E-Book, Deutsch, Band 405, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Child / Rock / Bryant Baccara Collection Band 405
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2561-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 405, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7337-2561-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EIN ERREGENDES ANGEBOT von CHILD, MAUREEN
Betrachte es als Vernunftehe. Kein Sex.' Rancher Toby McKittrick überredet seine beste Freundin Naomi spontan, ihn zu heiraten. Selbstverständlich nur, damit er einen Skandal um ihr ungeborenes Baby abwendet! Nicht weil er die TV-Schönheit seit Jahren heimlich begehrt ...
SICHER IN DEINEN STARKEN ARMEN von ROCK, JOANNE
Auf der Flucht vor ihrem Ex-Freund versteckt sich Stuntfrau Emma auf Carson McNeills Ranch. Nach leidenschaftlichen Küssen unterm Sternenhimmel verbringt sie auch die Nächte sicher in den starken Armen ihres sexy Gastgebers. Bis eine Intrige jäh ihr Glück bedroht ...
ALESSANDRA UND DER PLAYBOY von BRYANT, NIOBIA
Ausgerechnet mit Playboy Alek muss Alessandra zusammenarbeiten, damit sie die Firma ihres Vaters übernehmen kann. Gegen ihren Willen sprühen bald sinnliche Funken. Aber Vorsicht! Alek verführt sie bestimmt bloß aus einem Grund: Weil er die Firma für sich allein will!
Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
„Was habe ich eigentlich diesem Maverick getan?“ Naomi Price stieß frustriert den Stiefel in den Sand. „Wieso hat er es nur auf mich abgesehen?“
Toby McKittrick war gerade dabei, sein Pferd zu satteln. Er sah zu der Frau auf der anderen Seite des Gatters hinüber. Sogar wenn Naomi wütend war und vielleicht auch ein wenig ängstlich, bot sie einen beeindruckenden Anblick.
Sie war einen halben Kopf kleiner als er mit seinen gut ein Meter achtzig. Das lange kupferbraune Haar fiel ihr weich über die Schultern herab. In ihren schokoladenbraunen Augen blitzte die Intelligenz – im Moment allerdings durchsetzt von Sorge. Naomi trug eine weiße Sommerhose und ein weites hellgrünes Shirt mit einem weißen Spitzenoberteil. Ihre hellen Stiefel reichten bis zu den Knöcheln. Sie waren eindeutig nicht für eine Ranch gemacht.
„Dieser Maverick scheint ja hinter allen her zu sein. Ich nehme an, du warst jetzt einfach dran.“
„Maverick“ war bereits seit Monaten das Stadtgespräch der Bewohner von Royal in Texas. Er deckte die intimsten Geheimnisse der Menschen auf und setzte sie mit ihren tiefsten Ängsten und Sorgen unter Druck, indem er drohte, sie ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.
Toby hatte keine Ahnung, warum dieser mysteriöse Maverick das alles tat – gut, einige waren auf seine Erpressungen eingegangen und hatten gezahlt, aber in erster Linie schien es ihm einfach darum zu gehen, den Ruf seiner Opfer zu ruinieren. Und es ließ sich nicht leugnen: Er hatte Erfolg damit.
„Super“, murrte Naomi. „Einfach super.“
„Was genau hat er denn gesagt, das dich so früh am Morgen hierhergetrieben hat?“ Toby musterte sie aufmerksam. Für gewöhnlich zeigte Naomi sich erst gegen Mittag der Öffentlichkeit. Sie verließ nicht eher das Haus, bis sie von Kopf bis Fuß perfekt gestylt war.
„Sieh es dir selbst an.“ Sie reichte ihm das Smartphone, das sie aus ihrer Schultertasche gezogen hatte.
Toby schob den Hut in den Nacken und tippte das Display an. Sofort sah er, was Naomi so auf die Palme gebracht hatte.
Seit gut einem Jahr betrieb sie eine kleine Fashion-Show im Kabelkanal. Sie schrieb das Manuskript, produzierte die Show und war gleichzeitig ihr eigener Star. Sie hatte sich einen Namen damit gemacht, dass sie Frauen zeigte, wie sie gut aussehen konnten. Naomi war stolz auf das, was sie erreicht hatte. Sie arbeitete jeden Tag hart daran, die bestmögliche Show auf die Beine zu stellen, und ihre Zuhörerschaft wuchs.
