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E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 800 Seiten

Reihe: Robert Langdon

Brown The Secret of Secrets

Deutsche Ausgabe. Zwischen Leben und Tod – Das letzte Geheimnis der Menschheit. Thriller
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7517-8497-9
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Deutsche Ausgabe. Zwischen Leben und Tod – Das letzte Geheimnis der Menschheit. Thriller

E-Book, Deutsch, Band 6, 800 Seiten

Reihe: Robert Langdon

ISBN: 978-3-7517-8497-9
Verlag: Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, begleitet seine Freundin Katherine Solomon nach Prag. Katherine bereitet die Veröffentlichung eines Buches vor, das bahnbrechende Entdeckungen über die wahre Natur des menschlichen Bewusstseins offenbart. Doch ein brutaler Mord stürzt die Reise in ein unvorhersehbares Chaos, und Katherine verschwindet plötzlich, ebenso ihr Manuskript. Langdon sieht sich fortan einer mächtigen Organisation gegenüber und wird von einem unheimlichen Angreifer verfolgt, der aus Prags ältester Mythologie entsprungen zu sein scheint und nur ein Ziel verfolgt: gnadenlose Rache.



Dan Brown, geboren 1964 in Exeter, USA, ist der Autor von weltbekannten Thrillern, darunter SAKRILEG (THE DA VINCI CODE), ein Roman, der mit Tom Hanks verfilmt wurde und in über 40 Ländern erschien. Seine Bücher, die Action, Wissenschaft und Geschichte vereinen, wurden in 54 Sprachen übersetzt und dominierten die Bestsellerlisten. Brown, der in Kunstgeschichte und Sprachen ausgebildet wurde, erschuf die ikonische Figur Robert Langdon. Der Autor lebt in Neuengland.

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KAPITEL 1


Robert Langdon erwachte friedlich und freute sich an den sanften Klängen klassischer Musik, die sein Handy auf dem Nachttisch zum Wecken abspielte. Griegs Morgenstimmung war vielleicht eine allzu offensichtliche Wahl, aber er hatte das Stück immer für die perfekten vier Minuten Musik gehalten, um einen Tag zu beginnen. Als die Holzbläser anschwollen, genoss Langdon die Ungewissheit, sich nicht genau erinnern zu können, wo er war.

Ach ja, fiel ihm ein, und er lächelte. Die Stadt der hundert Türme.

Im schwachen Licht betrachtete Langdon das große, mehrfach geteilte Fenster des Zimmers mit der Jugendstil-Kommode und der Lampe aus böhmischem Porzellan daneben. Der dicke, handgeknüpfte Teppich war noch von den Rosenblättern des Gute-Nacht-Services bestreut.

Langdon war drei Tage zuvor nach Prag gekommen und wie bei früheren Besuchen im Four Seasons Hotel abgestiegen. Als der Direktor darauf bestanden hatte, seine Buchung zur Royal Suite hochzustufen, hatte Langdon sich gefragt, ob er dies seiner Stellung als Stammgast zu verdanken habe oder, was wahrscheinlicher war, der Prominenz der Frau, mit der er reiste.

»Unsere prominentesten Gäste verdienen unsere beste Unterbringung«, hatte der Direktor gesagt.

Die Suite umfasste drei Schlafzimmer mit eigenen Bädern, ein Speisezimmer und einen Salon mit Klavier und einem zentralen Erkerfenster, das ein üppiges Bukett aus roten, weißen und blauen Tulpen zierte – ein Willkommensgeschenk der US-Botschaft. Langdons privater Ankleideraum bot ein Paar Flauschpantoffeln mit den Initialen RL. Irgendwas sagt mir, dass das nicht für Ralph Lauren steht, dachte er, von dem persönlichen Touch beeindruckt.

Während er sich nun auf dem Bett räkelte und der Musik seines Weckers lauschte, spürte er, wie ihn eine zarte Hand an der Schulter berührte.

»Robert?«, flüsterte eine leise Stimme.

Langdon drehte sich um, und sein Puls ging schneller. Da war sie, lächelte ihn an, die rauchgrauen Augen noch verschlafen. Die langen schwarzen Haare hingen ihr zerzaust auf die Schultern.

»Guten Morgen, Schönheit«, antwortete er.

Sie streckte die Hand aus und strich ihm über die Wange. Der Duft nach Balade Sauvage haftete noch an ihrem Handgelenk.

