Burgh | All die Träume zwischen uns | E-Book | www2.sack.de
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E-Book, Deutsch, 1811 Seiten

Burgh All die Träume zwischen uns

Drei Romane in einem eBook: »Der Weg zum Herzen einer Frau«, »Glückssucherinnen« und »Wo deine Küsse mich finden«
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98690-900-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Drei Romane in einem eBook: »Der Weg zum Herzen einer Frau«, »Glückssucherinnen« und »Wo deine Küsse mich finden«

E-Book, Deutsch, 1811 Seiten

ISBN: 978-3-98690-900-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



In den Stürmen des Lebens braucht es ein Licht: Der bewegende Sammelband »All die Träume zwischen uns« von Anita Burgh jetzt als eBook bei dotbooks. Vier Frauen am Scheideweg des Lebens, eine Hoffnung auf das große Glück ... Die frisch geschiedene Thomasine entflieht dem hektischen London und wagt in der Kleinstadt Middle Shilling einen Neuanfang - ganz ohne Männer. Wenn da nur nicht der mysteriöse Oliver Hawksmoor wäre, der ihr Leben plötzlich gründlich durcheinanderwirbelt ... Auch den Freundinnen Ginnie und Selina spielt das Leben keine guten Karten aus. Erst, als Ginnie den charismatischen Xavier kennenlernt, gewinnt sie Stück für Stück ihr verlorenes Selbstvertrauen wieder. Doch dann trifft Selina auf einen geheimnisvollen Mann, der sie ausdrücklich vor Xavier warnt ... Die Sängerin Kitty wird unterdessen am Krankenbett ihrer Mutter mit ihrer schmerzvollen Vergangenheit konfrontiert. Kann sie es schaffen, die alten Wunden in ihrer Familie zu heilen und ein neues Glück zu finden? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das ergreifende Romantik-Highlight »All die Träume zwischen uns« von Anita Burgh wird Fans von Judith Lennox und Nora Roberts begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Anita Burgh wurde 1937 in Gillingham, UK geboren und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in Cornwall. Ihre 24 Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und feierten international Erfolge. Mittlerweile lebt Anita Burgh mit ihrem Mann und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in den Cotswolds, Gloucestershire. Bei dotbooks veröffentlichte Anita Burgh ihrer Romane »Das Erbe von Respryn Hall«, »St. Edith's: Hospital der Herzen«, »Glückssucherinnen«, »Der Weg zum Herzen einer Frau«, »Wo deine Küsse mich finden«, »Das Lied von Glück und Sommer«, »Wo unsere Herzen wohnen« Außerdem veröffentlichte Anita Burgh bei dotbooks ihre Familiensaga »Die Töchter Cornwalls« mit den drei Einzelbänden: »Morgenröte«, »Sturmwind« und »Dämmerstunde«
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Kapitel 1


Furcht war das alles beherrschende Gefühl in dem schnell fahrenden Wagen. Sie saß zusammengekauert auf dem Beifahrersitz und atmete schwer vor Angst. Er fuhr schnell, viel zu schnell für die scheußlichen Witterungsverhältnisse. Er war wütend. Sie wußte nicht warum, oder was seinen letzten heftigen Wutanfall ausgelöst hatte. In der kurzen Zeit, die sie bei ihm gewesen war, hatte sie gelernt, sich vor seinem Zorn zu fürchten, der jederzeit und ohne Anlaß ausbrechen konnte.

Der schwere schwarze Mercedes fuhr langsamer. Er hielt nicht, sondern zerrte sie – mit einer Hand am Lenkrad – über sich, stieß die Tür auf und schleuderte sie auf die regennasse Straße hinaus. Sie prallte schwer auf den Asphalt, schrammte sich das Kinn auf. Der Wagen brauste in die Nacht davon.

Sie versuchte aufzustehen, aber ein Bein knickte unter ihr weg. Sie versuchte, sich an den Straßenrand zu schleppen, aber der Schmerz war zu groß. Sie brach auf der Straße zusammen, Blut sickerte aus ihrem verletzten Kinn, die großen Augen feucht vor Entsetzen. Hilflos und verzweifelt lag sie da und wartete ergeben auf ihr Schicksal.

Thomasine fuhr wegen der schlechten Sichtverhältnisse langsam. Sie fand, daß dieses Wetter ein passender Abschluß für einen absolut gräßlichen Tag war. Sie hatte verschlafen und in der Hast, nicht zu spät zu kommen, zwei Strumpfhosen zerrissen, dann waren ihr die Kreditkarten gestohlen worden, sie war geschieden worden, hatte das Abendessen mit ihrer mißbilligenden Mutter ertragen und war jetzt diesem Sturm ausgesetzt. Heute kann nicht mehr viel schiefgehen, sagte sie sich.

