Broi | Silence II | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 408 Seiten

Reihe: Silence

Broi Silence II

The smell of...
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7597-6434-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

The smell of...

E-Book, Deutsch, Band 2, 408 Seiten

Reihe: Silence

ISBN: 978-3-7597-6434-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Stille breitet sich aus... Als Selina Walker im Krankenhaus erwacht, weiß sie, dass sie den schweren Autounfall zwar überlebt hat, jetzt aber auf der Todesliste des psychopathischen Geschwisterpaars ganz oben steht. Die nächsten Opfer lassen auch nicht lang auf sich warten und offenbaren ein weiteres Mal den grausamen und exzessiven Schrecken, den diese gnadenlosen Serienkiller zu verbreiten vermögen. Doch Selina ist nicht gewillt, sich davon abzuwenden. Zusammen mit Damians Stellvertreterin Lilian Bedford setzt sie einen Puzzlestein nach dem anderen zusammen, doch ist ihr klar, dass sie den Killern nur das Handwerk legen kann, wenn sie auch das Geheimnis um die Geisterstadt im Norden Pembrooks entwirrt. Dies allerdings erweist sich als monströser und tiefgreifender, als sie es sich je hätte vorstellen können und es sind Menschen darin involviert, die ihr sehr nahestehen. bevor Selina jedoch die Wahrheit erkennt, machen ihre Gegner einen unerwarteten Zug, der in einer Katastrophe zu enden droht. Nur schnelles Handeln könnte dies noch verhindern - doch dazu muss Selina eine Entscheidung treffen, die sie in ihren Grundfesten erschüttert und alles infrage stellt, woran sie je geglaubt hat... Silence II - The smell of... ist die Fortsetzung der atemlosen Trilogie in die finstere Hölle eines Serienkillers...schonungslos, blutig und noch immer ganz sicher nichts für schwache Nerven

Alfred Broi wurde 1965 in Clausthal-Zellerfeld geboren, wo er auch heute noch lebt. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Geschichten kommen einfach aus dem Bauch und sind pure Fantasie. Bisher sind insgesamt sechzehn Romane veröffentlicht. Sott für weitere Romane ist vorhanden, sie werden kontinuierlich folgen.