Langdon war gebannt von der Eleganz ihrer Züge. Obwohl sie vier Jahre älter war als er, wirkte sie bei jedem Wiedersehen noch umwerfender – die sich vertiefenden Lachfältchen, das leichte Grau in ihrem dunklen Haar, die verspielten Augen und dieser unfassliche Intellekt.

Er kannte die bemerkenswerte Frau seit seiner Zeit in Princeton, wo sie eine junge Dozentin gewesen war und er Student im Grundstudium. Sein stilles, schuljungenhaftes Schwärmen für sie hatte sie entweder nicht bemerkt oder nicht erwidert, aber zwischen ihnen war eine neckische platonische Freundschaft entstanden. Auch nachdem ihre Karriere abgehoben hatte und Langdon ein profilierter, auf der ganzen Welt bekannter Hochschullehrer geworden war, hatten sie stets losen Kontakt gepflegt.

Timing ist alles, erkannte Langdon nun und staunte noch immer, wie rasch sie auf dieser spontanen Vortragsreise zueinandergefunden hatten.

Als das Thema der Morgenstimmung sich zum Crescendo mit der ganzen Klangfülle des Orchesters steigerte, zog er sie mit starkem Arm eng an sich, und sie schmiegte sich an seine Brust. »Gut geschlafen?«, fragte er. »Keine schlimmen Träume mehr?«

Sie schüttelte den Kopf und seufzte. »Mir ist das so peinlich. Es war furchtbar.«

In der Nacht war sie voll Angst aus einem besonders lebhaften Albtraum hochgeschreckt, und Langdon hatte sie beinahe eine ganze Stunde lang in den Armen halten müssen, bevor sie wieder einschlafen konnte. Die ungewöhnliche Intensität des Traumes, hatte Langdon ihr versichert, war die Wirkung ihres unvernünftigen Schlummertrunks aus tschechischem Absinth, bei dem Langdon stets gefunden hatte, dass sein Verkauf nur mit einem Warnaufdruck erlaubt sein sollte: Während der Belle Epoque wegen seiner halluzinogenen Eigenschaften beliebt. Auch wenn dies wohl eher auf übermäßigen Genuss zurückzuführen gewesen war.

»Nie wieder«, versicherte sie ihm.

Langdon streckte den Arm aus und schaltete die Musik ab. »Schließ die Augen. Ich bin zum Frühstück wieder hier.«

»Bleib bei mir.« Neckend hielt sie ihn fest. »Du kannst doch mal einen Tag das Schwimmen auslassen.«

»Nicht wenn du willst, dass ich ein junger Mann mit attraktivem Körper bleibe.« Mit einem schiefen Grinsen setzte er sich auf. Langdon war während ihres Aufenthalts jeden Morgen die drei Kilometer bis zum Strahov-Stadion gejoggt, wo er seine Runden schwamm.

»Draußen ist es dunkel«, drängte sie. »Kannst du nicht einfach hier schwimmen?«

»Im Hotel-Pool?«

»Warum nicht? Das ist auch Wasser.«

»Er ist winzig. Kaum drin, und schon bin ich fertig.«

»Darüber könnte ich einen Witz machen, Robert, aber ich will nett sein.«

Langdon grinste. »Mach dich nur über mich lustig. Schlaf noch etwas, und wir treffen uns zum Frühstück.«

Sie schmollte, warf mit einem Kissen nach ihm und drehte sich um.

Langdon zog seinen Harvard-Trainingsanzug über, den er als Lehrkraft erhalten hatte, und ging zur Tür. Er benutzte die Treppe, statt in den engen Privataufzug der Suite zu steigen.

Unten folgte er dem eleganten Wandelgang, der den barocken Uferanbau des Hotels mit dem Foyer des Gebäudes verband. Auf dem Weg kam er an einem schmucken Schaukasten mit einer Reihe von gerahmten Blättern vorbei, die Konzerte, Touren und Vorträge der Woche ankündigten. Der Hochglanzanschlag in der Mitte ließ ihn grinsen.

KOLLOQUIUMSREIHE AN DER KARLS-UNIVERSITÄT

HEISST AUF DER PRAGER BURG

DIE INTERNATIONAL GEFEIERTE

NOETISCHE WISSENSCHAFTLERIN

DR. KATHERINE SOLOMON

WILLKOMMEN

Guten Morgen, Schönheit, dachte er versonnen und lächelte das Porträtfoto der Frau an, die er vorhin oben geküsst hatte.

