Bottlinger | Kartanin 6: Das Eruptiv | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 64 Seiten

Reihe: PERRY RHODAN-Kartanin

Bottlinger Kartanin 6: Das Eruptiv

Miniserie
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8453-5206-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Miniserie

E-Book, Deutsch, Band 6, 64 Seiten

Reihe: PERRY RHODAN-Kartanin

ISBN: 978-3-8453-5206-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Auf der Erde und den anderen Planeten, die von Menschen bewohnt sind, schreibt man das Jahr 2144 der Neuen Galaktischen Zeitrechnung - gut dreitausendachthundert Jahre in der Zukunft. Die Lage in der Milchstraße ist entspannt, es gibt keine größeren Konflikte. Die Menschen sowie die Bewohner der anderen Sternenreiche arbeiten gemeinsam an ihrer Zukunft. Da wird die Erde von einem unverhofften Besuch überrascht: Dao-Lin-H'ay, die einzige Kartanin, die relativ unsterblich ist, bittet Rhodan um Hilfe. In ihrer Heimatgalaxis Ursa Minor läuft eine Invasion, die auch bald die Milchstraße bedrohen könnte. Geheimnisvolle Symbionten übernehmen ganze Völker. Der Terraner macht sich, ohne zu zögern, auf den Weg. Ihm und Dao schließt sich die unsterbliche Stayn an. In Ursa Minor sammelt er genügend Informationen, um zu erfahren: Nur eine Zivilisation könnte helfen - daher ist sein nächstes Ziel DAS ERUPTIV ...

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1.

Perry Rhodan

22. Mai 2144 NGZ

Sand. Nichts als Sand.

Rings um den Shift der JENNIFER THYRON eintönige Ebene, da und dort von kleinen Hügeln durchbrochen. Sie waren mit dem Kleinraumschiff gelandet, während die THYRON im Orbit verblieb.

Wind fuhr in eine der größeren Dünen am südlichen Horizont und ließ eine Sandwolke aufsteigen. Ssajd präsentierte sich als trocken, heiß und monoton. Perry drehte sich um. Hinter ihm war das Bild dasselbe. Nichts rührte sich.

Nirgendwo ein Hauch von Leben. Es gab keinen Grund, sich beobachtet zu fühlen. Dennoch prickelte sein Nacken unangenehm.

Der Schwanz seiner Begleiterin peitschte nervös. Dao spürte es auch, oder nicht?

Shifts wurden zu Recht auch Flugpanzer genannt. Sie waren stabile und wuchtige kleine Fahrzeuge, geeignet für fast jede Umweltbedingung. Der Panzer schützte die darin. Rhodan und Dao saßen in diesem Flugpanzer mitten im Nichts, aber da war ... etwas. Nur was? Und waren sie geschützt?

*

Rhodan und Dao-Lin-H'ay waren gemeinsam aufgebrochen. Es war eine simple Mission. Die Bewohner des Planeten Ssajd galten als zurückgezogen, aber technisch hoch entwickelt. Sie hatten kaum Kontakt mit der Außenwelt, trieben kaum Handel. Ssajd lag zudem um die dreihundert Lichtjahre von Ingastaar entfernt. Wenn es in Ursa Minor einen Planeten gab, der noch nicht von den Vantani befallen war, dann dieser hier. Der perfekte Ort, um angefangene Forschungen fortzuführen.

Allerdings, Ssajds Abgeschiedenheit stellte das größte Problem dar. Auf Kontaktversuche per Funk hatte niemand reagiert. Also waren er und Dao gelandet, um sich umzusehen und gegebenenfalls persönlichen Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen.

Sie stiegen mithilfe ihrer Anzüge in die Luft, Rhodan verschaffte sich einen Überblick. In einer Entfernung von vielleicht 15 Kilometern entdeckte er jene Ansammlung von Häusern, die er bereits während des Landemanövers entdeckt hatte.

Dao zog ihren Kombistrahler. Rhodan verstand das Bedürfnis. Sonderlich zielführend kam es ihm dennoch nicht vor. Hätten sie die Bewohner dieser Siedlung verschrecken wollen, hätten sie sich den Fußmarsch sparen und direkt neben den Häusern landen können.

