Cooper | Mountain Men 09: Crow Killer | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 9, 256 Seiten

Reihe: Mountain Men

Cooper Mountain Men 09: Crow Killer


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-95719-359-9
Verlag: Blitz Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 9, 256 Seiten

Reihe: Mountain Men

ISBN: 978-3-95719-359-9
Verlag: Blitz Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Frühsommer 1823. Am Missouri geraten die Mountain Men Jedediah Jones und Malcolm McGruder in ein Gefecht zwischen Arikara-Indianern und Trappern der Rocky Mountain Fur Company. Deren Inhaber William Henry Ashley heuert sie als Scouts an. Es ist der Beginn eines neuen großen Abenteuers, das bald einen anderen Verlauf nimmt, als Jed und Mel erwartet haben. Im Indianerland geht ein Killer um. Die Stämme haben ihre tapfersten Krieger zusammengerufen, um den Unbekannten zu stellen. Doch der Indianerschlächter ist im Besitz einer Waffe, die ihn nahezu unbesiegbar macht. Ein brandneuer Roman aus der Serie Mountain Men, der exklusiv bei BLITZ erscheint. Die Printausgabe des Buches umfasst 256 Seiten. Die Exklusive Sammler-Ausgabe als Taschenbuch ist nur auf der Verlagsseite des Blitz-Verlages erhältlich!!!

Frühsommer 1823. Am Missouri geraten die Mountain Men Jedediah Jones und Malcolm McGruder in ein Gefecht zwischen Arikara-Indianern und Trappern der Rocky Mountain Fur Company. Deren Inhaber William Henry Ashley heuert sie als Scouts an. Es ist der Beginn eines neuen großen Abenteuers, das bald einen anderen Verlauf nimmt, als Jed und Mel erwartet haben. Im Indianerland geht ein Killer um. Die Stämme haben ihre tapfersten Krieger zusammengerufen, um den Unbekannten zu stellen. Doch der Indianerschlächter ist im Besitz einer Waffe, die ihn nahezu unbesiegbar macht. Ein brandneuer Roman aus der Serie Mountain Men, der exklusiv bei BLITZ erscheint.
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Kapitel 1

Am Missouri, 2. Juni 1823

Einhundert Männer waren ausgezogen, um den Westen zu erobern, doch jetzt sah es so aus, als sei ein schlammiges Ufer am Missouri der westlichste Punkt, den sie je erreichen sollten.

Hier würden sie alle sterben.

Pulverschwaden waberten als unheilvoller Nebel über den Fluss, während die Sonne allmählich den Himmelsbogen erklomm. Der Morgen war bereits fern, und einen weiteren würden die Männer der Rocky Mountain Fur Company vermutlich nicht mehr heraufdämmern sehen.

Ihre Feinde waren übermächtig. Arikara-Indianer mit Bogen und Musketen, mit Kriegswut im Bauch und Tapferkeit im Herzen, von denen sie so viel besaßen, dass der Überschuss ihre Leiber als schauriges Kriegsgeheul verließ. I-ie-iee-iieee! Es war absolut furchteinflößend.

„Los, los, los!“, brüllte ein in Leder gehüllter Mann. Er trug einen Schlapphut, war Anfang zwanzig, ein Jungspund, doch in diesem Gefecht am Zusammenfluss des Grand River und des Missouri hatte er bereits Führungsqualitäten bewiesen. Die anderen hörten auf ihn. Im Angesicht von Tod und Chaos folgten die Männer jedem, der nach den Zügeln griff.

Zwei der Trapper hatten einen Ausfall gewagt und eine kleine Gruppe Krieger aus einem Gebüsch an ihrer Flanke vertrieben. Dabei waren sie selbst unter Beschuss geraten, und der Mann mit dem Schlapphut hatte gedankenschnell ein Deckungsfeuer organisiert.

Kentucky-Rifles krachten, Kugeln sirrten dem Feind entgegen, als sei ein Heer wütender Hornissen in der Luft. Der Youngster rief seine vorgepreschten Kameraden zurück.

„Los, jetzt, los!“

Einer schaffte es. Der andere stolperte sterbend in ihre Stellung. Ein Pfeil steckte zwischen seinen Schulterblättern.

„Verdammte Büffelscheiße!“ Der Junge fluchte auch wie ein Alter.