Katherines Vortrag am vergangenen Abend war bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen, keine geringe Leistung, wenn man bedachte, dass sie im legendären Vladislavsaal der Prager Burg gesprochen hatte – einem riesigen Gewölbe, das während der Renaissance nicht nur für die Wahl des böhmischen Königs, sondern auch als Turnierhalle gedient hatte, in der vollgerüstete Ritter zu Pferd mit eingelegten Lanzen gegeneinander angetreten waren.

Die Kolloquien im Vladislavsaal gehörten zu den angesehensten Vortragsreihen Europas und zogen stets fähige Dozenten und begeistertes Publikum aus der ganzen Welt an. Der gestrige Abend hatte keine Ausnahme gebildet, und der voll besetzte Saal hatte lautstark applaudiert, nachdem Katherine vorgestellt worden war.

»Ich danke Ihnen allen«, sagte Katherine und trat mit selbstbewusster Ruhe aufs Podium. Sie trug einen weißen Kaschmir-Sweater und Designer-Slacks, die perfekt dazu passten. »Heute Abend würde ich gern beginnen, indem ich eine Frage beantworte, die mir beinahe täglich gestellt wird.« Grinsend nahm sie das Mikrofon von seinem Stativ. »Was, zur Hölle, ist Noetische Wissenschaft?«

Eine Welle des Gelächters ging durch den Saal. Das Publikum begann sich wohlzufühlen.

»Einfach ausgedrückt«, fuhr Katherine fort, »ist Noetik die Wissenschaft vom menschlichen Bewusstsein. Im Gegensatz zu dem, was einige denken, ist Bewusstseinsforschung keine neue Disziplin – tatsächlich handelt es sich bei ihr um die älteste Wissenschaft auf Erden. Seit dem Morgengrauen der Geschichte haben wir Antworten auf die hartnäckigen Geheimnisse des menschlichen Geistes gesucht – die Natur des Bewusstseins und der Seele. Und jahrhundertelang haben wir diese Fragen vor allem durch die Linse der Religion betrachtet.«

Katherine trat von der Bühne und näherte sich der ersten Zuschauerreihe. »Und da wir schon von Religion sprechen, meine Damen und Herren, ich kam nicht umhin zu bemerken, dass unter Ihnen heute Abend ein weltbekannter Experte für religiöse Symbolforschung sitzt, Professor Robert Langdon.«

Langdon vernahm aufgeregtes Gemurmel aus der Menge. Was soll das denn jetzt?

Mit einem Lächeln baute sie sich vor ihm auf. »Professor, ich frage mich, ob wir kurz auf Ihre Expertise zurückgreifen dürfen? Würden Sie bitte aufstehen?«

Langdon erhob sich höflich und bedachte sie mit einem Blick, der Dafür wirst du bezahlen verhieß.

»Ich bin neugierig, Professor: Was ist das auf der Erde verbreitetste religiöse Symbol?«

Die Antwort war einfach, und entweder hatte Katherine seinen Artikel über das Thema gelesen und wusste, was kommen würde, oder sie würde sehr stark enttäuscht werden.

Langdon nahm das Mikrofon und wandte sich dem Meer aus gespannten Gesichtern zu, die von Kronleuchtern an alten Eisenketten schwach beschienen wurden. »Guten Abend«, sagte er. Sein tiefer Bariton dröhnte aus den Lautsprechern. »Und vielen Dank an Dr. Solomon, mich ohne jede Warnung ins Rampenlicht zu holen.«

Das Publikum applaudierte.

»Also gut«, sagte er. »Das häufigste religiöse Symbol der Welt? Hat jemand eine Idee?«

Ein Dutzend Hände wurden gehoben.

»Ausgezeichnet«, sagte Langdon. »Irgendwelche Vorschläge, die kein Kruzifix sind?«

Überall sah man Hände sinken.

»Der Halbmond!«, rief...


Brown, Dan
Dan Brown, geboren 1964 in Exeter, USA, ist der Autor von weltbekannten Thrillern, darunter SAKRILEG (THE DA VINCI CODE), ein Roman, der mit Tom Hanks verfilmt wurde und in über 40 Ländern erschien. Seine Bücher, die Action, Wissenschaft und Geschichte vereinen, wurden in 54 Sprachen übersetzt und dominierten die Bestsellerlisten. Brown, der in Kunstgeschichte und Sprachen ausgebildet wurde, erschuf die ikonische Figur Robert Langdon. Der Autor lebt in Neuengland.



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