Boogen | Dreamwalker - Bestienzorn | E-Book | www2.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 490 Seiten

Reihe: Dreamwalker

Boogen Dreamwalker - Bestienzorn


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7578-7733-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 490 Seiten

Reihe: Dreamwalker

ISBN: 978-3-7578-7733-0
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Noch immer kämpft Alva gegen die Schatten der vergangenen Ereignisse an, aber langsam findet sie in Lafaria ein richtiges Zuhause. Seit dem Beginn ihres intensiven Trainings, um ein Teil der Garde Lafarias zu werden, ist sie stärker den je, doch schnell kristallisiert sich heraus, dass etwas mit ihr und ihrer neuen Kraft nicht zu stimmen scheint. Arun und Sylas begegnen ihrer Entwicklung mit Skepsis, doch es bleibt nicht viel Zeit, sich um ihre eigenen Probleme zu kümmern. Denn Iru, der von ihr gerettete Lycaner Welpe, erwartet schon bald seine erste Verwandlung. Seit dem Eintreffen in Lafaria stehen er und seine Schwester Nathi unter ständiger medizinischer Beobachtung und als Irus Verhalten immer unberechenbarer wird und er sogar seine eigene Schwester in einem brutalen Wutausbruch schwer verletzt, werden Arun und Alva zum Handeln gezwungen. Es ist klar, dass der lafarianische Rat auf keinen Fall von Irus kritischem Zustand erfahren darf und so beginnt für Alva und ihre Freunde ein nervenaufreibendes Spiel mit dem Feuer, dessen Ausmaß sie nicht zu erahnen wagen.

Eileen Boogen ist eine junge Indie Autorin, die 2022 mit ihrem ersten Fantasy Roman den Schritt in eine neue Welt gewagt hat. Geboren und aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen lebt sie heute in Rheinland-Pfalz mit ihren zwei Katzen, und arbeitet hauptberuflich als Grafikdesignerin. Wenn sie eine Sache lieber macht, als Geschichten zu schreiben, ist es, diese zu lesen. Neben ihrer großen Liebe zu Romantasy und Dark Romance Romanen begeistert sie sich ebenfalls für Sci-Fi und Dystopie.