Die Scheibenwischer klackten laut, sie huschten in einem hysterischen Rhythmus hin und her und schafften es trotzdem nicht, die Windschutzscheibe freizuhalten. Thomasine kauerte über dem Lenkrad, sie hielt es mit beiden Händen fest umklammert und wünschte sich, sie wäre sonstwo, nur nicht auf dieser Landstraße in dieser kalten und stürmischen Nacht – die mehr einer Winternacht glich, als einer Nacht zu Anfang des Frühlings.

Sie wünschte sich, sie wäre sicher zu Hause in London – nicht in der Gegenwart zu leben, sondern vor drei Jahren, als ihr Mann sie noch nicht betrogen hatte und ehe Zorn und Kummer anfingen. Sie wollte nicht in ein leeres, fremdes Haus zurückkehren und sich mit einer ungewissen und einsamen Zukunft auseinandersetzen. Es war schwer zu akzeptieren, daß sie jetzt geschieden war, wo es doch das letzte war, was sie sein wollte. Trotz allem, was geschehen war, liebte sie ihren Mann noch immer mit einer schmerzlichen Sehnsucht. Während des Abendessens mit ihrer Mutter, Di, hatte sie versucht, diese Gefühle zu verbergen. Und obwohl ihre Mutter gesagt hatte, es sei gut, daß sie diesen betrügerischen Bastard los sei, und je eher sie jemand anderen fände und aufhöre, sich gehenzulassen, um so besser. Thomasine war überzeugt, daß ihre Mutter sie durchschaut hatte und sie wegen ihrer Schwäche und Unentschlossenheit verachtete.

Thomasine seufzte. Für ihre Mutter war es leicht; sie war eine jener dogmatischen Individuen, die nie daran zweifelten, im Recht zu sein, und die gegen Schmerzen immun zu sein schienen, so als hätten sie eine zusätzliche Hautschicht. Di war verwirrt und irritiert über den Mangel an Ideen und Plänen ihrer Tochter, für die Zukunft, die neue Freiheit. Wäre das ihrer älteren Schwester, Abigail, passiert, hätte diese keine Angst vor einer leeren Zukunft gehabt. Zweifelsohne hätte sie sich schon längst für einen Fortbildungskurs eingeschrieben, würde per Fernstudium einen Abschluß anstreben und gleichzeitig einen Beruf ausüben. Abigail würde nie auch nur einen Augenblick an Träume verschwenden, was hätte sein können. Allerdings wäre Abigail mit ihrem geordneten, ausgefüllten Leben, einem vorbildlichen Ehemann, der nie fremdgehen würde, und ihren drei vollkommenen Kindern so etwas nie passiert.

Geschieden, Abendessen mit Mutter und die Brieftasche mit den Kreditkarten gestohlen. »Verdammt noch mal, das ist nicht fair«, sagte sie laut, als ein großer schwarzer Wagen sie in rasantem Tempo überholte, viel zu knapp vor ihr wieder einscherte und ihre Windschutzscheibe mit Regen und Dreck bespritzte.

»Rücksichtsloser Bastard!« schrie sie in ohnmächtiger Wut, spähte durch die Schlieren auf der Scheibe und versuchte, das Kennzeichen zu sehen, erkannte aber nur ein A. Das seifige Wasser aus ihrer Scheibenwaschanlage vermengte sich mit dem Dreck auf der Windschutzscheibe zu einem Brei. Die Scheibenwischer ruckten quietschend über das Glas und blieben schließlich stehen.

»O nein! Ich kann's nicht fassen!« Thomasine konnte nichts mehr sehen. Sie bremste den Wagen vorsichtig ab, um auf der regennassen Fahrbahn nicht ins Schleudern zu geraten, und hielt. Sie schaltete die Warnblinkanlage ein, band sich einen Schal um den Kopf, holte den Lappen aus dem Handschuhfach und tat, leise vor sich hin fluchend, das, was alleinreisende Frauen nicht tun sollten – sie öffnete die Autotür und stieg aus. Der Wind peitschte ihr den Regen ins Gesicht und zerrte an ihrer Kleidung. Etwa zwanzig Meter weiter sah sie die Umrisse und die rot aufleuchtenden Bremslichter des jetzt langsamer fahrenden Wagens, der sie gerade so rücksichtslos überholt hatte.

Innerhalb von Sekunden war sie bis auf die Haut durchnäßt, und das Haar hing ihr trotz des schützenden Schals klatschnaß ins Gesicht. Sie wischte mit dem Lappen über die Windschutzscheibe, was das Geschmier nur verschlimmerte. Der Wind brauste durch die Bäume am Straßenrand, und die Zweige wippten wie zuckende Schatten in einem wilden Tanz. Da drin können sich jede Menge Wahnsinniger verstecken, dachte sie und war sich des Risikos bewußt, das sie einging. Schnell stieg sie wieder in ihren Wagen. Sie hoffte, daß der Regen nachlassen würde, und betete, daß kein anderes Auto auf ihres auffuhr. Nervös verriegelte sie die Türen. Ihr war kalt, sie hatte Angst, und sie wünschte, sie wäre zu Hause.