Die Trapper kauerten hinter Treibholz, das der Fluss ans Ufer gespült hatte, sie suchten Deckung hinter toten Pferdeleibern, doch immer wieder pflückten Kugeln und Pfeile einen aus ihrer Mitte. Acht oder zehn Männer waren bereits tot und die doppelte Anzahl Pferde, und sie konnten kaum mehr tun, als ihre Köpfe unten zu behalten. Die meisten ihrer Gegner saßen sicher hinter einer Brustwehr. Indianer, die ihr Dorf mit einer Palisade aus vier Meter hohen Zaunstangen umgaben, das war neu.

Vor fünfzig Jahren hatten die einst mächtigen Arikara durch die Pocken so viele Angehörige ihres Volkes verloren, dass sie ihre letzten Dörfer mit Barrikaden umgeben mussten, um sich der Angriffe durch kriegerische Sioux zu erwehren. Nun wurden diese Schutzmaßnahmen den weißen Männern zum Verhängnis, obwohl sie in Frieden gekommen waren und nichts weiter wünschten, als Handel zu treiben.

Tags zuvor hatten sie den Arikara vierzig Pferde abgekauft. Zwar waren sie in Kielbooten unterwegs, doch William Henry Ashley, ihr Anführer, musste Packtiere für die zweite Expedition besorgen, die sein Partner Andrew Henry ins Biberland geführt hatte. Die Arikara wollten sich nur im Tausch gegen Pulver und Blei von ihren Pferden trennen. Das war verdächtig, doch was hätte Ashley tun sollen? Die Indianer gaben sich freundlich, und Captain Henry wartete mit einem Drittel der Company am Yellowstone auf Lasttiere, die er für den Transport seiner Ausrüstung und Pelze dringend benötigte.

Sie waren sich handelseinig geworden, doch am Morgen hatten die Indianer ihre offenen Gesichter gegen Kriegsbemalung getauscht und die Trapperbrigade angegriffen, die mit den Pferden am Ufer lagerte. Die Männer warfen sich in Deckung und hofften, dass Ashley Hilfe von den Kielbooten schickte, die er in weiser Voraussicht in der Flussmitte hatte ankern lassen. Doch die Boote kamen nicht.

„Wo bleiben die, zur Hölle?“ Ein bärtiger Trapper drehte sich zum hundertsten Mal zum Fluss um, wo die rettenden Boote wie Särge im Wasser dümpelten. Als ungute Erinnerung an einen früheren Zusammenstoß mit den Arikara hatte er eine geschlitzte Nase zurückbehalten. Ein weiterer Hagelschauer aus Musketenkugeln zwang ihn in seine Deckung zurück. Wenigstens besaßen die Indianer keine zielgenauen Büchsen. Ihre Waffen mit den glatten Läufen verloren mit jedem Yard Distanz an Genauigkeit.

„Wenn sie näherkommen, machen sie sich zum Ziel für die Rees“, sagte der junge Trapper. Rikarees war ein anderer Name für die Arikara.

„Aye. Aber ich kenne den General. Der würde uns nie im Stich lassen.“

Die Männer nannten Ashley einen General, weil er diesen Rang in der Missouri-Miliz bekleidete.

Draußen auf dem Fluss wurde jetzt ein Ruderboot zu Wasser gelassen. Die Besatzung legte sich hart in die Riemen. Kaum, dass der Kiel über das schlammige Ufer schrammte, liefen die Gestrandeten hin und versuchten, an Bord zu kommen. Die Arikara mussten nichts weiter tun, als in das Knäuel aus Leibern und wild gestikulierenden Armen zu feuern.

Weitere Trapper fielen, doch sieben kletterten ins Boot und wurden zu den Kielbooten hinübergerudert.

„Wir kommen wieder“, rief einer der Ruderer. „Haltet dur...“ Eine schwere Musketenkugel fuhr ihm in den Mund und ertränkte das letzte Wort in Blut und zersplitternden Zähnen.

„Zurück in Deckung!“, brüllte der Mann mit dem Schlapphut seinen Kameraden zu. Zumindest davon hatten sie genug, denn inzwischen waren fast alle Pferde tot. Um eine Flucht der Weißen zu verhindern, hatten die Arikara nicht gezögert, die Tiere zu erschießen, statt sie sich später einfach zurückzuholen. Sie meinten es wirklich ernst.

„Verdammt, Smith, wir müssen hier weg!“, schrie ein pickelgesichtiger Jüngling. Seine Finger zitterten so stark, dass der Ladestock im Lauf seiner Kentucky-Rifle klapperte, während er versuchte, das Gewehr wieder schussbereit zu machen. Es war eine gute Waffe, doch in den Händen des Jungen war sie nicht wirkungsvoller als eine der rostigen Handelsmusketen, mit denen ihre Feinde schossen.