Toby runzelte die Stirn, als er das Video betrachtete. Maverick hatte eine Parodie auf Naomis Show ins Netz gestellt. Er hatte eine Schauspielerin gefunden, die Naomi ziemlich ähnlich sah. Sie stand hinter einem Ständer mit Kleidern und seufzte und stöhnte, als hätte sie direkt vor der Kamera einen Orgasmus. Dann trat sie hinter dem Ständer hervor.
Jetzt begriff Toby, was Naomi wirklich aufgebracht hatte: Die Schauspielerin war aufgemacht, als wäre sie bereits im zweiten Jahr schwanger. Sie musste ihren riesigen Bauch mit beiden Händen abstützen.
„Oh, Mann …“
„Warte“, stöhnte Naomi. „Da kommt noch mehr.“
Die Schauspielerin begann jetzt zu sprechen. Mit einem breiten, vollkommen überzogenen texanischen Akzent.
„In diesem Sommer ist die Schwangerschaftsmode noch aufregender als sonst“, säuselte sie in die Kamera, während sie das lange rotbraune Haar über die Schulter zurückwarf und die Hände über den absurd aufgeblasenen Bauch gleiten ließ. „Vergessen Sie nicht, die Accessoires sind das Wichtigste. Tragen Sie einen hübschen Gürtel über dem Babybauch. Lenken Sie die Aufmerksamkeit darauf. Zeigen Sie der Welt, wie eine modebewusste Schwangere aussehen sollte.“
Toby spürte Zorn in sich aufsteigen.
Die Frau verschwand kurz hinter dem Ständer und erschien dann in einem zeltförmigen Kleid, das von einem breiten schwarzen Gürtel zusammengehalten wurde. „Sagen Sie es allen, Naomi“, sagte die Frau und lächelte in die Kamera. „Tun Sie es schnell, sonst tut Maverick es für Sie.“
Toby gab ihr das Smartphone zurück. „Okay, ich verstehe, was dich so aufgebracht hat.“
„Weißt du, es geht nicht darum, dass er allen sagen will, dass ich schwanger bin“, erklärte sie verbittert. „Was mich so aufregt, ist, dass er meine Show zu einer Lachnummer macht. Er verspottet mich.“
Toby legte seine Hand auf ihre. „Es spielt keine Rolle, was er von dir denkt, Naomi. Das weißt du doch.“
„Natürlich weiß ich das. Aber ich habe mir das Video angesehen und mich gefragt, ob ich wirklich so klinge. So überdreht und … arrogant. Bin ich arrogant?“
Um Tobys Mundwinkel zuckte es verdächtig. „Ich finde nicht, aber du hast schon so deine Momente gehabt …“
Sie stöhnte tief auf. „Du meinst die Geschichte mit den ‚drei Hexen‘, oder?“
Er zuckte nur die Schultern und kümmerte sich wieder um den Sattel. Naomi war seit Jahren seine beste Freundin, aber das machte ihn nicht blind für ihre Fehler. Natürlich war niemand perfekt. Toby kannte Naomi besser als alle anderen, und er wusste, dass sich hinter der manchmal arroganten Fassade ein weiches Herz verbarg.
„Ihr drei – du, Simone und Cecelia – habt einen Ruf, den ihr euch redlich verdient habt. Das musst du zugeben.“
„Na ja, schon …“, murrte sie widerstrebend.
Toby schüttelte den Kopf. Naomi und er waren in derselben kleinen Stadt zusammen aufgewachsen. Erst im College waren sie sich dann nähergekommen, als er im letzten Jahr war und sie im ersten. Er kannte sie so wie nur wenige andere, daher wusste er, dass sie im Moment bis in die Zehenspitzen ihrer teuren, aber nutzlosen Stiefel erschüttert war.
„Mittlerweile ist ja alles anders“, erklärte Naomi einen Moment später entschlossen. „Menschen können sich ändern.“
„Natürlich.“ Er nickte.