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III
"Also gut!" Murray Donaldson saß hinter seinem Schreibtisch und blickte - überflüssigerweise - noch einmal auf die aufgeschlagene Akte vor ihm. Er trug einen weißen Arztkittel und seine dunkelbraune Hornbrille auf der Nase. Er war ein wenig nervös, ein für ihn durchaus unübliches Gefühl. Er war Chefarzt der Thorax-Chirurgie am hiesigen Krankenhaus und er genoss einen wahrlich ausgezeichneten Ruf. Eine seiner besonderen Gaben war seine nahezu stoische Ruhe, auch in brenzligen Situationen. Wenn andere nervös wurden oder gar die Nerven verloren, blieb er stets der Fels in der Brandung. Und noch etwas unterschied ihn von all seinen Kollegen. Er scheute sich nie, auch schlechte Nachrichten zu überbringen. Er liebte es nicht, aber der Tod gehörte zum Leben dazu und die Mittel und Wege der modernen Medizin reichten nicht immer aus, um ein Sterben zu verhindern. Manchmal wunderte er sich selbst über diese Selbstdisziplin, doch wusste er, dass sie aus seinem unerschütterlichen Wissen darüber herrührte, dass er sich selbst nichts vorzuwerfen und all sein Können angewendet hatte. Seine Kollegen beneideten ihn darum, der Vorstand schätze es. Letztlich war auch dieser Umstand ein Puzzlestein bei seiner Ernennung zum Chefarzt vor nunmehr zwölf Jahren gewesen. Heute aber war das anders! Heute war er nervös! Doch nicht etwa, weil er zum vielleicht ersten Mal das Gefühl hatte, einen Fehler begangen zu haben - Gott bewahre, nein! - sondern weil er zum ersten Mal eigenen Verwandten - und dann auch noch seiner geliebten, jüngeren Schwester - eine ziemlich schlimme Nachricht überbringen musste. "Nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse und aller Tests…!" Er blickte auf und sah zu seinem Neffen hinüber. Obwohl er in den letzten zwei Wochen fast täglich mit dem Jungen zu tun gehabt hatte, konnte er nicht sagen, ob er ihn nun leiden konnte oder nicht. Tatsache war, dass er für sein Alter schon sehr erwachsen, pflichtbewusst und selbstständig war. Das mochte Murray an ihm. Gleichzeitig aber gab es diese hormonellen Schwankungen, die für einen Jungen in seinem Alter sicherlich nicht ungewöhnlich waren, bei ihm aber schon extrem auftraten. Murray konnte bei Raymond ein ausgeprägtes, sexuelles Verlangen diagnostizieren, sowie ein deutliches Selbstbewusstsein im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, das beinahe schon an Dominanz grenzte. Das mochte Murray an seinem Neffen nicht, denn er selbst hatte stets Probleme gehabt, sich einer Frau zu nähern und daher nie geheiratet. Doch die Frage, ob er Raymond leiden konnte, stellte sich ihm hier nicht. Vielmehr hatten seine Eltern an ihm eine schwerwiegende Veränderung festgestellt, die er untersuchen und diagnostizieren sollte. Und tatsächlich hatte er auch etwas gefunden. Etwas, das an sich eher selten vorkam, dass ihm in dieser extremen und vor allem erschreckenden Ausprägung jedoch noch nie untergekommen war. "… kann ich euch sagen…!" Jetzt wandte er sich den beiden Eltern des Jungen zu. Seine geliebte Schwester Mary hatte einen tiefbesorgten Blick und wässrige Augen. Sicherlich hatte sie heute schon wieder geweint, denn er wusste, dass sie diese Sache sehr mitnahm. Sie wirkte abgemagert, ihr Gesicht war rotfleckig, sie schien um Jahre gealtert. Schlaf- und Nahrungsmangel, ständige Besorgnis. Er würde sie ihr nicht nehmen können. Neben ihr saß William, sein Schwager. Ein Schrank von einem Kerl und genauso hart und unnachgiebig. Wenn er den beiden jetzt seine Diagnose offenbarte, würde er seinen Sohn nur noch mehr hassen, als er es jetzt schon tat. Auch das werde ich nicht verhindern können! "…dass euer Sohn Raymond an Neoplasie leidet!" Für einen Augenblick herrschte Stille im Raum, da Murray nicht weiterredete, als wäre damit schon alles gesagt worden. "Neo…pla…sie?" Williams Stimme klang rau und knarrend. "Was ist das?" "Neoplasie beschreibt ein unkontrolliertes Zellwachstum!" erklärte Murray bereitwillig. "Es kann nahezu alle Körperteile befallen. In Raymonds Fall betrifft es seine Haut. Hauptsächlich seine…!" Er blickte den Jungen an, der ihn mit starrem Blick ansah. "…Gesichtshaut, Hals, Arme und Hände! Weitere Körperstellen scheinen nicht befallen zu sein!" Von Mary war ein leises Schluchzen zu hören, als sie ihren Blick zu Boden senkte. William sah in einer Mischung aus Ungeduld und Verärgerung zu ihr. "Wie ist so etwas möglich?" "Neoplasie wird durch einen Tumor verursacht, der die