Brandmayr | Dispositive des Lernens | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 330 Seiten

Reihe: Social Science and Law (German Language)

Brandmayr Dispositive des Lernens

Analyse der Formierung schulischer Lernprozesse unter ideologiekritischen Aspekten
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-658-19243-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Analyse der Formierung schulischer Lernprozesse unter ideologiekritischen Aspekten

E-Book, Deutsch, 330 Seiten

Reihe: Social Science and Law (German Language)

ISBN: 978-3-658-19243-3
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Michael Brandmayr präsentiert eine diskursanalytische Untersuchung eines gegenwärtigen schulpädagogischen Leitbildes von Lernen. Was als ideale Art des Lernens erachtet und wie letztlich in der Schule gelernt wird, wird als Resultat eines gesellschaftlichen Diskurses betrachtet. Eine zentrale Annahme ist dabei, dass Praktiken des Lernens Prozesse von Subjektivierung anleiten und Deutungsmuster von idealem Lernen immer auch Deutungen enthalten, die über das Lernen selbst hinausgehen. Der Autor zeigt eine Rekonstruktion von Deutungsmustern auf Basis von drei Diskurssträngen - der Frage der Chancengleichheit im Bildungssystem, dem Postulat nach Freude am Lernen sowie der Kompetenzorientierung von Unterricht. Abschließend wird diskutiert, welche Funktion dem Lernen bei der Reproduktion von gesellschaftlichen Ideologien zukommt und welche Konsequenzen sich daraus für handelnde Akteurinnen und Akteure ergeben können. 

Michael Brandmayr ist als Projektmitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Bildungssoziologie, Erziehungs- und Bildungstheorie, Schulpädagogik.

