Cole | Young Bond – Schneller als der Tod | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 336 Seiten

Reihe: Young Bond

Cole Young Bond – Schneller als der Tod


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7336-0210-9
Verlag: FISCHER Sauerländer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 336 Seiten

Reihe: Young Bond

ISBN: 978-3-7336-0210-9
Verlag: FISCHER Sauerländer
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Atemberaubende Spannung, mitreißende Action - das dritte explosive Abenteuer über den coolsten Geheimagenten der Welt aus Steve Coles Young-Bond-Serie! Er ist jung. Er ist ein Rebell. Er ist auf dem Weg zur Legende. Der fünfzehnjährige James Bond beobachtet einen schrecklichen Vorfall im Labor seines Colleges. Einer seiner Mitschüler kommt bei einem Experiment ums Leben. War es wirklich ein Unfall? Als James den mysteriösen Todesfall aufklären will, gerät er ins Visier internationaler Waffenschmuggler und Kriegstreiber. Eine riskante Jagd quer durch Europa beginnt. Kann er die Wahrheit ans Licht bringen und den skrupellosen Kriminellen das Handwerk legen? Ein packender Action-Krimi für junge und alte Bond-Fans! Alle Bände der Serie: Young Bond - Der Tod stirbt nie Young Bond - Tod oder Zahl Young Bond - Schneller als der Tod Weitere Bände sind in Vorbereitung

Steve Cole wurde 1971 geboren und studierte an der University of East Anglia, England. Er war Herausgeber einer Zeitschrift, Lektor für verschiedene Verlage und ist heute ein erfolgreicher Autor. Er ist schon sein Leben lang großer Fan von James Bond und führt nun die Young-Bond-Serie weiter, auf deren Fortsetzung Fans weltweit sehnsüchtig gewartet haben.
Cole Young Bond – Schneller als der Tod jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Prolog Das Tote Land


Ein neuer Tag, ein neues Spiel. Duncan zwängte sich durch die winzige Lücke im Zaun, vorbei an dem Schild mit der Aufschrift LEBENSGEFAHR. Die anderen Jungen rechneten bestimmt niemals damit, dass er sich auf das Tote Land wagte, aber genau darin lag ja das Geheimnis des Sieges: Nur durch wagemutiges Handeln kannst du deine Feinde überrumpeln.

Die älteren Kinder hatten ihn, wie jedes Mal, zum Feind gemacht, zur Zielperson. Nur deshalb ließen sie ihn überhaupt mitmachen, wenn sie die Schule schwänzten. Und wenn sie ihn dann aufgestöbert hatten, kannten sie kein Erbarmen und bewarfen ihn mit Steinen – entweder mit vielen auf einmal (das waren die Maschinengewehre) oder mit einzelnen (das waren die sorgfältig gezielten Revolverschüsse). So oder so, es tat jedes Mal verdammt weh.

, dachte Duncan. Dieses Mal würde er ihnen in den Rücken fallen und sie zuerst bewerfen. Dieses Mal würden sie seine »Kugeln« zu spüren bekommen, und dann würden sie ihm endlich einmal ein kleines bisschen Respekt entgegenbringen. Und das nicht nur, weil er gesiegt hatte, sondern weil er sich auf das Tote Land gewagt hatte, und das mit gerade einmal dreizehn Jahren!

Zahllose Geschichten rankten sich um dieses Land: seltsame Lichter am Himmel … Felder voller toter Tiere … ein fauliger Gestank, der über die Highlands hinwegweht … Geistersoldaten, die bei Nacht durch die Wälder marschieren …

Duncan huschte so lautlos wie nur möglich durch die unberührte Landschaft. Zwischen den Büschen und Bäumen waren Felsen jeder Form und Größe zu erkennen, aber der mächtige Binean, der »Berg der Vögel«, überragte alles. Trotz des schönen Sommerwetters war jetzt kein Vogelgezwitscher zu hören. Früher war dieses Land Teil eines gepflegten Parks gewesen, es hatte zum Anwesen eines Generals gehört, doch dieser General war aus dem Ersten Weltkrieg nicht mehr zurückgekehrt. Jetzt patrouillierten bestimmt keine Wildwächter mehr durch den Wald, da war Duncan sich sicher – es gab keine Fasane und Rebhühner mehr, keine Schädlingsfallen und keine Schlingen, mit denen Hermeline oder Wiesel gefangen wurden. Er war noch keine fünfzig Meter auf das Gelände vorgedrungen, da waren schon keine Trauerbirken mit ihren tiefhängenden Ästen und umherwehenden, geringelten Zweigen mehr zu sehen, sondern nur noch nackte Erde und verkohlte Baumstümpfe.

