Child | Liebe - heiß wie ein Blitz! | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1709, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Child Liebe - heiß wie ein Blitz!


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-078-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1709, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-078-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Kommen Sie heute Abend zu mir, dann lernen Sie Ihren Sohn kennen!' Als die chaotische Blondine überraschend in seinem Büro auftaucht und behauptet, dass das Baby ihrer Kusine auch seines ist, glaubt Simon Bradley ihr zunächst kein Wort. Schließlich haben schon ganz andere Schönheiten versucht, ihn zu erpressen. Und dennoch, wenn er Tulas Hand berührt, durchströmt ihn eine untrügliche Hitze ... Auch wenn Simon nicht versteht, was ihn an der Schriftstellerin so sehr fasziniert, steht am Abend fest: Er ist Vater! Und Tula entscheidet, ob er das Sorgerecht für seinen Sohn bekommt!



Da Maureen Child Zeit ihres Lebens in Südkalifornien gelebt hat, fällt es ihr schwer zu glauben, dass es tatsächlich Herbst und Winter gibt. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches hat sie 40 weitere Liebesromane veröffentlicht und findet das Schreiben jeder neuen Romance genauso aufregend wie beim ersten Mal. Ihre liebste Beschäftigung neben dem Schreiben ist das Reisen; bevorzugt mit ihrem Mann und ihren Eltern. Eine lange Autofahrt mit drei Personen, die verschiedene Karten lesen und dem armen Fahrer, Maureens gestresstem Ehemann, die unterschiedlichen Richtungen zurufen, ist unvergleichlich! Aber natürlich bietet das Reisen auch gute Recherchemöglichkeiten für weitere Romances. Wenn Maureen zu Hause ist, kümmert sie sich um den Haushalt, in dem es sehr lebhaft zugeht; es gilt, sich um zwei fast erwachsene Kinder, deren Freunde und einen völlig verwirrten Golden Retriever namens Abbey zu kümmern. Abbey hat Angst vor dem Wind; sie weiß, dass es da draußen ist, kann es aber nicht sehen und weigert sich, das Haus zu verlassen, wenn es stürmisch ist. Also bleibt Maureen nicht anderes übrig, als Abbey an windigen Tagen draußen die Pfote zu halten...

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1. KAPITEL


Für Überraschungen hatte Simon Bradley nichts übrig, denn seiner Ansicht nach öffneten sie dem Chaos Tür und Tor. Er war ein Mann, der auf Ordnung, Regeln und Disziplin Wert legte. Darum erkannte er auch mit einem Blick, dass die Frau in seinem Büro ganz sicher nicht sein Typ war.

Dabei ist sie durchaus hübsch, dachte er, knapp einen Meter fünfundsechzig groß, aber durch ihre Zartheit wirkt sie noch kleiner. Wirklich, ein zierlicher Typ …

Ihre kurz geschnittenen, dichten blonden Haare bildeten einen reizvollen Rahmen für ihr sympathisches Gesicht, was durch die großen silbernen Ohrringe noch betont wurde.

Mit ihren großen blauen Augen sah sie ihn nachdenklich an. Als sie lächelte, erschien auf einer Wange ein kleines Grübchen. Sie trug schwarze Jeans, schwarze Stiefel und einen engen roten Pulli, der ihre ansprechende Figur schön zur Geltung brachte.

Ohne ihre Schönheit länger auf sich wirken zu lassen, erhob sich Simon von seinem Schreibtisch. „Guten Tag. Ms Barrons ist Ihr Name, richtig? Meine Sekretärin hat mir gesagt, dass Sie mich in einer dringenden Angelegenheit sprechen wollen.“

„Ja. Hallo“, sagte sie unbefangen.

Unwillkürlich sah Simon auf ihre sinnlichen Lippen.

„Bitte nennen Sie mich Tula.“ Sie kam auf ihn zu und streckte ihm zur Begrüßung die Hand entgegen.

Als sich ihre Finger berührten, spürte er ein plötzliches Hitzegefühl. Aber noch ehe er sich darüber Gedanken machen konnte, schüttelte sie ihm kurz und energisch die Hand und trat wieder einen Schritt zurück.

