Brooks | Verlockung in Italien | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1764, 160 Seiten

Reihe: Julia

Brooks Verlockung in Italien


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86295-781-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1764, 160 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-86295-781-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



So charmant der vermögende italienische Unternehmer Blaine Morosini sie auch umwirbt, Maisie zeigt ihm die kalte Schulter. Nie wieder will die junge Engländerin sich auf einen Mann einlassen! Zu sehr wurde sie verletzt! Doch als Blaine ihr einen verlockenden Job anbietet, kann sie einfach nicht Nein sagen - selbst wenn das bedeutet, mit ihm nach Italien zu gehen. In seiner Luxusvilla kommt sie ihm immer näher, fühlt sich - ohne es zu wollen - mit jedem Tag stärker zu ihm hingezogen. Aber kaum beginnt sie wieder an die Liebe zu glauben, scheint ihre schlimmste Befürchtung wahr zu werden ...



Bereits seit über 20 Jahren veröffentlicht die britische Autorin unter dem Pseudonym Helen Brooks Liebesromane, unter ihrem richtigen Namen Rita Bradshaw schreibt sie seit 1998 historische Romane. Weit über 40 Bücher sowie einige andere Werke sind bisher unter dem Namen Helen Brooks erschienen, von Rita Bradshaw gibt es 14 Romane. Erst im Alter von 40 Jahren begann die Autorin im Jahr 1990 mit dem Schreiben von Liebesromanen, bis dahin war sie als Sekretärin tätig. Bereits zwei Jahre später wurde ihr erster Roman vom Verlag Mills & Boon veröffentlicht. Helen Brooks lebt gern in England, obwohl sie mehrere Reisen auf das europäische Festland unternommen hat und dort unvergessliche Ferien verbrachte, möchte sie nirgendwo anders leben. Sie liebt ihr Heimatland, lediglich könnte sie sich vorstellen, etwas näher an der Küste zu wohnen. In ihrem Leben hatte sich Helen Brooks zwei Ziele gesetzt, sie wollte Bücher schreiben und eine Führerscheinprüfung machen. Durch die Hektik des Alltags waren diese Ziele verloren gegangen, im Alter von 40 Jahren fand sie, dass es höchste Zeit wäre, ihre Ziele endlich umzusetzen. Die Führerscheinprüfung erwies sich als Albtraum, das Schreiben machte ihr viel Freude. Während ihrer Freizeit ist sie in der Kirche sehr aktiv und sie beschäftigt sich liebevoll mit ihren Tieren. Mit ihrem Mann geht sie gelegentlich ins Theater oder ins Kino, außerdem unternehmen sie ausgedehnte Spaziergänge. Zu ihren Hobbys zählt das Lesen, sie geht regelmäßig schwimmen und auf die gemütlichen Abende mit ihrem Mann und ihren Freunden will sie nicht verzichten. Gern sitzt die Autorin in dem verwilderten Garten ihres Hauses bei einem Glas Wein in der Sonne, dabei fallen ihr natürlich die besten neuen Romanzen ein. Das Schreiben bringt ihr viel Spaß und es erstaunt Helen Brooks immer wieder, wie viel Eigenleben die Hauptfiguren in ihren Romanen entwickeln. Fasziniert ist sie vom Handeln der Menschen, deshalb ist sie überzeugt, dass der Spruch - 'das Leben schreibt die seltsamsten Geschichten' - absolut wahr ist. Geboren wurde Helen Brooks 1950 in Northampton in England. Bereits im Alter von 16 Jahren lernte sie ihren Mann kennen. Zusammen mit ihrem Mann und den drei gemeinsamen Kindern Cara, Faye und Benjamin lebt sie in Northampton.
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1. KAPITEL


Fasziniert betrachtete Maisie das Nabelpiercing der jungen Frau, die ihr in der U-Bahn gegenübersaß. Der silberne Ring war rundum mit winzigen bunten Brillanten besetzt und wirkte ebenso extravagant wie seine Besitzerin mit dem rot gesträhnten Haar und dem tiefschwarzen Kajal um die leuchtend blauen Augen. Das Mädchen wollte auffallen, provozieren – nach der Devise: Akzeptiere es oder nicht. Keine Kompromisse.

Maisie rutschte unbehaglich auf ihrem Sitz hin und her, den Blick immer noch auf den kleinen Nabelring und den gebräunten flachen Bauch ihres Gegenübers geheftet. Sie hat gestern Abend sicher keine ganze Pizza und danach noch zwei Karamell-Doughnuts in sich hineingestopft, dachte Maisie reuig. Die ellenlangen Beine in den bewusst heruntergekommen wirkenden Jeans waren schlank wie die eines Models. Und das kurze, ärmellose T-Shirt ließ ebenso schlanke Arme sehen, die mit schweren Armreifen behängt waren.

Das Mädchen wirkte unglaublich grazil, selbstbewusst und voller Lebensenergie.

