Collins | Im Bann des Verlangens | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2112, 144 Seiten

Reihe: Julia

Collins Im Bann des Verlangens


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0030-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2112, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0030-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Heißes Wiedersehen in Griechenland: Auf dem herrlichen Familiensitz am Mittelmeer steht Rowan unvermittelt ihrem Stiefbruder Nic gegenüber. Nic, der für sie schon immer den prickelnden Reiz des Verbotenen hatte ... Er dagegen bringt ihr denselben arroganten Gleichmut wie damals entgegen, sieht in ihr nur die verwöhnte Tochter aus höherem Hause. Die Zeichen stehen auf Streit - bis eine tragische Nachricht sie beide erschüttert! Plötzlich bricht die Leidenschaft hervor, Geheimnisse werden gelüftet, und ein verzehrender Sturm des Verlangens braut sich über dem Meer zusammen ...



Dani Collins verliebte sich in der High School nicht nur in ihren späteren Ehemann Doug, sondern auch in ihren ersten Liebesroman! Sie erinnert sich heute immer noch an den atemberaubend schönen Kuss der Helden. Damals wurde ihr klar, dass sie selbst diese Art von Büchern schreiben möchte. Mit 21 verfasste sie ihren ersten Roman und übte trotz verschiedener Bürojobs seither unerbittlich. Sie probierte sich an verschiedenen Genres, kehrte aber immer wieder zu ihrer Leidenschaft, den Liebesromanen, zurück. Oft dient ihr als Inspiration ihre eigene Überzeugung, dass man sein Happy End findet, wenn man bereit ist, sich voll und ganz reinzuhängen. Sie selbst hatte damit Glück, mit ihrem Mann lebt sie heute am idyllischen Christina Lake in Kanada. Ab und an gelingt es Doug, seine Frau von einer Schreibpause zu überzeugen. Das gemütliche Dachbodenbüro wird meist verlassen, um ihre zwei erwachsenen Kinder zu besuchen.

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1. KAPITEL

Nicodemus Marcussen stand auf, um seinem Anwalt die Hand zu schütteln. Seine Muskeln taten vor Anspannung schon weh, so sehr hatte Nic sich angestrengt, um seine Reaktionen auf diese Besprechung für sich zu behalten.

„Ich weiß, es ist ein heikles Thema“, versuchte der Anwalt ihn zu beschwichtigen.

Nic schmetterte das Mitgefühl des anderen Mannes mit einem kalten Blick ab. Nein, das tun Sie nicht! schien er sagen zu wollen. Zwar vertraute er Sebastyen – aber nur hinsichtlich der geschäftlichen Aspekte für das Medienunternehmen, das Nic seit Olief Marcussens Verschwinden mühsam über Wasser hielt.

Sebastyen war einer von Nics ersten Förderern gewesen und hatte an dessen Führungsqualitäten geglaubt, trotz seiner geringen Erfahrung. Und obwohl Nic dankbar für dieses Vertrauen war, waren sie beide nie echte Freunde geworden. Nach Möglichkeit ging Nic allen engeren zwischenmenschlichen Beziehungen aus dem Weg.

„Danke für Ihren Rat.“ Nic war sich seiner Sache sicher. Sebastyens sachliche Ausführungen hatten jede sentimentale Anwandlung erstickt, die Nic eventuell noch hätte zurückhalten können. „Es ist definitiv an der Zeit, es in Betracht zu ziehen, nachdem fast ein Jahr um ist. Ich werde Sie wissen lassen, wie ich weiter verfahre“, schloss er.

Sebastyen zögerte, als ob er noch etwas hinzufügen wollte, aber Nic sah ungeduldig auf seine Uhr. Sein Tag war auch ohne oberflächlichen Smalltalk schon zu kurz.

„Ich möchte nur noch einmal darauf hinweisen, wie hilfreich es wäre, wenn beide nahen Angehörigen zustimmen würden“, stieß der Anwalt hastig hervor.

„Ist klar“, murmelte Nic, und sein Tonfall machte unmissverständlich klar, was er von diesem Hinweis hielt.