Dann blickte sie an ihm vorbei aus dem Fenster und rief: „Wow! Was für ein Panorama! Von hier aus sieht man ja ganz San Francisco.“

Simon verzichtete darauf, sich zum Fenster umzudrehen. Stattdessen musterte er diese … Tula genau. Dabei rieb er unbewusst die Hände gegeneinander, wie um das ungewöhnliche Hitzegefühl abzustreifen. Nein, sie war ganz und gar nicht sein Typ, aber dennoch konnte er den Blick nicht von ihr wenden. „Das vielleicht nicht, aber doch einen Großteil.“

„Warum stellen Sie Ihren Schreibtisch nicht andersherum? So haben Sie ja gar nichts davon.“

„Dann würde ich ja mit dem Rücken zur Tür sitzen.“

„Stimmt zwar, aber ich finde, das wäre es wert.“

Hübsch, aber chaotisch, genau wie ich mir gedacht habe. Simon sah auf die Uhr. „Ms Barrons …“

„Tula.“

„Ms Barrons“, wiederholte er absichtlich. „In fünfzehn Minuten muss ich zu einer Besprechung. Wenn Sie nur gekommen sind, um sich mit mir über die Aussicht zu unterhalten …“

„Ich weiß, Sie sind ein viel beschäftigter Mann. Und natürlich bin ich nicht wegen der Aussicht hier. Ich habe mich nur davon ablenken lassen.“

Genau so sieht sie aus, dachte Simon ironisch, Ablenkung ist ihr zweiter Vorname.

Auch jetzt ließ sie den Blick im Zimmer umherschweifen, statt endlich zu sagen, weswegen sie hier war. Simon bemerkte, wie sie die elegante Büroeinrichtung betrachtete, die von der Stadt verliehenen Urkunden und die Werbeaufnahmen von Bradley-Filialen im ganzen Land.

Stolz schaute er einen Moment lang ebenfalls die Bilder an.

Zehn Jahre lang hatte er hart gearbeitet, um das Familienunternehmen wieder aufzubauen, das sein Vater an den Rand des Ruins gebracht hatte. In diesen zehn Jahren hatte Simon nicht nur wieder aufgeholt, was durch den fehlenden Geschäftssinn des Vaters verloren gegangen war – nein, die noble Kaufhauskette Bradley stand nun besser da als je zuvor.

Und all das hatte Simon nur erreicht, weil er sich niemals ablenken ließ. Auch nicht durch eine schöne Frau.

„Wenn es Ihnen nichts ausmacht“, sagte er, während er um seinen Schreibtisch herumging, um sie zur Tür zu führen. „Es passt mir heute wirklich nicht. Ich habe ziemlich viel zu tun.“

Aber statt sich zur Tür zu wenden, lächelte sie ihn strahlend an, und Simon spürte, wie sein Herz einen sonderbaren Hüpfer machte. Er sah den Glanz in ihren Augen und das Grübchen auf der Wange – und plötzlich schien es ihm, als hätte er nie eine schönere Frau gesehen. Verwundert bemühte er sich, diesen Eindruck zu verdrängen.

„Sorry, sorry“, entschuldigte sich Tula für ihre Zerstreutheit. „Ich habe wirklich etwas sehr Wichtiges mit Ihnen zu besprechen.“

„Was gibt es denn so Dringendes, dass Sie meiner Sekretärin gedroht haben, nicht eher zu gehen, als bis Sie mit mir geredet haben?“

Sie öffnete den Mund und schloss ihn wieder. „Vielleicht sollten Sie sich lieber setzen.“

„Ms Barrons …“

„Also gut. Wie Sie wollen. Aber nicht, dass es dann heißt, ich hätte Sie nicht gewarnt!“

Betont auffällig sah er auf die Uhr.

„Ich weiß schon, Sie haben nicht viel Zeit. Dann also ohne Umschweife: Herzlichen Glückwunsch, Simon Bradley, Sie sind Vater.“

Er erstarrte. Nun reichte es aber! Das hier war nicht mehr lustig. „Ihre Sprechzeit ist um, Ms Barrons.“ Er nahm sie am Arm und zog sie mit schnellen Schritten zur Tür.

Tula mit ihren längst nicht so langen Beinen bemühte sich, Schritt zu halten. Oder setzte sie sich zur Wehr? So genau konnte Simon ihr Verhalten nicht deuten, er versuchte es auch gar nicht erst.

Hübsch hin oder her, was für ein Spiel spielte diese Tula? Was auch immer es war, er würde sich jedenfalls nicht darauf einlassen!

