Caspar | Verzaubert 3: Gefürchtete Feinde | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 277 Seiten

Reihe: Verzaubert

Caspar Verzaubert 3: Gefürchtete Feinde

Magisch-romantische Urban Fantasy für Gestaltwandler-Fans
17001. Auflage 2017
ISBN: 978-3-646-60293-7
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Magisch-romantische Urban Fantasy für Gestaltwandler-Fans

E-Book, Deutsch, Band 3, 277 Seiten

Reihe: Verzaubert

ISBN: 978-3-646-60293-7
Verlag: Carlsen
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



**Finde die Kraft, die in der Liebe verborgen liegt ...** Effie muss noch lernen ihre Kräfte als Elementar zu kontrollieren und der Druck, unter dem sie dabei steht, ist gewaltig. Schließlich ist sie die Trägerin des mächtigsten Seelentiers, das es je gegeben hat. Jeden Tag trainiert sie hart, um sich ihrem gefürchteten Feind Nathaniel endlich entgegenstellen zu können. Aber das ist noch nicht ihr größtes Problem. Auch Edens Tierseele wird immer stärker und plötzlich erfährt Effie von Geheimnissen, die sie an seiner Liebe zu ihr zweifeln lassen. Doch ihr bleibt kaum Zeit seinen Gefühlen auf den Grund zu gehen, denn Nathaniel setzt alles daran, Effie und ihre Freunde zu vernichten, und entfacht einen Kampf auf Leben und Tod. //Alle Bände der magischen Bestseller-Reihe: -- Verzaubert 1: Geheimnisvolle Nachbarn -- Verzaubert 2: Gefährliche Freunde -- Verzaubert 3: Gefürchtete Feinde -- Alle Bände der Fantasy-Bestseller-Trilogie »Verzaubert« in einer E-Box!// Diese Reihe ist abgeschlossen.

Anna-Sophie Caspar, geb. 1986, hat sich schon als Kind kleinere Geschichten ausgedacht. Wenn sie nicht gerade schreibt oder durch die Welt reist, analysiert sie die Sterne und die Wirkung des rückläufigen Merkurs in ihrem Geburtshoroskop. Man munkelt, dass ihre magische Fähigkeit darin besteht, Notizbücher vollzukritzeln.
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Nachttraining


»Autsch!« Choi taumelte zurück, fing sich aber schnell wieder. »Mann, wer hätte gedacht, dass du so eine gute Kämpferin bist?« Anerkennend nickte er und ging erneut in Angriffsposition.

Adrenalin schoss durch Effies Adern. Sie senkte den Kopf und wartete auf die nächste Attacke.

Herausfordernd breitete er die Arme aus. »Bereit?«

Sie lächelte. »Mehr als bereit.«

In dem Moment trat Eden aus dem Schatten der Kokospalmen. Für einen Sekundenbruchteil fing er ihre Aufmerksamkeit. Lange genug, dass Choi sie von den Beinen riss, sie rücklings in den Sand fiel und in den schwarzen Nachthimmel blickte.

»Diesmal war ich schneller, Schätzchen.« Choi hielt ihr seine Hand hin und half ihr hoch.

Nicht nur Eden hatte sein Training unterbrochen, sondern auch einige Wächter versammelten sich am Strand und beobachteten Choi und Effie. Mit ihren Trainingsanzügen und den einheitlich kurz geschorenen Haaren, sahen die Wächter sich so ähnlich, dass es Effie immer noch schwerfiel, sie auf den ersten Blick auseinanderzuhalten.

Choi grinste. In der nächsten Sekunde sprang er auf Effie zu. Sie breitete die Arme aus, ein Energieschub schoss durch ihren Körper und spannte jeden ihrer Muskeln an, bis sie sich mit den Füßen vom Boden abstieß und in die Luft erhob. Schon flog sie so hoch, dass er nicht mehr nach ihr greifen konnte, und sauste dann im Sturzflug auf ihn hinab, umklammerte seinen Oberkörper und schleuderte mit ihm zu Boden. Sie kugelten über den kalten Sand, bis sie Chois Arme und Beine fixierte.

»Ha«, triumphierend sprang sie auf. »Zwei zu eins würde ich sagen.« Leicht außer Atem reichte sie ihm diesmal ihre Hand zur Hilfe.

»Deine Fortschritte der letzten Wochen sind riesig. Ich erkenne dich im Kampf kaum wieder«, sagte er und lachte. »Wer bist du und was hast du mit Effie gemacht?«

»Haha«, machte sie, zwang sich zu einem Lächeln und klopfte sich den Sand von der Trainingshose.

