Booth | Verbotenes Verlangen nach dem Rivalen | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2183, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Booth Verbotenes Verlangen nach dem Rivalen


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0364-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2183, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0364-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ihr Ex-Mann hat ihr einen Teil seines Bauunternehmens vermacht? Tara Sterling ist entschlossen, das unerwartete Erbe anzutreten. Was allerdings bedeutet, dass sie sich gegen den umwerfend attraktiven Grant Singleton durchsetzen muss. Er war der beste Freund ihres verstorbenen Ex, hat das Sterling-Imperium mitgegründet - und ist der erste Mann seit langer Zeit, bei dem es wie verrückt knistert! Doch geschäftlich sind sie Rivalen. Darf Tara ihrem verbotenen Verlangen nachgeben, wenn sie sonst knallhart sein muss?

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1. KAPITEL

Tara Sterlings größte berufliche Freude war der Anblick eines zufriedenen Kunden, wenn dieser den Kaufvertrag für ein Multimillionen-Dollar-Haus unterschrieb.

„Die Familie ist überglücklich mit dem Haus.“

Das mochte stimmen, aber besagte Familie war zum Kaufabschluss gar nicht erschienen. Die Bakers waren zum Frühlingsskifahren in Aspen und hatten stellvertretend eine Mitarbeiterin ihrer Treuhandfirma geschickt. „Sie sind Ihnen furchtbar dankbar, dass Sie so einen guten Preis ausgehandelt haben.“

„Schön, dass ich helfen konnte.“ Tara winkte das Kompliment ab, während ihre Assistentin die Papiere an sich nahm und überprüfte. „Das ist mein Job.“

„Wirklich sehr gut gemacht. Es gab unglaublich viele Bieter für das Anwesen.“

Tara war dankbar für dieses Zeichen der Wertschätzung, auch wenn diese nicht direkt vom Käufer kam. Sie arbeitete unglaublich hart für ihren Ruf als Wunder bewirkende Maklerin in San Diego. Sie hatte einfach ein Händchen für Traumhäuser und ein unschlagbares Geschick bei Preisverhandlungen. Angeblich vermieden andere Makler es, sich mit ihr auseinanderzusetzen, und bezeichneten sie als skrupellos. Tara fand das unfair. Sie war lediglich nicht bereit zu verlieren. So viel war ihr schon genommen worden: ihre Mom, als sie erst neun Jahre alt war, dann vor sieben Jahren ihre Ehe und letztes Jahr schließlich ihr geliebter Dad.

Sein Tod vor vierzehn Monaten hatte sie besonders hart getroffen. Während ihrer Kindheit und Jugend war er ihr Vorbild gewesen – eine Präsenz, so solide, dass sein Verlust niederschmetternd gewesen war. Tara konnte seine letzten Worte einfach nicht vergessen: „Warte nicht auf dein Glück.“

Erst in jenem Moment hatte sie es verstanden. Sie war nicht glücklich. Auch wenn sie jeden Tag neue Menschen kennenlernte, war ihre Welt irgendwie kleiner geworden. Sie hatte mehr Bekannte als echte Freunde und überhaupt kein Liebesleben. Die meisten Männer fühlten sich von ihrem Erfolg eingeschüchtert, und sie war enttäuscht von deren Mangel an Visionen. Sollte sie jemals wieder die Liebe finden wollen, bräuchte sie dafür einen Partner wie ihren Ex-Mann Johnathon Sterling. Er hatte Visionen, war leidenschaftlich und aufregend. Leider sah er sich auch gern nach anderen Frauen um und war schnell gelangweilt. Ihre Ehe hatte nur drei Jahre gehalten. Die Hälfte davon war spannend gewesen, doch die restliche Zeit über hatte sie das Gefühl, ihm nie gerecht werden zu können. Zumindest nicht als Ehefrau.

