Brabec De Mori / Winter | Auditive Wissenskulturen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 422 Seiten

Brabec De Mori / Winter Auditive Wissenskulturen

Das Wissen klanglicher Praxis
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-658-20143-2
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Das Wissen klanglicher Praxis

E-Book, Deutsch, 422 Seiten

ISBN: 978-3-658-20143-2
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Die sozial- und kulturwissenschaftliche Erforschung auditiver Phänomene ist stets mit spezifischen Wissensformen konfrontiert. Die Rolle, die Musik und andere Klänge in verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten spielen, hängt mit dem Wissen zusammen, welches in bestimmter Weise (re)produziert und vermittelt wird. Wir können etwas über Klänge wissen, oder etwas durch Klänge wissen. Wir können Wissen über die spezifische Erzeugung von Klängen erwerben und weitergeben, oder aber Nachrichten - etwa eine Warnung - klanglich übermitteln. Diese vielfältigen Formen von Klangwissen können auf sehr unterschiedliche Weisen zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gemacht werden. Der vorliegende Band zu auditiven Wissenskulturen ist ein Versuch, jene üblicherweise in verschiedenen Disziplinen wie Soziologie und Anthropologie, in Geschichte, Psychologie, Ethnologie und Philosophie der Musik oder in Medienwissenschaften verorteten Zugänge zu auditivem Wissen in ein produktives interdisziplinäres Gespräch zu bringen.

Bernd Brabec de Mori ist Musikwissenschaftler und Kulturanthropologe, derzeit Senior Scientist am Institut für Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.Martin Winter ist Soziologe und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der TU Darmstadt.