Von der Aufmachung her das genaue Gegenteil der hochgewachsenen, gertenschlanken Blondine, wegen der Jeff sie gerade verlassen hatte – aber im Geiste waren die beiden Schwestern, das spürte Maisie genau.

Der Gedanke an Jeff und Camellia – allein der Name verhieß bereits Perfektion, wie eine weniger gute Freundin ihr hämisch zugeraunt hatte – trieb Maisie die Tränen in die Augen. Hastig suchte sie nach einem Taschentuch. Mitten in der U-Bahn, und dann noch an ihrem freien Samstagvormittag, einfach loszuheulen! Hastig wandte sie den Kopf in Richtung Fenster.

Aber das war auch keine gute Idee! Das verschwommene Spiegelbild bewies ihr nur einmal mehr, wie wenig bemerkenswert ihr welliges braunes Haar und die haselnussfarbenen Augen waren, und dass ihr Gesicht eine eindeutig runde Form aufwies.

Maisie konzentrierte sich so sehr darauf, nicht wieder das Mädchen mit dem Nabelring anzusehen, dass sie darüber ihre Haltestelle verpasste.

Na großartig! Jetzt würde sie nicht einmal rechtzeitig zu ihrem allwöchentlichen Kaffeetreff mit Sue und Jackie kommen! Und die würden natürlich annehmen, sie sei nur deshalb zu spät dran, weil sie immer noch nicht über die Trennung von Jeff hinweg war.

Arme Maisie.

Sie mochten es nicht laut sagen, aber es sprach aus jedem ihrer Blicke. Und an ihr lag es nun, ihren Freundinnen zu beweisen, wie wenig sie zu bedauern war, da sie keinen einzigen Gedanken mehr an Jeff verschwendete. Das Mädchen ihr gegenüber hätte damit sicher kein Problem. Aber wahrscheinlich wäre die auch nie von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen worden …

Maisie gab sich einen Ruck, drückte auf den Halteknopf und verließ kurz darauf die U-Bahn. Jetzt stand sie mitten auf der geschäftigen Oxford Street und blinzelte in die strahlende Junisonne. Es war viel wärmer als erwartet, und sie bereute inzwischen bitter, sich nichts Leichteres angezogen zu haben. Der wadenlange Jeansrock war viel zu dick, und in dem langärmeligen Oberteil schwitzte sie jetzt schon.

Warum zwang sie sich überhaupt zu einem Treffen, zu dem sie gar keine Lust hatte? Bei dieser Überlegung verlangsamte Maisie automatisch ihre Schritte. Wenn sie das Café endlich erreicht hätte, würde sie unter Garantie völlig aufgelöst wirken, während Sue und Jackie gewohnt aufgestylt und beneidenswert frisch dort saßen und an ihrem Eiswasser oder einem anderen kalorienlosen Getränk nippten.

Es sind deine besten Freundinnen, erinnerte Maisie sich streng. Und sie gehen sicher viel weniger kritisch mit dir um als du selbst.

Seit der Grundschulzeit waren sie unzertrennlich. Sue arbeitete inzwischen sehr erfolgreich als Modeeinkäuferin und Jackie als Kosmetikerin mit eigenem Schönheitssalon, der sich seit der Eröffnung vor drei Jahren stetig vergrößerte.

Maisie war ihrem Herzen gefolgt, anstatt sich über voraussichtliche Verdienstmöglichkeiten oder Karriereleitern den Kopf zu zerbrechen. Mit achtzehn verließ sie die Schule und konnte recht gute Abschlüsse in Chemie, Mathematik und Biologie vorweisen. Doch leider reichten sie nicht für das Studium, von dem sie ihr Leben lang geträumt hatte. Tiermedizin wurde nur an sechs Universitäten in ganz England gelehrt, und bei fünf Mitbewerbern auf jeden der knapp dreihundert Plätze hatte sie keine Chance.

Maisie näherte sich dem Café. Schuldbewusst beschleunigte sie ihre Schritte, während sie in Gedanken weiter der Vergangenheit nachhing.

Anstatt damals dem Rat ihrer Lehrer oder dem Drängen ihrer Mutter zu folgen und auf ein Studium der Biochemie oder Tierpsychologie auszuweichen, entschied Maisie sich dafür, Tierpflegerin zu werden. Das bedeutete: null Aufstiegschancen, wenig Geld, lange Arbeitszeiten und keinerlei Anerkennung, wie sie etwa Krankenschwestern in der Humanmedizin zuteil wurde – aber sie liebte jede Minute ihrer Arbeit.

Oder hatte es zumindest bis vor zwei Wochen getan.

„Puh …“ Hastig bog Maisie von der Oxford Street in die kleine Nebenstraße ein, in der ihr Stammcafé lag. Mit einer Hand strich sie das Haar aus dem erhitzten Gesicht, mit der anderen zog sie das T-Shirt nach unten und wünschte sich, sie würde nicht so schrecklich schwitzen. Nachdem sie vergeblich versuchte, sich mit einer Broschüre für Vitaminpillen, die sie in ihrer Tasche fand, Frischluft zuzufächeln, stellte Maisie fest, dass sie damit eigentlich genau das Gegenteil erreichte.