Also hatte sie sich auf ihre Karriere konzentriert, was eine Weile großartig funktionierte. Sie verdiente jede Menge Geld und gestaltete das wunderschöne Haus, in dem sie mit Johnathon gewohnt hatte, völlig um. Ihre Kleiderschränke waren voller Designerkleidung, und jedes Jahr kaufte sie sich einen neuen Mercedes. Alles, um der Welt zu demonstrieren, dass ihre Scheidung sie nicht aus der Bahn geworfen hatte. Das Problem war nur, dass sie wenig davon aufrichtig glücklich machte – was ihr erst klar wurde, als ihr Dad starb.

„Wenn das dann alles ist, will ich Sie nicht länger aufhalten.“ Die Mitarbeiterin der Treuhandfirma reichte ihr über den Konferenztisch hinweg die Hand.

Die Frauen schüttelten sich die Hände, doch Taras Blick wurde vom Aufleuchten ihres Handys angezogen. Ein Anruf von Grant Singleton. Sie hatte auf lautlos gestellt und der Anruf ging direkt zur Mailbox. „Ich glaube, wir haben alles.“

„Perfekt. Die Bakers werden zufrieden sein, ihr Bauunternehmer ebenfalls. Er will sich so schnell wie möglich an die Arbeit machen.“

Tara brachte die Frau zur Tür. „Sie fangen mit der Küche an, oder? Die Kücheninsel war ihnen wohl etwas zu klein.“

„Oh, nein. Sie reißen alles ab.“

„Die komplette Küche?“

„Das komplette Haus.“

Oh.

„Für einen Neubau. Mir ist bewusst, dass der Eigentümer viel Geld in das Anwesen gesteckt hat, aber es ist nicht ganz nach dem Geschmack der Familie.“

Dies passierte ständig in den teureren Gegenden von San Diego County. Das Grundstück war häufig mehr wert als das, was darauf stand. Dennoch schien es Tara eine furchtbare Verschwendung zu sein, dieses wunderschöne Haus abzureißen. „Sie sagten mir, dass sie das Haus lieben würden und ihre Kinder dort großziehen wollten.“

Die Frau zuckte mit den Schultern. „Das werden sie auch, nur nicht in diesem Haus. Es war trotzdem ein gutes Geschäft, oder?“

Tara bohrte ihre Fingernägel in ihre Handballen. Dies war genau die Art von Frust, die sie daran zweifeln ließ, dass sie das Richtige tat. Geld allein reichte nicht. Wie viel Befriedigung konnte sie aus einem guten Abschluss ziehen, wenn die Kunden einfach alles niederrissen, was Tara für sie gefunden hatte?

„Ich hoffe, dass sie glücklich sind“, sagte sie und verabschiedete sich. Sie musste loslassen. Wie schon dutzende Male zuvor.

Als sie sich umdrehte, sah sie ihr Handy auf dem Konferenztisch aufleuchten. Schon wieder Grant. Grant war ein alter Freund und Geschäftspartner von ihrem Ex-Mann Johnathon. Sie telefonierten ab und zu, aber es war merkwürdig, dass er sie nach so kurzer Zeit schon wieder anrief. Sie sollte wohl besser rangehen.

„Grant, was gibt’s? Oder hat dein Hintern für dich gewählt?“ Prompt stellte sie sich seinen knackigen Hintern vor. Sie hatte ihn noch nie nackt gesehen, aber der Mann sah in Anzughosen genauso umwerfend aus wie in Jeans.

„Endlich, Gott sei Dank.“ Grants tiefe Stimme klang atemlos und verzweifelt. Sonst war er immer ruhig und gefasst. Es musste also etwas passiert sein.

„Was ist los?“

„Johnathon hatte einen Unfall. Ich bin im Krankenhaus. Wie schnell kannst du hier sein?“

Taras Herz begann zu rasen. Der Adrenalinstoß ließ sie geradewegs in ihr Büro eilen, wo sie sich ihre Handtasche griff. „Ich mache mich auf den Weg. Bin in zwanzig Minuten da, wenn ich nicht in einen Stau komme.“

„Beeil dich, Tara. Es ist ernst.“

Sie blieb stehen. „Das hier ist doch kein Witz, den ihr beide euch ausgedacht habt, oder?“

„Nein, natürlich nicht. Jetzt komm her. Wir verlieren ihn vielleicht.“

Tara rannte los. „Verlieren? Was ist denn passiert?“

„Für Erklärungen ist keine Zeit. Ich muss Schluss machen. Komm einfach her.“ Grant legte auf.