Ausschüttung des Wachstumshormons Somatropin beeinflusst und es außer Kontrolle geraten lässt!" "Ein Tumor?" fragte William. Murray nickte. "Ein Gehirntumor, um genau zu sein!" Ein neuerliches Schluchzen von Mary ließ ihn verstummen. Unvermittelt hob sie den Kopf. Ihre Augen waren voller Tränen. "Wird er sterben?" "Was?" Murray wirkte etwas erschrocken, denn immerhin befand sich sein Neffe ja noch in diesem Raum. Doch war er sicher, dass seine Schwester nicht mehr sie selbst war. "Nein!" Er schüttelte sofort entschieden den Kopf und blickte den Jungen an. "Du wirst nicht sterben!" Er lächelte kurz aufmunternd, was aber nicht erwidert wurde. Raymond blickte ihn nur weiterhin mit versteinerter Miene an. "Jedoch…!" Murray wandte sich wieder an William, von dem er zumindest sicher war, dass er ihm aufmerksam zuhörte. "…sitzt dieser Tumor normalerweise an der Adenohypophyse…im Vorderlappen der Hirnanhangdrüse…und ist somit nur durch eine aufwändige und schwierige Operation zu entfernen. In Raymonds Fall allerdings…!" Er atmete einmal tief durch. "…ist er inoperabel!" "Und das heißt jetzt…was?" Williams Blick wurde noch dunkler. "Darüber bin ich mir, ehrlich gesagt, noch nicht ganz im Klaren!" erwiderte Murray und wirkte etwas nervös. Williams Augenbrauen sackten herab, daher fuhr er schnell fort. "Raymonds Erkrankung weist einige…na sagen wir…untypische Charakteristika auf, die ich noch nicht gänzlich diagnostizieren konnte!" "Untypische Charakteristika?" Murray nickte. "Neoplasie ist normalerweise ein permanenter Zustand. Der Tumor sorgt für eine unkontrollierte Ausschüttung des Wachstumshormons und lässt die betreffenden Körperteile…mutieren. Anfangs sehr schnell, danach nur noch in geringem Maße. Grundsätzlich aber verbleibt dieser Zustand! In Raymonds Fall jedoch ist das ja ganz offensichtlich anders!" Er deutete auf den Jungen. "Warum das so ist, kann ich aber noch nicht sagen! Nur…!" Er hielt einen Moment inne, um seinen nachfolgenden Worten mehr Gewicht zu verleihen. "…das die Neoplasie bei ihm durch einen Reiz ausgelöst wird!" "Einen Reiz?" William sah ihn zunächst mit großen Augen an, dann schien er sich an etwas zu erinnern und seine Augenbrauen sanken wieder herab. "Welchen?" Seine Stimme klang düster. "Sexuelle Erregung!" offenbarte Murray ohne Umschweife. "Aber sie muss intensiv sein. Bilder reichen nicht aus. Es muss eindeutige audiovisuelle Reize geben, wie etwa in einem Pornofilm…!" "Ja!" knarrte William und strafte seinen Sohn mit einem vernichtenden Blick. "Oder, wenn man seiner Schwester beim Ficken zusieht!" Ein lautes Schluchzen Maggies erklang, ihre Schultern erzitterten. Murray nickte. "Ja, oder so!" Für einen Moment trat Stille ein. Dann atmete William tief durch. "Welche Optionen haben wir?" "Optionen?" Murray schien irritiert und lachte freudlos auf. "Nun…!" Jetzt atmete er einmal tief durch. "Raymond ist krank! Der Tumor jedoch inoperabel. Allerdings ist die Krankheit im gegenwärtigen Stadium weder lebensbedrohlich, noch zeigt sie sich permanent. Eigentlich könnte der Junge ein ganz normales Leben führen - regelmäßige Untersuchungen natürlich vorausgesetzt - wenn man ihm die krankheitsfördernden Reize vorzuenthalten vermag!" "Was?" Beinahe schien es, als wollte William einmal auflachen. "Wie soll denn das gehen, hör mal? Das hieße ja, er müsste von der Schule und braucht einen Privatlehrer! Und was ist danach?" Seine Stimme wurde zunehmend lauter und härter. "Nicht vor dem Jungen!" raunte Mary, ohne ihren mittlerweile wieder gesenkten Kopf zu heben. Ihre Stimme war jedoch zu leise, als dass ihr Mann sie hörte. "Und was ist mit seiner Schwester?" fuhr William fort und warf seinem Sohn einen verärgerten, angewiderten Blick zu. "Offensichtlich kann sie ihn reizen!" "William!" Mary erhob ihre Stimme jetzt deutlich und richtete gleichzeitig ihren Oberkörper auf. Ihr Blick aus tränenfeuchten Augen war starr geradeaus gerichtet. Sie vermied es weiterhin tunlichst, ihren Sohn anzusehen. "Nicht vor dem Jungen!" Ihre Stimme klang kräftig, aber krächzend. "Was?" Ihr Mann wirkte nicht begeistert. "Aber…?" "Murray!" Mary ging nicht auf ihn ein. "Könntest du ihn bitte…?" Ihre Augen zuckten in Raymonds Richtung. Ihr Bruder wirkte nur einen Lidschlag etwas irritiert, dann nickte er. "Natürlich!" Er erhob sich. "Na, komm, junger Mann! Das müssen die Erwachsenen ohne dich besprechen!" Er stellte sich vor Raymond. Der schien im ersten...



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