Der Regen wusch schließlich den Schmutz von der Windschutzscheibe. Sie startete den Motor, und die Scheibenwischer glitten wieder über die jetzt saubere Scheibe. Mit eingeschalteten Scheinwerfern legte sie den ersten Gang ein und fuhr vorsichtig weiter.

Plötzlich trat sie so heftig auf die Bremse, daß das Heck des Wagens ausscherte. Die Lichtkegel ihrer Scheinwerfer hatten ein auf der Fahrbahn liegendes Tier erfaßt. »Fahr daran vorbei«, sagte ihr die Vernunft. »Und wenn es verletzt ist?« wandte ihr Mitgefühl ein.

»Nenn mich Franz von Assisi«, sagte sie laut und stieg mit einem kräftigen Seufzer wieder aus. Vorsichtig näherte sie sich dem Tier, das zitternd auf der Straße lag; zwei große, dunkle, gefühlvolle Augen sahen sie an und senkten dann unterwürfig den Blick. Es war ein Hund.

Thomasine wußte wenig über Hunde, nur, daß es unklug wäre, einen fremden Hund zu berühren, vor allem, wenn er verletzt war. Sie stand da und blickte auf das Tier hinunter, während sie überlegte, was zu tun sei. Wenn sie den Hund auf der Straße liegenließ, könnte es passieren, daß der nächste Wagen nicht rechtzeitig bremsen und das Tier überfahren würde. Sie merkte, daß der Hund sie mit seinen ausdrucksvollen Augen ansah, als könnte er ihre Gedanken lesen. Kopfschüttelnd tat sie diese idiotische Vorstellung ab – sie mußte etwas tun, sonst lief sie Gefahr, selbst überfahren zu werden.

Sie bückte sich, aber der Hund duckte sich. Wenn er soviel Angst hat, beißt er mich vielleicht nicht, dachte sie. Andererseits griff vielleicht ein verängstigtes Tier eher an. »Da, riech mal«, sagte sie und streckte die Hand aus. Bei der abrupten Geste zuckte der Kopf des Hundes zurück, um der Berührung durch ihre Hand zu entgehen. Sie wartete geduldig. Schließlich schnupperte der Hund die Luft etwa dreißig Zentimeter vor ihrer Hand, prüfte den Duft und kroch dann langsam auf den Vorderpfoten zu ihr. Thomasine war sich nicht sicher, ob sie mit dem Hund reden sollte oder nicht, und beschloß dann, ihn mit leisen, gurrenden Tönen zu beruhigen, wie sie es früher immer mit ihrer Tochter Nadine getan hatte.

Der Hund schien diese Töne ermutigend zu finden, denn er wagte es, ihre Hand eingehend zu beschnuppern. Thomasine tätschelte sanft seinen Kopf. Den kräftigen Hals des Hundes umspannte ein schwarzes Lederhalsband mit großen, gemein aussehenden Metallstiften. Sie suchte nach einer Erkennungsmarke, fand jedoch keine.

Sie betrachtete den Hund, der sie mit zur Seite geneigtem Kopf ansah. Seine wunderschönen Augen hielten ihrem Blick eine Weile stand, doch dann senkte er wieder sittsam die Lider wie ein schüchternes Mädchen. Ganz offensichtlich wartete das Tier ergeben ihre Entscheidung ab. Sie ging zum Auto zurück und öffnete die Beifahrertür. »Komm, Junge oder Mädchen oder was immer du bist.« Sie tätschelte ermutigend ihren Oberschenkel. Der Hund scharrte verzweifelt mit den Vorderpfoten, seine langen schwarzen Krallen kratzten über den Asphalt, und er stemmte sich mit den kräftigen Vorderbeinen und den muskulösen Schultern hoch. Aber seine Hinterbeine konnten ihn nicht tragen. Der Hund sackte wieder zusammen. »Warte, Freundchen, eines nach dem anderen. Zuerst lege ich Zeitungspapier auf den Sitz, damit du mir mein Auto nicht dreckig machst.« Sie war ein bißchen befangen, weil sie mit dem Tier redete, aber da sie das Vertrauen des Hundes gewonnen zu haben schien, würde ihre Stimme vielleicht weiter beruhigend wirken. »Na, komm schon.« Sie bückte sich, umfaßte mit beiden Händen den Bauch des Hundes und hob ihn mühsam ins Auto. »Wow! Du wiegst ja eine Tonne. Du solltest auf Diät gesetzt werden.«

Der Hund war offensichtlich ans Autofahren gewöhnt, denn er blieb ruhig auf dem Sitz liegen. Zwischen seinen schwarzen Lefzen...



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