Offensichtlich trug das Tote Land seinen Namen völlig zu Recht.

Duncan traute dieser unnatürlichen Stille nicht. Es kam ihm vor, als ob der Boden vergiftet sei und die ganze Umgebung gleich mit. Vögel und Tiere mieden das Land, als spürten sie genau, dass hier eine tödliche Gefahr lauerte.

, dachte Duncan.

Schnell wurde ihm klar, dass er, wenn er sich immer am Rand des Toten Landes hielt, nicht weit kommen würde. Hier war der Wald einfach zu dicht. Gestrüpp und dornige Zweige griffen nach seinen Armen und Beinen und fügten ihm zahlreiche Kratzer zu. Entweder kehrte er um, oder er wagte sich noch weiter auf dieses unbekannte Territorium vor, ehe er versuchte, seinen Mitschülern in den Rücken zu fallen.

Duncan malte sich seinen Triumph aus, stellte sich vor, wie seine Steine auf die Hinterköpfe der anderen Jungen prasselten. Wie ihre Mienen bisher unbekannten Respekt ausdrückten. Er kämpfte sich noch etliche Minuten lang weiter, begleitet vom regelmäßigen Knacken dürrer Zweige.

Aber als er dann schweißgebadet und mit brennenden Muskeln stehen blieb, verstummten die Geräusche in seinem Rücken keineswegs.

Zitternd vor Angst hörte Duncan, wie Gestrüpp und Unterholz niedergewalzt wurde, als würde eine kleine Armee sich hastig durch das tote Gehölz kämpfen. Und dann war da noch ein anderes Geräusch. Es wirkte seltsam fremd in dem leblosen Wald: ein zischendes, sirrendes Blubbern, das Duncan sich beim besten Willen nicht erklären konnte.

»Die Geistersoldaten …«, stieß er atemlos hervor.

Von tödlichem Entsetzen gepackt, stürmte er los, ohne auf die Zweige zu achten, die schmerzhaft gegen seinen Körper schlugen. Er musste sich keine Mühe geben, leise zu sein, denn was immer ihm auf den Fersen sein mochte, es machte einen Höllenlärm. Mittlerweile hörte es sich auch nicht mehr an wie ein Soldatentrupp, sondern wie ein gewaltiges, mechanisches Ungetüm, das sich erbarmungslos mit immer gleichem Tempo vorwärtsfraß.

Duncan prallte gegen einen Zaun und kletterte, ohne nachzudenken, darüber hinweg. Als er sich über die Spitze schwang, verfingen sich seine Kleider in dem rostigen Stacheldraht. Mit zusammengebissenen Zähnen rappelte er sich auf und rannte über ein Feld mit langen Grashalmen. Die Stängel waren bräunlich verfärbt, und über allem hing ein beißender Chemiegestank. , dachte er mit tränenden Augen, während er seine blutigen Hände zu einem verzweifelten Gebet faltete.

Er sank auf die verdorrte Grasfläche und lauschte. Das unwirkliche Knirschen und Krachen im Wald war etwas schwächer geworden. Es entfernte sich von ihm, so dass Duncan jetzt auch das leise Rauschen eines Wasserlaufs hören konnte. Er stieß einen tiefen Seufzer aus. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er Schmerzen am ganzen Körper hatte. Der Stacheldraht hatte ihm zahlreiche tiefe Schnitte zugefügt, und sein Hemd war blutgetränkt.

Duncan biss auf die Zähne und taumelte dem Wasserrauschen entgegen. Wie tief war er schon in das Tote Land vorgedrungen? , sagte er sich, als ein kleiner, strudelnder Bach in Sicht kam.

Allerdings war das Wasser trüb und roch faulig. Dazu kam der ölige Film auf der Oberfläche. Duncan wagte nicht einmal, die Hand hineinzustecken, geschweige denn, etwas davon zu trinken.

Er hüpfte auf das andere Ufer und bahnte sich einen Weg durch das vertrocknete Unterholz, bis er eine Art Schlucht vor sich liegen sah. Riesige Felsblöcke versperrten ihm den Weg, höchstwahrscheinlich die Überreste eines Steinschlags. Und wenn er auf einen dieser Felsen kletterte? Vielleicht konnte er ja von dort oben den besten Ausweg erkennen?