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1;Inhalt;7
2;Abkürzungsverzeichnis;8
3;1. Einleitung;10
4;2. Theoretische Rahmung der Untersuchung;15
4.1;2.1. Grundbegriffe der Diskurstheorie;15
4.1.1;2.1.1. Einleitende Bemerkungen zur Diskurstheorie;15
4.1.2;2.1.2. Zu den Begriffen Wissensordnungen, Lernen als diskursive Praxis und Deutungsmuster;19
4.1.3;2.1.3. Zum Begriff Bildungsdispositiv;25
4.1.4;2.1.4. Zu den Begriffen Ideologie und Hegemonie und ihrer diskurstheoretischen Verwendung;33
4.1.5;2.1.5. Diskursanalyse als Gesellschaftsanalyse;43
4.2;2.2. Der Diskurs um das Hidden Curriculum;47
4.2.1;2.2.1. Das Hidden Curriculum: Zu Geschichte und Verwendung des Begriffs;48
4.2.2;2.2.2. Die amerikanische Begriffsrezeption;50
4.2.3;2.2.3. Die englische Begriffsrezeption: Institution, Wissen und Vermittlung;55
4.2.4;2.2.4. Die französische Begriffsrezeption: Macht und Struktur;60
4.2.5;2.2.5. Die deutsche Begriffsrezeption;70
4.2.6;2.2.6. Struktur-funktionalistische Ansätze in der deutschen Rezeption;74
4.2.7;2.2.7. Poststrukturalistische Einwände gegen den Begriff Hidden Curriculum;79
4.2.8;2.2.8. Does H.C. have a Future? Vorschlag einer Neufassung des Begriffs;82
4.3;2.3. Pädagogische Lerndiskurse;88
4.3.1;2.3.1. Subjektwissenschaftliche Ansätze;90
4.3.2;2.3.2. Der pragmatische Ansatz John Deweys (1859-1952);94
4.3.3;2.3.3. Der kritisch-pragmatische Ansatz von Peter Faulstich;97
4.3.4;2.3.4. Der lerntheoretische Ansatz von Andreas Gruschkas;98
4.3.5;2.3.5. Kritisch-soziologische Ansätze im Anschluss an Gramsci und Freire;102
4.3.6;2.3.6. Zur Perspektive auf Lernen in dieser Arbeit;106
5;3. Methodologie und Methodik der Untersuchung;112
5.1;3.1. Methodologische Überlegungen;112
5.1.1;3.1.1. Professionsbewusstsein: Kollektives Wissen über Lernen;114
5.1.2;3.1.2. Lernprozesse als Praktiken der Subjektivierung;117
5.1.3;3.1.3. Praktiken des Lernens, das Hidden Curriculum und Interventionen des Dispositivs;123
5.1.4;3.1.4. Deutungsmuster von Lernen und die Vermittlung gesellschaftlicher Ideologien;126
5.2;3.2. Methodisches Design der Untersuchung;130
5.2.1;3.2.1. Fragestellungen und Vorgehensweise der diskursanalytischen Untersuchung von Lernprozessen;130
5.2.2;3.2.2. Diskursstränge und Auswahl des Datenkorpus der Analyse;133
5.2.3;3.2.3. Methodische Schritte der Analyse;136
5.2.4;3.2.4. Interpretation;139
6;4. Analyse von Deutungsmustern des idealen Lernens;141
6.1;4.1. Chancengerechtigkeit durch Individualisierung;141
6.1.1;4.1.1. Historische Begriffe von Chancengerechtigkeit;143
6.1.2;4.1.2. Zum Verhältnis von Individualisierung und Gerechtigkeit im sozialdemokratischen Diskurs um Bildung;145
6.1.3;4.1.3. Zum Verhältnis von Individualisierung und Gerechtigkeit in der konservativ-liberalen Diskurskoalition um Bildung;151
6.1.3.1;4.1.3.1. Deutungselemente in der konservativen Diskursformation;152
6.1.3.2;4.1.3.2. Deutungselemente in der liberalen Diskursformation;159
6.1.3.3;4.1.3.3. Zur narrativen Struktur des konservativ-liberalen Diskurses;164
6.1.4;4.1.5. Zur Stellung von Individualisierung und Gerechtigkeit im Bildungsdisposi-tiv um Bildung und zur Herkunft der Deutungsmuster;169
6.1.4.1;4.1.5.1. Individualisierung als didaktische Maßnahme zur Leistungssteigerung;169
6.1.4.2;4.1.5.2. Individualisierung als Chancengerechtigkeit;172
6.1.4.3;4.1.5.3. Chancengerechtigkeit als gerechte Bedingungen der erschöpfenden Ausnutzung personaler und kognitiver Ressourcen;175
6.1.4.4;4.1.5.4. Zu Prozessen der Neuformierung des Deutungsmusters;179
6.2;4.2. Freude am Lernen;181
6.2.1;4.2.1. Zur Genealogie der Aussage;182
6.2.2;4.2.2. Zur Deutung in Aussagen politisch linksgerichteter AkteurInnen;187
6.2.3;4.2.3. Zur Deutung im neurodidaktischen Diskurs;190
6.2.4;4.2.4. Deutungsmuster einer bildungsökonomischen Diskurskoalition;195
6.2.5;4.2.5. Zur gegenwärtigen Stellung der Aussage im Bildungsdispositiv;200
6.2.5.1;4.2.5.1. Freude am Lernen als funktionales Element im Lernprozess;200
6.2.5.2;4.2.5.2. „Freude am Lernen“ als „Freude an der Leistung“;202
6.2.5.3;4.2.5.3. Freude als Lernziel;206
6.3;4.3. Bildungsstandards und Kompetenzorientierung;208
6.3.1;4.3.1. Die Diagnose der Krise des Schulsystems;209
6.3.2;4.3.2. Reformschritte zur Problembehandlung;213
6.3.3;4.3.3. Zu Aussagestruktur und Deutungen von Bildungsstandards vor Dezember 2004;215
6.3.4;4.3.4. Der Kompetenzbegriff im Diskurs vor Dezember 2004;218
6.3.5;4.3.5. Zu Aussagestruktur, Deutungen und Maßnahmen des Dispositivs zu Bildungsstandards und Kompetenzorientierung ab Dezember 2004;219
6.3.6;4.3.6. Narrative Struktur des Diskursverlaufes und Umsetzungsmaßnahmen bestimmender Akteursgruppen im Bildungsdispositiv;223
6.3.7;4.3.7. Juristische Maßnahmen zur Regulierung der Schulpraxis;225
6.3.8;4.3.8. Kompetenzorientierter Unterricht: Zur Produktion eines neuen Unterrichtsparadigmas?;229
6.3.9;4.3.9. Zur Deutung von idealem Lernen im Diskurs um Bildungsstandards;236
7;5. Interpretation, Auswege und Gegenstrategien;240
7.1;5.1. Deutungsmuster des idealen Lernens;240
7.1.1;5.1.1. Entgrenzung und Hybridität des Lernens;240
7.1.2;5.1.2. Lernen als Prozess der Formung persönlicher Eigenschaften;245
7.1.3;5.1.3. Lernen und Leistung;250
7.1.4;5.1.4. Gesellschaftliche Affirmation im Lernen. Vier Thesen zur Wirksamkeit von Ideologie;254
7.2;5.2. Lernen und Emanzipation – Perspektiven auf Praxis;264
7.2.1;5.2.1. Politisches Lernen in Schule;264
7.2.2;5.2.2. Mögliche Konsequenzen für die Rolle der Lehrperson;274
8;6. Schluss;283
9;7. Quellen- und Literaturverzeichnis;286
9.1;7.1. Literaturverzeichnis;286
9.2;7.2. Quellenverzeichnis;307



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