Brendt | Deep Hunters | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 325 Seiten

Brendt Deep Hunters


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95516-007-4
Verlag: Porcupine Publishing
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 325 Seiten

ISBN: 978-3-95516-007-4
Verlag: Porcupine Publishing
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Als Yassir Arafat starb, gab es viele, die ihren jeweiligen Göttern dankten. Sie dankten zu früh! Denn als sich herausstellt, dass beinahe zwei Milliarden an Fördergeldern verschwunden sind, als die ersten Beweise auftauchen, es könnte einen Deal zwischen Yassir Arafat und Saddam Hussein gegeben haben ... und als dann noch klar wird, das neueste und noch unerprobte Jagdboot der russischen Marine hat seine Basis verlassen, aber nicht auf Befehl des Marinekommandos, ist es Zeit für Robert DiAngelo, sich wieder auf Reisen zu begeben. Doch dieses Mal ist es mehr als ein Job. Denn dieses Mal wird er dem Mann gegenüberstehen, dem er nicht nur sein Leben sondern vor allem das seiner Frau verdankt. Aber es steht zu viel auf dem Spiel und am Ende kannes nur einen Sieger geben im tödlichen Spiel der DEEP HUNTERS ...

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1.Kapitel

1.Tag 11:30 Ortszeit, 17:30 Zulu — Langley, Virginia
Captain Robert DiAngelo blätterte lustlos durch ein paar Berichte. Im Grunde schlug er nur die Zeit tot, bis es Zeit für einen Lunch war. Nicht seine Art, aber er hatte bereits den Morgen damit zugebracht von einer Besprechung in die nächste zu hetzen. Von acht Uhr morgens bis kurz nach elf — und er konnte sich nicht daran erinnern, dass auf einer der drei Dienstbesprechungen etwas Wesentliches gesagt worden war. Die Terrorwarnstufe war mal wieder auf rot, aber sein spezielles Fachgebiet war davon weniger betroffen. Die Satellitenaufklärung wollte mehr Geld aus dem CIA-Topf, was im Grunde ein Witz war, hatte doch die NSA mehr und mehr diesen Bereich an sich gerissen, nur um jetzt festzustellen, dass der teuer war. Und das FBI wollte mehr Zugriff auf die CIA-Datenbanken, was ebenfalls ein Witz war, denn die meisten Datenbanken wurden ja ebenfalls zentral von der NSA verwaltet. DiAngelo runzelte die Stirn und machte sich eine Notiz. Vielleicht konnte er wenigstes etwas schnelleren Zugriff auf die Daten seiner eigenen Abteilung bekommen? Aber er vergaß den Gedanken gleich darauf wieder. Wenn es um den Krieg im administrativen Dschungel ging, dann wurden die Dinge schwierig und meistens delegierte er das Problem einfach nur an Thomas Wilks. Der kannte sich wenigstens mit so etwas aus. Und an Tagen wie diesem, war er neidlos bereit, das anzuerkennen. Das Klingeln des Telefons ließ ihn aufsehen. Als er die Nummer im Display erkannte, grinste er flüchtig und nahm ab. »DiAngelo! Roger, was kann ich für Sie tun?« »Hallo Bob!« Roger Marsdens Stimme klang etwa, als hätte der Mann eine Rolle Stacheldraht gefrühstückt und nun Verdauungsprobleme. Heiser und schlecht gelaunt. Bob runzelte die Stirn. »Roger, Sie klingen etwas erkältet!« Er blickte aus dem Fenster. Draußen lag Schnee und es würde noch mehr werden. Die richtige Jahreszeit für eine Erkältung. Roger Marsden, inzwischen seit einiger Zeit Vice-Director und verantwortlich für die so genannte HUMINT, grollte. »Ich arbeite gerade Berichte durch und versuche herauszufinden, wer an was interessiert sein könnte.