Sie schaute auf ihre Uhr. Es war nicht die kostbare silberne, die Jeff ihr zu Weihnachten geschenkt hatte … Oh nein! Die war längst in der Wohltätigkeitstombola gelandet, mit all seinen anderen Geschenken aus den letzten zwei Jahren. Der Verlobungsring flog mitten in Jeffs Gesicht, nachdem sie ihn mühsam vom Finger gezogen hatte.

Ihre jetzige Uhr war ein preisgünstiges Plastikteil von einem Marktstand – das passende Synonym für mein derzeitiges Leben, dachte Maisie voller Selbstironie.

Würziger Kaffeeduft hüllte sie ein, als sie das Café betrat und suchend um sich schaute. Sie entdeckte Sue und Jackie im gleichen Moment, in dem beide Frauen ihr zuwinkten, doch was Maisie kurz zurückweichen ließ, war der Umstand, dass sie offenbar nicht allein waren.

Direkt neben Jackie saß mit lässig übereinandergeschlagenen Beinen ein Mann. Und was für ein Mann!

Rabenschwarzes Haar, gebräunter Teint, markante Gesichtszüge – selbst aus der Entfernung von sechs, sieben Metern wirkte er einfach umwerfend attraktiv. Nicht, dass Maisie dafür momentan einen Blick hatte! Mein Leben liegt immerhin in Trümmern, erinnerte sie sich selbst, während sie langsam auf die kleine Gesellschaft zusteuerte.

„Du bist zwanzig Minuten zu spät.“

Das kam von Sue, der Pünktlichkeitsfanatikerin, die schon in ihrer Schulzeit dafür sorgte, dass sie nie zu spät dran waren.

„Tut mir leid“, entschuldigte sich Maisie mit strahlendem Lächeln. „Ich habe meine Haltestelle verpasst.“

„Schon gut, kein Problem“, versicherte Jackie und warf Sue einen Blick zu, der genau das besagte, was Maisie befürchtete: Lass sie in Ruhe, vergiss nicht, was dieser Mistkerl „der armen Maisie“ angetan hat.

Eisern hielt Maisie an ihrem Lächeln fest. „Ich hole mir nur schnell einen Kaffee.“

„Bitte lassen Sie mich das tun. Was möchten Sie haben?“ Der dunkle Adonis hatte sich von der Bank erhoben und schaute sie fragend an.

„Oh, entschuldige, Maisie. Ich hätte dich längst vorstellen sollen“, sagte Jackie schnell. „Das ist mein Onkel, Blaine Morosini. Blaine, meine andere beste Freundin, Maisie.“

Onkel? Dieser Mann war doch auf keinen Fall alt genug, um Jackies Onkel zu sein, oder? Während Maisie in seinen faszinierenden blaugrünen Augen zu versinken schien, gingen ihre Gedanken noch ganz andere, verbotene Wege. Obwohl sie selbst mit ihren ein Meter siebzig nicht gerade klein war, musste sie zu ihm hochschauen. Irritiert beantwortete sie sein formelles „Wie geht es Ihnen?“ mit einem Lächeln und einem kurzen Nicken.

Soweit sie sehen konnte, verunzierte nicht ein Gramm Fett seinen durchtrainierten Körper, dafür war er mit weit mehr Muskeln ausgestattet als die meisten Männer. Zusammen mit seiner Größe machte das einen ziemlich überwältigenden Eindruck – zumindest auf Maisie. Sie blinzelte verlegen und konnte sich dennoch nicht aus seinem intensiven Blick lösen.

„Ich weiß ganz genau, was du denkst, Maisie.“ Rasch wandte sie sich um und sah Jackie unverwandt an. Sag es nicht, vermittelten ihre aufgerissenen Augen. „Du überlegst, wie es möglich sein kann, dass Blaine mein Onkel ist, stimmt’s?“

Fast hätte Maisie vor Erleichterung aufgeseufzt. „Etwas in der Art …“

„Ich bin Jackies Halbonkel, um genau zu sein.“

Erneut schaute sie ihn an, und diesmal waren es seine breiten Schultern, die bei ihr ein seltsames Ziehen im Magen verursachten. Und natürlich seine dunkle, volle Stimme mit dem leichten italienischen Akzent.

„Unser verwandtschaftliches Verhältnis ist ganz einfach. Mein Bruder, Jackies Vater, stammt aus der ersten Ehe unseres gemeinsamen Vaters. Der heiratete viele Jahre später erneut, und ich bin das Resultat dieser Beziehung.“

„Ich verstehe.“ Maisie nickte kurz, als wolle sie sagen, dass diese näheren Umstände sie eigentlich nichts angingen. Denn sie wusste, dass Jackies Vater mit seinem Vater gebrochen hatte, bevor er als junger Mann von Italien nach England gekommen war. Schon vor Jahren hatte Jackies Mutter sie alle gebeten, auf keinen Fall Fragen über die Heimat ihres Mannes zu...



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