehr beengten Verhältnissen vorbereiten müssen, Mr. Spock.«
Doch Spock hörte seinen Gefährten nicht. Er konzentrierte sich auf die Stimmen der drei Romulaner und erhielt durch sie eine ganze Reihe erleuchtender Informationen. Spock stand gegen das Schott gelehnt, presste beide Hände auf seinen schmerzenden Rücken und versuchte, sich zu strecken. Er stöhnte leise auf, als ein scharfer Schmerz von seinem Rücken in sein rechtes Bein schoss.
»Ist Ihnen nicht gut?«, fragte Scott, dessen Besorgnis immer stärker wurde.
Wie üblich bestritt der Erste Offizier seine körperlichen Beschwerden, und als der Schmerz abklang, sagte er mit ruhiger Stimme zu Scott: »Es hat den Anschein, dass die Romulaner auch einen Sabotageakt erlitten haben, der dem glich, der an Bord der Enterprise stattfand. Jetzt, nachdem sie uns hier gefunden haben, halten sie uns für die Schuldigen. Sie sind durch eine Sternkarte hierhergeführt worden, die ähnlich der war, welche ich entdeckt habe. Es sieht also aus, als ob unser Gegner nicht ausschließlich die Föderation angegriffen hätte. Das vergrößert das Ausmaß unserer Probleme natürlich erheblich.«
»Wir müssen ihnen sagen, dass wir nach einem gemeinsamen Feind suchen.«
»Wir sind im Moment nicht in der Lage, ihnen irgend etwas zu sagen, Mr. Scott. Und ich bezweifle, dass sie uns glauben würden, wenn wir ihnen erklärten, was wir auf diesem Planeten wollen. Offensichtlich sind wir hergeführt worden, aber warum und durch wen? Die Romulaner glauben, dass wir...