« Der ehemalige Feldagent raschelte mit Papier. »Bob, was ist ein Bison?« Der Captain blinzelte verdutzt. »Ein Büffel, braun, mit Hörnern.« Er schüttelte den Kopf. »Die fallen nicht gerade in mein Fachgebiet.« Marsden ließ ein Brummen hören. »Ich dachte. Vor mir liegt ein etwas diffuser Bericht und ich dachte an Sie, weil auch ein russischer Admiral darin vorkommt. Vizeadmiral genauer.« »Der könnte schon eher bei mir richtig sein. Wer ist es und was hat er getan?« In Marsdens Stimme klang etwas Hoffnung auf. »Schugareff. Er hat mit ein paar Freunden gesoffen. In Komsomolsk am Amur. Und er hat dabei auch einen Bison besichtigt, der fast fertig sein soll.« DiAngelo, der gerade nach seiner Kaffeetasse geangelt hatte, verhielt in der Bewegung. »Schugareff?« »Ja, ...« Marsden zögerte kurz. »Ich habe mir seine Akte angesehen und die Datenbank abgeklappert. Die Akte ist dünn und der Datenbankeintrag noch dünner. Haben Sie von ihm gehört?« DiAngelo grinste. »Flüchtig. Er war Kommandant auf einem der alten Victor-Boote. Kein schlechter Mann, aber auch nicht gerade in den Top Ten, wenn Sie verstehen?« Er grinste breiter. »Es gab ein paar Witze, er wäre wegen seiner Familienkontakte soweit gekommen. Der übliche Rees nach Backbord. Ich weiß aber nicht, wie viel da wirklich dran ist.« »Die Akte erwähnt jedenfalls nichts. Geboren in Moskau, Offiziersanwärter, Bordkommandos ohne dass hier steht, welche.« Marsden seufzte. »Nicht einmal eine Eintragung über sein Privatleben gibt es. Scheinbar hat niemand ihn für wichtig gehalten und auf einmal ist er Vizeadmiral.« »Das kann er aber noch nicht lange sein, denke ich.« Robert DiAngelo verzog das Gesicht. »Er ist nur ein paar Jahre älter als ich.« Er ließ den Rest unausgesprochen. »Na ja, aber es könnte bedeuten, dass etwas an den Witzen dran war. Ich frage mich nur, was für Kontakte das waren, wenn sie ihm jetzt noch helfen können.« »Russland ist eher Ihr Spielplatz, Roger.« DiAngelo dachte nach. »Jedenfalls soweit es das Festland betrifft. Kann es sein, dass es 'die' Bizon heißen muss?« Er sprach den Namen etwas anders aus. »Kann schon sein.« Marsdens Stimme wurde eine Nuance neugieriger. »Ist aber immer noch ein Büffel. Oder fällt es jetzt in Ihr Fachgebiet, Bob?« »Vielleicht.« Der Captain lehnte sich in seinem Stuhl zurück. »Die Bizon ist ein Gerücht, selbst der Name ist nicht mehr als ein Gerücht.« Der Vice-Director wartete einen Augenblick, bevor er drängte. »Erzählen Sie es mir?« »Da gibt es nicht so viel zu erzählen.« Bob zuckte mit den Schultern. »Die Russen haben von ihrem Projekt 971, also den Akulas, eine Art neues Modell abspalten wollen, das Projekt 885 Granay.« »Ein kleinere Nummer?« Der Captain runzelte unwillig die Stirn. »Die Projektnummern sind nicht durchgängig. Neunhunderter sind Angriffsboote, Achthunderter raketenbestückte Boote.« »Also ein ballistisches Boot wie die riesigen Oskars?« »Auch nicht!« DiAngelo schüttelte den Kopf. »Etwa so, wie unser eigenes Seawolf-Konzept. Marschflugkörper, Torpedos und so weiter. Ein Mehrzweckboot, wenn man so will. Unsere Seawolfs wurden ja mangels Geld eingestellt und wir bauen nun die Virginias.« »Ich dachte, die sind besser?