Es war nur ein Scherz, sagte sie sich in Gedanken. Er wusste nicht, dass er einen wunden Punkt getroffen hatte. Ja, es stimmte, sie beherrschte ihre Kräfte richtig gut. Nur war Effie sich nicht sicher, ob sie es war, die die Kontrolle hatte, oder die Phönix-Seele in ihr, die immer mächtiger wurde. Tief in ihr spürte sie, dass die Tierseele ihr Handeln stärker beeinflusste als jemals zuvor.

Das war auch einer der Gründe, warum sie die Nachttrainingseinheiten so genoss. Sie hielten sie davon ab zu schlafen und wenn sie in den frühen Morgenstunden ins Bett ging, war sie meist viel zu müde, um noch zu träumen.

Jedes Mal, wenn sie die Augen schloss, fürchtete sie sich. Davor, dass der Phönix Kontakt mit ihr aufnahm. Es war schwer zu beschreiben und sie traute sich nicht, darüber zu reden. Mit niemandem. Seit ihrer Verwandlung vor einigen Wochen war es anders. Die Phönix-Seele regte sich häufiger, und sie wollte bestimmen. Die Richtung angeben.

Bis jetzt schaffte Effie es, sich diesem Drängen zu widersetzen. Aber wie lange würde sie stark bleiben?

»Eure Art zu kämpfen ist mehr als plump«, riss Raphael, einer der Wächter, sie aus ihren Gedanken. »Ihr seid nur gut, weil ihr übernatürliche Kräfte habt.«

Choi legte den Kopf in den Nacken und schloss genervt die Augen. Raphael mischte sich ständig ein, selbst wenn niemand nach seiner Meinung fragte, wie zum Beispiel jetzt. Es dauerte einen Moment, bis Choi die Augen wieder öffnete und ihn ansah. »Möchtest du mich zum nächsten Kampf herausfordern?«

»Wenn du ein Mensch wärst, würde ich dich in weniger als zwanzig Sekunden besiegen, aber das Kräfteverhältnis ist leider unausgeglichen, daher wäre es unfair.«

Raphael und die anderen Wächter sprachen Deutsch, was die Kommunikation deutlich erleichterte, anders als mit den Priesterinnen, unter denen nur die Pythia und Rea die deutsche Sprache beherrschten. Mit den anderen Priesterinnen musste Effie sich mit Händen und Füßen verständigen oder indem Eden und Choi für sie übersetzten. In solchen Momenten war sie neidisch auf die Fähigkeit der beiden, sich in jeder Sprache verständigen zu können.

»Ach was!« Choi machte eine wegwerfende Handbewegung. »Für so einen guten Kämpfer wie dich dürfte doch selbst ein stärkerer Gegner kein Problem sein.«

Raphael ging einen Schritt auf ihn zu. »Wir könnten ja Effie fragen, ob sie dir deine Kräfte aussaugt«, sagte Raphael herausfordernd. »Dann kämpfen wir von Mensch zu Mensch.«

Choi fing aus tiefster Seele an zu lachen. »Das hättest du wohl gern, du arroganter Schnösel. Ich liebe meine Fähigkeiten.« Er musterte ihn von oben bis unten. »Warte mal«, sagte er und beugte sich ein Stück vor, nah an Raphaels Gesicht heran. »Sehnst du dich nach übernatürlichen Kräften?«

Raphael presste die Lippen zusammen.

Bei seinem Anblick klappte Choi das Kinn herunter und es sah nicht einmal gespielt aus. »Wirklich? Du möchtest ein Elementar sein? Du wüsstest doch gar nicht, mit deinen Fähigkeiten umzugehen.«

Selbstgefällig hob Raphael die Nase in die Luft und betrachtete Choi von oben herab. »Deine Überheblichkeit wird dir schon vergehen.« Ohne ein weiteres Wort wandte er sich von ihnen ab und marschierte davon.

Choi schnaubte. »Wenn er kein Mensch wäre, hätte ich ihm längst eine runtergehauen. Und zwar so fest, dass es richtig wehtut.«

»Mach dir nichts draus.« Ermutigend klopfte Effie ihm auf die Schulter. »Er ist nur neidisch.«

»Du hast gut reden«, sagte er und zog eine Zigarettenschachtel aus der Trainingsjacke, »dich nervt dieser Idiot ja auch nicht permanent.«

»Nein, ich bin schließlich der Phönix-Elementar«, scherzte sie. »Mich ignoriert er lediglich.«

»Du Glückliche.« Er lachte, steckte sich eine Zigarette in den Mund und zündete sie an. »Ich denke, für heute haben wir genug trainiert.« Er nahm einen tiefen Zug, stieß eine Rauchwolke in die Luft und war im nächsten Augenblick im Dunkel der Nacht verschwunden.