»Dao, wenn wir einen friedlichen Kontakt mit den Bewohnern dieser Welt aufnehmen wollen, können wir ihnen nicht eine Waffe unter die Nase halten.«

Die Kartanin fauchte ungehalten. »Du spürst es genauso wie ich. Jemand beobachtet uns.«

»Wenn fremde Wesen auf meinem Planeten landen würden, würde ich sie ebenfalls erst mal beobachten.«

»Stell dich nicht dümmer, als du bist, Perry«, sagte die Kartanin. »Du weißt, was ich meine. Jemand beobachtet uns und wartet nur auf den richtigen Zeitpunkt, um anzugreifen.« Dennoch steckte sie den Strahler wieder weg.

Weniger tödlich machte das die Kartanin ohnehin nicht. Im Nahkampf vermochte sie dank ihrer messerscharfen Krallen, ihrer Reaktionsgeschwindigkeit und ihrer perfekten Körperkontrolle potenzielle Angreifer in der Luft zu zerfetzen.

»Ich weiß, was du meinst«, gab Rhodan zu. »Aber wir müssen Ruhe bewahren.«

Er bereute es ein wenig, Miro Teik auf der JENNIFER THYRON zurückgelassen zu haben. Es hatte nach einer guten Idee geklungen. Haluter waren ein friedliebendes Volk, aber das sah man ihnen nicht an. Ganz im Gegenteil. Mit den rot glühenden Augen, dem breiten lippenlosen Mund und den vier Armen wirkten sie auf so gut wie alle Spezies Furcht einflößend. Rhodan hatte die Bewohner Ssajds nicht erschrecken wollen, Teik hatte ihm bei dieser Einschätzung zugestimmt.

Er, Stayn und die Posbi-Besatzung des Kugelraumers warteten im Orbit und standen bereit, falls es Schwierigkeiten geben sollte.

Schwierigkeiten, mit denen Rhodan nicht gerechnet hatte. Alles, was man über die Bewohner von Ssajd wusste, war, dass sie friedliebend waren und in Ruhe gelassen werden wollten. Sie waren weder für aggressives Verhalten noch für interne Konflikte bekannt.

Sie landeten und stapften auf die Siedlung zu. Die bestand aus einfachen Kuppeln aus einem wahrscheinlich wärmedämmenden Material. Zumindest hoffte Rhodan für die Bewohner, dass sie eine Möglichkeit hatten, sich kühl zu halten. Die Temperaturen in dieser Einöde erinnerten an die im Inneren eines Backofens. Dao hatte längst die Kühlung ihres Anzugs eingeschaltet. Rhodan tat es ihr nun gleich.

Das Gefühl, beobachtet zu werden, hielt sich hartnäckig. Noch immer konnte Rhodan keine Anzeichen von Leben erkennen.

»Irgendwo müssen dort vorne Leute sein«, sagte er.

Die Instrumente der JENNIFER THYRON hatten für eine so kleine Siedlung einen erstaunlich hohen Energieverbrauch gemessen. Rhodan hatte spekuliert, dass sich ein Großteil der Siedlung unter der Erde befand, aber darauf hatte es keine Hinweise gegeben.

»Oder es laufen einfach irgendwelche Maschinen«, grummelte Dao. »Und die Siedlung ist ver...«

Vor ihnen explodierte der Sand.

Noch während aufgewirbelter Staub ihm die Sicht versperrte, warf Rhodan sich zur Seite. Er rollte ab, kam in einer Hocke wieder hoch und zog den Strahler. Gleichzeitig analysierte und bewertete er die Situation.

Dao hatte sich auf die andere Seite geworfen und in einer Kuhle Deckung gefunden. Ein kleiner Sprengsatz musste hochgegangen sein. Wahrscheinlich ferngezündet. Aus dem Sand ringsum tauchten immer mehr Lebewesen auf. Sie hatten vermutlich Kuhlen gegraben und Sand über Prallfelder gehäuft. Nun schüttelten sie den Sand ab, der an ihnen klebte.

Was Rhodan darunter sah, erinnerte ihn an Quallen. Nur dass nichts an diesen Wesen weich oder glibberig war. Auf einem Nest aus schmalen, schlangenartigen Beinen ruhte ein schirmförmiger, schuppiger Körper, von dem lose Hautfetzen herunterhingen. Eine unregelmäßige Ansammlung von Augen saß dort, wo offensichtlich die Vorderseite der Kreaturen war.

Einige von ihnen hielten Waffen in den Tentakelbeinen. Diese schwenkten sie und stießen dabei schrille Töne aus.