„Cecelia ist jetzt mit Deacon zusammen. Sie ist ebenfalls schwanger.“ Auch wenn das nicht wirklich etwas mit ihrer Situation zu tun hatte. „Simone und Hutch haben sich gefunden. Sie ist schwanger mit Drillingen!“ Sie warf in einer dramatischen Geste die Hände in die Luft. „Wir drei sorgen ja für eine wahre Explosion der Bevölkerungszahlen. Wir sind nicht mehr die drei Hexen. Wir sind …“ Sie seufzte. „Ich weiß auch nicht, was wir jetzt sind.“
„Ich schon.“ Toby grinste. „Du bist Naomi Price – die Frau, die vollkommen nutzlose Stiefel trägt, die mehr kosten als mein Sattel.“
Sie lachte. Genau das hatte er bezwecken wollen.
Er sah ihr in die Augen. „Du bist auch die Frau, die ihre eigene Fernsehshow aufgezogen und alles dafür getan hat, dass sie ein Erfolg wurde.“
„Danke, Toby.“ Sie lächelte ihn an, und dieses Lächeln ging ihm wie immer durch und durch.
„Okay.“ Sie versetzte dem Gatter einen kleinen Schlag. „Du hast recht. Ich bin stark. Ich schaffe das.“
„Das ist die richtige Einstellung.“ Toby hatte das Pferd fertig gesattelt und strich ihm über den glatten Hals.
„Doch mein ganzes Selbstbewusstsein löst sich in Luft auf, wenn ich daran denke, meinen Eltern sagen zu müssen, dass ich schwanger bin“, erklärte Naomi kleinlaut.
Toby zog sich den Stetson über die Augen. „Du hättest es ihnen längst sagen sollen.“
„Komm mir jetzt nicht mit deiner Vernunft“, fauchte sie ihn an und ging gereizt auf und ab, die Arme wie zum Schutz um sich gelegt. „Du könntest mich unterstützen.“
„Ich bin ja auf deiner Seite“, verteidigte er sich. „Ich tätschele dir nur nicht den Kopf, weil du das nicht brauchst.“
Sie murmelte etwas vor sich hin, was er nicht verstand, während sie weiter auf und ab ging. Wäre sie stehen geblieben, hätte er sie jetzt spontan in den Arm genommen. Toby verdrängte den Gedanken gleich wieder. Seit Jahren hielt er seine Gefühle für sie fest verschlossen. Sie war zu ihm auf die Ranch gekommen, weil sie einen Freund brauchte. Also wollte er ihr ein Freund sein. Das hieß, er musste ihr sagen, was sie nicht hören wollte.
„Naomi, du hast doch gewusst, dass sich das nicht ewig verheimlichen lässt.“
Sie blieb vor ihm auf der anderen Seite des Gatters stehen und blinzelte in die Sonne. „Ich weiß, aber …“
„Nichts aber.“ Er riss sich den Hut herunter und fuhr sich mit den Fingern durch das Haar. „Jemand hat dir die Entscheidung abgenommen. Du hast keine Wahl mehr, wann du es deinen Eltern sagen willst. Die Zeit ist um.“
„Wie hat dieser Maverick es nur herausgefunden? Ich dachte, du wärest der Einzige, der von dem Baby weiß.“
Es klang fast wie eine Beschuldigung. „Ich habe es niemandem gesagt“, verteidigte er sich.
„Ich weiß.“ Sie wischte den vermeintlichen Vorwurf so lässig beiseite, dass er sich wieder entspannte.
Toby war ein Mann seines Wortes, schon immer. Zu oft hatte er seinen Vater sagen gehört: Ohne seine Ehre ist ein Mann nichts. Das hatte Toby geprägt. Er gab nie ein Versprechen ab, wenn er nicht wusste, dass er es auch halten konnte.
„Du bist der einzige Mann in meinem Leben, der mich noch nie im Stich gelassen hat, Toby“, sagte sie leise.
Er nickte, schwieg aber, weil er Naomi gut genug kannte, um zu wissen, dass sie noch nicht fertig war.
„Ich habe versucht, Gio noch einmal zu erreichen.“
Zorn stieg in ihm auf, und Toby versuchte nicht, es zu verbergen. Gio Fabiani war der One-Night-Stand, von dem Naomi...