« Bob verzog das Gesicht. »Sie sind billiger, der Rest, na ja ...« »Und was geschah mit diesem Bizon?« Captain DiAngelo grinste etwas gequält. Aber er war an das allgeimen Unverständnis bereits gewöhnt, wenn es um das Thema U-Boote ging. »Sie waren ebenfalls zu teuer. Den Russen ging das Geld aus. Das war 1996, glaube ich. Die Berichte sagten, dass das erste Boot, die Severodvinsk, damals eingemottet wurde. Manche sagte, das Boot sei bereits vom Stapel gelaufen, andere Berichte sprachen von gerade einmal zehn Prozent fertig.« »Und das wars?« »Nicht ganz. In der Zwischenzeit sagt man, dass die Russen weiterbauen. Das Boot soll 2010 der Flotte übergeben werden.« DiAngelo zuckte mit den Schultern. »Das ist soweit der harte Kern.« »Und Bizon?« Bob dachte nach. »Schwer zu sagen. Es gab Gerüchte, dass die Russen ein zweites Boot dieser Klasse auf Kiel gelegt haben. Manche sagen, es wurde frühzeitig abgebrochen, andere sagten, für den Export und wieder andere sagten, es würde langsam daran weiter gebaut. Aber das war auch schon 1996. Und damals fiel mehrfach der Name Bizon. Ich habe nicht sofort daran gedacht, als sie fragten.« Er seufzte. »Es wurde nie bestätigt, alles war und blieb ein Gerücht.« Marsden klapperte auf seiner Tastatur. »Ich finde den Namen nicht einmal in der Datenbank. Es gibt eine russische Maschinenpistole namens Bizon. Aber kein U-Boot.« Er klapperte wieder. »Severodvinsk gibt es. Sie haben Recht. Aber das gibt nicht viel her.« Offensichtlich überflog er die Daten. »Wenn die Russen das gebaut haben, ist es ein ganz schöner Brocken.« »Stimmt!« DiAngelos Stimme klang trocken. »Soweit wir wissen, haben sie nie eines fertig gebaut. Aber wenn, dann haben wir ein Problem.« Marsden gluckste leise. »Langsam, Bob, langsam. 1996 ist eine Weile her. Diese U-Boote sollten also schon lange überholt sein, glauben Sie nicht?« Der Captain verdrehte die Augen. Wie machte man so etwas einem Mann klar, der von U-Booten in Wirklichkeit so viel Ahnung hatte, wie eine Kuh vom Klavierspielen. Am besten schonungslos. »Vergessen Sie es. Unsere Los-Angeles-Boote sind ein Produkt der späten Sechziger. Von den Seawolfs wurden nur drei gebaut und das Konzept stammt auch bereits aus den Achtzigern.« Er grinste freudlos. »Die 885-Boote waren im Grunde eine Weiterentwicklung der Akulas ebenfalls aus den Achtzigern. Aber so, wie die Russen ihre Boote bauen, kann man von einem kompletten Redesign ausgehen.« »Also wollen Sie sagen, ein solches Boot wäre unseren immer noch überlegen.« Marsden klang etwas ungläubig. »Schon die Akulas sind überlegen. Was ihre Nachfolger leisten könnten vergrößert den Vorsprung nur noch mehr.« Der Vice-Director der Feldaufklärung räusperte sich. »Und die neuen Boote?« »Die Virginias?« DiAngelos lachte rauh. »Eine Kostensparlösung, nicht mehr. Langsamer, kleiner, schwächer bewaffnet und die Tauchtiefe reicht nicht mal annähernd heran. Nur beim Sonar haben wir noch einen kleinen Vorsprung, der uns aber schon gegen die Akulas nichts mehr nützt.« »Das klingt nicht gut.« Bob nickte. »Nein, vor allem nicht, sollten die Russen die Dinger exportieren. Aber dass Schugareff ein solches Boot besichtigt hat bedeutet ja nicht, dass es fertig ist.« Er griente. »Immerhin ist...



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