Doch noch bevor er das versuchen konnte, hörte er ein lautes Zischen, wie einen Pressluftstoß, und dann das sirrende Pfeifen eines Projektils. Im nächsten Augenblick wurde er in einer Wolke aus Steinen und Staub zu Boden gerissen. Er rollte sich zu einer Kugel zusammen, kniff die Augen zu und atmete in hastigen Stößen, während unzählige kleine Steine auf ihn herabregneten.

Das letzte Echo der Explosion verhallte, und eine kräftige, gebieterische Stimme ließ sich vernehmen. Allerdings waren die Worte nicht so leicht zu verstehen, da der Sprecher lispelte. »Der BR-12-Mörser schießt mit speziellen, hochexplosiven Projektilen, Herr Generalleutnant.« Das kam von der anderen Seite der Felsbrocken. »Die Granate besitzt einen Raketenantrieb in Miniaturformat. Damit prallt sie gewissermaßen von der Oberfläche des Zielgebietes ab. Die Explosion erfolgt in der Luft und führt so zu sehr viel größeren Schäden …«

Nachdem die Staubwolke sich gelegt hatte, sah Duncan eine kleine Menschengruppe in der Schlucht stehen. Ein großgewachsener, wettergegerbter Mann betrachtete gerade die Auswirkungen der Granate auf den Felsblock. Neben ihm stand …

Duncan schauderte, als er die gebeugte Gestalt in Augenschein nahm, die immer noch über den Granatwerfer sprach wie ein stolzer Vater über sein Kind. Obwohl es sehr warm war, trug der Mann einen schweren, schwarzen Mantel. Seine Gesichtszüge wurden durch eine Kapuze verdeckt, und seine behandschuhte Hand umklammerte einen Spazierstock. Zwei kräftige Männer standen hinter ihm und schienen jederzeit bereit, ihn aufzufangen, falls er stürzen sollte.

»Das ist eine außerordentlich zufriedenstellende Waffe, Mr Blade, wenn auch ein wenig konventionell.« Der Mann im Anzug sprach ein etwas umständliches Englisch. , dachte Duncan. . Was hatte der denn hier zu suchen, mitten in den schottischen Highlands? »Wie war noch einmal die Mindestbestellmenge? Helfen Sie mir …«

»Wollen wir sagen … dreißigtausend?«

Duncan machte die Augen zu. Dreißigtausend Mörser? Das hier waren keine Gespenster eines vergangenen Krieges. Diese Männer bereiteten, nach allem, was er jetzt gehört hatte, einen neuen vor, und zwar hier, mitten auf dem Toten Land.

»Aber zuerst müssen Sie mir noch etwas verraten«, entgegnete der Deutsche. »Dieser so hochentwickelte und durchdachte Granatwerfer, den Sie mir anbieten … Können seine Geschosse auch den Stählernen Schatten zerstören?«

»Sie würden ihm kaum einen Kratzer zufügen«, erwiderte der Buckelige mit heiserem Lachen. »Wir gehen bei der Erschaffung des Stählernen Schattens an die Grenzen des technisch Machbaren. Sobald mein Mitarbeiter den Geschwindigkeitstest abgeschlossen hat, können Sie den Apparat persönlich mit dem Mörser unter Feuer nehmen. Danach sprechen wir uns dann wieder.«

Duncan kauerte immer noch auf dem steinigen Untergrund. Plötzlich blickte er sich...


Cole, Steve
Steve Cole wurde 1971 geboren und studierte an der University of East Anglia, England. Er war Herausgeber einer Zeitschrift, Lektor für verschiedene Verlage und ist heute ein erfolgreicher Autor. Er ist schon sein Leben lang großer Fan von James Bond und führt nun die Young-Bond-Serie weiter, auf deren Fortsetzung Fans weltweit sehnsüchtig gewartet haben.

Steve ColeSteve Cole wurde 1971 geboren und studierte an der University of East Anglia, England. Er war Herausgeber einer Zeitschrift, Lektor für verschiedene Verlage und ist heute ein erfolgreicher Autor. Er ist schon sein Leben lang großer Fan von James Bond und führt nun die Young-Bond-Serie weiter, auf deren Fortsetzung Fans weltweit sehnsüchtig gewartet haben.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.