Brabec De Mori / Winter Auditive Wissenskulturen jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1;Inhalt;5
2;Vorwort;9
3;1Auditive Wissenskulturen: Wissen, Macht und die Welt der Klänge;11
3.1;Prelude: Die Stimme der Vernunft;12
3.2;Wissen und Klänge jenseits der Sprache;14
3.3;Sound Studies: Zur Erforschung von Klang, Technik und Wissen;16
3.4;Herausforderungen und Anknüpfungspunkte: Von der Wissenschaft in die Kunst und zurück;19
3.5;Auditive Anthropologie: Wissen, Kulturen, Ontologien;23
3.6;Wissenskulturen als „Forschungsstrategie“;25
3.7;Auditive Wissenskulturen: Interdisziplinäre Perspektiven auf Klang und Wissen;29
3.8;Danksagung;32
4;Abschnitt I Konzepte und Perspektiven;39
4.1;2Wissenskulturen Von der Naturwissenschaft zur Musik;40
4.1.1;Was sind Wissenskulturen? Definition und Komponenten;41
4.1.2;Beispiele von Wissenskulturen: Zur Kultur der Hochenergiephysik;44
4.1.3;Professionelle epistemische Kulturen;51
4.1.4;Das Beispiel Jazz;54
4.1.5;Schluss;57
4.2;3Musik als auditives Wissen aus praxeologischer und transferorientierter Perspektive;61
4.2.1;Wissen und Wissenskultur als musikalische Praxis;63
4.2.2;Gesellschaftliches Wissen und musikalische Praxis: Punktualität und Historizität;65
4.2.3;Wissenskultur und gesellschaftliche Wandlungsprozesse;69
4.2.4;Schlussbemerkungen;73
4.3;4Wie wir denken, was Indigene wie wissen. Auditive Formen des Wissenstransfers in den Guyanas;79
4.3.1;Wie denken wir?;82
4.3.2;Gedanken hören;84
4.3.3;Klangtransmutationen innerhalb der transspezifischen Kommunikation;88
4.3.4;Die Fische rufen – der tukuik Tanzgesang;90
4.3.5;Gewissheit durch Hören und Singen;94
4.3.6;Resonanz – Zusammenfassung;96
4.4;5Auditives Wissen und ontologisch-epistemologischer Pluralismus. Ein Dialog für zwei Ethnomusikologen;101
4.5;6Wer weiß? Musikhören, Wissen und die Annahme auditiver Wissenskulturen;123
4.5.1;Zwei Vorbemerkungen;124
4.5.2;Vom Staunen;124
4.5.3;Von Kulturen, vom Wissen und von Wissenskulturen;126
4.5.4;Ein Vorschlag;135
4.6;7Basic instincts … Kultivierung / Kulturen des auditiven Körperwissens. Auditives Wissen – implizites Körperwissen aus der Erfahrung des körperlichen Hörens bewegter Natur zur Orientierung in physikalischen und virtuellen dynamischen Umwelten;142
4.6.1;Wissen und Medien – Medienkunst;143
4.6.2;Auditives Wissen – Erfahrung aus explorativem Verhalten des Körpers in einer bewegten Umwelt;147
4.6.3;Erregung von Klang und sein Verhalten in der Umwelt;149
4.6.4;Auditives Körperwissen – experimentelle Untersuchungen zu Wissen aus Klangwahrnehmung als embodied cognitionsund conceptual metaphors;150
4.6.5;Die emotionale Qualität von Körperwissen und ihre körperliche Kommunikation – gestures;152
4.6.6;Auditives Wissen als Paradigma der Orientierung in dynamisierten Virtualitäten;157
4.7;8Auditives Wissen im Moment der Ekstase;164
4.7.1;Annäherung an die Ekstase;165
4.7.2;Der Moment der Ekstase als Klangwelt der Wiederholung und Rückkehr;168
4.7.3;Hörprozesse im Moment der Ekstase;170
4.7.4;Südasien – Ontologien von Musik und Ekstase;172
4.7.5;Der Sufismus – Sam? – Hören / Zuhören / Wissen.;176
4.7.6;Wallfahrt und Wunder;179
5;Abschnitt II Klang und Wissensproduktion;187
5.1;9Hermann von Helmholtz und die Erfindung des Hörens als wissenschaftliche Methode;188
5.1.1;Aurale Transzendenz – Der Phonographen-Gott;189
5.1.2;Visuelle versus auditive Wissensproduktion – Von Chladnis Klangfiguren und Helmholtz’ Resonatoren;190
5.1.3;Helmholtz’ Resonatoren;193
5.1.4;Wahrnehmung und Erkenntnis;195
5.1.5;Transformative Hörerfahrung;197
5.1.6;Wahrheitsgewissheitsverlust – Von der destabilisierenden Wirkung des Hörens;199
5.1.7;Auditive Erkenntnis;200
5.2;10„Ich seh’ ja nichts, ich hör nur was.“ Vom Wissen über das Hören und Nicht-Hören von Fledermäusen und Schwirlen;205
5.2.1;„Hör mal da, Feldschwirl“ – Hörwissen über Tiere;207
5.2.2;„Du hörst nix wenn Du’s aufnimmst“ – Wissen über das Hören;211
5.2.3;„Das ist einfach nicht das, wie es sich wirklich anhört“ – Wissen über tontechnische Eigenheiten;218