Der Anwalt verstand den Wink und nickte entschuldigend, bevor er sich eilig verabschiedete. Nic war ziemlich sicher, dass die gesamte Firma ebenso wie der Rest der Welt den anderen Angehörigen auch weiterhin jede Eskapade durchgehen lassen würde. Er selbst würde nicht preisgeben, auf welche Weise er sich ihre Kooperation sichern wollte. Darum hatte er bereits einen konkreten Plan. Während des Gesprächs mit Sebastyen hatten Nics Vorstellungen immer mehr Form angenommen …

Nachdem Sebastyen die Bürotür hinter sich geschlossen hatte, setzte Nic sich wieder an seinen Schreibtisch und nahm den Brief in die Hand, den er morgens per Kurier erhalten hatte. Er überflog die geschwungenen Zeilen auf dem himmelblauen Papier.

Nic,

meine Kreditkarten funktionieren nicht. Kümmere dich doch bitte darum und lasse die neuen Karten dann nach Rosedale schicken! Ich ziehe dieses Wochenende für eine Weile dorthin.

Ro.

Zuerst war er verärgert gewesen. Doch auf den zweiten Blick konnte ihm Rowans egozentrisches Verhalten endlich einmal von Nutzen sein. Da sie offenbar nicht darüber informiert worden war, warum ihre Kreditkarten vor zwei Monaten gesperrt worden waren, würde Nic sie eben persönlich mit der Wahrheit konfrontieren müssen – so wie Olief es schon vor Jahren hätte tun sollen. Sie musste erwachsen werden und die Verantwortung für sich selbst übernehmen.

Rosedale.

Ein warmes, heimeliges Gefühl beschlich Rowan O’Brien, als sie den Hügel bestieg und auf die ausgedehnten Weinberge dahinter blickte, in deren Mitte sich das graue Steinhaus mit den Stabwerkfenstern erhob. Ein altes Herrenhaus im englischen Stil, das vor dem weißen Strand und dem türkisblauen Meer sehr untypisch wirkte. Auf dieser Mittelmeerinsel bestimmten überwiegend weiß gestrichene Gebäude in lokal geprägter Architektur das Bild. Aber Rowan liebte das Anwesen von ganzem Herzen. Nur hier fühlte sie sich frei.

Sie hatte ein Lasttaxi mit all ihren Sachen vorausgeschickt und war selbst mit der Personenfähre übergesetzt, die sie ganz gemächlich ihrem Ziel näher gebracht hatte. Die Überfahrt entpuppte sich als notwendige, therapeutische Maßnahme, da Rowan etwas Zeit brauchte, um sich auf die Leere in dem geliebten Haus vorzubereiten.

Mit einem bittersüßen Geschmack in der Kehle überquerte sie den Rasen vor den Eingangsstufen und bemerkte, dass ihr Gepäck bereits auf der Veranda stand. Hoffentlich war die Tür nicht abgeschlossen, denn Rowan hatte ihren eigenen Schlüssel verlegt. Sie hatte der Haushälterin zwar eine Nachricht hinterlassen, war aber nicht sicher, ob Anna sie bekommen hatte. Rowans Handy hatte nämlich den Geist aufgegeben, und es war nicht das einzige in ihrem Leben, was nicht funktionierte.

Die Haustür war unverschlossen. Rowan trat ein und seufzte. Sie hatte schon viel früher herkommen wollen, es aber nicht übers Herz gebracht. Zu sehr war ihr bewusst, dass die Seele des Hauses fehlte.

Ein gedämpftes Geräusch über ihr ließ sie innehalten. Es waren Schritte im zweiten Stock, die sich in Richtung Treppe bewegten. Schwere Schritte, wie die eines Mannes …

Für einen Sekundenbruchteil hegte sie die unrealistische Hoffnung, ihre Mutter und ihr Stiefvater hätten doch überlebt und wären im Haus. Doch dann erschien Nic auf der Treppe. Rowan war wie vom Donner gerührt. Sie versuchte zwar, sich einzureden, das läge nur an der langen Zeit, die sie sich nicht gesehen hatten. In Wahrheit reagierte sie jedoch immer so heftig auf ihn. Ihr Herz klopfte bis zum Hals, und ihr Atem stockte. Vor knapp zwei Jahren hatte sie sich ihm in einem schwachen Moment schamlos an den Hals geworfen. Seitdem litt sie zusätzlich noch unter seiner kränkenden Zurückweisung, was sie natürlich wohlweislich verbarg.

Er war einfach hinreißend! Obwohl das eigentlich keine Rolle spielte. Schließlich gab es jede Menge gutaussehender Männer auf der Welt. Vielleicht nicht so häufig in Form einer perfekten Mischung aus blondem Wikingerkrieger und diszipliniertem Soldaten, aber immerhin! Jedenfalls hatten auch viele andere Kerle ein kerniges, kantiges Kinn und leuchtende, stahlblaue Augen. Dafür musste sie sich nur bei den Filmleuten in den Kreisen ihrer Mutter umsehen.

