Burnett, Frances Hodgson
Frances Hodgson Burnett (1849–1924) wurde in Manchester geboren und wanderte nach dem Tod des Vaters mit ihrer Familie 1865 in die USA aus. Nach ersten Kurzgeschichten, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, schrieb sie im Lauf ihres Lebens über 40 Kinder- und Jugendromane. Zu ihren bekanntesten Romanen, die auch mehrfach verfilmt wurden, gehören »Der kleine Lord«, »Eine kleine Prinzessin« und »Der geheime Garten«.
Ranspach, Dieter
Dieter Ranspach (1926–2017) war Schauspieler und Synchronsprecher. Er besuchte die Schauspielschule des Hebbel-Theaters in Berlin, wo er 1947 sein Bühnendebüt gab. In den Folgejahren spielte er an zahlreichen Theatern in Berlin. Ab 1954 war Dieter Ranspach Mitglied der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. 1971 wurde er für seine künstlerischen Verdienste zum Berliner Staatsschauspieler ernannt. Einem breiten Publikum ist seine Synchronarbeit bekannt. Mit seiner hohen und distinguierten Sprechweise synchronisierte er oft pedantische und leicht versnobte Charaktere und lieh seine Stimme u. a. Jonathan Cecil (als Captain Hastings in mehreren Agatha-Christie-Verfilmungen), Helmut Berger (in »Der Pate III«), Ian McDiarmid (in »Gorky Park«) sowie den Anwalt Douglas Brackman (Alan Rachins) in der US-amerikanischen Fernsehserie »L.A. Law«. Daneben arbeitete Ranspach ab 1948 auch umfangreich als Sprecher für Hörfunksendungen beim RIAS und beim NWDR.
Czesienski, David
David Czesienski, geboren 1985 in Ost-Berlin, ist Regisseur, Autor und Performer. Er studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Neben den Arbeiten mit dem Theaterkollektiv PRINZIP GONZO inszenierte er u.a. am Theater Magdeburg, dem neuen Theater Halle, dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, dem Schauspielhaus Hamburg und am Nationaltheater in Bordeaux. David Czesienski arbeitet regelmäßig im Kinder- und Jugendtheater, unter anderem am Theater an der Parkaue Berlin, am Jungen Schauspielhaus Hamburg und am Jungen Staatstheater Kassel. Seit der Spielzeit 2025/26 ist David Czesienski Schauspieldirektor an der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz.
Wien, Fabian
Fabian Oscar Wien, geboren 1983 in Ost-Berlin, ist Schauspieler, Synchronsprecher und Kabarettist. Seine ersten schauspielerischen Erfahrungen sammelte er als Kind in Fernsehfilmen, später als Jugendlicher in Fernsehserien, u. a. in der TV-Serie »Fritze Bollmann will nicht angeln« an der Seite seiner Eltern. Bekannt wurde er durch seine Rolle des Paul in der ARD-Telenovela »Rote Rosen«. Dort gehörte er von 2010 bis 2011 zum Hauptcast. Mit einem Erich-Kästner-Programm ist Fabian Wien seit 2008 gemeinsam mit seiner Mutter im Berliner Kabarett »Die Kneifzange« auf der Bühne zu sehen. 2013 und 2016 wirkte er in mehreren Hörspielen der Reihen »Gruselkabinett« und »Sherlock Holmes« mit.
Kirchhoff, Corinna
Corinna Kirchhoff, 1958 in Düsseldorf geboren, studierte an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Ihr spektakuläres Theaterdebüt gab sie 1983 unter der Regie von Peter Stein an der Schaubühne am Lehniner Platz als Irina in Tschechows »Drei Schwestern«. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Theaterstücken sowie diversen Produktionen für Film und Fernsehen mit. 1996 wurde sie von »Theater heute« zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Corinna Kirchhoff hatte u. a. Engagements am Burgtheater Wien, dem Schauspielhaus Zürich sowie an der Schaubühne Berlin. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Mitglied des Berliner Ensembles.
Bollmann, Horst
Horst Bollmann (1925–2014) absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwangschule in Essen und bei Herma Clement in Berlin. Von 1959 bis 1987 war er Mitglied des Ensembles an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. In seinen letzten Jahren war Horst Bollmann vor allem in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Er erhielt unter anderem den »Preis der deutschen Theaterkritik«, den »Deutschen Schallplattenpreis« und 2010 zu seinem 85. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz. Bollmanns »verblüffende Wandlungsfähigkeit« stach für Klaus Wowereit besonders heraus: »Er hat neben dem ernsten Fach immer und aus Überzeugung auch Fernsehen und Unterhaltung gemacht.«
Lause, Hermann
Hermann Lause (1939–2005) studierte bis 1965 Archäologie, Philosophie und Kunstgeschichte in Mainz, Köln, Heidelberg und München. Von 1963 bis 1965 nahm Lause in München Schauspielunterricht bei Ellen Mahlke. Anschließend arbeitete er am Berliner Schillertheater, wo er am 13. Dezember 1965 debütierte. Es folgten Engagements in Essen, am Theater Oberhausen, Schauspielhaus Bochum, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an den Städtischen Bühnen in Köln sowie an der Volksbühne in Berlin und in Düsseldorf. Hermann Lause agierte als Neben- und Hauptdarsteller auch in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen, zum Beispiel in »Schtonk!« und in Fassbinders »Berlin Alexanderplatz«.
Buhre, Traugott
Traugott Buhre (1929–2009) gehörte zu den besten Schauspielern und galt als einer der großen Charakterdarsteller auf deutschen Bühnen. Bekannt und berühmt ist er spätestens seit de Thomas-Bernhard-Stück »Der Theatermacher«, das ihm in der Regie von Claus Peymann und seit der ersten Inszenierung 1985 wie auf den Leib geschrieben schien. Als Filmschauspieler war Traugott Buhre u.a. in »Anatomie« und »Notturno« zu sehen, der Verfilmung von Franz Schuberts Leben.
Mann, Dieter
Dieter Mann (1941–2022) war von 1964 bis 2006 festes Mitglied im Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Von 1984 bis 1991 leitete er als Intendant das Deutsche Theater. Engagements als Gastschauspieler führten ihn an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Schauspiel Frankfurt, die Wiener Festwochen, die Sächsische Staatsoper Dresden sowie an das Staatsschauspiel Dresden, die Bregenzer Festspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Wiener Burgtheater. 2004 erhielt er die selten verliehen Auszeichnung »Ehrenmitglied des Deutschen Theaters Berlin«. Daneben hatte er an vielen Kino-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mitgewirkt.