5.2.4;Fazit;221
5.3;11Stimmenhören als auditive Wissensform. Ein Visualisierungskonzept zur Interaktion von Narrativen über das Stimmenhören und psychiatrischen Krankheitsverlaufsprognosen;226
5.3.1;Einleitung;227
5.3.2;Stimmenhören als auditive Wissensform im Trialog;228
5.3.3;Stimmenhören in Anamnese und Psychoedukation;231
5.3.4;Narrative über Krankheit und Genesung;234
5.3.5;Trialogische Narrative des Stimmenhörens;236
5.3.6;Fazit und Ausblick;242
5.4;12Lied- und Lautsphären der Shuar und ihrer Geister. Auditive Machtwährung im südöstlichen Amazonasbecken Ecuadors;248
5.4.1;Soundscapes der Shuar: Vom Geräusch zur auditiven Identität;252
5.4.2;Auditive Kommunikations- und Vermittlungswege;257
5.4.3;Auditives Wissen als Machtinstrument;259
5.4.4;Auditive Machtwährung im Wandel;263
5.5;13Produktions- und Rezeptionswissen am Beispiel der CubaBoarischen und ihres Fanclubs;268
5.5.1;Wissenskulturen;270
5.5.2;Produktions- und Rezeptionswissen;271
5.5.3;Fallstudie: Die CubaBoarischen und ihr Fanclub;273
5.5.4;Methodisches Vorgehen;275
5.5.5;„Die Mondscheinbrüada“ und „En guarare“;276
5.5.6;Conclusio;280
5.6;14Von Klang(-)Wissen und anderen Fischen. Auditive Wissenskulturen von Konzertfach-und Musikologiestudierenden im Vergleich;285
5.6.1;Auditive Wissenskulturen: theoretische Überlegungen;288
5.6.2;Empirische Betrachtung;291
5.6.3;Wissen in und über Klang;296
5.6.4;Konklusion;298
6;Abschnitt III Wissen und Klangproduktion;305
6.1;15Von typischen Metal-Sounds und „femininem Touch hinter dem Gebrüll“. Überlegungen zum auditiven (Geschlechter-)Wissen von Metal-Fans;306
6.1.1;Geschlechterwissen: theoretische Grundlagen;310
6.1.2;Zum auditiven (Geschlechter-)Wissen von Metal-Fans;314
6.1.3;Fazit;319
6.1.4;Epilog;320
6.2;16Jazz happens. Oder: Interpretation improvisierter Interaktion;325
6.2.1;„What the hell is going on?“;326
6.2.2;Forschungsmaterial und Erkenntnisinteresse;327
6.2.3;Strategien der Aufmerksamkeit;327
6.2.4;Emergenz von Sinn?;329
6.2.5;Fremdverstehen als körperlicher Mitvollzug;334
6.2.6;Schluss;338
6.3;17„Bei uns gibt es keine sogenannte Musik, wir mianoanood (singen)!“. Eine Studie zum durch Geister und Götter bestimmten auditiven Wissen der Tao;342
6.3.1;Die traditionelle Musik der Tao;344
6.3.2;Makaniaw in der Gesellschaft der Tao;345
6.3.3;Wissenschaft vs. Götter und Geister;348
6.3.4;Makaniaw und die traditionelle Musik der Tao;350
6.3.5;Schlussfolgerung;354
6.4;18Verfremdung der „eigenen“ Musik. Zum Problem der empirischen Untersuchung traditioneller japanischer Musik;360
6.4.1;Einleitung;361
6.4.2;Historischer Hintergrund der musikalischen Verwestlichung;363
6.4.3;Die multi-musik-kulturelle Gesellschaft im gegenwärtigen Japan;365
6.4.4;Kulturvergleichende Forschung im Bereich musikalischer Kognition;366
6.4.5;Die Zeitdimension traditioneller japanischer Musik;367
6.4.6;Empirische Untersuchungen über die Zeitauffassung traditioneller japanischer Musik Gagaku;369
6.4.7;Tempountersuchung aus physikalischer Sicht;370
6.4.8;Empirische Untersuchung traditioneller japanischer Musik;371
6.4.9;Schlussbetrachtung;374
6.5;19Raum und Technik im Tonstudio. Eine Ethnographie von Wissenskulturen;379
6.5.1;Vom impliziten Wissen der IngenieurInnen zu Wissenskulturen im Tonstudio;380
6.5.2;Das Tonstudio als „Wissensmaschinerie“;381
6.5.3;Daten und Methode;384
6.5.4;Klänge, Blicke, Mikrophone;387
6.5.5;Das Mischpult als Klangverräumlichung;390
6.5.6;Fazit;391
6.6;20Was weiß der Krach? Ethnografische Überlegungen zur praktischen Wissensdimension von Klang in der Noise-Musik;397
6.6.1;Musik oder Geräusch?;398
6.6.2;Ethnografische Vorgehensweise;400
6.6.3;Kontextabhängigkeit der Klangerfahrung;401
6.6.4;Unbestimmtheit und Fertigkeiten – ein Spannungsfeld;403
6.6.5;Sprechen über Noise: Zur diskursiven Sinnstiftung;406
6.6.6;Visualisierungen und körperliche Performance;408
6.6.7;Diskussion: Voraussetzungsvolle Klangerfahrung;410
7;Verzeichnis der Autorinnen und Autoren;416



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.