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Prolog
»Ich weiß nicht was du meinst«, grinst Iru mit gekonnt unschuldiger Miene. Alvas Braue hebt sich, während sie ihren Gegenüber prüfend mustert. Dann wandern ihre Augen zu Nathi, die ihr kaum merklich zunickt. Ihre Mundwinkel zucken amüsiert. »Also…Meister Iru, ich denke du weißt genau, wovon ich spreche. Ich sage, du bluffst.« Der blonde Junge schleudert enttäuscht seine Karten auf den Tisch und wirft den Kopf in den Nacken. »Seid ehrlich, ihr zwei habt euch gegen mich verbündet!«, beschuldigt er die beiden Damen, die mit ihm an einem kleinen runden Tisch sitzen. Alva legt zufrieden ihre Karten nieder. »Was soll ich sagen, Iru. Ich glaube, du hast einfach kein Händchen für die Karten.« Alva hebt ihre Hand und Nathi gibt ihr enthusiastisch ein High Five. Dann fangen die beiden amüsiert an zu kichern, als sie Irus verwirrte Miene bemerken. »Mit euch Karten zu spielen macht wirklich keinen Spaß«, knurrt er beleidigt und verschränkt die Arme vor der Brust. »Mach dir nichts draus, Iru«, feixt eine männliche Stimme in seinem Rücken und der junge Lycaner dreht sich überrascht um, bevor er den schwarzhaarigen Laianer dabei beobachtet, wie er den Aufenthaltsraum betritt. »Frauen halten immer zusammen, das darfst du niemals unterschätzen«, beendet Arun seinen Satz und erntet dafür einen tadelnden Blick von Alva. Beschwichtigend hebt er die Hände. »Schon gut, ich hab nichts gesagt.« Nathi kichert nervös und boxt ihrem Bruder neben sich spielerisch gegen die Schulter, der sich aufgebracht umdreht. »Echt jetzt, Arun? Du lässt mich hängen, ja?« Wieder ertönt ein amüsiertes Gelächter durch die Runde, bevor Nathi aus ihrem Schneidersitz aufsteht und ihr langes aschblondes Haar hinter die Ohren streicht. Langsam wandert sie rüber zu der kleinen Theke um sich ein Glas Wasser zu holen und wirft Arun dabei einen ehrfürchtigen Blick zu. Noch immer fällt es ihr schwer, den Männern hier zu vertrauen, doch Arun und Alva sind immer freundlich zu ihr und ihrem Bruder gewesen. Dennoch rät ihr eine vertraute Stimme nach wie vor zur Vorsicht. Immer auf der Hut sein, immer in Alarmbereitschaft sein. Das ist es, was sie und ihr Bruder von ihrem eigenen Fleisch und Blut, dem Volk der Lycaner, lernen mussten. Bei diesem flüchtigen Gedanken an ihre Vergangenheit reibt sie sich geistesabwesend über die schmalen Handgelenke. »Iru, wir müssen zu deinem Termin«, hört sie Aruns Stimme sagen und zuckt dabei leicht zusammen. Nervös dreht sie sich zu ihrem Bruder um, der sich jetzt auch gemächlich erhebt und seine Hose sporadisch abklopft. »Alles klar, ich bin bereit«, lächelt er dünn, jedoch weiß Nathi es besser. Sie weiß, dass ihr großer Bruder zunehmend ängstlicher wird, denn er wird bald fünfzehn Jahre alt und jeder Lycaner weiß, was das bedeutet. Jedes humanoide Wesen macht eine weitreichende Veränderung während der Pubertät durch. Die Gefühle spielen verrückt, die Hormone tanzen Tango und auch körperlich beginnt ab dem Zeitpunkt der Pubertät ein neuer Lebensabschnitt. Doch für das Volk der Lycaner bringt sie noch etwas viel Einschneidenderes mit sich. Die Verwandlung. Lycaner Welpen verändern ihre Form nicht, denn sie erlangen diese Fähigkeit erst mit dem Beginn der Pubertät. Es ist nichts Schönes und wenn Nathi ganz ehrlich zu sich selbst ist, bekommt sie selbst jetzt schon schwitzige Hände bei dem Gedanken, dass ihr erstes Mal auch eines Tages kommen wird. Auch, wenn sie erst elf Jahre alt ist und ihr deshalb noch ein wenig Zeit bleibt, bis sie sich damit auseinandersetzen muss. Iru schiebt seine Hände in die Hosentaschen und folgt Arun, versucht dabei so unbeteiligt wie möglich zu wirken. Doch in seinem Inneren tobt ein Sturm aus Angst und Unruhe, der gegen Gitterstäbe des Käfigs schlägt, in dem Iru seine Gefühle verschlossen hat. Seit ungefähr drei Monaten wird er alle zwei Wochen abgeholt, um eine Reihe von Tests zu absolvieren, die zeigen sollen, ob sich Veränderungen an ihm bemerkbar machen. Die Tests tun nicht weh, außer man ist penibel oder hat Angst vor Spritzen. Aber die Blutabnahme stört den aschblonden Lycaner nicht. Auch nicht die Fragen, die ihm gestellt werden oder die motorischen Tests. Es ist die Angst vor den möglichen Ergebnissen. Jedes Mal, wenn er seine Aufgaben vollendet hat, liegt er die Nacht darauf hellwach