Beinahe als wären sie enttäuscht, zogen sich die umstehenden Wächter mit hängenden Schultern zurück. Nur Eden blieb übrig. Im Mondlicht war seine dunkle Silhouette zu sehen. Er kam zu ihr und als er vor ihr stand, schmiegte Effie ihren Kopf an seine kühle Jacke.

Gemeinsam mit Ilias, einem älteren Wächter, war Eden für das Training und die Vorbereitungen für den Kampf gegen Nathaniel zuständig. Und obwohl sie hier gemeinsam auf der Insel ›festsaßen‹, sah Effie ihn verdammt selten: beim Training, beim Essen und wenn sie nachts todmüde ins Bett fielen. Dass sie mal einige Minuten allein waren, kam so gut wie nie vor. Wenn sie genau darüber nachdachte, waren Tage vergangen, seitdem sie sich abseits der anderen zu zweit unterhalten hatten. Ständig wurde Eden von Zenon, Ilias, den anderen Wächtern und hin und wieder auch von einigen Priesterinnen in Beschlag genommen. Im Vergleich zu ihm ließen sie Effie regelrecht in Ruhe. Was sie ehrlich gesagt wunderte, jetzt, wo sie der voll verwandelte Phönix-Elementar war.

Ein plötzliches Stechen in ihrer Brust ließ sie zusammenzucken. Seit einigen Tagen schon quälte sie dieses Gefühl: ein Sog, ein Riss in ihrer Herzgegend, als würde etwas fehlen. Sie wusste genau, was ihr fehlte: der Stein, den Nathaniel wieder an sich gerissen hatte. Das versteinerte Phönix-Ei war von den Vorfahrinnen der Priesterinnen mit einem Zauber belegt worden, um die Phönix-Seele im menschlichen Körper gefangen zu halten … In Effies Körper … Wenn sie ihn bei sich trug, gab er ihr Kraft, schenkte ihr Zuversicht und löste in ihr das Gefühl der Vollkommenheit aus. Aber er war nicht bei ihr, dabei brauchte sie ihn doch so sehr. Ihre Seele, oder vielmehr die Phönix-Seele schrie danach. Tagsüber, und nachts in ihren Träumen noch viel mehr. Sie musste ihn holen. Sie musste ihn holen, um sich komplett zu fühlen.

Mit einem Ruck ließ sie von Eden ab und schüttelte sich. Diese Gedanken und Gefühle … Es waren nicht ihre. Oder doch?

Gelassen steckte er seine Hände in die Hosentaschen, legte den Kopf schief und musterte sie. »Alles in Ordnung?«

»Es … Ich …«, die richtigen Worte für das zu finden, was in ihr vorging, war nicht so einfach.

In ihr regte sich ein ärgerliches Gefühl. Oder war es Belustigung? Jedenfalls fühlte es sich fremd an, als wären es nicht ihre eigenen Emotionen. Versuchte die Phönix-Seele nun schon im Wachzustand mit ihr zu kommunizieren?

Effie wollte die Kontrolle nicht verlieren. Was, wenn die Phönix-Seele bald die Oberhand über ihr Handeln gewann? Dann wäre sie nicht mehr Besitzerin und Chefin ihres Körpers, sondern nur noch Untermieterin, die in eine tiefe dunkle Ecke vertrieben wurde, in der ihr kein Mitspracherecht mehr zustand. Während die Phönix-Seele durch die Lüfte flog und sich auf einem einsamen Berg niederließ, fern von jeglicher Zivilisation.

O nein, bitte nicht. So wollte sie nicht enden.

Eden schmunzelte. »Du siehst aus, als wäre dir eine Laus über die Leber gelaufen.«

»Nimmt dein Seelentier oft Kontakt mit dir auf?«, fragte sie.

Sein Lächeln versiegte. Auch wenn er die Kontrolle über seine Gesichtszüge behielt, spürte Effie, dass ihn diese Frage ärgerte.

»Ich meine, in deinen Träumen«, fügte sie hinzu.

Er schürzte seine Lippen und verschränkte die Arme vor der Brust. »Seit wann bist du so neugierig?«

»Ich war schon immer neugierig«, sagte sie und musterte ihn skeptisch. Dank ihrer Neugierde hatten sie sich schließlich kennengelernt.

Einen Moment wirkte er irritiert.

»Stimmt«, sagte er dann, löste seine Arme, griff nach...


Anna-Sophie Caspar, geb. 1986, hat schon als Kind kleinere Geschichten geschrieben. Wenn sie nicht gerade schreibt oder durch die Welt reist, analysiert sie die Sterne und die Wirkung des rückläufigem Merkurs in ihrem Geburtshoroskop. Man munkelt, dass ihre magische Fähigkeit darin besteht, Notizbücher vollzukritzeln.



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