Neben seinem Aussehen besaß Nic noch andere Vorzüge. Er strahlte eine natürliche Überlegenheit aus, unterstrichen von seiner Größe und einer Aura kontrollierter Aggression. Nic war schon immer sehr selbstsicher gewesen, doch inzwischen hatte er immensen Einfluss und Autorität.

Rowan spürte diese innere Kraft wie einen starken Gegenwind, während sie vor Nic stand. Instinktiv wappnete sie sich gegen seine einnehmende Ausstrahlung. Würde sie es nicht tun, bestand die Gefahr, diesem Mann mit Haut und Haaren zu verfallen. Immerhin war er einer der wenigen Menschen, denen sie sich widersetzen konnte, ohne irgendwelche Konsequenzen zu riskieren. Bei ihm hatte sie nichts zu verlieren. Nicht einmal seine Zuneigung.

Vom ersten Tag an hatte Nic sie gehasst, was schon verletzend genug gewesen war, auch ohne seine angewiderte Reaktion auf ihren Versuch, ihn an ihrem zwanzigsten Geburtstag zu küssen. Immer wieder redete sie sich ein, dass ihr seine Abneigung nicht das Geringste ausmachte.

„Was für eine reizende Überraschung“, sagte sie mit dem schweren irischen Akzent in der Stimme, der ihre Mutter so berühmt gemacht hatte. Dazu schenkte sie ihm ein Lächeln, das den meisten Männern den Boden unter den Füßen weggezogen hätte. „Hallo, Nic.“

Ihre Begrüßung prallte wirkungslos an ihm ab. „Rowan.“

Sein strenger, rauer Tonfall bedeutete eine echte Herausforderung für sie. Nic blieb regungslos stehen und starrte sie an.

„Falls du mir eine Nachricht geschickt hast, habe ich sie nicht bekommen. Mein Handy funktioniert gerade nicht.“ Sie hängte ihre Handtasche am Treppenpfosten neben ihm auf.

„Und warum, glaubst du, funktioniert es wohl nicht?“, fragte er tonlos, und sein Blick wurde eine Spur finsterer.

Sein eigener Akzent ging ihr wie immer unter die Haut. Er klang so weltgewandt wie Nic selbst. Ganz leicht amerikanisch mit einer Spur britischem Eliteinternat darin, zusätzlich eingefärbt durch Nics Aufenthalte in Griechenland und dem Mittleren Osten.

„Ich habe keinen Schimmer.“ Um etwas auf Abstand zu gehen, steuerte Rowan auf die Lounge zu und warf ihre Designer-Jeansjacke achtlos über eine Sofalehne. Ihre Stiefelabsätze hallten auf dem polierten Fußboden wider. Ein Geräusch, das ihr schmerzlich bewusst machte, wie verlassen dieses Haus war.

Plötzlich fiel ihr ein, dass Nic vielleicht aus dem gleichen Grund hier war wie sie. Sie warf einen Blick über die Schulter, um herauszufinden, ob sich etwas wie Heimweh in seinem Gesicht abzeichnete. Aber da war nichts. Er verschränkte nur die Arme, was seine kräftigen Muskeln zum Vorschein brachte.

„Nein, damit habe ich auch nicht gerechnet“, bemerkte er trocken.

„Wovon redest du?“ Rowan hegte die vage Hoffnung, noch eine menschliche Seite an ihm zu entdecken. Warum enttäuscht mich sein rüdes Verhalten eigentlich? Ich wünschte, er würde … Nein, stopp! Nic würde sich niemals für sie erwärmen. Damit musste sie sich abfinden und endlich über ihn hinwegkommen.

Nur wie? fragte sie sich unglücklich. Sie zog sich das breite Haarband vom Kopf und lockerte mit gespreizten Fingern die dunklen, glänzenden Strähnen.

„Dein Handy hat zeitgleich mit deinen Kreditkarten den Geist aufgegeben“, erklärte er. „Kannst du den offensichtlichen Zusammenhang nicht allein herstellen?“

Noch immer kämmte sie sich mit den Fingern die Haare aus dem Gesicht und bemerkte dabei, wie Nic anerkennend ihre Figur musterte. Schnell versuchte sie, seinen starken Einfluss auf ihr...



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