Rhodan und Dao waren umzingelt. Aber keine der Kreaturen machte Anstalten, sie anzugreifen. Also senkte Rhodan seinen Strahler und stand auf.

»Wir wollen keinen Streit«, sagte er auf Minorisch, der Lingua franca von Ursa Minor. »Wir sind hier, weil wir um Hilfe bitten.«

Während er sprach, beobachtete er die Wesen ringsum genau. Es gab nicht viele Aufzeichnungen über die Bewohner von Ssajd. Bei einer Kartanin hätte er gegebenenfalls an der Körperhaltung erkennen können, ob ein Vantanibefall vorlag. Bei diesen Wesen ließ sich das schwer sagen. Rhodan hielt nach Blattmustern auf den Schuppen Ausschau, konnte aber keine entdecken.

Eines der Wesen trat vor. Es hatte seinen Körper mit neonorangefarbenen Mustern bemalt. »Ooooh, hört ihr das?«, höhnte es. »Hilfe wollen sie!«

Mehr schrille Töne ringsum waren die Antwort. Rhodan runzelte die Stirn. Höflichkeit war auf jeden Fall nicht die Stärke dieser Leute.

»Hier gibt es keine Hilfe!«, fuhr das Wesen fort. »Hier findet ihr nur Verderben!«

Die anderen schwenkten wild ihre Waffen.

»Ihr befindet euch im Territorium von Ssventgar dem Sandigen! Kehrt sofort um oder erleidet die Konsequenzen eures Eindringens!«

Der Rest der Meute stimmte eine Art Sprechgesang an: »Werft sie in den Griktrak! Werft sie in den Griktrak!«

Rhodan tauschte einen Blick mit Dao, die zwar noch immer angespannt wirkte, aber etwas verwirrt. Er konnte es ihr nicht verdenken. Dieser Ssventgar und seine Leute gaben sich feindselig, aber auf eine Art, die sich ein bisschen wie Theater anfühlte. Waffen wurden eher dramatisch geschwenkt, als tatsächlich auf die Eindringlinge gerichtet, und niemand machte nur einen einzigen Schritt auf sie zu.

»Nimmst du irgendetwas in ihren Gedanken wahr?«, fragte er die Kartanin.

Diese schüttelte den Kopf. »Es ist, als würden sie gar nicht existieren.«

Interessant. Die Bedrohungslage kam Rhodan noch nicht allzu akut vor. Sie konnten jederzeit die Flugaggregate der Anzüge einsetzen und flüchten. »Wir wollen niemandes Territorium verletzen«, versuchte er es daher noch einmal. »Wir suchen Unterstützung gegen einen Feind, der ebenso euch gefährlich werden wird, wenn wir nichts gegen ihn unternehmen.«

»Niemand kann uns gefährlich werden!«, behauptete Ssventgar. »Wir verteidigen diese Dünen seit Jahrtausenden gegen Eindringlinge!«

»Wie?«, mischte sich nun Dao ein. »Mit ein paar Speeren und Strahlern, an die ihr Messer gebunden habt? Und was ist das da?« Sie deutete auf eines der Wesen hinter Rhodan. »Dein Gefolgsmann hält sein Impulsstrahlengewehr verkehrt herum.«

Das war nun absurd. Rhodan hatte dieses Detail nicht wahrgenommen, da er sich auf die andere Hälfte der Angreifer konzentriert und sich automatisch darauf verlassen hatte, dass Dao ihm den Rücken genauso freihielt, wie er es für sie tat.

Ssventgar stieß einen Laut aus, der wütend klang. »Sie kommen her und beleidigen unsere Sitten!« Er machte einen drohenden Schritt nach vorne – oder eher eine ganze Reihe von sehr kleinen Schritten mit seinen unzähligen Beinen. Als wäre das ein Signal für den Rest des Trupps gewesen, zog sich der Kreis enger.

Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Immer noch wurden keine Waffen tatsächlich auf sie gerichtet. Rhodan warf einen schnellen Blick hinter sich, Das Wesen hatte das Gewehr umgedreht, hielt es aber weiterhin mehr wie einen Knüppel als wie eine Schusswaffe.

»Werft sie in den Griktrak! Werft sie in den Griktrak!« Der Singsang ging ununterbrochen weiter.

»Gut«, verkündete Ssventgar. »Ihr wollt es nicht anders!« Er hielt etwas in die...



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