in seinem Bett und starrt an die Decke. Er weiß, dass der Beginn der Verwandlungsphase hart und schmerzhaft wird. Er hat oft die erwachsenen Lycaner darüber reden hören und hat es auch schon oft selbst mit angesehen. In dem Lager, in dem er und Nathi untergebracht waren, haben viele der Welpen früher oder später ihre erste Verwandlung durchmachen müssen. Schon Wochen bevor es passierte veränderte sich ihr Verhalten und manchmal auch ihr Aussehen. Sie bekamen Wachstumsschübe, ihre Augenfarben veränderten sich manchmal und sie wurden aufgekratzter. Waren leichter reizbar. Manche von ihnen gingen für einen Stups gegen die Schulter in die Luft, stießen Tische und Arbeitsgeräte um und in ihren Augen zeichnete sich die blanke Zerstörungswut ab. Jedoch wurde alles noch viel Schlimmer, wenn die Kinder begannen, sich endlich zu verwandeln. Die erste Verwandlung muss einem unfassbare Schmerzen bereiten und geht quälend langsam vonstatten. Ein Wachtmeister hatte ihnen einmal erzählt, dass es sich anfühle, als würden einem alle Knochen nacheinander gebrochen werden. Stundenlang würden die Knochen und Muskeln ihre Größe und Position verändern und die ganze Dauer über, würde man unerträgliche Höllenqualen erleiden. In den folgenden Wochen ist es sehr wahrscheinlich, dass man nur wenig Kontrolle über seinen eigenen Körper hat. Ständig und bei jeder kleinen Gefühlsregung verwandelt man sich und es dauert eine Weile, bis man wieder Herr seines eigenen Willens ist. Der junge Lycaner stößt einen Schwall Luft aus. Die Ehleseen, die ihn regelmäßig untersuchen, hatten ihm außerdem erklärt, dass die Äthermanipulation, die an ihm uns seiner Schwester vorgenommen wurde, schwerwiegende Folgen haben könnte. Diese Unbekannte kommt also auch noch auf die Sorgenliste. Eine Gänsehaut schleicht sich über Irus Nacken. Schon bald wird auch er sich barbarisch benehmen und diese erste schmerzhafte Umwandlung durchmachen müssen. Aber damit man die besten Vorbereitungen für diese Zeit treffen kann, muss er streng überwacht werden. Gedankenverloren wandert er hinter dem groß gewachsenen Laianer her und sperrt die Erinnerungen an die schlimme Zeit bei den Lycanern zurück in die Kiste, aus der sie ab und an entkommen. »Du weißt, die Tests sind reine Vorsichtsmaßnahmen, oder?«, reißt ihn Aruns Stimme aus den Gedanken. Sein Kopf hebt sich und er sieht in Aruns Gesicht, das sich über die Schulter zu ihm dreht. Ein beschwichtigendes Lächeln liegt auf seinen Lippen. »Ja… ja klar weiß ich das. Ich habe nichts gegen die Tests«, murmelt der Junge teilnahmslos und lässt seinen Blick über den Boden des Flurs streifen, den sie gerade durchqueren. Plötzlich bleibt Arun stehen und sieht dem blonden Lycaner direkt in seine tiefgrünen Augen. Dann wandert seine Hand auf Irus Schulter und er drückt diese leicht, so als wolle er ihm Mut machen. »Wenn es so weit ist, werden wir alles Notwendige tun, um das mit dir zu überstehen. Okay?« Bei diesen ehrlichen und direkten Worten bildet sich ein Kloß in Irus Hals und er schluckt schwer, bevor er langsam nickt. Er kann sich wirklich glücklich schätzen, dass er diese schwierige Zeit hier durchmachen kann. Unter Lai’Haranern, die ihn unterstützen und ihm helfen. Seine Gedanken wandern zu Alva, die sich von Anfang an für ihn und seine Schwester eingesetzt hat, und sie seit ihrer Ankunft in Lafaria in regelmäßigen Abständen besucht. Immer wenn sie im Heim eintrifft, hat Iru entweder Sylas oder Arun an seiner Seite, wenn er zu den Tests muss. Auf eine verrückte Art fühlt er sich geschmeichelt, und während er so über diese Tatsache nachdenkt, schleicht sich ein Schmunzeln auf sein Gesicht. Arun wirft einen letzten prüfenden Blick auf den Teenager vor sich, dann nickt er aufmunternd auf den vor ihnen liegenden Gang. »Na komm, bringen wir es hinter uns.« »Du Arun?«, fragt Iru verlegen und sein Blick hascht verstohlen nach oben zu Aruns Gesicht. »Hm?« »Ich habe überlegt… naja, ich weiß nicht, ob das wirklich eine Möglichkeit ist, aber ich habe mir gedacht… also, wenn ich alt genug bin… könnte dann auch ich eurer Garde beitreten?«, stammelt er vor sich hin, während seine Hände nervös am Saum seiner Ärmel herumfingern. Aruns Ohren zucken alarmiert herum und sein Kiefer spannt sich an, während er angestrengt über seine...



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