Die Männer der Rocky Mountain Fur Company waren nur zum Teil erfahrene Waldläufer. Die meisten hatten noch vor kurzem in St. Louis als Handwerksburschen oder Schauermänner an den Docks geschuftet, falls sie überhaupt einer Arbeit nachgingen. Sie waren Abenteurer, abgerissen, aber begierig darauf, das geheimnisvolle Land im Westen kennenzulernen. Ashley hatte sie unter Vertrag genommen, weil sie tatkräftig aussahen und forsch daherredeten, aber jetzt, im Angesicht einer Horde blutrünstiger Rothäute, war es um ihre Furchtlosigkeit geschehen.

I-ie-iee-iieee!

Erneut verließ eine Handvoll Arikara den Schutz der Palisade. Sie bezogen an der Uferböschung Stellung und nahmen das Ruderboot unter Beschuss, das seine Passagiere bei einem der Frachtkähne abgeliefert hatte und sich zur Rückkehr ans Ufer anschickte.

„Wir müssen dorthin!“ Die Stimme des Pickelgesichtigen überschlug sich beinahe. Mit Laden war er noch immer nicht fertig.

„Die Köpfe unten halten“, sagte der Mann mit dem Schlapphut. An seiner Seite waren neben dem Kerl mit der geschlitzten Nase noch zwanzig Trapper. Ein Dutzend waren tot, ganze sieben in Sicherheit. Sie konnten sich ausrechnen, wie lange es dauern würde, um sie alle zu evakuieren.

Der Junge hielt es nicht mehr aus. Er sprang auf und wollte zum Ufer laufen, schnellte jedoch mitten in eine Salve hinein. Die Indianer hinter der Brustwehr hatten sie abgegeben, um die Trapper bei den toten Pferden festzunageln, damit sie den Kriegern auf der Uferböschung nicht gefährlich werden konnten. Von Kugeln durchsiebt, tanzte der Junge wie eine Vogelscheuche im Sturm.

Ein weiterer Mann war tot, und auf dem Fluss machte das Rettungsboot kehrt, nachdem einer der Ruderer getroffen zusammengesackt war.

„Was nun?“, murmelte der Mann mit der geschlitzten Nase, und auch der tapfere Jungspund unter seinem Schlapphut musste erkennen, dass sie verloren waren.

I-ie-iee-iieee! Die Arikara jubelten.

Auf der Palisade stand ein finsterer Krieger, der die Angreifer befehligte. Er trug ein Bärenfell, dessen Schädel so hoch über seinem Kopf aufragte, dass sie den Mann zunächst für einen echten Bären gehalten hatten. Der Kriegstruppführer hatte sein Haar über der Stirn zu einem Horn gebunden, eine beliebte Tracht unter den Rees. Er benutzte das Horn, um sich unter seinem Fell größer erscheinen zu lassen.

Knarrend öffnete sich ein Verschlag in der Palisade, und der Bärenkrieger schickte ein weiteres Dutzend Krieger nach draußen. Gemeinsam mit den Männern an der Uferböschung sollten sie die Trapper überrennen.

Es würde ihnen wahrscheinlich gelingen.

Der Mann mit dem Schlapphut sandte ein Stoßgebet zum Himmel. Er holte tief Luft, roch Schwefelgestank und ahnte, dass sie auf halbem Weg in die Hölle waren. Er legte seine Büchse an, eine nagelneue Waffe aus der Werkstatt der Gebrüder Hawken, die ihn vierzig Dollar gekostet hatte, fast alles, was er besaß. Er wollte einen der Schützen auf der Böschung treffen, doch ein Pfeil, der in den Baumstamm schlug, hinter dem er kauerte, zwang ihn in Deckung. Es klang, als würde man mit der stumpfen Seite einer Axt auf totes Holz schlagen. Und dann bekam das Tock! ein Echo.

Ka-wumm!

Draußen auf dem Fluss blitzte es inmitten der Pulverschwaden auf, und das Wunder, um das der junge Trapper gebetet hatte, geschah.

*

Eine Ladung aus gehacktem Blei fegte die Indianer von der Böschung. Die Krieger, die hinter der Palisade hervorgestürmt waren, warfen sich zu Boden. Die Schützen auf der Brustwehr zogen ihre Köpfe ein.

Auf dem Missouri war ein...



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