Tara rannte vier Stockwerke auf High Heels hinunter und sprintete über den Parkplatz zu ihrem Mercedes. Während sie einstieg und losfuhr, versuchte sie, den donnernden Herzschlag in ihrer Brust und die Übelkeit zu ignorieren. Obwohl sie seit sieben Jahren von Johnathon geschieden war, liebte sie ihn immer noch. Er war ihr unglaublich wichtig. Auch wenn ihre Scheidung sie sehr mitgenommen hatte, war ihre gemeinsame Zeit wunderschön gewesen. Sie konnte den Gedanken nicht ertragen, ihn nicht mehr in ihrem Leben zu haben. Ein weiterer Verlust war mehr, als sie durchstehen würde.

Aber Johnathon war unglaublich stark. Wenn es einen Kämpfer gab, dann ihn. „Er schafft das“, murmelte sie vor sich hin, während sie ihren Wagen durch den Verkehr schlängelte. „Er muss.“

Gott sei Dank hatte die Klinik einen Parkdienst. Tara hielt an, stieg aus, warf dem Mitarbeiter ihre Schlüssel entgegen und rannte durch den Eingang zum Infoschalter. Nachdem sie sich erkundigt hatte, wo Johnathon zu finden war, lief sie weiter den Flur entlang. Der antiseptische Krankenhausgeruch stieg ihr unangenehm in die Nase. Gezwungenermaßen erinnerte sie dieses Aroma an ihren Dad und natürlich an ihre Mom. Es war unerträglich.

Sie wartete nicht auf den Aufzug, sondern rannte bis in den fünften Stock. Erschöpft blieb sie stehen, um sich zu orientieren. Wo war sie? Es schien hier keine OP-Säle zu geben und die Notaufnahme war meilenweit entfernt. Sie wollte gerade zum Schwesternzimmer, als eine Hand ihren Ellbogen ergriff. Sie wirbelte herum und stand vor Grant. Alle Farbe war aus seinem attraktiven Gesicht gewichen. Er öffnete den Mund, und sofort wusste Tara, was er sagen wollte.

„Es tut mir so leid. Sie konnten ihn nicht retten.“

Nein, nein, nein! Das war doch nicht möglich. Johnathon war unzerstörbar. Er konnte nicht einfach so ohne Vorwarnung sterben. Das ergab einfach keinen Sinn.

„Was ist denn bloß passiert? Ist er wieder auf dem Highway zu schnell gefahren? Ich habe ihm tausendmal gesagt, wie gefährlich das ist.“

Grant schüttelte den Kopf. „Es war ein total verrückter Unfall. Auf dem Golfplatz hat ihn ein Ball an der Schläfe getroffen. Ich glaube, im Krankenwagen war er noch bei Bewusstsein, aber er hat stark geblutet.“

Tara schlug sich die Hand vor den Mund und kämpfte um ihr Gleichgewicht. Johnathon war tot. Es schien unvorstellbar. Er war nicht nur viel zu jung gestorben – mit einundvierzig –, außerdem hasste er Golf. Es war so unfair. „Wo ist er?“

Grant deutete mit dem Kopf hinter sich. „Ich habe ihn in ein Privatzimmer bringen lassen. Miranda ist gerade bei ihm. Ich wollte nicht, dass sie sich in der Notaufnahme von ihm verabschieden muss oder, noch schlimmer, im Leichenschauhaus.“

„Wer hat dir Bescheid gesagt?“

„Miranda. Sie hatte im Country Club eine Tennisstunde, als es passierte, und konnte mit ihm ins Krankenhaus fahren.“

Miranda war Johnathons dritte Ehefrau. Sie und Tara hatten ein recht harmonisches Verhältnis. Miranda war eine sehr erfolgreiche Inneneinrichterin und hatte für Tara ein paar Häuser für den Verkauf ausgestattet. „Das ist furchtbar....



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