„Hey! Immer mit der Ruhe!“ Sie stemmte die Stiefelabsätze in den weichen Teppich und schaffte es so, dass Simon endlich den Schritt verlangsamte. „Reagieren Sie immer gleich so heftig?“

„Ich bin kein Vater“, stieß er hervor. „Und glauben Sie mir, wenn ich je mit Ihnen geschlafen hätte, würde ich mich mit Sicherheit daran erinnern.“

„Ich habe nicht gesagt, dass ich die Mutter bin.“

Simon hörte gar nicht hin, sondern bugsierte sie weiter zur Tür.

„Ich wollte Ihnen alles ausführlich erklären, aber Sie haben ja keine Zeit.“

„Ich sehe schon, Sie wollen nur mein Bestes“, spottete er.

„Nein. Ich will das Beste für Ihren Sohn, Sie Trottel.“

Simon stutzte. Einen Sohn soll ich haben? Nicht möglich … Bestimmt lügt sie!

Tula nutzte sein Zögern, um sich aus seinem Griff zu befreien und stehen zu bleiben. In dem kurzen Augenblick der Verwirrung ließ er es geschehen.

Dann sah sie ihn sanft, aber entschlossen an. „Natürlich ist das jetzt erst mal ein Schock für Sie.“

Simon betrachtete sie mit zusammengekniffenen Augen. Schluss jetzt!

Er hatte keinen Sohn, und ganz sicher würde er nicht auf irgendwelche Erpressungsversuche oder Unterhaltsforderungen hereinfallen, die sich diese Frau ausgedacht hatte.

„Ich habe Sie nie zuvor gesehen, Ms Barrons“, stellte er klar. „Logisch also, dass wir kein Kind zusammen haben. Wenn Sie mal wieder Geld für ein Baby wollen, das es gar nicht gibt, suchen Sie sich besser einen Mann dafür aus, mit dem Sie wenigstens geschlafen haben.“

Verwirrt blinzelte sie, dann lachte sie. „Nein, nein. Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich nicht die Mutter des Kleinen bin. Ich bin seine Tante. Aber Sie sind eindeutig der Vater. Nathan hat die gleichen Augen wie Sie und dasselbe trotzige Kinn. Was wahrscheinlich auf seinen künftigen Charakter hindeutet, wie ich vermute. Andererseits kann ein gewisses Durchsetzungsvermögen durchaus nützlich sein. Oder was meinen Sie?“

Nathan.

Das geheimnisvolle Baby hatte einen Namen. Aber das machte die unwirkliche Situation auch nicht besser.

„Das ist völlig verrückt“, sagte er. „Sie führen doch irgendwas im Schilde. Also raus mit der Sprache. Worum geht es wirklich?“

Während Tula zurück zum Schreibtisch ging, flüsterte sie leise etwas. Es klang wie ein Selbstgespräch. „Ich hatte mir zurechtgelegt, was ich sagen wollte. Aber Sie haben mich völlig aus dem Konzept gebracht.“

„Ich Sie? Wohl eher Sie mich!“ Simon griff zum Telefon, um den Sicherheitsdienst zu rufen. Dann bin ich diese Tula los und kann endlich weiterarbeiten.

Sie sah ihn an, als hätte sie seine Gedanken gelesen. „Ich kann alles erklären. Geben Sie mir fünf Minuten, bitte.“

Vielleicht lag es am Glanz ihrer schönen blauen Augen, dass Simon den Hörer wieder auflegte. Vielleicht auch an dem kleinen Grübchen auf ihrer Wange. Außerdem – solange die Chance bestand, dass ihre Geschichte auch nur einen Funken Wahrheit enthielt, verlangte schon die Höflichkeit, dass er sie anhörte.

„Also gut“, sagte Simon und sah seufzend auf die Uhr. „Sie haben fünf Minuten.“

„Okay.“ Sie atmete tief durch und begann. „Erinnern Sie sich an eine Frau namens Sherry Taylor? Müsste ungefähr eineinhalb Jahre her sein.“

Der Name kam ihm bekannt vor. „Ja …“, sagte er zögernd.

„Gut. Ich bin Sherrys Cousine, Tula Barrons. Eigentlich heiße ich Tallulah, nach meiner Großmutter, aber ich finde den Namen so komisch, dass ich mich Tula …“

Simon hörte nicht wirklich zu. Stattdessen versuchte er, sich Sherry Taylor ins Gedächtnis zu rufen. Konnte es tatsächlich sein …?

Wieder holte Tula tief Luft. „Auch wenn Sie es sich im ersten Moment schwer vorstellen können: Vor sechs Monaten hat Sherry in Long Beach Ihren Sohn zur Welt gebracht.“

...



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